arte Programm 03.07.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft 03.07. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:55 Die fünf Geparde
Infosendung ~45 Min
(Das Gepardenrudel) Gemeinsam durch die Serengeti Tierdoku, Deutschland, Österreich 2019 Regie: Reinhard Radke Musik: Martin Lingnau - Ingmar Süberkrüb
Die fünf Geparde
Geparde sind die Hochgeschwindigkeitsjäger der Savanne. Nur wenige wagen sich auch an größere Beute. Doch manchmal zeigen sich die Raubkatzen von einer überraschend anderen Seite! In der nördlichen Serengeti tauchen fünf Männchen auf, die alles auf den Kopf stellen. Es ist das größte Bündnis von Geparden, das jemals beobachtet wurde! Dieser Film hat viele Geschichten über die schlanken Jäger zu bieten. Eine erfahrene Mutter bringt ihren männlichen Nachkommen die letzten Feinheiten der Jagd bei, bevor sie den Nachwuchs in die Unabhängigkeit entlässt. Das Weibchen hat sich in eine gute Ausgangsposition gebracht. Geduldig wartet sie, bis die Gnus dicht genug bei ihr sind. Ein junges Weibchen steht vor ganz anderen Problemen, es hat vier Jungtiere zu versorgen. Die Kleinen müssen jeden Tag mehrere Kilometer zurücklegen. Lange mustert die Mutter die Umgebung, doch die Löwin in den Büschen hat sie nicht bemerkt. Die Löwin beobachtet sie dagegen schon lange: Fleischfresser sind untereinander Konkurrenten! Die fünf Gepardenmännchen beschatten nach mehreren erfolglosen Jagdversuchen eine Herde. Nachdem einer von ihnen durchstartet, bricht unter den Gnus Panik aus. In diesem Chaos den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung für die Geparde. Ihr Opfer ist ein 200 Kilogramm schweres Gnu. Beute, die für ein einzelnes Männchen viel zu groß wäre! Doch die vielen Monate des Jagdtrainings zahlen sich aus. Für diesen Film reiste Tierfilmer Reinhard Radke in die nördliche Masai Mara, um Geparde in Situationen zu filmen, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat! Dabei gelangen ihm nicht nur spektakuläre Aufnahmen von der Jagd, sondern auch rührende Familiengeschichten zweier Mütter, die ihren Nachwuchs großziehen.
16:9HDTV
05:15 Lee Miller
Infosendung ~60 Min
(Capturing Lee Miller) Supermodel und Kriegsfotografin Dokumentation, England 2020 Regie: Teresa Griffiths Musik: Hannah Peel Kamera: Jonathan Partridge
Lee Miller
Bekannt für ihr Selbstporträt in Hitlers Badewanne, war Lee Millers Leben so außergewöhnlich wie ihre Fotos. Als Model der ''Vogue'' und Muse der Surrealisten verzauberte sie die Männer durch ihre Schönheit. In der Gesellschaft von Man Ray und Pablo Picasso konnte sie sich leicht behaupten. Miller entschied sich, ihr Leben nach ihren eigenen Regeln zu leben. Bald nahm sie die Kamera selbst in die Hand und war während des Zweiten Weltkriegs eine der wenigen Kriegsfotografinnen in Europa. Heute wird sie als eine der wichtigsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts gefeiert. Von New York zog es sie nach Paris, von Ägypten nach England, von den Schlachtfeldern Europas in ein Landhaus in Sussex - Lee Miller war für rasche Entschlüsse und überraschende Kehrtwendungen in ihrem Leben bekannt. Über sich selbst schrieb sie einmal: ''Aus irgendeinem Grund möchte ich immer lieber woandershin.'' Wenn es in der Geschichte des 20. Jahrhunderts sowohl um die Emanzipation der Frauen als auch um ihre fortgesetzte Ausbeutung ging, dann fassen nur wenige Leben diese Widersprüche besser zusammen als das von Lee Miller. Die Dokumentation erzählt die bewegte und bewegende Lebensgeschichte einer Pionierin und Ikone, die ihresgleichen sucht. Zusammen mit Millers Sohn Antony Penrose, der Modejournalistin Marion Hume, dem Model Karen Elson, der Kriegsfotografin Lynsey Addario und anderen erkundet die Filmemacherin Teresa Griffiths Lee Millers bahnbrechendes Werk, erforscht ihren radikalen Geist und feiert ihren Mut und ihre Bereitschaft, jedes Tabu zu brechen, sowohl als Künstlerin als auch als Frau.
16:9HDTV
07:10 Die Winzlinge in freier Wildbahn
Infosendung ~50 Min
(Les parcs naturels... en Minuscule) Der Naturschutzpark in Französisch-Guayana Staffel 2: Episode 2 Naturreihe, Frankreich 2020 Regie: Nicolas Goudeau-Monvois - Clémence de la Robertie - Laurent Frapat
Die Winzlinge in freier Wildbahn
In dieser Dokumentationsreihe werden Nationalparks aus einem originellen Blickwinkel gezeigt: aus der Sicht der Helden der Animationsfilme ''Die Winzlinge''. Die sympathischen Insekten verleihen den Aufnahmen aus den Parks, in denen sich die Schönheit und Vielfalt der Natur offenbart, einen humorvoll-poetischen Touch. Dank der Winzlinge, die für die Überleitungen zwischen den Sequenzen sorgen, bringt die Dokumentationsreihe nicht nur grandiose Landschaften zum Vorschein, sondern gewährt auch Einblick in die faszinierende Welt ihrer kleinsten Bewohner. Mit einer Gesamtfläche von 3,4 Millionen Hektar ist der Amazonas-Nationalpark in Französisch-Guyana der größte Naturschutzpark Frankreichs und der gesamten Europäischen Union. Die beiden Grenzflüsse - im Westen der Maroni und im Osten der Oyapock - begrenzen das Gebiet mit seiner atemberaubend üppigen Vegetation und den gigantischen Urwaldriesen. Im Herzen des Naturparks bietet ein Mosaik aus unterschiedlichsten Habitaten Lebensraum für eine beeindruckende Artenvielfalt. Dort begegnet man Riesenottern, Faultieren, Wanderameisen und dem Gelbrücken-Stirnvogel. Bei den insgesamt 5.500 Pflanzenarten, die der Nationalpark beherbergt, verliert man leicht den Überblick. Neben majestätischen Farnen klettern Lianengeflechte bis in schwindelerregende Höhen, und Orchideen zeigen ihre eindrucksvollen Blütenstände. Auf einem einzigen Hektar finden sich bisweilen mehr als 150 verschiedene Baumarten, also zehnmal mehr, als ein gemäßigter Mischwald zu bieten hat. Neben den einmaligen Landschaften trifft man auf geomorphologische Besonderheiten wie die legendenumwobenen Inselberge aus Granitstein. Schließlich ist dieses Stück Erde auch die Heimat indigener Völker, der Bushinengue und der Kreolen, die dort in enger Verbundenheit mit der Natur leben.
16:9HDTV
09:35 Nach einer wahren Geschichte
Infosendung ~25 Min
(D''après une histoire vraie) Philomena Lee, eine Mutter als Opfer Staffel 2: Episode 7 Dokureihe, Frankreich 2022 Regie: REALISATEURS DIFFERENTS - Florence Platarets - Alexia Gaillard
Nach einer wahren Geschichte
Philomena Lee war noch keine 20 Jahre alt, als sie infolge eines Liebesabenteuers schwanger wurde. In der konservativen irischen Gesellschaft der 50er Jahre galt ein uneheliches Kind als unverzeihliche Sünde. Die Kirche war damals der einzige Zufluchtsort für die betroffenen Frauen - und ein Mittel, sie von der Gesellschaft auszugrenzen und ihre Arbeitskraft auszubeuten. 1952 brachte Philomena im Kloster Roscrea einen Jungen zur Welt, den sie jedoch nur eine Stunde pro Tag nach der kräftezehrenden Arbeit in der Wäscherei sehen durfte. Im Dezember 1955 wurde ihr Sohn fortgebracht und von einem amerikanischen Ehepaar adoptiert. Erschüttert von der brutalen Trennung verließ Philomena Lee wenige Wochen später Irland und begann ein neues Leben in Großbritannien. 50 Jahre später machte sie sich mit Hilfe eines englischen Journalisten auf die Suche nach ihrem Sohn. Als eine der ersten Irinnen ging sie mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit und entlarvte so das in den 50er Jahren von der katholischen Kirche in Irland betriebene System zur Adoption von unehelichen Kindern. Die Dokumentation verrät viel darüber, wie sich die Rolle der Frau in der irischen Gesellschaft entwickelt hat, aber auch über die Emanzipationsversuche der Frauen, die von Kirche und Staat immer wieder zurückgedrängt wurden. Dennoch schafften sie es, den Institutionen auch einige Neuerungen abzutrotzen. Und noch an ein weiteres Thema wagt sich die Dokumentation: Die Zahl der irischen Frauen, die von Vertretern der katholischen Kirche missbraucht wurden, geht in die Tausende. Die packende Dokumentation ist eine Hommage an sie und ihre Kinder.
16:9HDTV



Programm - Nachmittag

 
16:15 Tamara de Lempicka
Infosendung ~55 Min
(Die Frau im grünen Bugatti - Tamara de Lempicka) Die Königin des Art déco Dokumentation, Deutschland 2022 Regie: Adrian Stangell - Sylvie Kürsten
Tamara de Lempicka
Sie hat unser Bild von den 20er Jahren geprägt wie keine andere: Tamara de Lempicka. Ihre Art-déco-Gemälde von Frauen in Autos oder in Abendrobe zierten vor 100 Jahren Modemagazine und sind heute auf Influencerprofilen im Netz zu finden. Der Sammler Wolfgang Joop schwärmt in dieser Dokumentation von der Wiedererkennbarkeit ihrer Werke. Für den Designer ist die exzentrische Lempicka Inspiration für das eigene Werk und die erste weibliche Pop-Art-Künstlerin neben Warhol. Auch Urenkelin Marisa de Lempicka ist stolz, dass ihre Urgroßmutter heute eine der teuersten Künstlerinnen ist und bei Stars wie Nicholson oder Streisand hängt. Aber warum weiß man von Lempickas Werken, jedoch nichts von ihrem Leben? Wieso nimmt die Kunstkritik sie nicht ernst? Und wie hält man ein Werk lebendig, das in Museen kaum zu finden ist? Die Grimmepreis-prämierte Autorin Sylvie Kürsten begibt sich in ihrer Dokumentation über die in Paris berühmt gewordene Polin auf eine Spurensuche über drei Kontinente hinweg. Konsequent wird das Leben der Selbstvermarktungskünstlerin Lempicka aus der Ich-Perspektive erzählt, wobei Nicole Heesters die gealterte Kunstdiva gibt. Diese unterhaltsame Inszenierung wird kenntnis- und anekdotenreich kommentiert. Ergebnis ist ein überraschendes Porträt über eine Ausnahmekünstlerin, die sich jeder Kategorie entzieht. Eine unterhaltsame Parabel über die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz sowie Schein und Sein.
16:9HDTV



arte Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend