arte Programm 28.01.

   
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Was läuft 28.01. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
05:00 Tracks
Musik ~40 Min
Joe Davis / Ultra Art / Prano Bailey-Bond / Bridear Kulturmagazin, Deutschland, Frankreich 2022
Prano Bailey-Bond Joe Davis Ultra Art Bridear (1): Joe Davis Joe Davis sendet Nachrichten in den interstellaren Raum, um außerirdische Lebewesen über die menschliche Fortpflanzung zu unterrichten, er angelt Mikroorganismen aus Wassertropfen und fügt Inhalte von Wikipedia in die DNA von Äpfeln ein, um einen ''Baum des Wissens'' zu schaffen: Seit über 40 Jahren überwindet der US-amerikanische Künstler die Grenzen der Wissenschaft und schlägt originelle Brücken zwischen Biologie, Philosophie und Informatik. (2): Ultra Art Diese Künstlerinnen und Künstler gehen in die Offensive und sind die Blutgrätschen im Elitismus der zeitgenössischen Kunst: Die französische Performancekünstlerin Aurore Le Duc thematisiert die Brutalität des Kunstmarkts, indem sie Fußballschals und Fangesänge verfremdet. Der aus Polen stammende Marcin Dudek verarbeitet seine Vergangenheit als Hooligan, indem er mit Rauchgranaten-Gemälden und messerzerhackten Gipskartonwänden die Stadionkrawalle in die ''White Cubes'' der Kunstgalerien trägt. (3): Prano Bailey-Bond In den 80er Jahren erklärte Großbritannien unter Thatcher den ''Video Nasties'' - VHS-Kassetten mit blutrünstigen Filmen, die für den Anstieg der Gewalt verantwortlich gemacht wurden - den Krieg. In ihrem ersten Spielfilm ''Censor'' beschäftigt sich Prano Bailey-Bond mit der Geschichte dieser zensierten Videos und zeigt dabei die bunte Vielfalt der Horrorgenres, von gelb wie Giallo bis blutrot wie Slasher. ''Tracks'' traf die Waliser Regisseurin beim letzten Festival du Film Fantastique in Straßburg. (4): Bridear Die Band Bridear wurde 2021 von fünf japanischen Freundinnen in Fukuoka gegründet und kombiniert J-Pop mit Heavy Metal, bis die Ohren dröhnen. Anlässlich ihres Auftritts in der Boule Noire in Paris wühlten die beiden Mitbegründerinnen Haru und Kimi in der ''Tracks''-Plattenkiste.
16:9
05:40 Mit offenen Karten
Infosendung ~15 Min
(Le dessous des cartes) Osteuropa: Wie viel(e) Europa(s)? Geopolitisches Magazin, Frankreich 2021 Regie: Julie Gavras Moderation: Emilie Aubry
In der Folge des Zusammenbruchs der UdSSR hat sich die politische Geografie Osteuropas stark verändert. Die heute in diesem Gebiet existierenden Staaten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer kulturellen Identitäten und politischen Systeme stark voneinander. ''Mit offenen Karten'' gibt einen Überblick über diese verschiedenen ''Osteuropas'': Die baltischen Staaten wenden sich ganz entschieden dem Westen zu, um sich vor dem Expansionsstreben des unmittelbar benachbarten Putin-Russland zu schützen, insbesondere seit es die Krim annektiert hat. Polen, das dem russischen Nachbarn geschichtsbedingt ebenfalls nicht traut, nimmt gern Wirtschaftsförderungen der EU in Anspruch, aber um die kulturellen und politischen Werte der Europäer scheren sich die polnischen Machthaber nicht. Nicht zu vergessen jene Regierungen, die den europäischen Werten beharrlich die kalte Schulter zeigen und rechtsstaatliche Prinzipien im Stil eines Wladimir Putin verletzten oder gar noch weiter nach Osten in Richtung China schauen, wie Viktor Orbans Ungarn. Gezeigt wird auch, dass China die Bedeutung dieser ''Osteuropas'' sehr gut verstanden hat und massiv in diese Länder investiert, wie die neuen Seidenstraßen und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Konkurrenzstreben gegenüber dem Westen beweisen.
16:9
05:55 ARTE Reportage
Infosendung ~55 Min
(Arte Reportage) Frankreich: Imam und schwul / Die Recycling-Genies von Kairo Reportagemagazin, Deutschland 2022
Ägypten: Die Recycling-Genies von Kairo (1): Frankreich: Imam und schwul Der Islam sei eine Religion des Friedens, sagt Ludovic-Mohamed-Zahed, er habe nur seine Toleranz verloren. ''Das ist nicht der Islam! Das ist nicht dieses faschistische Krebsgeschwür, das sie uns dank ihrer Petro-Dollars aufzwingen''. Wenn Imam Ludovic-Mohamed-Zahed über die wahhabitische Strömung der Saudis oder den salafistischen Rigorismus spricht, spricht er laut aus, was wohl viele Muslime nur leise denken. Seiner Meinung nach ist der Islam eine Religion des Friedens, er habe nur im Laufe der letzten Jahrzehnte die Toleranz verloren, die ihn einst auszeichnete. Ludovic-Mohamed-Zahed ist eine Ausnahmeerscheinung in der muslimischen Welt: Dieser französisch-algerische Imam mit vielen Diplomen lebt offen schwul. Seit zehn Jahren steht er an der Spitze einer progressiven inklusiven Strömung, die sich für einen offenen Islam einsetzt, der die Rechte der Frauen und der LGBT+-Gemeinschaft respektiert und sich für den interreligiösen Dialog einsetzt. Nach und nach verschafft sich dieser Islam Gehör, doch der Weg ist noch lan,g und die Hindernisse sind zahlreich. Von Mekka über Marseille, wo er lebt, bis nach Berlin und Metz: das Porträt eines Imams, der anders ist. (2): Ägypten: Die Recycling-Genies von Kairo Sie holen den Müll direkt vom Kunden, trennen ihn und recyceln Plastik, Pappe, Glas und Metall zu 90 Prozent. Gut 70.000 Einwohner von Manshiet Nasser, dem größten Müll verarbeitenden Viertel in Kairo, holen täglich gut die Hälfte aller Abfälle der Megalopole direkt bei ihren Kunden ab, um ihn dann in einem der wohl effizientesten Sortier- und Recyclingsysteme der Welt zu trennen und wiederzuverwerten. Das alles haben die sogenannten ''Zabbaleen'', die ''Müll-Leute'', in den letzten Jahrzehnten selbst entwickelt, zunächst aus purer Not, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ohne jede Hilfe durch den Staat sortieren, reinigen und verarbeiten sie in rund 1.000 Werkstätten das, was die Leute wegwerfen, zu Rohstoffen für neue Produkte aus Plastik, Metall, Glas und Papier. Bis zu 90 Prozent aller gesammelten Abfälle werden in ihrem Viertel von ihnen aufbereitet, damit liegen sie weit über dem Durchschnitt der OECD-Länder von lediglich 36%. Über Jahrzehnte waren die ''Zabbaleen'' verachtet - doch im Zeitalter knapper Rohstoffe stiegen sie allmählich auf, in der Gunst der Menschen von Kairo.
16:9
06:55 GEO Reportage
Infosendung ~55 Min
(360° - Geo Reportage) Hinter den Kulissen von Venedig Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2014 Regie: Lutz Neumann - Sabine Streckhardt
Die Lagunenstadt Venedig ist eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Das hat sich seit ihrer Blütezeit im 10. Jahrhundert und in der Renaissance bis heute nicht geändert. Ihr morbider Charme zieht weltweit die Menschen magisch an. In Venedig ist immer Saison, bis auf wenige Tage im Januar, wenn Hochwasser, starker Regen und Kälte die Stadt bedrohen. Dann zeigt sich das ureigene venezianische Leben, und man kann einen Blick hinter die Kulissen werfen. Jeder kennt den berühmten Karneval, die Biennale und die Filmfestspiele von Venedig. Eher verdrängt werden die Problematiken des ''acqua alta'' genannten Hochwassers oder die Folgen des Massentourismus. Doch wie leben die Venezianer, und wie gehen sie mit diesen Themen um? Stirbt die Stadt wirklich aus? ''GEO Reportage'' wendet sich bewusst den Personen zu, die den Alltag der Venezianer kennen und eine Innenansicht der Lagunen-Schönheit zeigen: einer Polizistin und einer Bestatterin. Ob bei Dauerregen, Sonnenschein oder Frost, ob in den Gassen oder auf den Kanälen - ''GEO Reportage'' zeigt ein unaufgeregtes, stilles Bild eines großen Sehnsuchtsortes dieser Welt. Die Beobachtungen führen in die kleinen Wohnungen der Venezianer, in verlassene Gassen, durch morgendliches Hochwasser hinaus in die Lagune und zum Mose-Sperrwerk sowie auf die Friedhofsinsel San Michele. Die Blickwinkel beider Protagonistinnen zeigen ein wenig romantisches Bild der Stadt, die dabei jedoch immer wieder ihre ungeschminkte Schönheit preisgibt. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
07:50 Die Winzlinge in freier Wildbahn
Infosendung ~45 Min
(Les parcs naturels... en Minuscule) Der Naturschutzpark Aso Kuju, Japan Staffel 1: Episode 4 Naturreihe, Frankreich 2019 Regie: Jean-Christophe Chatton
In dieser Dokumentationsreihe werden Nationalparks aus einem originellen Blickwinkel gezeigt: aus der Sicht der Helden der Animationsfilme ''Die Winzlinge''. Die sympathischen Insekten verleihen den Aufnahmen aus den Parks, in denen sich die Schönheit und Vielfalt der Natur offenbart, einen humorvoll-poetischen Touch. Dank der Winzlinge, die für die Überleitungen zwischen den Sequenzen sorgen, bringt die Dokumentationsreihe nicht nur grandiose Landschaften zum Vorschein, sondern gewährt auch Einblick in die faszinierende Welt ihrer kleinsten Bewohner. Der Nationalpark Aso Kuju im äußersten Südosten Japans wurde 1934 gegründet und ist einer der ältesten Nationalparks des Landes. In der japanischen Kultur steht der Aso Kuju für das ''Land des Feuers'': einen heiligen Ort, der sich über eine Fläche von 720 Quadratkilometern erstreckt und dessen Landschaften spektakulärer kaum sein könnten. Hier liegt der gefürchtete Nakadake, einer der 110 aktiven Vulkane Japans, umgeben von friedlichen Wiesen in sanftem Grün, Wäldern mit riesigen Bäumen und zahlreichen heißen Quellen. Im Laufe der Geschichte bildete sich hier die drittgrößte Caldera der Welt: Auf einer Gebirgsfläche mit einem Umfang von 90 Kilometern kam es zu einem gewaltigen Einbruch der oberen Gesteinsschichten. Flora und Fauna von bemerkenswerter Vielfalt machen den Nationalpark zu einem äußerst lebendigen Ort. Im Zedernwald leben die Rotgesichtsmakaken, die die drei Affen der Weisheit verkörpern: Mizaru, (der Blinde), Iwazaru, (der Stumme) und Kikazaru (der Taube) stehen für die Maxime: ''Nichts Schlechtes sehen, nichts Schlechtes hören, nichts Schlechtes sagen'', um ein Leben in Frieden zu führen. Die Spinnengattung Nephila clavata lebt im Unterholz des Waldes und nimmt in der japanischen Volkstradition eine ganz besondere Stellung ein. Vielleicht wegen ihrer grellen Färbung oder ihres überdimensionierten Hinterleibs? Der Legende nach verwandelt sich die Spinne jedenfalls in eine wunderschöne Frau, die kaltblütig Männer verführt und in ihrem Spinnennest gefangen hält, um sie anschließend zu verschlingen. Der japanische Name der Spinne sagt einiges darüber aus, wie man hierzulande über sie denkt: Jorogumo heißt nämlich so viel wie ''Prostituiertenspinne''. Der Feldsandläufer wiederum genießt einen besseren Ruf - mit einer Geschwindigkeit von bis zu neun Kilometern pro Stunde ist er der Champion unter den Käfern. Setzt man seine Geschwindigkeit in Beziehung zu seiner Größe - die kaum einen Zentimeter übersteigt -, so ist er das schnellste Tier überhaupt.
16:9
09:45 Der Bär in mir
Infosendung ~95 Min
Dokumentation, Schweiz 2018 Regie: Roman Droux Musik: Sandra Stadler - Bänz Isler
Am äußersten Ende Alaskas erfüllt sich der weit gereiste Filmemacher Roman Droux einen Kindheitstraum. Er taucht in die Welt jenes sagenumwobenen Tiers ein, das ihn von klein auf fasziniert und in den Schlaf begleitet hat. Der bekannte Bärenforscher David Bittner nimmt ihn mit ins Grizzlyland. In die vielleicht letzte Wildnis Nordamerikas, eine Welt, in der die Bären das Sagen haben, und keine Spur menschlicher Zivilisation zu finden ist. Hier, wo es keine Straßen, nur Bärenpfade gibt, machen sich die beiden Abenteurer auf die Suche nach einem Bärenmännchen und einer jungen Bärin, zu denen David Bittner eine enge Beziehung aufgebaut hat: Balu und seine große Liebe Luna. Die ersten arktischen Sonnenstrahlen des anbrechenden Sommers erwecken die Tiere zum Leben. Sie kommen aus ihren Höhlen hinab auf die saftigen Küstenwiesen, um in den kristallklaren Wildbächen und an den Stränden nach Lachsen zu suchen. Bald sind die beiden Männer umgeben von unzähligen Wildtieren, mittendrin in der Welt der Bären. Sie erleben die Fürsorglichkeit einer ausgehungerten Bärenmutter, die entkräftet versucht, ihre Jungen durchzubringen. Sie erleben blutige Kämpfe riesiger Bärenmännchen und die Tragik des Überlebenskampfes der wehrlosen Bärenkinder. Mit diesem Naturerlebnis und den Bildern von einzigartiger Nähe und Emotionalität hat Roman Droux einen lebendigen Naturfilm geschaffen, der Fragen aufwirft und zeigt, dass wir die Magie der Natur nie vollständig erklären können, hier jedoch aus erster Hand erleben dürfen.
16:9
11:20 42 - Die Antwort auf fast alles
Infosendung ~25 Min
Was, wenn es den Staub nicht gäbe? Wissensmagazin, Deutschland 2022 Regie: Andreas Kegel
Staub hat keinen guten Ruf. Ein Leben lang versuchen wir, ihn loszuwerden, doch vergeblich - er kommt immer wieder zurück. Aber was genau ist eigentlich Staub? Er besteht aus allem Möglichen: aus Saharateilchen, die über die Alpen wehen, Salzkristallen aus dem Atlantik, Weltall-Staub von verglühten Sternschnuppen, Reifenabrieb, Hautschuppen, Pollen, Milben, Ruß, Pilzsporen und jeder Menge Fusselteilchen. Es handelt sich also um eine Ansammlung von verrückten Flugobjekten. Verrückt deswegen, weil sich die Teilchen nicht an gängige Naturgesetze halten: Staub segelt, wirbelt und schwebt scheinbar willkürlich in der Gegend umher. Er trotzt den Gesetzen der Schwerkraft und fliegt überallhin - sogar bis ins Weltall. Die größten Staubteilchen sind gerade mal so groß wie ein Punkt. Die kleinsten messen nur Tausendstel Millimeter. Staub ernährt die Welt: Der fruchtbare Lössboden, auf dem Getreide besonders gut wächst, besteht aus Steinzeitstaub. Staubwolken aus der Sahara schenken dem Ozean wichtige Nährstoffe. Auch der Amazonas profitiert von den weit reisenden Staubwolken. Staub ist außerdem unsere Visitenkarte: Jeder Mensch ist von einer ganz persönlichen Staubwolke umgeben. Staub könnte sogar die Erde retten: Ulrike Niemeier vom Max-Planck-Institut für Meteorologie berechnet, wie Schwefeldioxid-Teilchen in der Stratosphäre die Erde ''abkühlen'' könnten, um so der Erderwärmung entgegenzuwirken.
16:9
11:45 Begegnung mit den Meeresvölkern
Infosendung ~30 Min
(À la rencontre des peuples des mers) Mexiko: Die Comcáac - Die heilige Insel Staffel 2: Episode 10 Dokumentation, Frankreich 2019 Regie: Matthieu Maillet - Matthieu Buirette
Die Sonora-Wüste im Nordwesten Mexikos erstreckt sich als glühend heißer Landstrich entlang des ertragreichen Golfes von Kalifornien. In dieser riesigen Region mit ihrem scharfen Kontrast zwischen dem Blau des Meeres mit dem Ocker der Wüste lebt seit mehr als 2.000 Jahren der Indianerstamm der Comcáac. Das weder Viehzucht noch Landwirtschaft betreibende Volk ernährt sich in dem Trockengebiet von jeher von den Früchten des Meeres und der Wüste. Die Comcáac sind Fischer und Sammler zugleich, daher betrachten sie Meer und Wüste als untrennbare heilige Einheit. Früher waren sie Nomaden und folgten der Fischwanderung. Doch im 20. Jahrhundert wurden sie sesshaft gemacht und leben nun in zwei kleinen Dörfern am Canal del Infiernillo (deutsch: Kanal der kleinen Hölle), dessen Strömungen und Strudel ihn zu einer der gefährlichsten Meeresengen der Welt machen. Marc Thiercelin macht die Bekanntschaft von Gil, Mitglied der berühmten Familie Barnett, eines Geschlechts traditioneller Comcáac -Oberhäupter. Jedes Jahr errichten die Barnetts zum Gedenken an ihre nomadischen Vorfahren ein Zeltlager auf der ihnen heiligen Insel Tiburón. Durch seine Teilnahme an dieser Familienpilgerfahrt entdeckt Marc ein Volk, das sehr an seinem Naturraum hängt und dem es trotz der erzwungenen Sesshaftigkeit gelang, die Comcáac -Tradition lebendig zu halten. Marc Thiercelin, Segler mit Leib und Seele, ist kein Ozean der Welt fremd. Für die Reihe „Begegnung mit den Meeresvölkern“ macht er sich auf den Weg zu 20 Völkern, die an Land wie auf dem Wasser gleichermaßen zu Hause sind. Marc Thiercelin teilt den Alltag mit Menschen, die wie er das Meer als ihren natürlichen Lebensraum begreifen. (Text: arte)
16:9



Programm - Nachmittag

 
13:00 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Magrittes Belgien / Costa Rica / Wyoming Kunstmagazin, Frankreich 2021 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Almiras gefülltes Gemüse aus Bosnien und Herzegowina Costa Rica: Alles tanzt den Swing Criollo Magrittes surrealistischer Zwiespalt Wyoming: Jagen mit Buffalo Bill (1): Magrittes surrealistischer Zwiespalt Der surrealistische Maler René Magritte schuf ambivalente Gemälde, die nicht zuletzt der Widersprüchlichkeit seiner Heimat Belgien Rechnung trugen: wallonisch und flämisch, seriös und burlesk, Land der Bourgeoisie und Land der Arbeiterklasse. In seinen Werken gibt es Dinge, die auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind. Und dann gibt es die zweite Ebene, die sich jeglicher Deutung entzieht. Damit haben Magrittes Bilder viel mit dem belgischen Volk gemein, das sich in seinem Alltag stets zwischen zwei Kulturen und Sprachen bewegt. (2): Costa Rica: Alles tanzt den Swing Criollo Im Land des ''Pura Vida'' sind gute Laune, Fiesta und Tanz tonangebend. In Costa Rica lässt man keine Gelegenheit aus, ein Tänzchen aufs Parkett zu legen. Ob bei Familienfeiern oder unter Freunden - getanzt wird immer. Eine beliebte Variante ist der Swing Criollo, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Lieblingstanz der Costaricaner avancierte. (3): Almiras gefülltes Gemüse aus Bosnien und Herzegowina In Sarajevo kauft Almira für ihr Rezept Paprika und Zwiebeln. Diese füllt sie mit einer Mischung aus Hackfleisch, Paprika, Karotten, Petersilie, Zwiebeln, Tomatensauce und Reis. In Bosnien-Herzegowina wird buchstäblich jedes Gemüse gefüllt. Wenn man das Land bereist, ist diese Spezialität ein absolutes Muss! (4): Wyoming: Jagen mit Buffalo Bill In Cody, am Fuße der Rocky Mountains, ist das Cowboy-Feeling immer noch so präsent wie zur Zeit des Wilden Westens. Die Stadt wurde von einem gewissen William Frederick Cody gegründet, besser bekannt als ''Buffalo Bill''. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts unternahm er eine Jagd-Partie mit einem Gast königlichen Geblüts.
16:9
16:10 Wildes Deutschland
Infosendung ~45 Min
Das Erzgebirge Staffel 8: Episode 1 Naturdoku, Deutschland 2017 Regie: Uwe Müller
Die Wasserspitzmaus jagt hier in Gebirgsbächen, Birkhähne balzen und der Wanderfalke nistet in Felsklüften. Das Erzgebirge bietet Lebensräume für viele Spezialisten. Blubbernde Schlammvulkane, sogenannte Mofetten, bezeugen den vulkanischen Ursprung des Gebirges. Wie auch die Basaltsäulen am Scheibenberg oder die Granitfelsen der Greifensteine, die durch tektonische Verschiebungen auf Gebirgshöhe gehoben und vom Zahn der Zeit freigelegt und geschliffen wurden. Dazwischen ein überraschender Artenreichtum in Fauna und Flora. In Kaltluftinseln der über 1.200 Meter hohen Kammlagen gedeiht in den kurzen Sommern subarktische und alpine Vegetation. Das Bärtierchen überlebt hier sogar tiefgefroren. Der mikroskopisch kleine Achtbeiner kann Frost wie in einem Dornröschenschlaf überstehen. Sobald sich der Aggregatzustand des Wassers ändert, erwacht das Tier wieder zum Leben. Werden, Wachsen und Vergehen im Erzgebirge sind geprägt durch die Macht des Wassers. Es hat das Gestein geschliffen, Höhlen und Kerbtäler gefräst, Hochmoore entstehen lassen. Und damit eine Vielzahl an Nischen für vielfältigste natürliche Existenz: wie die Wasserspinne, die nur im Wasser lebt, oder den Hochmoorgelbling, der ohne Rauschbeeren nicht existieren kann. Die Dokumentation offenbart das Wechselspiel von Geologie und Biologie. In einem faszinierenden Gebirge, das verschiedene Naturschutzgebiete in Sachsen und Böhmen zu einem Naturpark verbindet. Vom Norden bis in den Süden hat Deutschland viele verschiedene Landschaften zu bieten. Diese Naturdokumentation zeigt die spannendsten Gebiete der Bundesrepublik und stellt ihre einzigartige Flora und Fauna vor.
16:9HDTV
16:55 Wales
Infosendung ~55 Min
Großbritanniens wilder Westen Dokumentation, Deutschland 2018 Regie: Hans-Peter Kuttler
Schroffe Gebirge im Norden, sanfte Hügellandschaften im Süden und raue Klippen entlang der Küste - Wales, ein Land der Gegensätze. Der kleinste Landesteil Großbritanniens, steckt voller Mythen und Legenden. Im Norden von Cymru, wie das Land auf Walisisch heißt, liegt Snowdonia - eine Berglandschaft mit spektakulärer Kulisse: Wildziegen tragen hier im Herbst heftige Brunftkämpfe aus. Ihre enge Verwandtschaft mit Steinböcken wird dabei offensichtlich. Im Süden von Wales liegt die Region der Brecon Beacons: Die Hügellandschaften erinnern stark an das vom ''Herr der Ringe''-Autor J.R.R. Tolkien beschriebene Auenland, waren diese doch ideengebend für die Heimat der Hobbits. Während in den niederen Lagen Füchse ihren lebhaften Nachwuchs aufziehen, durchstreifen freilebende walisische Bergponys die riesigen Graslandschaften der höheren Lagen. An der rund 2.700 Kilometer langen Küste leben etwa 5.000 Kegelrobben. Im Herbst werden die Jungtiere geboren und müssen oftmals verheerenden Stürmen trotzen. Die nur drei Quadratkilometer große Insel Skomer vor der Küste Pembrokeshires ist die Heimat von bis zu einer Dreiviertelmillion Seevögel. Die Stars unter ihnen sind die unverwechselbaren Papageientaucher. Nachdem sie acht Monate auf dem offenen Meer verbracht haben, kehren sie im April nach Skomer zurück, um hier ihren Nachwuchs auszubrüten. Die Felseninsel Skokholm südlich von Skomer beherbergt eine Brutkolonie von rund 80.000 Basstölpeln - die weltweit drittgrößte Brutkolonie dieser faszinierenden Flugakrobaten! wei Jahre lang hat der Naturfilmer Hans-Peter Kuttler in Wales gedreht und mit seinem Film ein faszinierendes Porträt von Großbritanniens wildem Westen geschaffen.
16:9



Programm - Abend

 
18:30 Expeditionen ins Tierreich
Infosendung ~50 Min
In den Weiten der Puszta Tierreihe, Deutschland 2021 Regie: Zoltán Török
Im Herzen Europas lebt eine der größten Wildpferdherden der Welt. 300 Przewalski-Pferde bewohnen die ungarische Steppe, besser bekannt als die Puszta. In ihrer ursprünglichen Heimat, der Mongolei, sind die Pferde schon lange ausgestorben. Man setzte sich jedoch auf internationaler Ebene dafür ein, dass die Wildpferde woanders weiterhin existieren konnten. Vor 25 Jahren wurden einige Pferde in den Hortobágy-Nationalpark gebracht, um dort die ursprüngliche Landschaft auf natürlichem Wege zu erhalten. Mittlerweile sind die Pferde und die Puszta unzertrennlich geworden. Die Dokumentation begleitet ein neugeborenes Fohlen dabei, wie es die sozialen Strukturen innerhalb der Herde erlernt - keine leichte Aufgabe für die junge Stute. Przewalski-Pferde leben in großen Familiengruppen. Freundschaften entwickeln sich innerhalb kleiner Gruppen, die die Gesamtherde bilden. Genauso entstehen jedoch auch Feindschaften, die ein junges Fohlen das Leben kosten können. Die Herde ist ständig unterwegs, sodass die junge Stute die unterschiedlichen Lebensräume der Puszta schnell kennenlernt: weitläufige Ebenen, ausgedehnte Sümpfe und Grasflächen mit einer atemberaubenden Vielfalt an wilden Bewohnern. Großtrappen stolzieren durch die Ebenen, Rohrweihen jagen über die Steppe und unzählige Kraniche werfen während dem Flug ihre Schatten auf die ungarische Landschaft. Einmal ähnelt die Umgebung der afrikanischen Savanne, dann wird sie wieder zur Wüste und im Winter könnte man in der arktischen Tundra sein, doch all das befindet sich im Herzen Europas - der Heimat von Ungarns wilden Pferden. Tierfilmreihe von und mit Heinz Sielmann, die durch Nahaufnahmen exotischer Tiere in ihrem natürlichen Lebensumfeld glänzt. Der Tierfilmer und Zoologe Sielmann filmt kleine, große und seltene Tiere und reist dafür in abgelegene, abgelegenere und abgelegenste Winkel der Erde. Wie niemand vor ihm zeigt Sielmann den Alltag der Tiere: ihr Leben, ihre Nahrungsbeschaffung, ihr Paarungsverhalten, ihre Interaktion mit anderen Tierarten.
16:9
21:45 Fantomas gegen Louis de Funès
Infosendung ~55 Min
Dokumentation, Frankreich 2021 Regie: Dimitri Kourtchine
Fantomas - eine Kultfigur der besonderen Art. Heutzutage denken die meisten spontan an den blaumaskierten Bösewicht der ''Fantomas''-Trilogie aus den 1960er-Jahren mit Jean Marais und Louis de Funès. Marcel Allain, einer der beiden geistigen Väter der Originalfigur Fantomas, verklagte die Produzenten der ''Fantomas''-Filme - und gewann den Prozess. Tatsächlich hatte der Filmschurke nur wenig mit dem 1911 vom Autorenduo Marcel Allain und Pierre Souvestre erdachten Romanhelden zu tun: Der echte Fantomas ist nicht blau, sondern schwarz; er ist unerbittlich und böse, mordet und stiehlt ohne jeden Skrupel und versetzt die ''gute Gesellschaft'' in Angst und Schrecken. Er ist nicht komisch, er ist furchteinflößend. Fantomas inspirierte über ein Jahrhundert lang die Kreativen: Maler, Dichter, Comicautoren und natürlich Filmemacher entlehnten die Figur. Über die Kriminalgeschichten hinaus warfen die ursprünglichen ''Fantomas''-Romane einen kritischen Blick auf die Gesellschaft. Fantomas ist eine Katharsis. Mit jeder Neuinterpretation wurde die Figur moderner. Fantomas steht für jede Epoche der Vergangenheit und der Gegenwart. Dimitri Kourtchine möchte mit seinem neuen Film die Geschichte des ersten Superschurken der Literatur nachzeichnen: Wie eroberte Fantomas das Publikum, wie machten sich die intellektuellen Eliten die Figur zu eigen, wie inspirierte er sukzessive künstlerische Bewegungen, wie entwickelte er sich ständig weiter? Denn wer anderes als Fantomas persönlich verbirgt sich hinter dem Joker?
16:9