arte Programm 11.07.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft 11.07. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
03:55 28 Minuten
Infosendung ~46 Min
(28 minutes) Agnes Binagwaho / Verkehrstote: Wer ist schuld? Kulturmagazin, Frankreich 2021 Gäste: Agnes Binagwaho
28 Minuten
Verkehrstote: Wer ist schuld? Agnes Binagwaho Kampf einer Ärztin für die Heilung Ruandas ''Ich kämpfe immer für soziale Gerechtigkeit. Ich kämpfe für mich und meine Mitbürger.'' Die berufliche Laufbahn von Agnes Binagwaho spiegelt ihr Engagement für die Frauen und die Gesundheit wider. Sie wurde in Ruanda geboren und wuchs in Belgien auf, wo sie sich im Medizinstudium auf Pädiatrie spezialisierte. 1996, zwei Jahre nach dem Völkermord in Ruanda, setzte sie sich für eine Umstrukturierung des Gesundheitssystems ein, zunächst als Ärztin im öffentlichen Krankenhaus und später in ihrer Funktion als Gesundheitsministerin, die sie fünf Jahre lang innehatte. Da in Afrika nur 28 % der Ärzte Frauen sind, gilt ihr Engagement einerseits der qualitativen Gesundheitsversorgung für alle Bevölkerungsgruppen und andererseits des gleichberechtigten Zugangs zu dieser Gesundheitsversorgung. Agnès Binagwaho ist für ihre Arbeit international anerkannt und wurde mehrfach ausgezeichnet. Demnächst wird sie den internationalen L''Oréal-Unesco-Preis 2022 für Frauen und Wissenschaft erhalten. Agnès Binagwaho ist heute in unserer Sendung zu Gast. Verkehrstote: Wer ist schuld? Die französische Verkehrswacht bezeichnete ihre neuesten Statistiken als ''sehr besorgniserregend''. Sie zeigen einen alarmierenden Anstieg der Verkehrstoten um 21 % im Mai 2022 gegenüber 2019, dem Vergleichsjahr vor der Gesundheitskrise. Insgesamt starben 293 Menschen im vergangenen Monat auf den Straßen Frankreichs, darunter vor allem junge Menschen, städtische Radfahrer sowie Zweiradfahrer. Diese Zahlen sind teilweise auf das milde Wetter, den Rückgang der Autonutzung aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen sowie auf ein erhöhtes Risikoverhalten der Fahrer zurückzuführen. Angesichts des sich verschärfenden Phänomens ruft die Verkehrswacht zu Beginn der Sommerzeit zu einer dringenden und umfassenden Achtsamkeit aller Verkehrsteilnehmer auf. Wie lässt sich diese katastrophale Entwicklung erklären? Welche Lösungen gibt es, um unsere Straßen sicherer zu machen? Darüber diskutieren wir heute Abend mit unseren Gästen. Und zum Abschluss erleben Sie die humorvollen und informativen Beiträge von Xavier Mauduit und Alix Van Pée.
Untertitel16:9
08:20 42 - Die Antwort auf fast alles
Infosendung ~30 Min
Können wir ins Jenseits blicken? Wissensmagazin, Deutschland 2022 Regie: Alexander Steininger
42 - Die Antwort auf fast alles
Ein helles Licht am Ende eines Tunnels, ein Kurzfilm des eigenen Lebens und unbeschreibliche Glücksgefühle - so beschreibt der Hirnforscher Gerhard Roth seine Nahtoderfahrung. Damit ist er nicht allein: Solche Erlebnisse machen Tausende Menschen jedes Jahr. Was steckt also dahinter? Wissenschaftler beschäftigen sich intensiv damit, die Mechanismen einer solchen Erfahrung zu ergründen und herauszufinden, ob diese Menschen wirklich ins Jenseits geblickt haben. Während die meisten Betroffenen davon überzeugt sind, erklären Forscher die meisten Nahtoderfahrungen mit neurologischen Prozessen im Gehirn. Außerdem argumentieren sie, sind die meisten Menschen mit Nahtoderfahrung ''nur'' klinisch tot - und damit medizinisch gesehen noch quicklebendig. Mit modernen Verfahren können sie den Prozess des Sterbens immer genauer entschlüsseln und sagen, was dabei im Gehirn passiert. Doch eine Frage bleibt: Warum haben wir überhaupt solche Erlebnisse? Eine ganz neue Studie stellt erstmals eine mögliche Erklärung dafür vor: Demnach könnte die Evolution dafür sorgen, dass wir den Moment des Sterbens als möglichst angenehm erleben. Deshalb sei das Gehirn darauf programmiert, Opioide auszuschütten oder alte, längst vergessene Erinnerungen auszugraben, wenn es aufs Ende zugeht. Der Neurologe Jens Dreier von der Charité Berlin spricht deshalb von einem ''Algorithmus Sterben''.
16:9HDTV



Programm - Nachmittag

 
16:25 UNESCO Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit
Infosendung ~55 Min
Tallinn Dokureihe, Deutschland 2022 Regie: Inga Wolfram
UNESCO Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit
Die estnische Hauptstadt Tallinn gehört seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die UNESCO-Kommission ehrte Tallinn als ''außergewöhnlich vollständiges und gut erhaltenes Beispiel einer mittelalterlichen nordeuropäischen Handelsstadt''. Im 12.Jahrhundert entstand die erste estnische Siedlung, im Mittelalter verwandelte sich der Ort nach und nach in die Stadt Reval, die heute Tallinn heißt. Die Stadtmauer machte Reval im Mittelalter zu einer der mächtigsten Festungen in Nordosteuropa. Heute ist die alte Stadtmauer von Tallinn Kernstück des Weltkulturerbes und grenzt vor allem die Altstadt vom modernen Tallinn ab. Die Dokumentation zeigt die Altstadt und erzählt davon, wie es gelingt, durch denkmalgerechte Instandsetzung den Charme des Alten zu erhalten. Es kommen unter anderem der Leiter der Denkmalschutzbehörde Boris Dubovik, die Kunstwissenschaftlerinnen Kristina Joekalda und Hilkka Hiiop sowie der Historiker Toomas Abeline zu Wort. Der Film schildert auch die berühmten Legenden, die die Tallinner gern erzählen. Einer Sage nach soll einst durch sintflutartigen Regen der Ülemiste-See entstanden sein. Ein Mann ertrank, aber sein Geist irrt heute noch umher und wartet auf seine Stunde: In dem Moment, in dem die Stadt fertig gebaut sein wird, sorgt er dafür, dass sein See die Stadt flutet. Vergeblich! Denn Tallinn will sich immer wieder aufs Neue um seine Altstadt bemühen, damit sie so auch weiterhin zu den bedeutenden Kulturschätzen der Menschheit gehört.
16:9HDTV



arte Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
19:30 Die Flößer vom Ägerisee
Infosendung ~45 Min
(Die letzten Flößer vom Ägeri) Dokumentation, Deutschland 2021 Regie: Anja Reiß
Die Flößer vom Ägerisee
Die Motorsägen sind weit über den Ägerisee hinaus zu hören - ein Knacken, und schon fällt ein Baum. Donnernd schlittern die Stämme den steilen Hang hinab und tauchen in den See ein. Beim sogenannten Reisten können die Stämme bis zu hundert Stundenkilometer erreichen. Bleiben sie dennoch im Unterholz hängen, greifen die Forstarbeiter mit Spitzhacke, Winde oder Seilzug ein und bringen die bis zu zehn Tonnen schweren Bäume wieder in die richtige Position. Mit einem Motorboot nehmen die Förster die Stämme auf dem See in Empfang und überführen sie zur Zwischenlagerung in windstille Buchten. Dann erst beginnt der Bau des Floßes. Karl Henggeler erstellt mit seinem Försterkollegen Roman Merz aus den mächtigsten Stämmen einen Rahmen in Dreiecksform. Diesen füllen sie mit den restlichen Hölzern auf. Mit Drahtseil, Ketten und Haken werden sie aneinander befestigt. Dabei balancieren die Förster auf den glitschigen, sich gelegentlich drehenden Stämmen geschickt mit ihren Flößerhaken und positionieren das Holz an die gewünschte Stelle. Vor einem Sturz ins kalte Nass ist hier trotz Übung und Erfahrung niemand ganz gefeit. Voraussetzung für das Übersetzen des Floßes ist eine windstille Wetterlage. Doch der Föhn verhindert in diesem Jahr vorerst die geplante Überfahrt. Es ist das Abenteuer, das nur alle vier bis fünf Jahre stattfindet. Im Oktober und November des Jahres 2021 war es wieder so weit. Längst lockt die Überfahrt auch Schaulustige und Touristen an, die das seltene Spektakel begleiten.
16:9HDTV
20:15 Das Comeback
Spielfilm ~140 Min
(Cinderella Man) Biografie, USA 2005 Regie: Ron Howard Autor: Cliff Hollingsworth - Akiva Goldsman Musik: Thomas Newman Kamera: Salvatore Totino
Das Comeback
Der frühere Boxprofi James Braddock lebt mit seiner Familie in einer winzigen Wohnung in New York. Wegen der Weltwirtschaftskrise musste Braddock seine Sportlerkarriere aufgeben. Nun ist er als Hafenarbeiter beschäftigt. Eines Tages macht ihm sein Ex-Manager den Vorschlag, gegen die Nummer Zwei der Weltrangliste anzutreten. Ein aussichtsloser Kampf, doch die einzige Chance für Braddock, seine Familie zu retten. Sportlerdrama von Ron Howard, mit Russell Crowe und Renée Zellweger. 1933 bekommen vor allem die Großstädte der USA die Weltwirtschaftskrise zu spüren. Davon betroffen sind auch der ehemals sehr erfolgreiche Boxprofi James Braddock (Russell Crowe) und seine vielköpfige Familie. Braddock wohnt mit Gattin Mae (Renée Zellweger) und den drei Kindern in einer engen Wohnung in New York. Den Lebensunterhalt bestreitet er als Hafenarbeiter in den Docks. Hin und wieder versucht sich Braddock erneut als Boxer. Doch er ist zu geschwächt, um die harten Kämpfe durchzustehen. Eines Tages macht ihm sein Ex-Manager Joe Gold (Paul Giamatti) einen Vorschlag, den Braddock eigentlich nicht ablehnen kann: Er soll gegen den Schwergewichtler Corn Griffin, die Nummer Zwei der Weltrangliste, antreten. Ein aussichtsloser Kampf, das weiß auch Braddock, doch er braucht das Geld, damit ihm seine Kinder nicht vom Sozialamt weggenommen werden. Verzweifelt arbeitet Braddock an seinem Comeback. „Das Comeback“ ist die wahre Geschichte des aus Irland stammenden Boxers James Braddock, dem „Bulldog of Bergen“. Seine Karriere schien durch die Große Depression bereits beendet, ehe er als „Cinderella Man“ Mitte der 1930er-Jahren wie aus einem Märchenschlaf erwachte und ein unglaubliches Comeback feierte. Erfolgs-Regisseur Ron Howard („Rush“, „Inferno“) gelingt zusammen mit seinem Stamm-Kameramann Salvatore Totino nicht nur ein überaus spannender Sportlerfilm mit aufregenden Boxszenen. Sie schaffen es auch, das wechselvolle Schicksal einer New Yorker Familie vor dem historischen Hintergrund der Weltwirtschaftskrise einfühlsam in Szene zu setzen. Russell Crowe verkörpert perfekt „Cinderella Man“ James Braddock, seine aufopferungsvolle Frau Mae wird von Renée Zellweger dargestellt. Paul Giamatti spielt Braddocks treuen Manager Joe Gold. (OT: Cinderella Man)
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22:30 Stallone - Der ewige Held
Infosendung ~55 Min
(Stallone, profession héros) Porträt, Frankreich 2018 Regie: Clélia Cohen - Antoine Coursat Musik: Vincent Turbé
Stallone - Der ewige Held
Stallone - der Name brennt sich im Gedächtnis ein, genau wie die hängenden Augenlider, die ''Stimme wie ein Sarg tragender Mafioso'', die im Morgenlicht gen Himmel geballte Faust und die Siege als ''Underdog'', der sich seinen Weg nach oben hart erkämpft. In den 70er Jahren versucht Sylvester Stallone als Schauspieler Fuß zu fassen, doch er erhält keine Jobs. Frustriert schreibt Stallone seine Wut nieder - und entpuppt sich als begabter Drehbuchautor. Es gelingt ihm, sich nicht nur eine, sondern gleich zwei Ikonen der Filmgeschichte auf den Leib zu schreiben: Rocky und Rambo. Mit seinem vielseitigen Talent erobert der bereits vom Leben gezeichnete Schauspieler das krisengebeutelte Amerika, das neue Helden braucht. Die von ''Sly'' geschaffenen sensiblen, ungeschliffenen Figuren sind gerade deshalb so erfolgreich, weil sie völlig anders sind als alles, was Hollywood bis dahin kannte: harte Schale, weicher Kern. Doch die Öffentlichkeit fängt an, Stallone mit seinen Rollen zu verwechseln. Missverständnisse und Widersprüche begleiten seine von zahlreichen Wendungen durchzogene Karriere: vom Nobody zum Weltstar, vom Ruhm zum Spott. Nach einem kometenhaften Aufstieg zur Filmikone kippt sein Image, und der Schwarm aller Teenies der 80er Jahre wird für die ganze Welt zum Inbegriff eines hirnlosen amerikanischen Körperkults. Mit Humor und Durchhaltevermögen meistert ''Sly'' die Rückschläge und ist mit über 70 Jahren im Showbusiness noch ganz vorn dabei: Nach über 40 Jahren Karriere erhält er im Jahr 2015 seinen ersten Golden Globe als bester Nebendarsteller in ''Creed'' - eine Hommage an den Helden, der mit seinen Geschichten Generationen begleitete und prägte.
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