arte Programm 31.10.

   
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Was läuft 31.10. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
03:55 Skandalöse Liebschaften
Infosendung ~70 Min
(Dangerous Liaisons) Dokumentation, Frankreich 2021 Regie: Priscilla Pizzato
Als der Briefroman ''Gefährliche Liebschaften'' im Frühjahr 1782 erschien, löste er Empörung und Faszination zugleich aus. 175 Briefe beschreiben das ausschweifende Leben der Marquise de Merteuil und des Vicomte de Valmont und ihr dichtes Netz aus Intrigen und Seilschaften. Wer den Roman lesen wollte, musste es heimlich tun - aber gelesen wurde er. Choderlos de Laclos'' Roman wurde allerdings nicht nur aufgrund von Morallosigkeit missbilligt, sondern man sah darin auch eine Gefahr - insbesondere für junge Frauen.Laclos war ein Vertreter der Aufklärung. Ihm war bewusst, dass Bildung für Emanzipation und die Ausübung des freien Willens unerlässlich ist - für Männer ebenso wie für Frauen. Vor allem die Figur der teuflisch brillanten Marquise de Merteuil war zur damaligen Zeit ein Skandal. Den Männern in ihrem Umfeld begegnet sie mindestens auf Augenhöhe - wenn sie ihnen nicht überlegen ist. In einem Spiel aus zahlreichen Liebhabern und Intrigen hat sie die Fäden in der Hand. Am bekanntesten ist der Brief Nummer 81, der häufig als feministisches Manifest wahrgenommen wird. Darin erzählt die Marquise, wie sie ihr Schicksal selbst in die Hand genommen hat. Aber war sie wirklich eine Feministin? ''Gefährliche Liebschaften'' ist vieles zugleich: Reflexion über den Status der Frau, sozialkritische Momentaufnahme Frankreichs vor der Revolution, Handbuch zur freizügigen Liebe allen Konventionen zum Trotz, Schilderung des ewigen Kampfes der Geschlechter. Auch die Macht, die mit Sprache und Bildung einhergeht, wird thematisiert. Zunächst verboten, später hochgelobt von Charles Baudelaire, André Gide oder André Malraux, gilt der Roman heute als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur. Seine Bekanntheit verdankt er nicht zuletzt auch unzähligen Filmadaptionen. Dieses Sittengemälde der höfischen Gesellschaft Frankreichs vor der Revolution, verankert in seiner Epoche und doch zeitlos, bereitet auch im 21. Jahrhundert noch ein ungemeines Lesevergnügen. ''Skandalöse Liebschaften'' erzählt die Wirkungsgeschichte des Skandalerfolgs und zeichnet nach, wie aus dem lange verbotenen Briefroman ein Kultbuch wurde.
05:30 Neuland
Infosendung ~30 Min
Der Wald der neuen Bäume Staffel 1: Episode 1 Naturdoku, Deutschland 2017 Regie: Marcus Fitsch - Kerstin Holl
Ein paar der letzten Urwälder Europas liegen in den Karpaten. Vor allem in Rumänien ist noch viel unangetasteter Wald zu finden. Bergmischwälder und weitläufige Wiesen, die an die Alpen erinnern, prägen die Landschaft. Tiere wie Braunbären, Wölfe und Luchse sind dort zu Hause. Doch ihr Lebensraum ist in Gefahr. Die Eigentümer der Wälder verpachten ihre Flächen an große internationale Holzkonzerne. Die Folge: radikale Rodungen - die Zerstörung einer wilden Natur, die im Rest Europas ihresgleichen sucht. Doch es gibt Hoffnung: Menschen, die gegen diese Ausbeutung kämpfen. Die Foundation Conservation Carpathia (FCC) kauft in den transsilvanischen Karpaten Waldflächen, um sie vor der Abholzung zu schützen. Ihr Traum ist es, dabei zu helfen, dort einmal den größten zusammenhängenden Nationalpark Europas entstehen zu lassen. 20.000 Hektar Wald hat die Stiftung bereits erstanden. Mit internationaler Unterstützung arbeiten zahlreiche Ranger, um unter anderem erosionsgefährdete Standorte wieder aufzuforsten und Wildtierschutz zu betreiben. Man kann dort sowohl alten Urwald finden als auch Wälder in allen Stadien, die auf dem Weg zurück zum Urwald sind. Der private Rückkauf rettet den Karpaten buchstäblich das Leben. Andreas Korn besucht Menschen, für die der alte Wald eine neue Arbeits- und Lebensgrundlage geworden ist. Und er erfährt auf seiner Reise durch das wilde Transsilvanien, warum ausgerechnet der Tourismus helfen kann, zu verstehen, was es zu schützen gilt.
16:9
06:55 GEO Reportage: Der Waldrapp
Infosendung ~55 Min
(360° - Die GEO-Reportage) Punkvogel aus den Alpen Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2015 Regie: Angela Schmid - Angelika Vogel
Bis ins 17. Jahrhundert war der Waldrapp in Europa verbreitet, doch weil das Fleisch als Delikatesse galt, wurde er gejagt und letztlich ausgerottet. Es gibt ihn bei uns nur noch im Zoo. Der Biologe Johannes Fritz hat es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht, den Waldrapp in Bayern wieder anzusiedeln. An der mächtigen Wehrmauer von Burghausen haben er und sein Team spezielle Nistplattformen errichtet und eine Brutkolonie aufgebaut. Nur hier gibt es noch Vogel-Elternpaare, die ihr Wissen an ihre Jungen weitergeben können. Parallel dazu werden in Wien Küken aus dem Zoo von Hand aufgezogen und so stark auf ihre menschlichen Vogelmütter geprägt, dass sie ihnen im Herbst hoffentlich über die Alpen nach Italien folgen. Die ''Schule fürs Leben'' für kleine Waldrappe. ''GEO Reportage'' hat das Team ein Jahr lang begleitet. Waldrappe sind Zugvögel. Das macht es besonders schwierig, sie auszuwildern, denn die Zootiere kennen den Weg ins warme italienische Winterquartier nicht mehr. Deshalb muss das Team um den Biologen Johannes Fritz den Tieren die Flugroute in einem aufwendigen Training beibringen, an dessen Ende die Vögel einem Leichtflugzeug gen Süden folgen sollen. Damit sie das tun, werden die Küken von menschlichen Müttern aufgezogen und stark auf sie geprägt. Über ein halbes Jahr lang verbringen Corinna, Anne, Lara und Pablo rund um die Uhr bei ihren Ziehkindern, zwischen den Jungvögeln und den Menschen entsteht eine innige Beziehung. Die menschengeprägten Vögel folgen ihnen Ziehmüttern überall hin. Am Ende steht der gemeinsame Flug über die Alpen - die Ziehmütter im Leichtflugzeug, die Vogelkinder hinterher. Und wenn sie diesen Weg einmal geflogen sind, dann kennen sie ihn und können ihn an ihre eigenen Küken weitergeben. Aber auf dem Weg über die Alpen lauern viele Gefahren. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
10:20 Geschichte schreiben
Infosendung ~20 Min
(Faire l''histoire) Die Steuererklärung - Ein Formular macht Furore Geschichtsmagazin, Frankreich 2020 Regie: Tamara Erde
Die Steuererklärung: Inquisition des Finanzamts oder bloßer Papierkram des Alltags? Zu Gast bei Patrick Boucheron ist Nicolas Delalande, Experte für Staatsgeschichte, wirtschaftliche Ungleichheit und soziale Solidarität im 19. und 20. Jahrhundert. Gemeinsam beleuchten die Historiker anhand der Steuererklärung die Geschichte des Machtverhältnisses zwischen staatlicher Kontrolle und dem Widerstand dagegen. Thematisiert werden sowohl historische Dokumente als auch die zeitgenössische elektronische Bearbeitung.Die Suche nach den Anfängen der Steuererklärung führt die beiden vor allem ins vergangene Jahrhundert: In Frankreich mussten die Bürgerinnen und Bürger im Jahre 1916 zum ersten Mal eine Einkommensteuererklärung abgeben - mit anfänglich großem Unverständnis. Nicolas Delalande analysiert Comics und Plakate, mit Hilfe derer öffentlich Kritik an der Steuerlast geübt wurde, und erklärt das Aufkommen von Steuerflucht und Steueroasen in den 1920er und 30er Jahren.Zum Schluss wirft die YouTuberin Manon Bril einen kritischen Blick auf die Aktualität: Während die Steuererklärung anfangs als staatliches Eindringen ins Privatleben empfunden wurde, scheint die Bevölkerung später den Internetgiganten ihre Daten blind anzuvertrauen. Welche Parallelen ergeben sich hier? Was hat die Lottokugel mit der Politik des mittelalterlichen Venedigs zu tun? Enthielten Reisepässe schon immer Personenbeschreibungen? Und seit wann isst man in China mit Stäbchen? Im neuen Magazin „Geschichte schreiben“ begeben sich Historikerinnen und Historiker auf Spurensuche und finden spannende Stories rund um Gegenstände, die Teil unserer Geschichte geworden sind.
16:9
11:10 Die Halligen im Wattenmeer
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2021 Regie: Hajo Bergmann
Die Halligen im nordfriesischen Wattenmeer sind einzigartig auf der ganzen Welt. Die winzigen Eilande liegen an der nordfriesischen Küste und sind weder Inseln noch Festland. Sie sind nicht durch Deiche geschützt und werden immer wieder von Salzwasser überspült. Wer hier leben will, Mensch wie Tier, muss den Gezeiten und Gewalten des Meeres trotzen. Das Biosphärenreservat Wattenmeer gilt als eine der wichtigsten Drehscheiben des Vogelzugs. Hier rasten die Zugvögel auf ihrem Weg zwischen südlichem Winterquartier und arktischem Brutgebiet.Die Halligen liegen nordwestlich der Stadt Husum. Die Eilande sind zwischen 6 und 960 Hektar groß und bilden in etwa einen Kreis um die Insel Pellworm. Im Übergangsbereich zwischen Land und Meer liegen verschiedene Lebensräume neben dem eigentlichen Watt: Salzwiesen, Dünen und Strände. Unter den extremen Bedingungen haben Tiere und Pflanzen besondere Fähigkeiten entwickelt, um hier zu überleben.Besonders die Salzpflanzen haben sich auf das Leben mit einem hochgradig salzhaltigen Boden eingestellt. Aber auch Tiere wie Krebse oder Muscheln haben Strategien entwickelt, den Wechsel von Überflutung und Trockenheit zu überstehen. Im Wattenmeer leben über 3.000 Tierarten, 250 davon kommen nur in den Salzwiesen vor. Im Wasser gibt es mehr als 60 Fischarten, besonders wichtig ist das Wattenmeer als Laichgebiet für Schollen, Heringe und Seezungen. Der Nationalpark Wattenmeer ist auch ein Paradies für Kegelrobben, Schweinswale und Seehunde.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
17:25 Arte Reportage
Infosendung ~50 Min
Reportagemagazin, Deutschland 2021 Moderation: Andrea Fies - William Irigoyen
Südafrika: In Hout Bay lebt die Solidarität Russland: Islam, auf gut Russisch (1): Südafrika: In Hout Bay lebt die SolidaritätIn Hout Bay leben 30 Jahre nach dem Ende der Apartheid Schwarze und Weiße solidarisch Seite an Seite.Im Juli 2021 erlebte Südafrika einen Ausbruch der Gewalt wie seit 30 Jahren nicht mehr, dem Datum des offiziellen Endes der Apartheid. Bei Ausschreitungen und Plünderungen in den Provinzen Gauteng und KwaZulu-Natal starben 300 Menschen. Die Gewalt breitete sich von da nicht weiter aus, aber das Feuer schwelt noch.In Hout Bay, wenige Kilometer von Kapstadt entfernt, konnten die Einwohner trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler Leute den sozialen Frieden noch bewahren. Die Stadt ist im Grunde dreigeteilt: ein weißes Viertel ''The Valley'', ein gemischtes Viertel ''Hangberg'' und ein schwarzes Viertel ''Imizamo Yethu'', wie Südafrika, nur in kleinem Maßstab.In den letzten 30 Jahren hat sich hier wenig geändert. Die Grenzen zwischen den Stadtvierteln bestehen in den Köpfen vieler Bewohner noch immer. Eine Straße trennt die Welt der Wohlhabenden mit ihren großen Villen und riesigen Grundstücken von der Welt der überfüllten Townships. Aber diese geografische Nähe förderte in Hout Bay eine bemerkenswerte Solidarität mit den Ärmsten, vor allem seit dem Beginn der Covid-Pandemie.(2): Russland: Islam, auf gut Russisch20% der Russen sind Muslime aus ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien, die meisten sind gut integriert.Bei allen Diskussionen in Europa über die Integration von Muslimen ist es interessant, einmal nach Russland zu schauen, wo in der Mehrheit orthodoxe Christen leben. Zwischen 17 und 20% der Russen sind Muslime. Wladimir Putin hat eine versöhnliche Haltung gegenüber dem Islam eingenommen, er weihte 2015 sogar die größte Moschee Europas in Moskau ein. Von den 25 bis 30 Millionen Muslimen auf russischem Territorium stammen viele aus den ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens.Die Muslime mit russischer Staatsbürgerschaft kommen vor allem aus zwei Regionen, aus Tatarstan und Tschetschenien.Im tschetschenischen Grosny regiert Ramsan Kadyrow mit eiserner Faust, auch als Vertreter der wahhabitischen Muslime im Kaukasus. Dort reagierten viele Muslime äußerst gereizt auf die Mohammed Karikaturen. Nach der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty im Oktober 2020 kritisierte der Mufti von Tschetschenien den französischen Staatspräsidenten Macron mit harten Worten für seine Verteidigung der Freiheit der Karikaturisten. Patys Mörder, ein in Russland geborener junger Tschetschene, hatte mit seinen Eltern Asyl in Frankreich erhalten.
16:9



Programm - Abend

 
19:40 GEO-Reportage
Infosendung ~35 Min
(GEO Reportage) Die Igel-Retter aus dem Piemont Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2021 Regie: Rosie Koch
Orecchio, Ettore, Pino oder Onorina - sie alle sind Patienten bei Dr. Massimo Vacchetta, in der einzigen Igelklinik Italiens. Die nachtaktiven Tiere sind Opfer von Autos, motorisierten Heckenscheren, Sensen oder Mährobotern, ihre Verletzungen sind oft schwerwiegend. Dottore Massimo betreut seine Schützlinge zusammen mit fünf Angestellten und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern rund um die Uhr. Mit Feingefühl und auch unkonventionellen Methoden werden die stacheligen Patienten oft wochenlang aufgepäppelt. Das große Ziel: Sie wieder fit zu machen für ein Leben in der Natur. Angefangen hat alles mit einem winzigen Igelmädchen: ''Als ich das erste Mal Ninna in der Praxis eines Kollegen sah, war sie noch sehr klein. Sie wog gerade mal fünfundzwanzig Gramm. Ich war tief berührt - und mir wurde so einiges klar. Zum Beispiel, dass es die kleinen Dinge sind, die einen glücklich machen. Ich betrachtete den Igel, der so zufrieden und glücklich war, wenn er einen Tropfen Milch zu sich nahm und dann in meiner Hand einschlief. Im Grunde lehrte er mich, dass ich den Sinn des Lebens woanders suchen musste.''Heute, wenn Massimos stachelige Patienten gesund genug sind, werden sie mit größtmöglicher Fürsorge in die Freiheit entlassen. Für den ''Igel-Doktor'' ist das jedes Mal aufs Neue ein Moment des Glücks, gemischt mit einer Prise Wehmut - wenn sich seine Igel wieder in ihren natürlichen Lebensraum aufmachen. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9
22:00 Prototyp Mann - der große Irrtum der Medizin?
Infosendung ~50 Min
(Does Sex really matter?) Dokumentation, England 2020 Regie: Suemay Oram
Statistiken zufolge leben Männer auf der ganzen Welt durchschnittlich vier Jahre kürzer als Frauen. Sie bekommen zum Beispiel häufiger Krebs oder Diabetes und sind öfter von Virusinfektionen betroffen. Lange Zeit führte man diese Unterschiede vor allem auf den Lebensstil zurück. Aber jüngere Forschungsergebnisse und Daten aus der Covid-19-Pandemie deuten darauf hin, dass neben der Lebensweise auch das Geschlecht eine Rolle spielt.Dennoch werden bis heute bestimmte Bereiche der Frauengesundheit von der Medizin vernachlässigt, weil nicht genügend frauenspezifische Daten vorliegen. Über Jahrzehnte wurden Medikamente ausschließlich an männlichen Labortieren, männlichen Zellen und männlichen Probanden getestet. Frauen wurden und werden oft von Arzneimitteltests ausgeschlossen, weil hormonelle Schwankungen möglicherweise die Ergebnisse verzerren könnten, so die Befürchtung. In den Fällen, in denen die Daten von Frauen Berücksichtigung finden, werden diese dann jedoch meistens mit denen männlicher Studienteilnehmer zusammen analysiert. Dies verwässert geschlechtsspezifische Unterschiede und verhindert die Möglichkeit, gezielt Krankheiten und Behandlungsmethoden zu untersuchen, die vor allem Frauen betreffen.Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geben Einblick in die aktuelle Forschung - die Fakten über die Bedeutung des biologischen Geschlechts für die Medizin sind verblüffend.
16:9
22:50 42 - Die Antwort auf fast alles
Infosendung ~30 Min
Werden wir aufs Wasser ziehen? Wissensmagazin, Deutschland 2021 Regie: Thomas Kulik
Schreitet der Klimawandel ungebremst voran, werden die Meere bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu 20 Millimeter pro Jahr ansteigen. Nicht nur Inselstaaten wie die Republik Fidschi oder Vanuatu sind bedroht, sondern auch Länder wie Bangladesch oder Städte wie New York, Mumbai oder Shanghai. Wir seien ''nahe am berühmten Zwölf-Uhr-Schlag'', so Heiner Haaß, Stadtplaner und Professor für Architektur an der Hochschule Anhalt. Die Lösung: das Bauen auf dem Wasser.Auch die UN hat sich des Themas angenommen: Bei einem Treffen von 70 Experten und Expertinnen 2019 in New York schlug der dänische Stararchitekt Bjarke Ingels den Plan der Oceanix City vor - einer Schwimmstadt für mehr als 10.000 Menschen. Und im März 2021 gab die Regierung der Malediven die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Wasserbau-Pionier Koen Olthuis bekannt: In einer 200 Hektar umfassenden Lagune soll die bisher wohl größte schwimmende Struktur weltweit entstehen. Das Rennen um die erste Floating City der Erde läuft also schon. Zeitgleich geht eine Gruppe von Begeisterten auf Panama eigene Wege. Dort tüfteln die Ocean Builders an ihren sogenannten SeaPods - autarken Einfamilienhäusern für die offene See. Sie sollen das Seasteading ermöglichen, den Traum davon, die Meere so zu besiedeln, ''wie der Wilde Westen im Prinzip besiedelt wurde'', so Ocean Builder Rüdiger Koch. Das könne von Dörfern bis hin zu Staaten auf den Weltmeeren reichen. Wird Kevin Costners ''Waterworld'' also bald schon Wirklichkeit? Ist der drohende Untergang ein Neuanfang - der Beginn des aquatischen Zeitalters?
Untertitel16:9
23:20 Jugend, Sex und Internet
Infosendung ~55 Min
Wenn Teenager Pornos gucken Dokumentation, Deutschland, Frankreich 2020 Regie: Almut Faass
Anonym, kostenlos und kinderleicht. Noch nie war es so einfach, Pornos zu gucken. Ein Smartphone reicht, und mit wenigen Klicks öffnet sich die Welt der Pornografie. Die meisten Pornoseiten im Netz sind kostenlos und frei zugänglich - auch für Teenager.Die Dokumentation untersucht das Onlineverhalten von Kindern und Jugendlichen. Wie wirkt Pornografie auf die sexuelle Entwicklung? Internationale Studien zeigen: Der Erstkontakt mit Pornografie findet früh statt, häufig schon bei Kindern zwischen 12 und 13 Jahren. Kommunikationswissenschaftler Jens Vogelgesang von der Universität Hohenheim hat in einer repräsentativen Studie 1.048 Jugendliche befragt. 70 Prozent gaben an, bereits mit pornografischem Material in Berührung gekommen zu sein. Die Hälfte davon unfreiwillig durch Bilder in Klassenchats, bei Instagram oder in WhatsApp-Gruppen.Pornos sind Teil der Pubertät. Oft unterschätzen Eltern, was ihre Kinder bereits gesehen haben. Dass Jugendliche sich im Internet zurechtfinden, heißt nicht, dass sie dessen Inhalte auch einordnen können - im Gegenteil. ''Wir dürfen Medienkompetenz nicht mit Lebenskompetenz verwechseln,'' sagt Julia von Weiler vom Verein ''Innocence in Danger'' in Berlin. Auch Sexualwissenschaftler fordern vom Gesetzgeber einen besseren Schutz. Doch nationale Verbote sind im World Wide Web wirkungslos. Und die meisten Jugendlichen können durchaus zwischen Pornografie und Realität unterscheiden. Wie gefährlich ist das Gucken von Pornos wirklich?
Untertitel16:9