arte Programm 31.01.

   
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Was läuft 31.01. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:00 Christian Thielemann dirigiert die Wiener Philharmoniker
Infosendung ~95 Min
Von den Salzburger Festspielen 2021 Konzert, Österreich 2021 Regie: Elisabeth Malzer Gäste: Elina Garanca (Mezzosopran) Musik: Gustav Mahler - Anton Bruckner
Gustav Mahlers Rückert-Lieder 7. Sinfonie von Anton Bruckner Der Star-Dirigent Christian Thielemann präsentiert bei seinem Konzert mit den Wiener Philharmonikern (spät-)romantische Stücke: Gustav Mahlers Rückert-Lieder und die 7. Sinfonie von Anton Bruckner. Mit seiner 1884 uraufgeführten 7. Sinfonie konnte der 60-jährige Anton Bruckner endlich den lang ersehnten Welterfolg feiern. Er hatte das Werk dem ''Märchenkönig'' Ludwig II. gewidmet und darin auch seinem großen Vorbild Richard Wagner ein Denkmal gesetzt: Als Reminiszenz an den 1883 verstorbenen Wagner kommen im Adagio die vom Meister seinerzeit eigens für den ''Ring der Nibelungen'' konstruierten ''Wagner-Tuben'' zum Einsatz, die eine Totenklage anstimmen. Der bedeutende Komponist Gustav Mahler, selbst leidenschaftlicher Leser, vertonte neben den ''Kindertotenliedern'' noch weitere fünf Gedichte des fränkischen Poeten und Sprachgelehrten Friedrich Rückert. Die Lieder um ''Ich bin der Welt abhanden gekommen'' bilden keinen Zyklus, sondern sind locker verbunden; in diesem Konzert werden sie gesungen von Elina Garanca. Die lettische Mezzosopranistin zählt seit Jahren zu den weltbesten Sängerinnen in ihrem Fach. Das Programm eröffnen die fünf Lieder nach den Gedichten von Friedrich Rückert von Gustav Mahler: ''Ich atmet'' einen linden Duft'', ''Liebst du um Schönheit'', ''Um Mitternacht'', ''Blicke mir nicht in die Lieder'' und ''Ich bin der Welt abhanden gekommen''. Das Konzert schließt mit Anton Bruckners Sinfonie Nr. 7 E-Dur.
16:9
01:35 1000 Arten, Regen zu beschreiben
Spielfilm ~85 Min
Drama, Deutschland 2017 Regie: Isabel Prahl - Isa Prahl Autor: Karin Kaci Musik: Volker Bertelmann - Volker Bertelmann aka Hauschka Kamera: Andreas Köhler
Seit vielen Wochen ist die Tür zu: Mike, gerade 18 geworden, hat sich eingeschlossen. Er ist nicht krank. Er hat sich bewusst dazu entschieden, am Leben draußen nicht mehr teilzunehmen. Sein einziges Fenster in die Welt ist das Internet. Die Eltern Susanne und Thomas sowie Schwester Miriam stehen buchstäblich ratlos vor seiner Tür und erleben, wie Mikes Verschwinden ihr Leben verändert. Um vor Nachbarn und Freunden zu verheimlichen, dass Mike sein Zimmer nicht mehr verlässt, denken sie sich einen Schulaustausch aus, der immer wieder verlängert werden muss. Mikes Vater Thomas verbeißt sich in die Idee, einem gelähmten Patienten mit technischen Hilfsmitteln die Sprache und so auch seine Familie zurückzugeben. Mikes Mutter Susanne hofft, über Mikes Schulfreund Oliver mit ihrem Sohn kommunizieren zu können, und holt mit Ersatzsohn Oliver vieles nach, was sie eigentlich mit Mike hätte machen wollen. Nur Mikes jüngere Schwester Miriam scheint ihren Bruder zu verstehen, da auch sie gerade mit den Herausforderungen und Zumutungen des Erwachsenwerdens konfrontiert ist. Am Ende erkennen alle drei, dass sie es sind, die Mike seine Zurückgezogenheit erst ermöglichen, und dass sie Mike helfen müssen, damit er noch einmal in die Welt zurückfinden kann.
16:9
03:00 36.000 Jahre moderne Kunst
Infosendung ~60 Min
(36 000 ans d''art moderne, de Chauvet à Picasso) Dokumentation, Frankreich 2018 Regie: Manuelle Blanc
Das frühe 20. Jahrhundert zählt gleich zwei Meilensteine der Kunstgeschichte: den Beginn der Moderne und die Entdeckung der prähistorischen Kunst. Picasso, Soulages, Miró, Brassaï, De Staël und Penck waren von Höhlenmalereien und anderen künstlerischen Ausdrucksformen der Urgeschichte fasziniert. Die Dokumentation zeigt, wie jahrtausendealte Zeichnungen einige der größten Künstler der Moderne inspirierten. Das künstlerische Talent der ersten Menschen begeistert Künstler bis heute, wie den italienischen Bildhauer Giuseppe Penone, den spanischen Maler Miquel Barceló oder den französischen Fotografen Raphaël Dallaporta. Die Dokumentation offenbart überraschende Zusammenhänge zwischen prähistorischer, moderner und zeitgenössischer Kunst. Zum einen lässt sie die jahrtausendealten Höhlenmalereien in ganz neuem Licht erscheinen, zum anderen bietet sie eine neue Lesart der Gegenwartskunst. Zu Wort kommen unter anderem die Kuratoren Cécile Debray und Rémi Labrusse, der Philosoph Jean-Paul Jouary, der Kunstprofessor François Jeune und die Archäologin Carole Fritz. Ihre Erläuterungen machen deutlich, inwiefern die Frage nach dem Überleben der Menschheit - nach zwei Weltkriegen, in Zeiten des Klimawandels und der Zerstörung des Planeten durch den Menschen - auch heutige Künstler dazu anregt, sich wieder auf die Wurzeln der Menschheit zurückzubesinnen.
16:9
04:00 Begegnung mit den Meeresvölkern
Infosendung ~26 Min
(À la rencontre des peuples des mers) Madagaskar: Die Sakalava - Das Ziel fest vor Augen Staffel 2: Episode 26 Dokumentation, Frankreich 2019 Regie: Stéphane Corréa
Die Radama sind eine Inselkette am Rande der Straße von Mosambik vor der Westküste Madagaskars. Herrscher über diesen Archipel sind die Sakalava, die das Meer von Insel zu Insel durchpflügen. Diese Volksgruppe ist der letzte Hüter eines uralten Wissens und Könnens: Immerhin existieren die Daus, so die arabische Bezeichnung des lokalen Segelschiffstyps, bereits seit dem 16. Jahrhundert! Tina, seit mehr als zehn Jahren Dau-Kapitänin, durchquert unermüdlich den Sakalava-Archipel. Sie hat Marc Thiercelin zu einer Überfahrt auf ihrem Segelboot ''Noah'' eingeladen, bei der Wind, Wellen und Sterne den Rhythmus vorgeben. Bei den Zwischenstopps lernen die Matrosen der Crew Leute kennen, entdecken unbekannte Gebiete und haben mit den Unwägbarkeiten der traditionellen Navigation zu kämpfen. Das Know-how dieser begabten Seeleute beeindruckt Marc Thiercelin zutiefst, ebenso wie die Einfachheit des Lebens auf dem Meer, das für ihn die Freiheit symbolisiert. Marc Thiercelin, Segler mit Leib und Seele, ist kein Ozean der Welt fremd. Für die Reihe „Begegnung mit den Meeresvölkern“ macht er sich auf den Weg zu 20 Völkern, die an Land wie auf dem Wasser gleichermaßen zu Hause sind. Marc Thiercelin teilt den Alltag mit Menschen, die wie er das Meer als ihren natürlichen Lebensraum begreifen. (Text: arte)
16:9
06:30 Geschichte schreiben
Infosendung ~20 Min
(Faire l''histoire) Die Mumie - Totenpflege im Wandel der Zeit Staffel 2: Episode 17 Geschichtsmagazin, Frankreich 2022 Regie: Adrian Genoudet - Adrien Genoudet - Tamara Erde - Jean-Dominique Ferrucci
In der kollektiven Vorstellungswelt triggert das Stichwort ''Mumie'' in der Regel Bilder von den Ritualen des alten Ägyptens - Pyramiden, Pharaonen und so weiter. Doch der Wunsch, die Toten zu konservieren, um sie so lange wie möglich zu erhalten, zieht sich durch die gesamte Geschichte: von der Antike bis in die Gegenwart. Vor allem das Einbalsamieren schafft im 19. Jahrhundert eine neue Beziehung zwischen den Menschen und dem Thema Tod und Jenseits. So sollten die toten Körper vorzeigbar bleiben, um sie während verschiedener Zeremonien noch präsentieren zu können. Die physische Präsenz der Verstorbenen unter den Lebenden spielte damals eine große Rolle. Der tote Körper war also in der Vorstellung der Angehörigen noch sehr eng mit der verstorbenen Person verbunden. Auch für wissenschaftliche und medizinische Zwecke wurden Leichen einbalsamiert, um den Körper oder gewisse Körperteile erhalten zu können. Die Toten mussten also schön aussehen oder der verstorbenen Person zumindest ähnlich sein, was ein neues und sehr spezielles Berufsfeld ins Leben gerufen hat: den Einbalsamierer. Beim Vorgang des Einbalsamierens werden die Körperflüssigkeiten durch bestimmte Fluide ersetzt, die den Verwesungsvorgang des Körpers künstlich verlangsamen. Diese Technik wird auch heute noch angewendet. Von Tutanchamun bis zur Mumie der Gegenwart: Diese Folge ''Geschichte schreiben'' befasst sich mit dem Einbalsamieren - einem Brauch, der durch die Geschichte geht. Was hat die Lottokugel mit der Politik des mittelalterlichen Venedigs zu tun? Enthielten Reisepässe schon immer Personenbeschreibungen? Und seit wann isst man in China mit Stäbchen? Im neuen Magazin „Geschichte schreiben“ begeben sich Historikerinnen und Historiker auf Spurensuche und finden spannende Stories rund um Gegenstände, die Teil unserer Geschichte geworden sind.
16:9
06:55 GEO Reportage
Infosendung ~55 Min
(360° - Geo Reportage) Die Polarbahn Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2013 Regie: Wolfgang Mertin
Die Halbinsel Jamal liegt im Nordwesten Sibiriens und ragt weit in das Polarmeer hinein - eine karge Heimat für Nomaden und Rentiere. Seit 2011 durchqueren mehrmals pro Woche Züge der Polarbahnlinie die Ödnis der Tundra. Sie starten in der Station Obskaja und fahren 572 Kilometer über Permafrostböden und Moore immer weiter nach Norden bis zu den Erdgasfeldern von Bowanenko. Die Bahn ist Eigentum des russischen Energiekonzerns Gazprom, der über die Schienen Material und Mitarbeiter zur Gasförderstätte bringen lässt. Dafür dass die Züge stets verlässlich bei bis zu minus 60 Grad Celsius im Winter oder 30 Grad Celsius im Sommer rollen, sorgt ein enormer Aufwand an Technik - und der Einsatz des erfahrenen Streckenchefs Alexander Choroschailo. ''GEO Reportage'' begleitet ihn und seine Kollegen auf dem Schneeräumzug hinter dem Polarkreis. Der 53-jährige Alexander Choroschailo ist Eisenbahningenieur und Herr über mehrere Schneeräumzüge auf der Jamal-Strecke der sibirischen Polarbahn. Die hochmodernen Züge wurden speziell für extreme Wetterbedingungen in der Arktis entwickelt. Sie sind vor allem im Winter pausenlos zwischen den Stationen im Einsatz. Mit riesigen Schaufelauslegern befreien Alexander Choroschailos Züge Gleise und Weichen von Schnee und Eis. Andere Spezialisten kontrollieren regelmäßig die Lage der Gleise auf dem Permafrostboden. Auch noch so starke Schneestürme und Temperaturschwankungen dürfen die Polarbahn nicht aufhalten, denn sie versorgt Tausende Menschen, die auf den Gasfeldern von Bowanenko arbeiten. Es ist ein permanenter Kampf zwischen Zivilisation und Natur. Leichter fällt das Leben jenen Menschen, die hier seit jeher ohne Technik auskommen. Das seit vielen Generationen auf der Polarhalbinsel Jamal lebende Nomadenvolk der Nenzen ist an die harten Lebensbedingungen nahezu perfekt angepasst. Dass die Polarbahn seit einigen Jahren durch ihre angestammten Lebensräume fährt, sehen sie mit gemischten Gefühlen: Die Züge können ihnen zwar den Zugang zu Konsumgütern der modernen Welt erleichtern, doch zugleich bedroht genau dies ihre althergebrachte Lebensweise und Kultur. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
08:35 Stadt Land Kunst
Infosendung ~50 Min
(Invitation au voyage) Magrittes Belgien / Costa Rica / Wyoming Kunstmagazin, Frankreich 2021 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Almiras gefülltes Gemüse aus Bosnien und Herzegowina Costa Rica: Alles tanzt den Swing Criollo Magrittes surrealistischer Zwiespalt Wyoming: Jagen mit Buffalo Bill (1): Magrittes surrealistischer Zwiespalt Der surrealistische Maler René Magritte schuf ambivalente Gemälde, die nicht zuletzt der Widersprüchlichkeit seiner Heimat Belgien Rechnung trugen: wallonisch und flämisch, seriös und burlesk, Land der Bourgeoisie und Land der Arbeiterklasse. In seinen Werken gibt es Dinge, die auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind. Und dann gibt es die zweite Ebene, die sich jeglicher Deutung entzieht. Damit haben Magrittes Bilder viel mit dem belgischen Volk gemein, das sich in seinem Alltag stets zwischen zwei Kulturen und Sprachen bewegt. (2): Costa Rica: Alles tanzt den Swing Criollo Im Land des ''Pura Vida'' sind gute Laune, Fiesta und Tanz tonangebend. In Costa Rica lässt man keine Gelegenheit aus, ein Tänzchen aufs Parkett zu legen. Ob bei Familienfeiern oder unter Freunden - getanzt wird immer. Eine beliebte Variante ist der Swing Criollo, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Lieblingstanz der Costaricaner avancierte. (3): Almiras gefülltes Gemüse aus Bosnien und Herzegowina In Sarajevo kauft Almira für ihr Rezept Paprika und Zwiebeln. Diese füllt sie mit einer Mischung aus Hackfleisch, Paprika, Karotten, Petersilie, Zwiebeln, Tomatensauce und Reis. In Bosnien-Herzegowina wird buchstäblich jedes Gemüse gefüllt. Wenn man das Land bereist, ist diese Spezialität ein absolutes Muss! (4): Wyoming: Jagen mit Buffalo Bill In Cody, am Fuße der Rocky Mountains, ist das Cowboy-Feeling immer noch so präsent wie zur Zeit des Wilden Westens. Die Stadt wurde von einem gewissen William Frederick Cody gegründet, besser bekannt als ''Buffalo Bill''. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts unternahm er eine Jagd-Partie mit einem Gast königlichen Geblüts.
16:9



Programm - Nachmittag

 
13:00 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Dakar / Fabriano / Belgien / Washington D.C. Kunstmagazin, Frankreich 2022 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Von Dakar ins Bassari-Land: Krimiautor Modibo Sounkalo Keita Belgien: Das Kotelett à la Berdouille von Arnaud Fabriano: Wo das Papier neu erfunden wurde Washington D.C.: Präsidentin auf Zeit (1): Von Dakar ins Bassari-Land: Krimiautor Modibo Sounkalo Keita Dakar ist eine Hauptstadt der Extreme: Hier leben die Gutbetuchten in Wolkenkratzern und die Mittellosen in den Armenvierteln. Die senegalesische Metropole ist in den 80er Jahren Schauplatz eines aufrührerischen und subversiven Thrillers: ''L''Archer bassari'' (Der Bassari-Bogenschütze). Darin erzählt der malische Autor Modibo Sounkalo Keita von einer Mordserie unter den Eliten der Stadt, die von einem geheimnisvollen Bogenschützen verübt wird. Ein Thriller zwischen sozialen Unruhen und Rachefantasien, der vor allem mit der Verachtung der Mächtigen für das Volk und seine Traditionen ins Gericht geht. (2): Fabriano: Wo das Papier neu erfunden wurde Die Stadt Fabriano im Herzen Italiens liegt beschaulich an den Ufern eines Flüsschens, das aus dem nahe gelegenen Apennin gespeist wird. Dank seines Wassers nahm hier vor fast 800 Jahren eine der wichtigsten Erfindungen des Mittelalters ihren Anfang: die westliche Papierherstellung. Auch wenn das Papier ursprünglich aus dem Fernen Osten stammt, gelang es den Handwerkern von Fabriano, das Geheimnis seiner Herstellung zu lüften und zu perfektionieren. Ihre Kunst ist bis heute in aller Welt berühmt. (3): Belgien: Das Kotelett à la Berdouille von Arnaud In der belgischen Stadt Mons bezeichnet man mit dem Begriff ''berdouille'' umgangssprachlich Matsch. Wenn es allerdings um die Schweinekoteletts von Arnaud geht, ist mit ''berdouille'' eine köstliche Soße aus Schalotten, Estragon, Tomaten, Wein, Essig und Dijon-Senf gemeint. Ein Klassiker der wallonischen Küche. (4): Washington D.C.: Präsidentin auf Zeit Das Weiße Haus, gelegen am Ende der Pennsylvania Avenue in Washington D.C., ist neben dem Kongressgebäude eines der beiden wichtigsten Machtzentren der USA. 1919, kurz vor Ende der zweiten Amtszeit von Woodrow Wilson, übernimmt hier jemand unerwartetes weitgehend unbemerkt die Amtsgeschäfte des 28. Präsidenten der USA ...
16:9
17:50 Okawango - Fluss der Träume
Infosendung ~40 Min
(Okavango) Wasserwelt Staffel 1: Episode 1 Naturreihe, Österreich 2019 Regie: Dereck Joubert - Beverly Joubert Musik: J.B. Arthur - Sarah Class Kamera: Taylor Turner
Jedes Jahr verwandeln zehntausend Milliarden Liter Regenwasser das Okawango-Delta in Botsuana im Süden Afrikas in ein riesiges Sumpfgebiet mit paradiesischen Landschaften. Hier baden Elefanten und stampfen dabei Furchen zwischen Schilf und Papyrus-Stauden. Die Kolosse sind wahre Landschaftsarchitekten, denn sie geben dem Wasser neue Wege vor und bestimmen damit den Verlauf, die Fließgeschwindigkeit und die Richtung des Okawango. Doch nicht nur das: Die Elefanten sorgen auch für das ökologische Gleichgewicht im Okawango-Delta. Die Nährstoffe, die durch sie in den Fluss geraten, werden vom Strom weitergetragen und versorgen die Lebewesen der gesamten Region. Außerdem erzählt der erste Teil der Dokumentationsreihe die unglaubliche Geschichte der Löwin Fekeetsa: Bei der Büffeljagd mit ihrem Rudel wurde Fekeetsa schwer verletzt. Nach mehreren Tagen an ihrer Seite hielten ihre Artgenossen sie für todgeweiht und ließen sie zurück. Doch Fekeetsa kam wieder zu Kräften und versucht nun, in der Sumpflandschaft zu überleben - zumal sie zwei neugeborene Junge hat, für die sie Beute machen muss. Dies gelingt der Löwin trotz ihrer Verletzungen: Sie lässt sich vom Wasser tragen. Sie ist zwar nicht mehr so schnell wie zuvor, hat sich aber auf Beutetiere spezialisiert, die leichter zu fangen sind. Doch was soll aus Fekeetsa und ihren Jungen werden, als ein Torffeuer die gesamte Region in eine dunkle Rauchwolke hüllt? Fekeetsas Welt ist auch die Heimat unzähliger anderer Tierarten. Die Weibchen der afrikanischen Blatthühnchen etwa verlassen ihre Küken kurz nach dem Schlüpfen. Um den Nachwuchs kümmern sich bei dieser untypischen Gattung die Männchen. Bei Gefahr nehmen sie die Küken unter ihre Flügel und beschützen sie. Während der Hochwassersaison geraten Millionen von Katzenfischen, die zuvor in abgeschnittenen Gewässern und Tümpeln lebten, zurück in den Fluss. Die Raubfische sind ihrerseits Beute anderer Tierarten, wie etwa der Krokodile, der ältesten Raubtiere der Welt. Von einem Ende der Nahrungskette zum anderen werden Nährstoffe von Tier zu Tier weitergereicht.
16:9



Programm - Abend

 
22:45 Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao
TV-Sendung ~140 Min
(A Vida Invisível) Drama, Deutschland, Brasilien 2019 Regie: Karim Aïnouz Autor: Murilo Hauser - Inés Bortagaray Musik: Benedikt Schiefer Kamera: Hélène Louvart
Die unzertrennlichen Schwestern Eurídice und Guida leben im Rio de Janeiro der 1950er Jahre. Ihrem konservativen Elternhaus zum Trotz träumen beide von der großen Freiheit in Europa. Während die musische Eurídice Konzertpianistin in Wien werden will, ist Guida unsterblich in den griechischen Seemann Iorgos verliebt - und brennt mit ihm nach Griechenland durch. Als Guidas Traum zerplatzt und sie einige Monate später verlassen und schwanger zu ihrer Familie zurückkehrt, wirft ihr Vater Manuel sie gnadenlos aus dem Haus. Er lässt sie glauben, Eurídice sei zum Klavierstudium nach Österreich gegangen und wolle keinen Kontakt zu Guida. Während Manuel mit allen Mitteln versucht, den Kontakt der beiden Schwestern zu unterbinden, kämpft jede für sich darum, ein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu führen. Eurídice ist als Ehefrau und Mutter in Rio de Janeiro geblieben, wo sie gegen alle Widerstände weiterhin den Traum der großen Musikkarriere verfolgt. Und Guida baut sich mit Hilfe ihrer Nachbarin Filomena langsam ein eigenes Zuhause auf. So leben die Schwestern über Jahre nicht weit voneinander entfernt, ohne von der Existenz der anderen zu wissen. Was den beiden Kraft gibt, ist der tiefe Glaube daran, dass die andere ihren Traum leben kann - und vor allem die nie versiegende Hoffnung, sich eines Tages wiederzufinden. Ein Melodram in schillernden Farben, mitreißend und emotional. Es zeigt den Traum eines von Gerechtigkeit, Gleichheit und Diversität bestimmten Brasiliens.
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