arte Programm 05.07.

   
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Was läuft 05.07. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:40 R. Strauss: Ariadne auf Naxos
Musik ~130 Min
(Ariadne Auf Naxos - Festival d''Aix-en-Provence 2018) Oper, Frankreich 2018 Regie: Corentin Leconte Musik: Richard Strauss
Im Hause des reichsten Mannes von Wien geht es hoch her: Das Personal und die anwesenden Künstler treffen die Vorbereitungen zu einem Fest: Nach dem Diner ist die Aufführung der historischen Oper ''Ariadne auf Naxos'' vorgesehen. Der Hausherr hat diese eigens für diesen Anlass bei einem jungen Komponisten in Auftrag gegeben. Im Anschluss an die heroische Oper rund um die aus Liebeskummer selbstmordgefährdete Ariadne soll auf Wunsch des Hausherrn die komödiantische Posse ''Die ungetreue Zerbinetta und ihre vier Liebhaber'' dargeboten werden. Der Komponist ist über die die kurzfristigen Änderungswünsche des launenhaften Mäzens entrüstet. Doch nicht nur er ist nervös und aufgebracht. Zu allem Übel sollen die beiden Werke schließlich nicht nur nacheinander, sondern auch noch gleichzeitig präsentiert werden, denn für Punkt neun Uhr ist ein Feuerwerk als Abschluss des Festes angesagt. Die auf Wunsch des Auftraggebers - und gegen den Willen des Komponisten - in die Ariadne-Oper eingefügten Auftritte der leichtlebigen Zerbinetta und ihrer Verehrer führt zu einer turbulenten ''Gegenüberstellung der Frau, die nur einmal liebt, und der, die viele Male sich gibt'', wie es der Librettist Hugo von Hofmannsthal formuliert. Durch ein buntes und schwindelerregendes Treiben auf der Bühne veranschaulicht die britische Regisseurin Katie Mitchell die schier unmögliche Forderung des Mäzens, die Opera seria und die Opera buffa gleichzeitig aufzuführen. Die Neuinszenierung überzeugt nicht zuletzt durch eine herausragende Besetzung: Lise Davidsen ist eine mysteriöse und stimmgewaltige Ariadne; Angela Brower besticht mit ihrer Präsenz und ihrem Timbre in der Rolle des Komponisten; Sabine Devieilhe gibt eine luftig-leichte Zerbinetta; Eric Cutler beeindruckt als Bacchus. Es spielt das Orchestre de Paris unter der Leitung von Marc Albrecht. ''Ariadne auf Naxos'' - dramaturgisch geschaffen als ''Oper in der Oper'' - stellt eine künstlerische Reflexion der Frage nach dem Zusammengehen von komödiantischen und dramatischen Elementen in der Oper dar und setzt sich zudem mit den Fragen des sich Treubleibens in der Kunst und in der Liebe auseinander.
16:9
02:50 Der Streitwagen der chinesischen Zhou-Dynastie
Infosendung ~55 Min
(Chinese Chariot Revealed) Dokumentation, England 2016 Regie: Giulia Clark Musik: Douglas Black Heaton Kamera: Daniel Lyons - Ezra Wolfinger
In der Bronzezeit vor über 3.000 Jahren gelangten Streitwagen und anderes Kriegsgerät über den Hexi-Korridor aus Mittelasien nach China. Für ihre Verbreitung sorgten neben dem Handel und neuen Bündnissen vor allem die unablässigen Feldzüge der Zhou-Dynastie gegen aufsässige Vasallenstaaten sowie die ständigen Angriffe der beweglichen Reiterei der nördlichen Nachbarn. Mit Speerkämpfern oder Bogenschützen besetzt, waren die Wagen eine entscheidende Waffe im Kampfgeschehen. In Zaoyang in der zentralchinesischen Provinz Hubei wurde 2002 ein antikes Gräberfeld von 1,2 Quadratkilometer Fläche entdeckt. Hier fanden die Archäologen eine ganze Schwadron von Streitwagen. Die bronzenen Beschläge lagen noch genau in Position. Die Ausgrabungen lassen darauf schließen, wie sich die Chinesen die technische Neuheit der nördlichen Barbaren aneigneten. Ständig neu angepasst und verbessert, wurde der Streitwagen zu einem repräsentativen Kriegsgerät im Zentrum der chinesischen Kultur. Ein gut erhaltener Streitwagen, der an einer sumpfigen Fundstelle geborgen wurde, gibt Aufschluss über Details wie Größe der Räder, Form der Speichen und Bronze-Bestandteile sowie darüber, wie die Holzteile zusammengefügt und welche Holzarten im Hinblick auf eine optimale Funktionsweise bevorzugt wurden. Mit Hilfe chinesischer Archäologen werden verschiedene Bautechniken, darunter das Bronzegießen in speziellen tönernen Gussformen, rekonstruiert und ein Streitwagen der Zhou-Dynastie nachgebaut; dazu gehören auch Recherchen über die einst sorgfältig ausgesuchten Zugpferde. Der Wagen wird auf einem speziellen Gelände erprobt. Tausend Jahre dauerte der Siegeszug der Streitwagen, bis sie schließlich von flexibleren und günstigeren Kavallerien sowie Infanterien mit Armbrust abgelöst wurden.
16:9
03:45 Okawango - Fluss der Träume
Infosendung ~43 Min
(Okavango) Wasserwelt Staffel 1: Episode 1 Naturreihe, Österreich 2019 Regie: Dereck Joubert - Beverly Joubert Musik: J.B. Arthur - Sarah Class Kamera: Taylor Turner
Jedes Jahr verwandeln zehntausend Milliarden Liter Regenwasser das Okawango-Delta in Botsuana im Süden Afrikas in ein riesiges Sumpfgebiet mit paradiesischen Landschaften. Hier baden Elefanten und stampfen dabei Furchen zwischen Schilf und Papyrus-Stauden. Die Kolosse sind wahre Landschaftsarchitekten, denn sie geben dem Wasser neue Wege vor und bestimmen damit den Verlauf, die Fließgeschwindigkeit und die Richtung des Okawango. Doch nicht nur das: Die Elefanten sorgen auch für das ökologische Gleichgewicht im Okawango-Delta. Die Nährstoffe, die durch sie in den Fluss geraten, werden vom Strom weitergetragen und versorgen die Lebewesen der gesamten Region. Außerdem erzählt der erste Teil der Dokumentationsreihe die unglaubliche Geschichte der Löwin Fekeetsa: Bei der Büffeljagd mit ihrem Rudel wurde Fekeetsa schwer verletzt. Nach mehreren Tagen an ihrer Seite hielten ihre Artgenossen sie für todgeweiht und ließen sie zurück. Doch Fekeetsa kam wieder zu Kräften und versucht nun, in der Sumpflandschaft zu überleben - zumal sie zwei neugeborene Junge hat, für die sie Beute machen muss. Dies gelingt der Löwin trotz ihrer Verletzungen: Sie lässt sich vom Wasser tragen. Sie ist zwar nicht mehr so schnell wie zuvor, hat sich aber auf Beutetiere spezialisiert, die leichter zu fangen sind. Doch was soll aus Fekeetsa und ihren Jungen werden, als ein Torffeuer die gesamte Region in eine dunkle Rauchwolke hüllt? Fekeetsas Welt ist auch die Heimat unzähliger anderer Tierarten. Die Weibchen der afrikanischen Blatthühnchen etwa verlassen ihre Küken kurz nach dem Schlüpfen. Um den Nachwuchs kümmern sich bei dieser untypischen Gattung die Männchen. Bei Gefahr nehmen sie die Küken unter ihre Flügel und beschützen sie. Während der Hochwassersaison geraten Millionen von Katzenfischen, die zuvor in abgeschnittenen Gewässern und Tümpeln lebten, zurück in den Fluss. Die Raubfische sind ihrerseits Beute anderer Tierarten, wie etwa der Krokodile, der ältesten Raubtiere der Welt. Von einem Ende der Nahrungskette zum anderen werden Nährstoffe von Tier zu Tier weitergereicht.
16:9
07:05 GEO Reportage: Wilde Schweiz
Infosendung ~45 Min
(GEO Reportage) Von Ringern und Schwingern Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2016 Regie: Vincent Froehly
Alle drei Jahre zelebrieren die Schweizer ihr größtes Sportereignis: die Schwingfeste - eine Art Ringen in Sägemehl. Schwingen, ursprünglich ein Sport der Bergbauern, ist längst in allen Gesellschaftsschichten der Schweiz angekommen und erfreut sich allergrößter Popularität. Schwinger sind wuchtige Kerle mit kräftigen Schultern, wiegen nicht selten um die hundert Kilogramm. ''Hosenlupf'' wird die Sportart auch genannt - wegen der lustig anmutenden Zwilchhosen der Ringer. Der Sieger des Eidgenössischen Schwingfests darf sich ''König'' nennen. Er bekommt keinen Pokal, sondern einen Stier - Geld und Ruhm sind ihm sowieso sicher. Die Familie Barras betreibt seit Generationen ihren landwirtschaftlichen Betrieb auf den Höhen von Gruyère im schweizerischen Kanton Freiburg. Ein friedliches Paradies aus Pferden, glücklich grasenden Kühen und sanften Hügeln. Doch die Leidenschaft des Vaters und seiner drei fast erwachsenen Söhne gehört dem Raufen und Ringen - genannt Schwingen. Jede freie Minute verbringen die drei damit, ihre Kräfte zu messen, sich im Sand zu raufen und sich so auf die bevorstehenden Wettkämpfe vorzubereiten. Der Ursprung des Schwingens liegt mehrere Jahrhunderte zurück, als die Bauern sonntags von den Bergen ins Tal kamen, um Spaß zu haben. Den haben sie immer noch, doch aus dem Freizeitvergnügen ist mittlerweile ein ernsthafter Sport mit festen Regeln und Ritualen geworden. Alle drei Jahre findet das große Eidgenössische Schwingfest statt, auf dem die besten Schwinger der Schweiz gegeneinander antreten. Werden es die drei Brüder schaffen, sich für dieses große Event zu qualifizieren? Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9
09:20 GEO Reportage: Frankreichs Winzer
Infosendung ~55 Min
(360° - Geo Reportage) Tradition trifft Passion Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2020 Regie: Myriam Bou-Saha
Einer, der gegen das Sterben der Weinberge in Frankreich ankämpft, ist der Rebenzüchter Lilian Bérillon. In Villeneuve-lès-Avignon, einer kleinen Gemeinde in Südfrankreich, besitzt er eine Baumschule. Sein Metier ist eher unbekannt, und doch ist es das Zünglein an der Waage, wenn es um den Fortbestand und die Langlebigkeit der Pflanzen geht: Die Qualität der von ihm gezüchteten Rebstöcke entscheidet über die Güte der Trauben, die später an ihnen wachsen werden. ''Die Situation ist durchaus ernst: Früher pflanzte man Reben für 80 bis 100 Jahre, heute haben sie nur noch eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren - der moderne Weinanbau trägt dafür einen Teil der Verantwortung'', sagt Lilian. Er pflegt enge Beziehungen zu den Winzerinnen und Winzern und bereist Weingüter im ganzen Land, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.Auch die nördlich von Lyon gelegene Weinregion Beaujolais durchlebt eine bewegte Zeit. Die umstrittene Qualität des Beaujolais Nouveau hat eine ganze Region in die Krise geführt. Hier hat Julien Merle, ein junger Winzer in fünfter Generation, komplett mit der bisherigen Anbaupraxis gebrochen. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Nathalie arbeitet er in bester bäuerlicher Tradition: ökologisch, ohne Chemie. Das Ergebnis sind junge Naturweine, die nicht nur in Frankreich, sondern weltweit im Trend sind. Werden sich die ''jungen Wilden'' auf dem Weinmarkt durchsetzen? Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9
11:10 Kanadas Nationalparks
Infosendung ~30 Min
Kluane National Park Staffel 2: Episode 1 Naturreihe, Deutschland 2019 Regie: Viktor Apfelbacher - Anna Steuber
Die Kanadischen Nationalparks locken jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Doch nur wenige kennen den rauen und dünn besiedelten Norden des zweitgrößten Landes der Erde.Schroffe Landschaften, schneebedeckte Gebirgsketten, türkisfarbene Seen und blauschimmernde Gletscher sorgen für eine atemberaubende Kulisse, die zu erreichen schon ein Abenteuer ist. Das über 100 Jahre alte Konzept der Kanadischen Nationalparks trägt maßgeblich dazu bei, dass diese Natur und ihre einzigartigen Lebensräume geschützt werden. Keine leichte Aufgabe, denn es gilt, touristische und wirtschaftliche Interessen mit der heimischen Flora und Fauna in Einklang zu bringen. Der Kluane-Nationalpark liegt im äußersten Südwesten des Territoriums Yukon, direkt an der Grenze zu Alaska. Seine Szenerie ist geprägt von massiven Bergketten, spärlichen Nadelwäldern, Gräsern und bunten Wildblumen. Vor allem aber wird sie dominiert von dem Kluane Icefield, dem zweitgrößten zusammenhängenden Gletscher-Eisfeld außerhalb der Polarregionen. Mit einer Größe von 21.000 Quadratkilometern ist es etwa halb so groß wie die Schweiz. Im Kluane-Nationalpark forschen Jahr für Jahr Wissenschaftler aus aller Welt in Disziplinen wie Gletscherkunde, Geologie, Biologie und Klimakunde. Während einige Gletscher Jahr um Jahr zurückgehen, fangen andere an zu galoppieren und drastisch anzuwachsen. Diese Bewegungen der Gletscher haben Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem im Park. Gemeinsam mit Wissenschaftlern wie dem Glazeologen Christian Schoof, dem Biologen Syd Cannings und der Oberflächengeologin Panya Lipovski sprechen wir darüber, was für Auswirkungen die Veränderungen der letzten Jahre auf die Lebenswelt des Kluane-Nationalparks haben.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
13:45 Eine fatale Entscheidung
TV-Sendung ~115 Min
(Le petit lieutenant) Polizeifilm, Frankreich 2005 Autor: Cédric Anger - Guillaume Bréaud - Jean-Eric Troubat Kamera: Caroline Champetier
Antoine Derouère, der gerade die Polizeischule abgeschlossen hat, zieht allein nach Paris, um dort seinen Dienst in der Mordkommission anzutreten. Das Leben in seiner nordfranzösischen Heimat war dem jungen Polizisten zu langweilig und so hat er sich - ohne Absprache mit seiner Frau - für einen Posten in der, so hofft er zumindest, actionreichen Großstadt entschieden. Voller Enthusiasmus und naivem Idealismus lernt er seine neuen Kollegen und den Polizeialltag in der Metropole kennen.Ein besonders enges Verhältnis entwickelt er vor allem zu seiner Vorgesetzten Caroline, die nach zwei Jahren Auszeit wieder auf ihr Polizeirevier zurückkehrt. Sie genießt trotz ihres ehemaligen Alkoholproblems - sie ist mittlerweile wieder trocken - hohes Ansehen bei ihren ausschließlich männlichen Kollegen. Die erfahrene Oberkommissarin nimmt den jungen Leutnant Antoine, der sie an ihren im Kindesalter verstorbenen Sohn erinnert, unter ihre Fittiche und es erwächst eine Art kollegiales Mutter-Sohn-Verhältnis zwischen den beiden. Dieses wird auf eine harte Probe gestellt, denn bei Antoines erstem Fall gegen eine russische Mörderbande führt eine fatale Entscheidung dazu, das Leben des gesamten Teams zu verändern ...Mit einer grandiosen Mischung aus analytischer Sachlichkeit und emotionaler Tiefgründigkeit nähert sich Regisseur Xavier Beauvois dem im Filmen oft überspitzt dargestellten Polizeialltag an. ''Eine fatale Entscheidung'' gilt als sein bisher größter Erfolg, schafft er es doch, tiefreichende Charakterstudien, komplexe Gesellschaftskritik und dokumentarische Einblicke in den Polizeialltag zu vereinen.
16:9
15:40 Agent Eddie und das schwarze Kästchen
TV-Sendung ~100 Min
(Laissez tirer les tireurs) Krimikomödie, Frankreich, Italien 1964 Regie: Guy Lefranc Autor: Michel Lebrun - Georges Roitfeld - Gilles M. Dumoulin - Gilles Dumoulin - Gilles Morris Dumoulin Musik: Georges Delerue Kamera: Henri Persin
Jeff Gordon, ein FBI-Agent mit Sitz in Paris, muss unbedingt den streng geheimen ''Repulsor'' ausfindig machen, einen Raketenprototyp, der von einer US-Basis gestohlen wurde. Der mutmaßliche Täter Andersen wird tot aufgefunden. Gordon findet in Andersens Papieren das Foto einer Frau - der einzige Hinweis auf den Verbleib des ''Repulsors''. Gordon findet die Identität der Frau heraus: Corinne Martin. Doch auf ihrem Grundstück entkommt er nur knapp einem Attentat. Das bleibt nicht die einzige lebensgefährliche Situation im Rahmen der Ermittlungen. Der FBI-Agent wird in einer Höhle gefangen gehalten, sitzt gefesselt in einem Auto auf Zuggleisen und muss zahlreiche Kämpfe überstehen. Mit viel Geschick und List manövriert sich der FBI-Agent aus scheinbar ausweglosen Situationen. Auch die schönen Frauen, denen Gordon begegnet, sind nicht immer harmlos.Der Film ''Agent Eddie und das schwarze Kästchen'' stammt aus einer Reihe von Kriminalkomödien um den FBI-Agenten Jeff Gordon. Zum Beispiel in ''FBI-Agent Eddie wieder colt-richtig'' (1963) gerät Jeff Gordon zwischen die Fronten eines Bandenkriegs; in ''Eddie, Blüten und Blondinen'' (1965) jagt er einer Falschmünzerbande hinterher. Die Filme erwecken eine Zeit zum Leben, in der Whiskey wie Wasser getrunken wurde und trotz eifriger Kämpfe und Gefechte der Hut stets richtig saß.
Schwarz /weiß16:9
17:20 Die Bienenflüsterer
Infosendung ~30 Min
(Masters of Bees) Indonesien - Der heilige Honigbaum Staffel 1: Episode 1 Dokureihe, Frankreich 2017 Regie: Frédéric Febvre
In den Feuchtgebieten des Sentarum-Sees auf der indonesischen Insel Borneo lebt die Riesenhonigbiene Apis dorsata. In den Wäldern der Seenlandschaft baut sie ihre Nester in den Wipfeln der großen Bäume, die hier als heilig gelten und Laulaus genannt werden. Das indigene Volk der Dayak verehrt die Riesenbiene, ihr Honig nimmt in seiner Kultur einen wichtigen Platz ein. Neben dem Fischfang ist der Verkauf von Honig eine der Haupteinnahmequellen. Ouaksah gehört zu den wenigen Menschen, die mit Mut und Geschick eine gefährliche Tradition aufrechterhalten: Er klettert nachts auf die Bäume, um den Bienen ihren Honig zu rauben. Ouaksah ist einer der letzten Honigjäger, die diese nächtliche Ernte betreiben, die auch eine spirituelle Bedeutung besitzt. Ouaksah trägt dabei weder Schuhe noch Handschuhe, lediglich Stirnlampe und Imkerpfeife. Beim Aufstieg in den Wipfel singt er Gebete, um die Geister des heiligen Baums zu besänftigen. Die Honigjäger müssen schnell arbeiten: Zuerst vertreiben sie die Bienen mit dem Smoker, dann schneiden sie das aus einer großen Wabe bestehende Nest ab. Das Honigsammeln ist eine extrem riskante Angelegenheit: Ein einziger Fehltritt und es droht ein tödlicher Sturz in die Tiefe. Am Fuße des Baumes warten Ouaksahs Cousins. In geduldiger Feinarbeit reicht er ihnen die honiggefüllten Bienenwaben herunter. Dank seiner reichen Beute kann sich seine Familie auf einige sorgenfreie Monate freuen.
16:9



Programm - Abend

 
21:30 Hotel du Nord
TV-Sendung ~95 Min
(Hôtel du Nord) Liebesdrama, Frankreich 1938 Regie: Marcel Carné Autor: Eugène Dabit - Jean Aurenche - Henri Jeanson - Jacques Prévert Musik: Maurice Jaubert Kamera: Armand Thirard - Louis Née
In dem Film ''Hotel du Nord'' dreht sich alles um ein kleines, in einem Pariser Arbeiterviertel liegendes Hotel und seine Gäste. Am Abend einer großen Tischgesellschaft anlässlich einer Erstkommunion mieten sich zwei Gäste ein: Pierre und Renée. Der Arbeitslose und das Waisenkind sehen keinen anderen Ausweg aus ihrer prekären Lage als den Selbstmord. Pierre richtet den kleinen Revolver, gekauft von ihren letzten Ersparnissen, auf Renée, drückt ab - und verliert den Mut, sich selbst zu richten. Er flieht mit Hilfe von Herrn Edmond, einem Zuhälter, der ebenso im Hotel du Nord untergekommen ist. Am Tag darauf stellt sich Pierre der Polizei. Renée überlebt den Schuss und kehrt zurück ins Hotel. Dort wird sie liebevoll aufgenommen und sogar eingestellt, als Mädchen für alles. Herr Edmond verliebt sich in sie und auch Renée ist nicht abgeneigt, aber ihr geht Pierre nicht aus dem Kopf und sie besucht ihn im Gefängnis. Doch ihr Geliebter wendet sich geplagt von Schuldgefühlen von ihr ab. Renée und Herr Edmond, der auf der Flucht vor zwei Ganovenkollegen ist, wollen ein neues Leben beginnen und fahren gen Süden. Doch das neue Glück währt nur kurz.Der Film von Marcel Carné (1906-1996) überzeugt durch seine milieugetreue Schilderung und die präzisen Charakterzeichnungen: des Schleusenwärters, des Zuhälters, des Arbeiters am Mittagstisch und nicht zuletzt des jungen, verzweifelten Liebespaars.
Schwarz /weiß
23:05 Tristesse und Sehnsucht
Infosendung ~55 Min
(Le drôle de drame de Marcel Carné) Das Kino des Marcel Carné Dokumentation, Frankreich 2020 Regie: François Aymé
Sein erster großer Erfolg gelang Marcel Carné als Regisseur mit dem Spielfilm ''Jenny'' im Jahr 1936. Es war sein erster Film, bei dem der Schriftsteller und Lyriker Jacques Prévert am Drehbuch mitwirkte. Als Vertreter des sogenannten Poetischen Realismus entwickelte Marcel Carné in der Folge seinen Stil in enger Zusammenarbeit mit Prévert und dem Filmarchitekten Alexandre Trauner. Mit ihnen schuf er vor dem Zweiten Weltkrieg die weltberühmten Filme ''Ein sonderbarer Fall'' (1937), ''Hafen im Nebel'' (1938), ''Hôtel du Nord'' (1938) und ''Der Tag bricht an'' (1939). Während des Zweiten Weltkriegs und unter deutscher Besatzung entstanden unter teils sehr schwierigen Bedingungen ''Die Nacht mit dem Teufel'' (1942), der international vielleicht bekannteste Film ''Kinder des Olymp'' (1945) und ''Pforten der Nacht'' (1946).Carnés Meisterwerke sind heute fest im kollektiven Gedächtnis verankert - und trotzdem erfuhr Carné in Frankeich keine Anerkennung. Zeit seines Lebens stand er im Schatten von Prévert, Renoir und den talentierten Schauspielerinnen und Schauspielern, mit denen er zusammenarbeitete, wie Jean Gabin, Arletty, Pierre Brasseur, Louis Jouvet und Jean-Louis Barrault. François Truffaut und die Nouvelle Vague distanzierten sich von ihm.Bei Carnés besten Werken wurde seine Autorschaft infrage gestellt - die anderen wurden für nicht gut genug befunden. Der ewige Vorwurf: Marcel Carné habe allein Préverts herausragende Dialoge in Bilder verwandelt. Darin liegt die Tragik des Marcel Carné: Trotz seiner beeindruckenden Filmografie spielt er in der Geschichte des französischen Films nicht die Rolle, die ihm gebührt.
16:9