TV-Programm ARD 20.07.

   
   Was läuft beim TV Sender ARD

Was läuft 20.07. im TV-Programm von ARD?

Das ARD Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
00:05 Mandela: Der lange Weg zur Freiheit
Spielfilm ~140 Min
Hauptdarsteller Idris Elba gelingt es in ''Mandela: Der lange Weg zur Freiheit'', die Jahrhundertgestalt Nelson Mandela als Mensch mit Stärken und Schwächen darzustellen - ohne dessen historische Größe zu schmälern. Einen differenzierten Blick wirft das Drama auch auf seine von Naomie Harris gespielte Frau Winnie, die ihr Leben dem Kampf ihres Mannes widmete. Der chronologisch erzählte Film basiert auf der 1995 erschienenen Autobiografie ''Long Walk to Freedom'' des Friedensnobelpreisträgers, der im Dezember 2013 kurz nach der Festivalpremiere starb und am 18.Juli 2019 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Von den Musikern der Rockband U2, die sich wie viele andere Künstler über Jahrzehnte hinweg für die Freilassung des politischen Gefangenen einsetzten, stammt der Titelsong ''Ordinary Love''. Südafrika, in den 1940ern. Der junge, charismatische Anwalt Nelson Mandela (Idris Elba) will nicht mehr hinnehmen, dass für Schwarze andere Rechte als für Weiße gelten. Um gegen das Apartheidsystem zu kämpfen, schließt er sich dem African National Congress (ANC) an. Sein Talent als Redner macht ihn zu einem der Wortführer der Protestbewegung, die in den Townships starken Zulauf erhält. Mandelas Aufstieg geht aber zulasten seiner Familie und die Ehe mit Evelyn Mase (Terry Pheto) scheitert. In der ehrgeizigen Sozialarbeiterin Winnie Madikizela (Naomie Harris) findet er eine neue Frau an seiner Seite. Als die weißen Sicherheitskräfte 1960 in Sharpville friedliche Demonstranten erschießen, bricht Mandela mit der bisherigen ANC-Strategie des gewaltlosen Widerstandes. Auf sein Konto gehen Sabotageakte, die das Regime schwächen sollen. Mandela wird zum meistgesuchten Mann des Landes und schließlich gefasst. Um ein Exempel zu statuieren, werden er und seine Vertrauten zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Während der inzwischen weltbekannte Häftling auf der Insel Robben Island einsitzt, versuchen die Machthaber, seine Frau zu brechen. Unter einem Vorwand wird Winnie festgenommen und 17 Monate in Isolationshaft gesteckt. Als sie wieder freikommt, ist Winnie härter und hasserfüllter denn je. Auch Mandela bleibt unbeugsam in den 27 Jahren seiner Gefangenschaft. Er glaubt jedoch weiter an die Möglichkeit einer Aussöhnung.
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09:55 In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte
Serie ~50 Min
Suse Bähr kann ihren großen Bruder, den Assistenzarzt Elias, davon überzeugen, sie am Herzen zu operieren. Da kündigt sich Verstärkung im Klinikum an: Dr. Maria Weber, die Kardiologin aus der Sachsenklinik, kommt nach Erfurt und hat eine gute Idee. In der Zwischenzeit treffen Dr. Leyla Sherbaz und Ben Ahlbeck auf einen jungen Mann, der mit schweren Magenkrämpfen und Übelkeit das Klinikum betritt. Jonas Ewe scheint sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen zu haben. Erst als die Ärzte ihm den Magen auspumpen wollen, rückt er mit der Wahrheit heraus, jedoch nur vor Ben. Als der Leyla von Jonas'' delikatem Fall berichtet, ist beiden klar, dass weitere Untersuchungen unumgänglich sind. In der Zwischenzeit kämpft Neuling Eva Ludwig in ihrer ''Feuertaufe'' nicht nur um das Leben ihrer Patientin Malina Sielmann, sondern auch gegen die Voreingenommenheit von Oberarzt Dr. Moreau. Dieser traut Eva nichts zu und lässt keine Gelegenheit aus, sie das wissen zu lassen. Doch die Nachtschicht spitzt sich dramatisch zu, als Malina unvermittelt regungslos am Boden liegt. Die junge Patientin schwebt in akuter Lebensgefahr! Eva hat nun die Möglichkeit, sich vor Matteo Moreau zu beweisen. Doch wird die angehende Chirurgin dem Druck standhalten können? Diese Frage wird hintenangestellt, als die Ärzte um Malinas Leben kämpfen. Immer an der Seite seiner Tochter ist der besorgte Vater. Doch was verbirgt Gernot Sielmann? Dr. Niklas Ahrend verabschiedet sich von seinem alten Leben in und um die Sachsenklinik. In Erfurt erhält er einen Posten als Oberarzt im Johannes-Thal-Klinikum. Der Tapetenwechsel zahlt sich aus und so gelingt ihm der Neuanfang sowohl beruflich als auch privat. Sein Team ist darüber hinaus jung und bereit für neue Herausforderungen.
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Nachmittag
 


Abend
 
18:50 Morden im Norden
Serie ~55 Min
Die Ärzte können ihn nicht mehr retten: Die schweren Verletzungen, die sich der kaum volljährige Patrick Nieberg bei einem Motorradunfall zuzieht, sind tödlich. Für seine traurige Mutter überraschend: Patrick hatte einen Organspende-Ausweis, sein Herz soll transplantiert werden. Als die Spurensicherung ermittelt, dass Patrick Opfer eines perfiden Anschlags wurde, wird die Mordkommission in die Unfallermittlungen eingeschaltet. Ein Drahtseil war über die Straße gespannt worden - doch mit welchem Motiv? Kai Holthusen gerät ins Visier der Kommissare Finn Kiesewetter und Lars Englen: ein verbitterter Mann, der mit großer Vehemenz gegen die Raserei der Motorradfahrer vor seinem Haus vorgeht, seit seine Frau bei einem Unfall umgekommen ist. Aber auch Mick Eckert, ein junger Kerl, der mit dem Opfer erst kürzlich eine handfeste Auseinandersetzung um ein Mädchen hatte, wird verdächtigt. Für die trauernde Mutter von Patrick ist das alles zweitrangig. Als sie zufällig herausfindet, dass das Herz ihres Sohnes nun in der 14-jährigen Sarah schlägt, sucht sie den Kontakt zu ihr und ihrer Familie. Sarahs Vater ist darüber alles andere als begeistert. Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung sechs Monate lang in der ARD Mediathek verfügbar. Der Polizist Finn Kiesewetter hat seinem Beruf den Rücken gekehrt, um sich den Lebenstraum vom eigenen Bauernhof zu erfüllen. Bei einem Brand wird dieser Traum jedoch zerstört. Der geläuterte Mann zieht darauf hin wieder zurück in eine einfache Bleibe nach Lübeck und beginnt wieder ,für die Polizei zu arbeiten.
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20:15 Die Verlegerin
Spielfilm ~105 Min
Die Veröffentlichung der streng geheimen ''Pentagon-Papers'' sorgten im Jahr 1971 für ein politisches Erdbeben in den USA und leitete den Sturz von Präsident Nixon ein, den der darauffolgende Watergate-Skandal das Amt kosten sollte. Mit dem Politdrama ''Die Verlegerin'', der 2018 als Bester Film für den Oscar nominiert war, gelingt Meisterregisseur Steven Spielberg durch einen historischen Bezug eine Auseinandersetzung mit einem aktuellen Thema. So stellt Spielberg mit seinem Film die Frage nach der Aufgabe von Journalisten und verdeutlicht, dass die Auseinandersetzung des aktuellen US-Präsidenten Trump mit den Medien kein neuer Konflikt zwischen Politik und Presse ist. In der Hauptrolle ist Oscar-Preisträgerin Meryl Streep als mutige Frau zu sehen, die ihren Weg erst finden muss, um sich in einer von Männern dominierten Branche zu behaupten. An ihrer Seite spielt Oscar-Preisträger Tom Hanks den Vollblutjournalisten Ben Bradlee. Washington, 1971. Katharine ''Kay'' Graham (Meryl Streep) steht als Verlegerin der traditionsreichen Washington Post vor einer Herausforderung: Durch den Börsengang will sie das stagnierende Familienunternehmen profitabel machen. An der Verantwortung, die ''Kay'' nach dem Tod ihres Mannes übernehmen musste, trägt die Verlegerin schwer. In geschäftlichen Dingen vertraut sie komplett ihren Beratern. Die Redaktion führt der mit allen Wassern gewaschene Ben Bradlee (Tom Hanks), der sich bei der Auswahl der Titelthemen nicht reinreden lässt und mit der übermächtigen New York Times messen möchte. Als dort eine investigative Skandalgeschichte über die wahren Hintergründe des Vietnamkriegs erscheint, setzt Ben seine Reporter sofort auf die unbekannte Quelle an, um selbst an die streng geheimen ''Pentagon-Papers'' heranzukommen. Diese von Verteidigungsminister McNamara (Bruce Greenwood) in Auftrag gegebene Dokumentation enthält politischen Sprengstoff: Der Vietnamkrieg ist militärisch nicht zu gewinnen und Präsident Nixon belügt das amerikanische Volk! Obwohl die Staatsanwaltschaft gegen die New York Times juristische Geschütze wegen Geheimnisverrats auffährt, möchte Ben unbedingt die heiße Story fortschreiben. Als seine Redaktion tatsächlich an die Akten herankommt, steht Kay vor einer schweren Entscheidung: Wenn die Verlegerin drucken lässt, dass der US-Präsident die Bevölkerung täuscht, gefährdet sie ihre Zeitung, ihre Ehre und riskiert eine Verhaftung als Landesverräterin. Hollywoodlegende Shirley MacLaine spielt die Hauptrollen in ''Zu guter Letzt'', dem nächsten Film, den das ''SommerKino im Ersten'' am 21. Juli 2020 zeigt. Als wohlhabende alternde Dame möchte sie ihren Nachruf gerne vorab und in bester Manier erledigen lassen. Was dabei herauskommt, stimmt sie allerdings wenig zufrieden. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihr Ansehen durch eine gute Tat noch etwas aufzupolieren, was sich allerdings als nicht ganz so einfach erweist - ihren Gegenpart spielt Publikumsliebling Amanda Seyfried.
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22:00 Markt macht Medizin
Infosendung ~30 Min
Den Stresstest der Corona-Pandemie haben unsere Krankenhäuser wunderbar bestanden, heißt es überall. Der Bundesgesundheitsminister ist voll des Lobes für die Kliniken, die Pflegekräfte bekommen öffentlich Beifall. Von wegen kaputtgespart, ist in unserem Gesundheitswesen nicht alles in bester Ordnung? Doch was ist an diesen Heldenliedern wirklich dran? Fakt ist jedenfalls: Ohne massive staatliche Zuschüsse hätten die Kliniken der Corona-Krise nicht standgehalten. Der Film schaut hinter die Kulissen und stellt fest: Die Gesetze von Wettbewerb und knallharten betriebswirtschaftlichen Kalkülen sind aus dem deutschen Klinikalltag nicht verschwunden. Im Gegenteil: Findige Geschäftsführer nutzen die Corona-Krise aus und setzen die staatlichen Zuschüsse so ein, dass sie Profite abwerfen. Und die alten Probleme bleiben: Die Eltern, deren Kind an einer Hirnhautentzündung fast gestorben wäre, weil die Kinderklinik vor Ort geschlossen wurde und der Weg des nachts zum nächsten großen Krankenhaus einfach zu weit ist. Geschäftsführer fahren wenig lukrative Abteilungen herunter oder machen diese ganz dicht und bauen stattdessen Bereiche aus, die Geld bringen. Und das sind, auch nach Corona, vor allem operative Eingriffe und Prozeduren, mit allen Nebenwirkungen: Der junge Mann etwa, der nach einem unnötigen Eingriff zum Pflegefall geworden ist.Endlich hatten wir einmal Zeit für unsere Patienten, freuen sich Ärzte und Pfleger, als während der Corona-Krise das sogenannte ''operative Geschäft'' abgesagt und verschoben wurde. Jetzt kehrt der Alltag langsam in die Kliniken zurück: die Arbeitsverdichtung, im Laufschritt über die Station, volle OP-Säle, die bis auf die Minute genau durchgetaktet sind, zu wenige Pflegekräfte für zu viele Patienten. Auf dem privaten Krankenhausmarkt bahnt sich die nächste große Fusion an und öffentliche Häuser sorgen sich vor der nächsten Privatisierungswelle - falls Corona-bedingte Einnahmeverluste von notleidenden Kommunen nicht ausgeglichen werden. Immer mehr Ärzte verlangen nach der Corona-Krise ein grundsätzliches Umsteuern. Im Film kommen Politiker und Landräte zu Wort, die sich für einen Weg zurück stark machen: weg von einem betriebswirtschaftlichen Kalkül, das Ärzte und Pflegekräfte vergrault und die Gesundheit der Patienten in Gefahr bringt.
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23:00 Tiertransporte gnadenlos - Viehhandel ohne Grenzen
Infosendung ~45 Min
Eisiger Wind bläst unzählige Schneefäden über die russische Winterlandschaft. Es ist acht Uhr früh, die Sonne schiebt sich langsam durch die Wolken, als zwei Lastwagen eine Sammelstelle bei Smolensk an der weißrussisch-russischen Grenze verlassen. An Bord jeweils mehr als 30 deutsche Kühe aus Brandenburg - hochträchtig. Der Export soll angeblich dem Aufbau einer Zucht dienen. Ziel der Reise: Usbekistan. Bis dahin sind es noch mehr als 4000 Kilometer. Was die Fahrer nicht wissen: Die Lkw werden von Tierschützern der deutschen Organisation Animals Angels begleitet. Helana Bauer und ihre Mitstreiter sind auf solche Einsätze spezialisiert. Tagelang werden sie den Lkw folgen. Und auch dieses Mal feststellen, dass die Fahrer nicht anhalten, an Versorgungsstellen vorbeifahren bis zu ihrem Ziel in Usbekistan. Am Ende stehen die Tiere in ihren eigenen Exkrementen, vollkommen erschöpft. Ein ähnlicher Fall Wochen später, diesmal sind die Tierschützer in Marokko unterwegs. Sie besuchen Viehmärkte bei Marrakesch und Casablanca. Hier werden Kühe verkauft, vor allem Schlachtvieh. Auch hier werden die Aktivisten von Animals Angels fündig. Sie entdecken eine Kuh, deren Ohrmarke auf einen Hof bei Hannover verweist. Vor wenigen Monaten wurde sie nach Marokko exportiert und wird nun auf dem Viehmarkt in Marrakesch verkauft. Noch am gleichen Tag landet sie in einem nahen Schlachthof, wo sie auf grausame Weise geschächtet wird: die Halsschlagader wird aufgeschnitten, bei vollem Bewusstsein des Tieres. Eine grausame und in Marokko übliche Praxis. Die Leute von Animals Angels sind empört. Sie vermuten: Die Kuh war nicht zur Zucht, sondern von vornherein als Schlachttier vorgesehen. Mehr als 30.000 Rinder werden jedes Jahr angeblich zu Zuchtzwecken in Länder außerhalb der EU exportiert. Tierschutzexperten wie Iris Baumgärtner von der Organisation Animal Welfare Foundation beklagen, dass der Tierschutz bei solchen Exporten kaum zu überprüfen sei. Und darum finde er so gut wie nicht statt. Wie kann das sein? ARD-Filmemacher Edgar Verheyen hat solche Transporte gemeinsam mit Tierschützern nach Asien, nach Nordafrika und quer durch Europa begleitet. Er hat nicht nur grausame Zustände dokumentiert, er fragt auch nach den Ursachen, konfrontiert Politiker in Brüssel und Berlin sowie Verantwortliche in Industrie und Landwirtschaft. Sein Fazit: Hier werden auf grausame Weise, ohne Rücksicht auf die Kreatur bei großer Hitze und extremer Kälte Tiertransporte durchgeführt, bei denen sich Spediteure und Viehhändler vielfach über geltendes Recht einfach hinwegsetzen. Eine aufrüttelnde Reportage.
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23:45 Hiobsbotschaft
Infosendung ~45 Min
Es ist der Moment, vor dem sich viele Patienten und ihre Angehörigen fürchten: Ein Arzt überbringt eine Krebsdiagnose, die das Leben auf den Kopf stellt. Wie gut ein Mensch eine solche Nachricht verkraftet, hängt entscheidend von der Art und Weise ab, wie sie der Arzt überbringt. Fehlen ihm Empathie, Verständnis und die richtigen Worte, kann das zerstörerisch wirken. Bei manchen Patienten erlischt sogar die Bereitschaft, sich behandeln zu lassen.Filmautorin Ilka aus der Mark hat vor der Corona-Pandemie über ein Jahr im deutschen Gesundheitssystem recherchiert, um herauszufinden, was bei einer der wichtigsten Begegnungen zwischen Patient und Arzt falsch läuft. Sie sprach mit betroffenen Patienten, Ärzten, Medizinstudenten, Ethikern und Seelsorgern. Fakt ist: Im eng getakteten Krankenhausbetrieb mit Visiten und Therapien bleibt zu wenig Raum für gute Arzt-Patienten-Gespräche. Klinikärzte müssen zudem jeden Handgriff dokumentieren: Reine Verwaltungsarbeiten nehmen etwa die Hälfte ihrer Arbeitszeit ein. Hinzu kommt ein Vergütungssystem, das Diagnosen und Therapien wesentlich besser honoriert als die so genannte ''sprechende Medizin''. Aber vor allem: Die meisten Ärzte haben nie gelernt, wie man eine schlechte Nachricht überbringt.Beispiele dafür, wie es besser geht, fand die Autorin in zwei Kliniken in Heidelberg und Düsseldorf. Trotz Personalmangel und Zeitnot trainieren dort Studierende und Ärzte gute Gespräche. Mit der Überzeugung, dass empathische Kommunikation ebenso wichtig ist wie medizinische Inhalte, vermitteln Ärzte selbst todkranken Patienten Mut und Kraft.
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