TV-Programm BR 21.08.

   
   Was läuft beim TV Sender BR

Was läuft im TV-Programm von BR am 21.08.?

Das BR Tagesprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
04:35 Die Lagune von Venedig
Infosendung ~50 Min
Venedig - die Lagunenstadt ist überschüttet mit Fantasien, Sehnsüchten und Erwartungen. Die Anziehungskraft des Archipels in der nördlichen Adria nährt sich aus seiner jahrhundertealten Geschichte, voll der Pracht, Macht, Grandezza und Weltoffenheit. Die Inseln der Lagune von Venedig verzaubern die Menschen, nicht nur, weil sie vom gewöhnlichen Getriebe des Festlandes entrückt sind, sie haben sich auch auf magische Weise der Gegenwart entzogen und leben in ihrer eigenen Epoche. Venedig und seine Lagunen gehören seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe und verzaubern bis heute unzählige Besucher. Auf der Glasmacherinsel Murano findet man nicht nur die seit Ewigkeiten produzierten Markenzeichen in Form von Lampen und Vasen, sondern auch eine der bedeutendsten Glasmanufakturen für zeitgenössische Kunst. Das Studio Berengo arbeitet mit Künstlern aus aller Welt und produziert Dinge, die man noch nie gesehen hat. Imposant zeigt sich der Leuchtturm der Insel. Die Friedhofsinsel San Michele beherbergt nicht nur zahlreiche Gräber berühmter Persönlichkeiten, sondern auch moderne Architektur und einen großen Weingarten. Für ihre bunten Häuser ist die Insel Burano berühmt. Ein Einwohner erzählt, warum die Häuser ständig neu angestrichen werden. Wer es gerne still und besinnlich mag, findet auf dem Burano benachbarten Eiland Torcello das ideale Ambiente. Hier finden sich die Basilika Santa Maria Assunta und das alte Restaurant Locanda Cipriani mit authentisch venezianischer Küche.
16:9
10:25 Die letzten Europas: Wildpferde im Münsterland
Infosendung ~45 Min
Tierfilmer Christian Baumeister begleitete die Dülmener Wildpferde mehr als ein Jahr mit der Kamera. Die letzten Wildpferde Europas überstanden jahrhundertelang den Wandel von Wildnis in Kulturland und leben noch immer bei jeder Witterung mitten im Münsterland. Im Herzen Westfalens verbirgt sich eine Sensation: die letzten Wildpferde Europas - ursprünglich, ungezähmt und nahezu frei. Jahrhundertelang überstanden sie den Wandel von Wildnis in Kulturland und leben noch immer bei jeder Witterung mitten im Münsterland - Seite an Seite mit anderen seltenen Tieren und Pflanzen. Über ein Jahr begleitete Tierfilmer Christian Baumeister die Dülmener Wildpferde. Sein Film beginnt mit spektakulären Szenen aus der Paarungszeit im zeitigen Frühjahr, wenn die Hengste um die Stuten kämpfen. Pferde sind ausgesprochen soziale Tiere. Die große Herde besteht aus vielen Familieneinheiten, die alle von einer erfahrenen Stute angeführt werden. Der Winter stellt die Pferde vor besonders große Herausforderungen. Doch sie wechseln regelmäßig von den Wiesen in die Wälder und wissen genau, wann sie wo welche Nahrung finden. Und doch geht so manches Fohlen zugrunde, wenn es zu lange nasskalt bleibt. Das parkähnliche Münsterland mit seinem Wechsel aus Wiesen, Wäldern und Feldern bietet immer noch vielen seltenen Tieren eine Heimat. Die faszinierenden, mit aufwendiger Technik gedrehten Aufnahmen aus dem Leben der Pferde werden flankiert von ebenso atemberaubenden Einsichten in den Alltag der wilden Nachbarn. Des Uhus beispielsweise, der seine Jungen großzieht. Oder der winzigen Zwergmaus, die kunstvolle Kugelnester inmitten von Kornfeldern baut. Auch die Geburt junger Kreuzottern - eine Rarität in der Welt der Reptilien - fängt Christian Baumeister mit der Kamera ein. Der Film endet mit spektakulären Zeitlupenaufnahmen der letzten wilden Pferde Europas, wie sie nach dem Fang der Junghengste aus der Arena stürmen - zurück in ihr Schutzgebiet. Einst war ganz Westfalen von sumpfigen Wäldern bedeckt. Zu jener Zeit streiften noch vielerorts wilde Pferdeherden durch das Land. Überlebt hat davon nur eine Einzige. Die letzten 20 Tiere flohen vor den Menschen, die alle Wildpferde als unwillkommene Weidekonkurrenten vernichten wollten, in ein Sumpfgebiet nahe der Stadt Dülmen. Das Land gehörte den Herzögen von Croy. Sie stellten es Mitte des 19. Jahrhunderts kurz entschlossen unter Schutz und sicherten so das Überleben dieser letzten Wildpferde Europas. Inzwischen ist die Herde auf über 350 Tiere angewachsen. Sie leben bis heute nahezu unbeeinflusst vom Menschen und suchen sich ihre Nahrung das ganze Jahr über selbst. Sie werden draußen geboren - und sie sterben draußen. Stall und tierärztliche Betreuung kennen sie nicht. So haben sich viele ihrer ursprünglichen Instinkte erhalten können.
Untertitel16:9
11:10 Länder-Menschen-Abenteuer
Infosendung ~45 Min
Ein Abbild des Paradieses sollte der barocke Park von Schloss Het Loo in Apeldoorn sein, den Wilhelm von Oranien vor über 400 Jahren angelegt hat. Für seine Besucher aus aller Welt ist er heute tatsächlich ein Garten Eden. Der barocke Park von Schloss Het Loo in Apeldoorn besticht durch Blütenpracht und Farbenrausch. Wasserspiele, Kaskaden, Fontänen, exotische Orangenbäume und rare Pflanzen spiegeln das goldene Zeitalter Wilhelms von Oranien wider. Seit 1980 wird der berühmte Garten restauriert, eine Aufgabe, in der Chefgärtner Willem Zeeleman vollkommen aufgeht. In seinem Team arbeiten 16 Gärtner, um die Anlage in barocker Perfektion erstrahlen zu lassen. Gert Jonkers kümmert sich um die genaue Ausrichtung der wasserspeienden Tritonen und Schwäne in den Brunnen. Het Loo war zur Bauzeit berühmt für die damals höchste künstliche Wassersäule Europas. Het Loo mit Schloss und Garten galt seinerzeit als das Schaustück überhaupt für die niederländische Monarchie, erzählt Konservator Paul Rem. Er arbeitet hier, seitdem das Schloss vom Staat als Museum übernommen wurde und kennt neben der Geschichte jeden Winkel, jedes Kunstwerk. Als Prinzessin Margriet Het Loo noch bewohnte, war der Barockgarten verdeckt von einer englischen Parkanlage. Mit Freuden sieht sie daher die Restaurierung. Sie selbst habe einmal mit ihrem Mann ein wenig aus Spaß gegraben und dabei Teile der alten barocken Anlagen entdeckt. Damals war es zu teuer, professionell weiterzumachen, jetzt aber sei die Anlage perfekt wiederhergestellt. Länder – Menschen – Abenteuer ist eine Dokumentationsreihe von SWR Fernsehen, WDR Fernsehen und NDR Fernsehen. Seit 1975 werden 45-minütige Dokumentationen über fremde Kulturen produziert, pro Jahr etwa 12 bis 15.
Untertitel16:9
11:55 In aller Freundschaft
Serie ~45 Min
Sabine Schrader wird mit einem gebrochenen Arm in die Sachsenklinik eingeliefert, der Notarzt hat außerdem ihren kleinen Sohn Tim dabei, der auffällig oft hustet. Vor einem halben Jahr war Sabine mit einer Knieverletzung schon einmal in der Klinik. Oberschwester Ingrid hat damals erfahren, warum sich Sabine von ihrem Freund getrennt hat und Tim nun allein groß ziehen muss. Tims Vater hat Sabine mehrfach geschlagen. Als Sabines Mutter Renate auftaucht, wird schnell klar, was diese vom Lebensmodell ihrer Tochter hält. Sabine hätte zu wenig Zeit für ihren kleinen Sohn, kümmere sich nicht genug um ihn, und außerdem verstehe sie nicht, warum Sabine sich von Tims nettem Vater getrennt habe. Sabine hat ihrer Mutter aus Angst, dass sie ihr nicht glaubt, den wahren Trennungsgrund verschwiegen. Als nun klar wird, dass Tim eine Lungenentzündung hat und dies wahrscheinlich schon seit längerer Zeit, sieht Renate sich in ihren Vorwürfen bestätigt. Dies setzt Sabine dermaßen zu, dass sie zu Tabletten greift, um ihre seelischen und körperlichen Schmerzen zu betäuben. Prof. Simoni und Sarah Marquardt arbeiten unter zeitlichem Hochdruck an einem Antrag, um EU-Fördergelder zu erhalten. Sarah steht unter enormer Anspannung und ist deshalb etwas ungerecht, als sie von Barbara Grigoleit mehr Eigeninitiative verlangt. Als das Computerprogramm von Barbara Grigoleit ein Update fordert, sieht Barbara ihre Möglichkeit, initiativ zu werden. Sie spart das Geld für den Computerfachmann, der diese Arbeiten sonst übernommen hat und führt das Update selbst durch. Doch die anfänglich unkomplizierte Prozedur entwickelt sich zu einem höchst komplexen Verfahren - noch dazu hat es Konsequenzen für den gesamten Klinikbetrieb und vor allem für Sarah und Prof. Simoni.
Untertitel16:9HDTV


Nachmittag
 
12:40 Tierärztin Dr. Mertens
Serie ~50 Min
Zutiefst gekränkt setzt Susanne Christoph vor die Tür. Allerdings muss sie Stärke zeigen, denn sie ist nicht nur als Tierärztin und kommissarische Direktorin dem Zoo verpflichtet, sondern auch als Mutter gefragt: Pflegetochter Luisa macht ihr das Leben schwer, denn sie gibt ihr die alleinige Schuld an Christophs Auszug. Und plötzlich steht auch noch Susannes Sohn Jonas vor der Tür. Und auch im Zoo gibt es einiges zu tun: Elefantenkuh Mia verhält sich eigenartig. Das Tier ist merkwürdig unruhig und sucht ständig Streit mit seinesgleichen. Susanne steht vor einem Rätsel. Eine eingehende Untersuchung bringt dann die Ursache ans Licht: Ein toter Käfer im Gehörgang hat Mia Schmerzen verursacht. Parallel dazu fängt Tierpfleger Conny ein ausgerissenes Erdmännchen im Giraffengehege ein. Schnell wird klar, dass das Tier nicht über den Gehegezaun entkommen ist, sondern sich unterirdisch einen Ausgang gesucht hat, der unbedingt gefunden werden muss. Zu Hause wollen Susannes Eltern, Charlotte und Georg, mit einem gemeinsamen Abendessen den Familienfrieden wieder herstellen, als das Telefon klingelt. Es ist Jonas'' leiblicher Vater, der Susanne den wahren Grund für den überraschenden Besuch ihres Sohnes in Leipzig steckt: Jonas hat gar keinen Urlaub. Er ist vom Sportinternat in London geflogen. Eigentlich hatte Susanne Mertens mit ihrem Ehemann Klaus verabredet, dass sie wieder als Tierärztin arbeiten wird, sobald der Sohn eingeschult ist. Als Zootierarzt Dr. Vogel ihre eine Assistentenstelle anbietet, erkennt sie, dass sie von ihrem Mann wenig Unterstützung erhält. Dann tritt der Vater einer Schulfreundin ihres Sohnes in ihr Leben.
Untertitel16:9HDTV
15:30 Schnittgut. Alles aus dem Garten
Infosendung ~30 Min
Traumgarten Wetzhausen: Besuch im Pfarrgarten Pflanzen für den Waldgarten Zwetschgen-Datschi Gehäuseschnecken Blumenhartriegel Birken-Wundsalbe Experten geben Tipps für die Gartenpraxis und die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen. Einen Schwerpunkt bilden Berichte über Pflanzen und Filme über die schönsten Gärten der Welt. Hinzu kommen viele Anregungen und Gestaltungs-Inspirationen sowie Bastelvorschläge, Rezepte und Wissenswertes über Ernährung, Gesundheit und Heilpflanzen. Die Themen der Sendung: Blumenhartriegel Gezeigt wird ein Porträt des Blumenhartriegels und Kräuterexpertin Barbara Krasemann legt seine Früchte ein. Pflanzen für den Waldgarten In vielen Gärten sind die Schattenecken Problemzonen. Wichtig ist die Bodenvorbereitung für die Pflanzung von Waldstauden mit guter Lauberde. Gehäuseschnecken Der Grund für den Rückgang der Gehäuseschnecken ist, dass sie von Gärtnern oft genauso bekämpft werden wie die fresswütigen Nacktschnecken. Dabei richten sie in der Regel viel weniger Schaden an, weil sie gerne Moose und Algenteppiche fressen. Außerdem brauchen sie länger als die Nacktschnecken, um geschlechtsreif zu werden und legen weniger Eier, weshalb sie ihre Verluste schlechter wettmachen können. Schließlich sind sie für viele Gartentiere wichtige Futtertiere. Blindschleichen, Kröten und eine Reihe von Käfern fressen kleine Schnecken, genauso wie viele Gartenvögel, die den Gehäusekalk für ihre Eierschalen und die Knochen ihrer Küken brauchen. Birken-Wundsalbe Birkenrinde eignet sich gut zur Heilung von Brandwunden. Die Salbe besteht nur aus Birkenkork und Sonnenblumenöl und ist ein uraltes Naturheilmittel. Zwetschgen-Datschi Erzieherin Gaby Lindinger besucht mit Kindergartenkindern Bärbel Burgmayr in ihrem Garten. Dort ernten sie Zwetschgen der Sorte Wangenheimer Frühzwetschge. Traumgarten Wetzhausen: Besuch im Pfarrgarten
Untertitel16:9


Abend
 
20:15 natur exclusiv
Infosendung ~45 Min
Das südliche Spanien bietet auf engstem Raum ein Mosaik aus extremen Lebensräumen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die schneebedeckten Gipfel der Sierra de Cazorla, die trockenen Steineichenwälder der Sierra Morena oder die nebelgetränkten Korkeichenwälder in Cadiz sind die beste Voraussetzung für eine enorme Artenvielfalt. Jahrhunderte der Migration und Neubesiedlung prägten Kultur und Natur Andalusiens gleichermaßen. Afrikanische Tierarten kamen zu Zeiten arabischer Herrschaft im Mittelalter an die südspanischen Küsten und fanden dort ein neues Zuhause. Die Berberaffen von Gibraltar sind das prominenteste Beispiel. Sie gelten bis heute als Hüter der britischen Kronkolonie. Doch im Hinterland der Küste siedelten in dieser Zeit weit weniger bekannte Tiere. Wie konnten sich Ginsterkatze und das Ichneumon, eine Mangustenart, hier dauerhaft behaupten? Welche Möglichkeiten bietet das landschaftliche Mosaik Andalusiens für Gottesanbeterin und Chamäleon? Anpassungsfähigkeit ist der Schlüssel, neue Lebensräume zu erobern. Das gilt ebenso für die Zugvögel wie Schwarzmilane, Gänsegeier, Störche oder Zwergadler. Die strapaziöse Überquerung der Meerenge von Afrika in Richtung Europa endet für einige tödlich - Stürme und Wetterumschwünge sind oft der Grund dafür. Dennoch schaffen es jedes Frühjahr Hunderttausende an die südspanische Küste, um hier zu brüten oder ihre Nistplätze weiter nördlich zu suchen. Wenn Eroberer und Wanderer ihre Nischen in Korkeichenwäldern, Marismas oder in den Felswänden des Hinterlandes suchen und finden, steht auch die alteingesessene Tierwelt vor Herausforderungen - die Karten werden neu gemischt, neue Räuber-Beute-Beziehungen entstehen. Filmautor Bernhard Rübe zeigt, dass jeder Augenblick hier nur eine Momentaufnahme ist, aus der sich schon bald etwas Neues entwickeln wird.
Untertitel16:9
21:00 natur exclusiv
Infosendung ~45 Min
Ein Turmfalken-Paar bezieht im Frühling einen außergewöhnlichen Brutplatz inmitten einer Großstadt. Die Partnerschaft wirkt vorerst harmonisch, doch bald wendet sich das Blatt. Leander Khil und Mario Kreuzer haben eine schicksalshafte Brutsaison in der Stadt mit der Kamera verfolgt und stellen eindrucksvoll das Leben der häufigsten Falkenart Europas vor. Ein Drama mitten in der Großstadt - die Protagonisten ein Turmfalken-Paar im Frühling, das sich direkt in der Stadt einen Nistplatz gesucht hat. Zunächst wirkt die Partnerschaft harmonisch, doch schon bald ist durch die Nachlässigkeit des Männchens das Überleben der Brut bedroht. Es stellt sich heraus, dass ein zweites Paar in unmittelbarer Nähe brütet. Hier sind die Altvögel sehr fürsorglich, haben jedoch mit noch größeren Problemen zu kämpfen: Der Nistplatz ist so exponiert gewählt, dass das Nest schutzlos der sommerlichen Hitze ausgesetzt ist. Die Brutsaison verläuft keineswegs nach Plan. Bei einem der Paare wendet sich alles zum Guten und es bringt, wenn auch dezimiert, die Brut erfolgreich zum Ausfliegen. Die Filmemacher Leander Khil und Mario Kreuzer begleiteten die Jungfalken auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit, halten ihre ersten Jagdversuche fest und werden Zeugen einer lebenswichtigen Entscheidung: Sollen die Falken im Herbst nach Süden ziehen oder eine Überwinterung in ihrem Brutgebiet riskieren? Neben der schicksalshaften Brutsaison in der Stadt stellen die Naturfilmer eindrucksvoll das Leben der häufigsten Falkenart Europas vor. Von der erstaunlichen Anpassungsfähigkeit und den überragenden Sinnesleistungen bis zu überraschenden Verhaltensweisen porträtieren sie Turmfalken auf noch nie dagewesene Weise. 4K-Auflösung mit Zeitlupe bzw. Zeitraffer, Kamerakran, Seilkamera, Drohne. etc. zählen zum Standardrepertoire moderner Naturdokumentationen. Bei diesem Projekt wurde zudem viel Liebe, Geduld und Zeit in die Beobachtung der beiden Brutplätze investiert. Durch Verwendung eines hochwertigen Teleskops gelingen Leander Khil und Mario Kreuzer trotz eines großen Kamerasensors unbemerkt extreme Nahaufnahmen.
Untertitel16:9
22:00 Zwei am großen See - Feindliche Übernahme
Spielfilm ~90 Min
Das ''Kleine Hotel am großen See'' läuft so gut, dass Antonia (Uschi Glas) und Regina (Ruth Drexel) schon in einem Jahr schuldenfrei sein könnten. Doch ein Wasserrohrbruch dämpft ihre Hoffnungen gewaltig. Die Versicherung kommt zwar für den Schaden auf, aber den Austausch der maroden Leitungen müssen Antonia und Regina selbst tragen. Dazu fehlen ihnen jedoch die nötigen Einnahmen, denn der Renovierungslärm vertreibt die Hotelgäste. Geblieben ist nur der patente Karl Feiler (Dietrich Hollinderbäumer), der Antonia bereits beim Abstellen des Wassers tatkräftig unterstützte und ihr nun charmant den Hof macht. Als er mitbekommt, dass die beiden Frauen in finanziellen Schwierigkeiten stecken, bietet er ihnen großzügig an, in das Hotel zu investieren. Antonia ist von diesem Vorschlag begeistert, doch Regina bleibt misstrauisch - zu Recht. Mit ein wenig Detektivarbeit findet sie heraus, dass der nette Herr Feiler Hauptaktionär einer Hotelkette ist, die das ''Kleine Hotel am großen See'' ihrem Konzern einverleiben will. Auch das Nachbarhotel von Breitwieser (Gerd Anthoff), der ebenfalls in Finanznöten steckt, steht auf Feilers Einkaufsliste. Mit Hilfe des korrupten Bankdirektors Vorreiter (Alexander Held) und des käuflichen Bürgermeisters Flohofer (Werner Rom) will Feiler beide Hotels in den Ruin treiben und dann billig aufkaufen. Zusätzlich sorgt die Ausreißerin Helen (Alexandra Horn) für Aufregung im ''Kleinen Hotel am großen See''. Dank Antonias und Reginas Tatkraft findet sich für Helens Sorgen eine Lösung. Um die drohende Zwangsversteigerung ihres Hotels abzuwenden, verbünden sich Antonia und Regina mit ihrem Erzfeind Breitwieser. Und wer ''Bartl'' Breitwieser zum Feind hat, der ist wirklich nur noch zu bemitleiden. Die Dreharbeiten zu ''Zwei am großen See - Feindliche Übernahme'' fanden rund um den Starnberger See, am Tegernsee und in Bad Tölz statt. Regisseur Walter Bannert inszenierte nach einem Buch von Andreas Föhr und Thomas Letocha. Unmittelbar im Anschluss zeigt Das Erste einen weiteren Film der beliebten Reihe mit Ruth Drexel und Uschi Glas: ''Zwei am großen See - Große Gefühle''.
Untertitel16:9
23:35 Woodstock
Infosendung ~95 Min
Woodstock ist zur Legende einer ganzen Generation geworden, der Höhepunkt der Hippiebewegung: Im Sommer 1969 kommen eine halbe Million junger Menschen auf einer Farm im Bundestaat New York zusammen, um drei Tage lang zu feiern und Musik zu hören. Batik-Klamotten, lange Haare, Haschischschwaden und eine fröhliche Schlammschlacht bei freier Liebe und Musik - diese Bilder hat man vor Augen. Ikonische Bilder, unsterblich gemacht durch einen Kinofilm. Von diesen Dreharbeiten schlummern noch hunderte von Stunden bislang nie gesehenes Material im Archiv. Der bereits einmal für einen Oscar nominierte Regisseur Barak Goodman erhält für die deutsch-französisch-amerikanische Koproduktion Zugang zu diesem Material. Gedreht von Kamerateams, die damals im Publikum gefilmt und eingefangen haben, was den Geist von Woodstock tatsächlich ausmacht. Die wenigsten Besucherinnen und Besucher können die Musik hören oder gar die Bühne sehen. Doch immer mehr Menschen strömen auf das Gelände, längst ist jegliche Organisation oder Logistik hinfällig. Aber es bleibt friedlich. Barak Goodmans Film ''Woodstock - Drei Tage, die eine Generation prägten'' erzählt 50 Jahre nach dem Ereignis von den Organisatoren des Festivals, die völlig unhippiehaft ganz einfach nur Geld machen wollten und absolut unterschätzt hatten, welche Ausmaße die Veranstaltung annehmen würde. Und er erzählt aus der Perspektive von Woodstock-Besucherinnen und - besuchern, wie sie sich im Chaos selbst organisieren . Frances Schoenberger aus Bayern ist erst wenige Wochen in Amerika und alles andere als ein Hippie. Völlig verschüchtert bestaunt sie die Nackten, die im Schlamm tanzen. Dass die mit LSD völlig zugedröhnt sind, kommt ihr nicht in den Sinn. ''Alles war unfassbar friedlich, die Menschen waren einfach nur nett zueinander'', erinnert sie sich. ''Alles war frei und happy, alle Leute vertrauten einander.'' Nach Woodstock will sie nicht mehr zurück nach Bayern und macht Karriere als Journalistin in Hollywood. Woodstock zeigt der Welt, die Ende der 1960er Jahre tief in Konflikten steckt, dass Liebe und Selbstlosigkeit möglich sind. Der Film zeigt, wie Anwohnerinnen und Anwohner, die nichts mit Hippies im Sinn haben, die Festivalbesucherinnen und Festivalbesucher versorgen. Armeehubschrauber fliegen Proviant ein. Dabei sind die Hippies doch eigentlich gegen die Armee und den Vietnamkrieg. Man erlebt Clowns, die für die Sicherheit sorgen und Farmer, die Joghurt und Milch für die Massen spenden. Die Kamerateams haben den Geist von Woodstock eingefangen, wie er nie zuvor zu sehen war. Mit ''Woodstock - Drei Tage, die eine Generation prägten'' will Regisseur Barak Goodman daran erinnern, dass es möglich ist, friedlich und fürsorglich miteinander umzugehen, Zeichen zu setzen und Hoffnung zu schaffen, die eine ganze Generation nachhaltig prägte.