(Slovenia - Where Nature Comes First)
Reportage, Österreich 2022True

Wo die Adria die Alpen berührt und mediterrane Luft auf kühlere trifft, liegt ein kleines, aber zugleich bemerkenswertes Land. Majestätische Berge, tiefe Schluchten mit glasklaren Flüssen, mysteriöse Sickerseen, die in weitverzweigten Karsthöhlen verschwinden, und ausgedehnte Wälder erwecken den Eindruck kanadischer Wildnis mitten in Europa. Slowenien ist aber weit mehr als ein Kompendium wilder Landschaften. Mit großer Vorbildwirkung zeigt es, wie ein funktionierendes Miteinander von Natur und Zivilisation gelingen kann. Die Natur wird als Nachbarin und Verbündete gesehen. Nirgendwo sonst in Europa gelingt der Spagat zwischen Nützen und Schützen so eindrucksvoll wie im nachhaltigsten Land der Welt. Der Mensch bewahrt Lebensraum für bedrohte Tierarten, wirtschaftet mit Weitsicht und unterstützt Großraubtiere bei ihrer Rückkehr. Christine Sonvilla und Marc Graf erzählen in der Universum-Dokumentation Slowenien - Am Puls der Wildnis am Dienstag, dem 10. März 2026, um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON genau diese Geschichten vom Miteinander von Mensch und Natur. Das eindrucksvolle Porträt eines erstaunlich vielfältigen Landes entstand als Koproduktion von ORF, NDR doclights, ARTE und dreiD.at. Scheu und versteckt lebende Raubtiere wie Goldschakale und Luchse agieren genauso als Protagonisten wie majestätische Braunbären. Dem Regie- und Kamerateam Christine Sonvilla und Marc Graf gelangen seltene Aufnahmen ihrer Brunft, wie sie aus Mitteleuropa noch nicht zu sehen waren. Ein besonderer Moment für das Filmemacher- und Biologen-Duo, das zwei Jahre an seinem Universum-Debüt gearbeitet hat. Nirgendwo sonst auf unserer Erde gibt es so viele Braunbären auf vergleichbarer Fläche. Mitteleuropa ist wilder als man denkt, betont Christine Sonvilla. Die unscheinbaren Gewässer im Süden des Landes sind Schauplatz für spektakuläre Massenaufläufe von Eintagsfliegen. Das Team war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.