SWR Programm 07.11.

   
   Was läuft beim TV Sender SWR

Was läuft 07.11. im TV-Programm von SWR?

Das SWR Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
06:00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Infosendung ~30 Min
(Schatze der Welt) Das versunkene Reich der Nabatäer - Petra und die Wüstenstädte im Negev (Jordanien/Israel) Dokuserie, Deutschland 2006
Petra und die Wüstenstädte im Negev Jordanien/Israel Vom dritten Jahrhundert vor Christus bis zur Übernahme durch das Römische Imperium im Jahre 106 nach Christus war Petra das Zentrum eines mächtigen Stammes im Vorderen Orient, der Nabatäer:innen. ''Fels'' bedeutet der Name der Totenstadt Petra im Tal Moses in Jordanien. Als Johann Ludwig Burckhardt, verkleidet als Scheich Ibrahim, 1812 die ehemalige Kultstätte der Nabatäer:innen entdeckte, hatte die Natur diesen Platz bereits zurückerobert. Die hohen Fassaden, Gesimse, Halbsäulen und Giebel der aus dem Stein herausgehauenen Monumente waren mit dem Stein gealtert. Wind und Regen hatten ein Übriges getan. Natur und Kultur waren eins geworden. In diesem Zusammenspiel zeigt sich die mehr als 2.200 Jahre alte Nekropole heutigen Besucherinnen und Besuchern. Durch den ''Siq'', eine lange Schlucht durch das Felsmassiv, gelangt man zum Schatzhaus des Pharaos. Hazne al Fir''un, in einem Stück aus dem Felsen gemeißelt, entstand zusammen mit den ersten Wohnstätten, nachdem es anfangs verboten war, feste Häuser für Lebende zu bauen. Im Laufe der Jahrhunderte verfiel die Stadt der Nabatäer:innen, die hier am Schnittpunkt zwischen Afrika, Asien und Mittelmeer durch die Handelswege zu Wohlstand kam. Nur die Grabmonumente hatten ewigen Bestand. Der heilige Bezirk zeigt seine Schönheit im Wechselspiel mit der Natur: Zwischen Ocker, Rosa, Tiefrot und Grau variieren die Farben der Architektur von Petra. So wird der nabatäische Name des Ortes wieder lebendig: ''Raq mu'', der ''Buntgestreifte''. En Saharonim, Avdat, Shivta, Chalutza - klangvolle Namen an der nördlichen Weihrauchstraße. Karawansereien, Dörfer, Städte. Dazwischen die Wüste: Krater, Berge, Steine, Sand, Wasserstellen. Heute gehört dieser Teil zur Negev, der Wüste in Israel. Früher lag dort das Reich der Nabatäer:innen, der Herrscher über die Handelswege, über die das kostbare Gut Weihrauch vom südlichen Arabien in die Metropolen Europas gebracht wurde. Hauptstadt des Nabatäer-Reiches war das legendäre Petra. Von dort ging es nach En Saharonim, einer kleinen Oase, nach Avdat, einer prächtigen Stadt auf dem Berg, nach Shivta, der landwirtschaftlichen Metropole und nach Chalutza, wo es heute nur noch ein paar Steinhaufen im Sand gibt, einige wenige Ruinen und Mauern. Von dort führte der historische Weg Richtung Gaza, dem Mittelmeerhafen. Endpunkt einer langen, schwankenden Reise: wochenlang, auf dem Rücken der Kamele. Die Weihrauchstraße erzählt auch von der Globalisierung im Altertum, einem Kampf um knappe Güter. Von Großmächten und von Nomadinnen und Nomaden, die in der Nische der Wüste ein eigenes Reich gründen. Nur sie wissen, wie man mit wenig Wasser überlebt. Sie wissen auch Bescheid über die Konkurrenz der Handelsstraßen. Von Menschen errichtete Denkmäler sind wertvolle Zeitzeugen, die einzigartige Rückschlüsse auf vergangene Zeiten zulassen. Neben den Errungenschaften vergangener Kulturen, wie den Pyramiden oder römischen Bauwerken, bietet unsere Erde zahlreiche Naturdenkmäler, die nicht weniger schützenswert sind. ''Schätze der Welt - Erbe der Menschheit'' stellt die wichtigsten von ihnen vor.
16:9
09:45 Kleiner Wohnen! - Neuanfang in der Rente
Infosendung ~30 Min
Dokumentation, Deutschland 2019
Von 280 auf 15 Quadratmeter, das ist der Plan von Antonie Neumann . Nach 40 glücklichen Jahren in ihrem großen Haus mit Garten und möchte sie sich verkleinern. Bis Ende des Jahres will sie in ein winziges Tiny House ziehen. ''Wozu den ganzen Raum für mich allein jetzt? Ich will mich verkleinern, bevor das Haus, das ich so liebe, für mich zur Belastung wird. Ich merke, dass meine Energie nachlässt. Ich bin jetzt noch fit und habe noch die Kraft, mich von all dem, was mich bisher begleitet hat, zu trennen - um alles jetzt loszulassen, bevor ich es muss. Und in einem 15 Quadratmeter großen Tiny House brauche ich mich um wenig zu kümmern!'' Auch Renate Fust (68) möchte aus ihrer Wohnung raus. Sie sucht einen Platz in einer 65-plus-Wohngemeinschaft: ''Die Hälfte meiner Rente geht für die Miete drauf. So bleibt mir kein Geld übrig für Urlaub, für Notfälle oder um mich ein Minimum zu verwöhnen. Außerdem belastet mich das Alleinleben von Tag zu Tag mehr. Ich vermisse Gemeinschaft, Austausch und Geborgenheit''. Renate Fust macht sich auf die Suche nach einer WG und wird fündig. In der Alters-WG von Karl-Heinz Eberhardt (70) und Ingrid Callies (79) ist ein Zimmer frei geworden, sie suchen eine neue Mitbewohnerin. Werden die drei zusammenfinden? Ist es möglich, im Alter auf all das zu verzichten, was man ein ganzes Leben lang liebgewonnen hat? Das bedeutet, nicht nur Möbel, Kleider und Wohnraum loszulassen, sondern womöglich auch Vorlieben und Eigenheiten. Wie tolerant kann und will man noch sein mit 65 plus?
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
12:15 Pampa Blues
Spielfilm ~90 Min
Komödie, Deutschland 2015 Regie: Kai Wessel Autor: Rolf Lappert Musik: Ralf Wienrich Kamera: Hagen Bogdanski
Min Irgendwo im Nirgendwo lebt der 16-jährige Ben (Sven Gielnik) und würde gern was erleben, vorzugsweise weit weg in Afrika. Aber was wäre dann mit Karl (Klaus A. Müllere-Oi), seinem dementen Großvater, um den Ben sich kümmert? Karl im Stich zu lassen, kommt natürlich nicht infrage, und so sitzt Ben in seinem verlassenen Kaff fest, macht vorgeblich eine Gärtnerlehre und widmet sich eigentlich der Schrauberei in der heruntergekommenen Kfz-Werkstatt des väterlichen Freundes Maslow (Joachim Król). Der ist der Einzige in dem verschlafenen Dorf, der seine Vision von einer Wiederbelebung trotz etlicher Fehlversuche noch nicht aufgegeben hat. Sein neuester Super-Plan: Die Nachricht von einem Ufo soll die Presse und dann die Touristen anlocken. Maslow sorgt dafür, dass ein Ufo gesichtet wird. Und tatsächlich kommt die junge Lena (Paula Beer) in den Ort. Maslow hält sie wegen ihrer Kamera prompt für eine Journalistin und Ben verliebt sich in sie. Zwar stellt sich heraus, dass Lena gar keine Journalistin ist und Verliebtsein Ben auch nicht weiterhilft, trotzdem hat Maslow am Ende seine Schlagzeilen und Ben endlich ein paar richtig gute Gründe, doch noch eine Weile zu bleiben. Mit liebevoller Lakonie erzählt ''Pampa Blues'' von dem Zweispalt des jungen Ben zwischen Verantwortung für den Großvater und der Sehnsucht nach Ausbruch. Die Hauptrollen spielen Sven Gielnik, Joachim Król, Paula Beer und Klaus A. Müller-Oi. Kai Wessel inszenierte nach einem Drehbuch von Rolf Lappert und für die betörend atmosphärischen Bilder sorgte Kameramann Hagen Bogdanski.
DolbyUntertitel16:9HDTV
13:45 Der Weg der Weisheit
Infosendung ~45 Min
(Der Weg der Weisheit - Auf Pilgerpfaden durch Japan) Auf Pilgerpfaden durch Japan Staffel 1: Episode 2 Reisereportage, Deutschland 2016
Japan ist ein Land voller Schönheit und Kontraste. Sie werden entlang des ältesten Pilgerwegs Japans, des Saigoku, deutlich. Wie Generationen vor ihr folgt ihm die buddhistische Priesterin Maruko Tsuyuno auf mehr als 1.000 Kilometern. Der Traum der jungen Frau: Sie möchte einen eigenen Tempel als Zufluchtsort für Hilfsbedürftige gründen. Dafür sucht sie Inspiration und erlebt die ganze Vielfalt dieses außergewöhnlichen Landes. Der zweite Teil der Reise führt von der Millionenmetropole Osaka über Kyoto bis nach Ibigawa. Im Tsubosaka-Tempel erhält Priesterin Maruko unerwartete Unterstützung für ihr Vorhaben, einen eigenen Tempel zu gründen. Ihr wird die Ehre eines uralten Rituals zuteil, das ein langersehnter Höhepunkt ihrer Pilgerreise ist. Unweit des Tempels, am Yoshino Fluss, stellt der Papiermacher Fukunishi in einzigartiger Handarbeit sein wertvolles Washi-Papier her. Maruko sucht Unterkunft in einem Ryokan, einem traditionellen japanischen Gasthaus, und stärkt sich mit liebevoll zubereiteten Speisen für die Weiterreise. Die Shiitake-Pilze stammen direkt aus der Nachbarschaft, wo sie am Morgen frisch geerntet wurden. Anschließend besucht Maruko das Festival Gion-Matsuri in Kyoto, um dann nach Uji weiterzureisen, wo die letzten Kormoranfischer:innen ihrer Arbeit nachgehen. Zum Ende ihrer Pilgerreise steht Maruko im Kegon-ji-Tempel noch eine geheimnisvolle Prüfung bevor.
16:9
15:45 Edinburgh und die Highlands
Infosendung ~45 Min
Eine Reise in Schottlands Norden Reisereportage, Deutschland 2018 Regie: Tanja Höschele
Schottland ist für viele ein Sehnsuchtsziel - obwohl das Wetter meistens nicht gut ist. Aber genau das macht den rauen Charme dieser Nation aus. Schottland fasziniert bei jedem Wetter. Also: Regenfeste Kleidung eingepackt und los geht es. In der Hauptstadt Edinburgh hat Autorin Joanne K. Rowling ''Harry Potter'' geschrieben. Hier gibt es dunkle, schmale Gassen und unterirdische Gänge, durch die man bei Geistertouren hindurchgeführt wird. Hier hört man an manchen Tagen an jeder Ecke einen Dudelsackspieler. Die eindringlichen Töne der schottischen Musik im Ohr geht es weiter, mitten hinein in die Highlands und zu einer besonderen Art von Sportveranstaltung: den Highland Games. Im schottischen Hochland gibt es in den Sommermonaten fast überall Highland Games: Die in Braemar aber sind die bekanntesten. Das Sommerschloss der Royal Family, Balmoral, liegt in der Nähe. Fast jedes Jahr kommt die Queen auf ein Stündchen vorbei. Weiter geht es Richtung Westen. Dort wartet der bekannteste und volumenmäßig größte See Schottlands: Loch Ness. Durch die vielen Torfpartikel darin wirkt der See nahezu tiefschwarz. Das lässt ihn fast mystisch erscheinen und nährt natürlich die Legende vom Monster ''Nessie''. Aber wahr oder nicht, eines ist sicher: Jede:r, die oder der an den Loch Ness kommt, lässt immer wieder die Augen über den See schweifen, ob nicht doch plötzlich ein riesiges Seeungeheuer auftaucht ...
Untertitel16:9



Programm - Abend