(kulturMontag)
Das Wohnzimmer der Wiener
Kulturmagazin, Österreich 2026
Moderation: Peter Schneeberger - Martin TraxlTrue
Krähwinkel der Kultur - oder warum das MQ heute so aussieht, wie es aussieht
Das Wohnzimmer der Wiener - 25 Jahre MuseumsQuartier
Neue Pläne für das mumok
25 Jahre Kultur für alle
Das Wohnzimmer der Wiener - 25 Jahre MuseumsQuartier: Wäre die Entscheidung rund um die Entstehung des Wiener MuseumsQuartiers doch genauso einfach gewesen, wie das kürzlich durchgeführte Voting zur neuen Farbgestaltung der ikonischen Enzis, jener frei zugänglichen ikonischen MQ-Outdoor-Sitzmöbel: Schließlich wurde jahrzehntelange über die Nutzung des brachliegenden Areals vis-à-vis von Kunsthistorischem und Naturhistorischem Museum debattiert. Einst k. u. k. Pferdestall, Messehalle mit NS-Propaganda-Schauen, Theaterbühne samt Partyhöhle startete die unendliche Geschichte des MQ als Gelände ohne Eigenschaften. Jahrzehntelang suchte man eine adäquate Nutzung, um den alten Fischer-von-Erlach-Barockbau aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Ob ambitioniertes Austro- Pompidou-Center, stylishe Shopping-City oder wuseliger Wurstelprater - die Politik hatte immer ein für Österreich so typisches Jein parat. 25 Jahre nach der feierlichen Eröffnung hat sich das Wiener MQ, das als Museumsmonster oder Monument des Konsenses der Architekten Ortner & Ortner für Hickhack sorgte, mittlerweile als größtes Kulturareal Europas vom Krisenprojekt zum Publikumsmagneten entwickelt. Der kulturMONTAG wirft mit interessanten Gästen einen Blick zurück und nach vorn. Krähwinkel der Kultur - oder warum das MQ heute so aussieht, wie es aussieht: Bevor das neue Wiener Kulturflaggschiff nach 20 Jahren Diskussionsphase, zehn Jahren Planung und zwei Jahren Ausführung am 29. Juni 2001 unter der Leitung des ersten MQ-Direktors Wolfgang Waldner eröffnen konnte, mischten Politiker aller Couleurs, Boulevardmedien und einflussreiche Bürger erfolgreich mit. Die Pläne des österreichischen Architektenduos Laurids und Manfred Ortner, das in den ehemaligen Hofstallungen mit seinen gediegenen Barockhöfen ein modernes Museumsareal mit einer Reihe markanter zeitgenössischer Bauten errichtet hat, war schon im Vorfeld hochumstritten.