(Die Wahrheit über Social Media)
Dokumentation, Deutschland 2026
Moderation: Jochen Breyer
Kamera: Sebastian Klatt - Nikola KrivokucaTrue

Jochen Breyer recherchiert, ob Social Media außer Kontrolle geraten ist - und was Plattformen und Algorithmen mit Kindern, Jugendlichen und unserer Gesellschaft machen. In einer Münchner Schule berichten Kinder schonungslos von Schlaflosigkeit, Gewaltvideos, Stress - verursacht durch Daueronlinezeit. Breyer spricht mit Ermittlern, Insidern und Betroffenen und recherchiert, wie Plattformen Inhalte steuern. Auf dem Schulhof erzählen die Schüler, dass sie zehn, elf, ja sogar 19 Stunden am Tag online sind. Ein Mädchen sagt: Das Krasseste, was ich auf Social Media gesehen habe, sind Menschen, die sich das Leben nehmen. Digitaltrainer Daniel Wolff sagt: Zehnjährige sehen Dinge, die Sie als erwachsener Mensch nicht ertragen. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft langsam erkennen: So kann es nicht weitergehen. Wir leben in einem Notstand. Breyer trifft bei seinen Recherchen auch Holger Münch, Chef des Bundeskriminalamts. Er berichtet ihm, dass es kaum eine Radikalisierung mehr gibt, bei der Social Media keine Rolle spielt. Wie funktioniert der vom Algorithmus getriebene Hass? Und wie kontrollieren die Plattformen selbst die Inhalte? Das Team recherchiert undercover. Breyers Fazit: Die Content-Moderation, wie wir sie erlebt haben, ist eine Farce. In vielen Ländern gibt es inzwischen Gesetze, die die Social Media Nutzung für Kinder und Jugendliche einschränken. Er reist in die USA. US-Präsident Trump und Vizepräsident J. D. Vance haben deutlich gemacht, dass sie die amerikanischen Tech-Plattformen schützen wollen. Breyer diskutiert mit Kongressabgeordneten und MAGA-nahen Influencern, die sagen: Eine Regulierung der Plattformen käme aus ihrer Sicht einer Zensur gleich, die die Trump-Regierung nicht hinnehmen werde. In Los Angeles trifft Breyer Menschen, die sich den Tech-Plattformen entschieden in den Weg stellen. Er spricht mit Julianna Arnold, deren Tochter Coco gestorben ist.