ZDF Programm 19.10.

   
   Was läuft beim TV Sender ZDF

Was läuft 19.10. im TV-Programm von ZDF?

Das ZDF Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
04:10 planet e.: Gegen Gift - Apfelstreit in Südtirol
Infosendung ~30 Min
(planet e.) Reportagereihe, Deutschland 2021
Gegen Gift - Apfelstreit in Südtirol Naturidylle Südtirol. Nicht für die Bürger von Mals. Sie machen mobil, wollen giftfrei leben. Ihre Gegner: die Apfel-Bauern der Region. Die aber setzen weiter auf Pestizide. Umrahmt von den mächtigen Gipfeln der Ötztaler Alpen liegt die Gemeinde Mals, der Hauptort des Vinschgauer Oberlandes. Hier ist die Zentrale der Apfel-Rebellen, einer Bürgerbewegung, die selbstbewusst den Einsatz von Pestiziden verhindern will. Und die Rebellen haben Erfolg: Per Volksabstimmung wurde schon 2014 der Pestizideinsatz auf den Apfel-Plantagen im Gemeindegebiet verboten. Seitdem herrscht Krieg, Apfel-Bauern gegen Apfel-Rebellen. Denn nur durch den massiven Einsatz der Pflanzenschutzmittel funktionieren die Apfel-Monokulturen. Südtirol, für viele der Inbegriff der heilen Natur, steht an der Spitze des Pestizid-Einsatzes in Europa. Bis zu 20-mal jährlich werden in den Apfel-Plantagen Pestizide ausgebracht. Zehn Prozent der gesamten Apfel-Ernte Europas kommen aus den engen Tälern Südtirols. Das sind rund 950 000 Tonnen Äpfel pro Jahr mit einem Umsatz von etwa 600 Millionen Euro. Den Apfel-Rebellen geht es nicht nur um die eigene Gesundheit. Denn die Agrochemikalien verwehen weit in die Umgebung, sind sogar in großen Höhen zu finden. Wissenschaftlich nachgewiesen dezimiert das zahlreiche Insektenarten. Biobauern finden das Gift auf ihren Feldern. Man habe alles im Griff, sagen dagegen die Apfel-Bauern - und schrecken im Verbund mit der Südtiroler Landesregierung nicht davor zurück, jeden Kritiker wegen übler Nachrede vor Gericht zu zerren. Der Streit schlägt mittlerweile Wogen in ganz Europa. Sehr zum Erschrecken der Südtiroler Tourismusmanager. ''planet e.'' über das große Geschäft mit den Südtiroler Äpfeln und den erstaunlichen Widerstand einer kleinen Bürgerbewegung.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
16:10 Die Rosenheim-Cops
Serie ~50 Min
Verona sehen und sterben Staffel 10: Episode 26 Krimiserie, Deutschland 2011 Regie: Gunter Krää Autor: Gerhard Ammelburger - Nikolaus Schmidt Musik: Joachim J. Gerndt Kamera: Erich M. Krenek
Als Marie Hofer dem Leiter des Cäcilienchors zum Sieg des Chorwettbewerbs gratulieren will, macht sie eine grausame Entdeckung: Tilman Haubig liegt erschlagen in seiner Villa. Auch Polizeichef Achtziger, der Marie begleitet hatte, ist schockiert. Die Kommissare befragen das Ehepaar Dollinger, das das Opfer näher gekannt haben soll. Kann das Ehepaar den Rosenheimer Kommissaren den entscheidenden Hinweis zum Täter liefern? Friedrich Dollinger, Bauunternehmer und gleichzeitig Vorsitzender der sogenannten Cäcilienstiftung, kann sich nicht erklären, wer Haubig umgebracht haben soll. Recherchen in der Nachbarschaft des Opfers ergeben, dass sowohl Valeska Dollinger als auch die Sopranistin Michaela Sterz häufig bei dem Chorleiter ein- und ausgingen. Darauf angesprochen, behaupten beide Damen, Haubig lediglich zur Stimmbildung besucht zu haben. Steckt aber vielleicht doch mehr als eine rein musikalische Beziehung dahinter? Als Polizeichef Achtziger berichtet, dass Sterz nicht zum italienischen Gesangswettbewerb mitfahren durfte, stattdessen aber Valeska Dollinger, gerät Sterz unter dringenden Tatverdacht. Dass sie sich an Haubig gerächt hat, wäre durchaus möglich. Als Sterz'' Alibi zu wackeln droht, wird es eng für die Sängerin. Eine andere Spur führt zu Wolfgang Pause. Im Namen von Friedrich Dollinger soll er Stiftungsgelder illegal verwendet haben. Haben Dollinger und er gemeinsame Sache gemacht, nachdem Haubig ihnen draufgekommen war? Ein üppiger Präsentkorb, den Achtziger in Verona erhielt, beschäftigt Controllerin Ortmann. Sie wittert nämlich Bestechung im Amt. Auf ihre ganz eigene Art findet Sekretärin Stockl jedoch einen Weg für die Lösung des ''Problems Präsentkorb''. Die Rosenheim-Cops erzählen Kriminalfälle zum Mitraten und unterhaltsame Geschichten rund um das Kommissariat, vor der malerischen Landschaft in und um Rosenheim.
Untertitel16:9HDTV



Programm - Abend

 
20:15 Wir Wunderkinder
Infosendung ~45 Min
Zeit des Wandels Dokumentation, Deutschland 2021
Es ist ein bewegtes Jahrzehnt, das die Jugend in Deutschland wie kaum ein anderes prägte: die Sechzigerjahre. Prominente erzählen, wie diese Zeit ihr Leben entscheidend beeinflusste. Ob Katja Ebstein, Elke Sommer, Maren Kroymann, Thekla Carola Wied, Winfried Glatzeder, Uwe Kockisch oder Wolfgang Niedecken - viele von ihnen wachsen nach dem Krieg zunächst in ärmlichen Verhältnissen auf und werden Zeugen historischer Umbrüche. Die Väter der ehemaligen DDR-Schauspieler Uwe Kockisch und Winfried Glatzeder sind im Krieg gefallen. Als Kinder lernen sie früh, sich durchs Leben zu schlagen - jeder auf seine Weise. Mit dem Bau der Mauer 1961 beginnt für sie über Nacht ein anderes Leben, denn nun können sie nicht mehr von Ost nach West reisen. Uwe Kockisch führt es nach einem gescheiterten Fluchtversuch direkt in das berüchtigte Cottbuser Zuchthaus. Winfried Glatzeder, der jüdische Vorfahren hat, lebt zwar angepasst im sozialistischen System, hadert aber mit den wirtschaftlichen und später auch politischen Verhältnissen des Landes - vor allem seitdem ihn die Staatssicherheit im Visier hat. Die Sängerin und dreimalige Grand-Prix-Teilnehmerin Katja Ebstein lebt damals in Westberlin. Von ihrem kriegsversehrten Vater hat sie eine kritische politische Einstellung übernommen. Schon als Schülerin demonstriert sie gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Als die Mauer gebaut wird, zeigt die Sechzehnjährige Kante mit Sitzblockaden und Steinewerfen. Der Kalte Krieg zwischen den Großmächten USA und Sowjetunion hält die Jugend das ganze Jahrzehnt in Atem. Immer wieder kommt es zu Konflikten, wie 1962 während der Kuba-Krise. BAP-Sänger Wolfgang Niedecken erinnert sich gut an seine Furcht vor einem Atomkrieg. Kein Wunder, schließlich ist der Zweite Weltkrieg zu diesem Zeitpunkt erst 17 Jahre vorbei. Noch sind die meisten Jugendlichen unpolitisch, noch wird über die Verbrechen der Nazis kaum gesprochen - zu Hause nicht und in der Schule auch nicht. Das ändert sich mit den Auschwitz-Prozessen in Frankfurt, in denen der verdrängte Massenmord an den Juden ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getragen wird. Nun rücken Diskussionen an die Stelle jahrzehntelangen Schweigens, was nicht selten zu Zerwürfnissen zwischen den Generationen führt.
Untertitel16:9
22:15 37°: Begnadet anders
Infosendung ~30 Min
(Begnadet anders) Mit Handicap erfolgreich im Beruf Dokumagazin, Deutschland 2021
Unbeachtet arbeiten sie jahrelang in Werkstätten oder kämpfen auf dem ersten Arbeitsmarkt vergeblich um einen Job. Menschen mit Behinderung werden beruflich häufig unterschätzt. Oftmals schlummern Talente in ihnen, wie der Tastsinn der Blinden, eine Inselbegabung bei Autisten oder das feine Gespür von Gehörlosen. Nur wenn Unternehmen und Arbeitgeber einen Perspektivwechsel wagen, kann eine gute Zusammenarbeit gelingen. Claudia (39) aus Falkensee in Brandenburg weiß, was es bedeutet, ein Leben lang ''abgestempelt'' zu werden. Aufgrund einer Erbkrankheit erblindete sie im Laufe ihrer Jugend fast vollständig und fühlte sich zunehmend wertlos. Ihren Berufswunsch als Masseurin finanzierte ihr niemand, und die Ausbildung zur ''Bürokraft mit Behindertenstatus'' führte nur zu jahrelanger Arbeitslosigkeit und beklemmender Abhängigkeit vom Jobcenter. Doch dann hörte die alleinerziehende Mutter zweier Kinder von einer genialen Idee: Weil blinde Frauen mit ihrem ausgeprägten Tastsinn kleinste Veränderungen im Brustgewebe identifizieren können, werden sie in der Krebsvorsorge gebraucht. Dank dieser Ausbildung und ihrem ersten festen Job als Medizinisch-Taktile Untersucherin hat Claudia endlich ein Stück Unabhängigkeit erlangt. Doch es gibt auch dort immer wieder Rückschläge. Andreas (27) aus Alfter bei Bonn hat endlich eine berufliche Vision für sich entdeckt. Als Asperger-Autist übervorsichtig und auf absolute Sicherheit bedacht, blieb er vom allgemeinen Arbeitsmarkt jahrelang ausgeschlossen. Doch vor Kurzem hat sich für ihn am nahen Flughafen Köln-Bonn eine Chance ergeben: Jede Nacht müssen allein in der Sortierhalle von DHL Airways Tausende Pakete manuell auf Gefahrgut durchleuchtet werden. Für solche sicherheitsrelevanten Aufgaben haben Autisten wie Andreas ein besonderes Faible: Viele können Muster präzise erkennen und verfallen dabei nie in Routine. Deshalb hat DHL Airways - bislang einmalig in der Branche - damit begonnen, junge Menschen mit Autismus-Diagnose speziell für diese Tätigkeit auszubilden. Andreas ist begeistert und trainiert monatelang für die notwendige Zertifizierung durch das Luftfahrtbundesamt. Doch dann scheitert er am zweiten Prüfungsteil und muss noch einmal antreten. Unterdessen kann er bei DHL wenigstens schon mal einen Übergangsjob bekommen. Andreas weiß: Die Prüfung zur ''Kontrollkraft für Fracht und Post'' ist knallhart. Und er hat nur noch eine Chance. Die gehörlose Camelia (52) hingegen hat nach langen, beschwerlichen Jahren als Putzkraft in einer kleinen Düsseldorfer Teemanufaktur endlich ihre berufliche Erfüllung gefunden. In der Manufaktur arbeiten Hörende und Gehörlose zusammen. Camelia ist inzwischen zur Teamleiterin aufgestiegen. Ein Erfolg, den sie niemals erwartet hätte. Anders als im privaten Alltag, wo Gehörlose wie Camelia regelmäßig auf unüberwindliche Kommunikationsbarrieren stoßen, hat sie im achtsamen Arbeitsumfeld immer wieder kleine Erfolgserlebnisse. Das motiviert sie, auch im privaten Bereich neue Schritte zu wagen. ''37°'' begleitet drei Menschen mit Behinderung durch ihre Höhen und Tiefen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die ''37°''-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.
Untertitel16:9HDTV