tag24 Programm 30.01.

   
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Das tag24 Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

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Programm - Vormittag

 
03:05 Schattenkrieger - der Neonazi-Geheimbund Hammerskins
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2021
Die Doku deckt auf, welche Gefahr von den ''Hammerskins'' ausgeht - einem rechtsextremen Netzwerk, das im verborgenen agiert und oft fatal unterschätzt wird. Sie glauben an die ''Vorherrschaft der weißen Rasse'', trainieren für einen angeblich bevorstehenden Umsturz am ''Tag X'' und haben Verbindungen ins Umfeld rechtsextremer Terroristen. Die ''Hammerskins'' sind eine der einflussreichsten und ältesten rechtsextremen Gruppierungen in Deutschland. Ob beim lukrativen Rechtsrock oder bei rechtsextremen Kampfsport-Events - führende ''Hammerkins'' haben an vielen Stellen ihre Finger im Spiel. Trotzdem ist noch immer wenig über sie bekannt. Recherchen des MDR und des WDR-Magazins MONITOR zeigen: Die ''Hammerskins'' sind eine Art Geheimbund, bleiben gerne unter dem Radar und ziehen im Hintergrund die Fäden. Sie verstehen sich als Eliteorganisation, sind weltweit vernetzt und organisiert wie ein Rockerclub: Abschottung nach außen, Hierarchien nach innen. Es gibt kaum Aussteiger - wer einmal dabei ist, bleibt dabei oder schweigt anschließend. Umso außergewöhnlicher sind die Einblicke ins Innere des Neonazi-Geheimbundes, die die Dokumentation liefert. Unter großem Risiko verdeckt gedrehte Aufnahmen von wichtigen Veranstaltungen, Auszüge aus internen Foren, Fotos von geheimen Treffen, konspirativen Konzerten und sogar Schießtrainings zeigen, wie aktiv und gewaltaffin die ''Hammerskins'' sind. Die Recherchen zeigen auch: Immer wieder gab es rechtsextreme Morde und Gewalttaten, bei denen die Täter aus dem Hammerskin-Spektrum stammen. Sogar bei Terroranschlägen spielten Mitglieder der Hammerskins eine Rolle. Auch den Sicherheitsbehörden ist das aufgefallen. Trotzdem scheinen sie oft tatenlos zuzusehen. Halten Sie sich bewusst zurück? Auffällig ist: Mehrere Hammerskins wurden in der Vergangenheit als V-Leute enttarnt. Konsequenzen - wie etwa ein Verbot - hat es nie gegeben. Dabei ist der Geheimbund umtriebig ist wie eh und je.
07:45 Exakt - Die Story
Infosendung ~30 Min
Wilde Nachbarn - Siegeszug der Stadttiere Reportagereihe, Deutschland 2021
Füchse, Nutrias, Wildschweine, Eulen - wer wilde Tiere in der Stadt sehen will, muss schon längst nicht mehr in den Zoo. Still und leise haben in den letzten Jahren Tausende Tiere ihre alte Heimat in Wald und Flur verlassen. Wie kommt es, dass Städte für Tiere mindestens so attraktiv sind wie für Menschen? Die Corona-Krise macht sie noch sichtbarer. Je leerer unsere Straßen werden, desto mehr Raum nehmen sich die Tiere. Auf einmal spazieren Hirsche, Wildschweine oder Dachse durch unsere Städte. Neu ist das aber nicht. Schon seit Jahren wandern immer mehr Wildtiere in die Stadt. Nutrias leben mitten im Zentrum von Burg, Füchse in der Innenstadt von Leipzig, Rehe auf dem Friedhof von Dessau und Waschbären haben inzwischen nahezu jede deutsche Stadt erobert. ''Es wird immer wieder neuen Nachzug geben, selbst wenn wir hier den Bestand auf null reduzieren würden. Es werden immer wieder neue Tiere von draußen in die Stadt ziehen'', so Marco Klapper, Stadtjäger in Burg. Wer wilde Tiere in der Stadt sehen will, muss schon längst nicht mehr in den Zoo. Still und leise haben in den letzten Jahren Tausende Tiere ihre alte Heimat in Wald und Flur verlassen und sich in Städten und Dörfern neu eingerichtet. Auffällig ist dabei: Darunter sind viele Arten, die in freier Natur nur noch selten zu beobachten sind. ''Vor drei Jahren ging das mit ein bis zwei Eulen los. Und plötzlich saßen dann bei uns im Garten 24 Eulen auf nur einem Baum'', sagt Ralf Krüger, Eigenheim-Besitzer aus Brachstedt. ''Das ist natürlich immer ein Schauspiel für die ganze Straße, wenn die abends zur Jagd losziehen. Und früh kommen sie wieder zu uns nach Hause.'' Bis zu 15.000 Tierarten vermuten Wildtierökologen in Großstädten wie Magdeburg, Leipzig, Halle oder Dresden. Denn die Hot Spots der Artenvielfalt finden sich längst nicht mehr nur auf dem Land. Je größer die Stadt, desto größer die Biodiversität. Ornithologen konnten sogar belegen, dass ländliche Gebiete inzwischen viel ärmer an Vogelarten sind als städtische. Und je größer die Stadt, desto mehr Vogelarten sind vorhanden - mit exponentiellen Steigerungsraten. Und was für Vögel gilt, gilt tendenziell auch für Insekten oder Säugetiere: Viele, gerade auch vom Aussterben bedrohte Arten, sind in der Stadt wesentlich zahlreicher als gemeinhin vermutet. Dr. Robert Hagen vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin sagt: ''Wir erleben zurzeit vermutlich den Höhepunkt in dieser Dynamik, in der Wanderung von Wildtieren in die Stadt. Allein in Berlin lebt aktuell ein Drittel aller in Deutschland vorkommenden Säugetierarten. Und in den deutschen Städten allgemein leben auf die Fläche bezogen mehr Tiere als in ländlichen Bereichen.'' Die Menschen betrachten ihre neuen Nachbarn auch mit Sorge. Manche Tiere siedeln fast unbemerkt, andere hinterlassen deutliche Spuren. Vor allem Waschbären, Wildschweine und Rehe führen vielerorts zu Konflikten. ''Seit zwei Jahren ist es ganz schlimm. Rehe kommen auf den Friedhof, zertrampeln die Gräber und fressen alles leer. Stiefmütterchen und andere Blumen. Ich versuche dann, mit Vogelnetzen und Flatterbändern die Grabstelle meiner Eltern irgendwie vor den Rehen zu schützen'', so Edeltraut Naumann aus Barby. Wie kommt es, dass Städte für Tiere mindestens so attraktiv sind wie für Menschen? Wie gehen die Menschen in den Städten mit den neuen, wilden Nachbarn um? Die Reportage von Peter Simank begibt sich in den Dschungel vor unserer Haustür, berichtet von einem Dorf, indem es schon heute mehr Wildtiere als Menschen gibt und zeigt, welche Konflikte aber auch Chancen das Phänomen mit sich bringt.



Programm - Nachmittag

 
13:15 Schattenkrieger - der Neonazi-Geheimbund Hammerskins
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2021
Die Doku deckt auf, welche Gefahr von den ''Hammerskins'' ausgeht - einem rechtsextremen Netzwerk, das im verborgenen agiert und oft fatal unterschätzt wird. Sie glauben an die ''Vorherrschaft der weißen Rasse'', trainieren für einen angeblich bevorstehenden Umsturz am ''Tag X'' und haben Verbindungen ins Umfeld rechtsextremer Terroristen. Die ''Hammerskins'' sind eine der einflussreichsten und ältesten rechtsextremen Gruppierungen in Deutschland. Ob beim lukrativen Rechtsrock oder bei rechtsextremen Kampfsport-Events - führende ''Hammerkins'' haben an vielen Stellen ihre Finger im Spiel. Trotzdem ist noch immer wenig über sie bekannt. Recherchen des MDR und des WDR-Magazins MONITOR zeigen: Die ''Hammerskins'' sind eine Art Geheimbund, bleiben gerne unter dem Radar und ziehen im Hintergrund die Fäden. Sie verstehen sich als Eliteorganisation, sind weltweit vernetzt und organisiert wie ein Rockerclub: Abschottung nach außen, Hierarchien nach innen. Es gibt kaum Aussteiger - wer einmal dabei ist, bleibt dabei oder schweigt anschließend. Umso außergewöhnlicher sind die Einblicke ins Innere des Neonazi-Geheimbundes, die die Dokumentation liefert. Unter großem Risiko verdeckt gedrehte Aufnahmen von wichtigen Veranstaltungen, Auszüge aus internen Foren, Fotos von geheimen Treffen, konspirativen Konzerten und sogar Schießtrainings zeigen, wie aktiv und gewaltaffin die ''Hammerskins'' sind. Die Recherchen zeigen auch: Immer wieder gab es rechtsextreme Morde und Gewalttaten, bei denen die Täter aus dem Hammerskin-Spektrum stammen. Sogar bei Terroranschlägen spielten Mitglieder der Hammerskins eine Rolle. Auch den Sicherheitsbehörden ist das aufgefallen. Trotzdem scheinen sie oft tatenlos zuzusehen. Halten Sie sich bewusst zurück? Auffällig ist: Mehrere Hammerskins wurden in der Vergangenheit als V-Leute enttarnt. Konsequenzen - wie etwa ein Verbot - hat es nie gegeben. Dabei ist der Geheimbund umtriebig ist wie eh und je.
17:30 Panorama 3
Infosendung ~30 Min
Magazin, Deutschland 2022
Ein Leben für VW: 60 Jahre italienische Gastarbeiter in Wolfsburg Vereinsamt und vergessen? Mehr Drogentote in der Corona-Pandemie Geimpft oder gefälscht? Gefahr durch falsche Impfpässe Geimpft oder gefälscht? Gefahr durch falsche Impfpässe Ob Fußballtrainer oder Pflegekraft - immer häufiger fliegen Menschen mit gefälschten Impfdokumenten auf. Das illegale Geschäft mit den gefälschten Corona-Impfzertifikaten boomt - auch in Norddeutschland. Bundesweit ermittelt die Polizei in mehr als 12.000 Verdachtsfällen. Die Verschärfung der Corona-Regeln hin zu 2G unter anderem im Einzelhandel und in der Gastronomie scheint dies mit ausgelöst zu haben. Besonders gefordert ist das Personal in den Apotheken. Denn hier sollen gefälschte Impfpässe beim Digitalisieren entdeckt und deren Besitzer an die Polizei gemeldet werden. Doch können die Apotheken dieser Verantwortung auch gerecht werden? Ein Leben für VW: 60 Jahre italienische Gastarbeiter in Wolfsburg Senior Bruno Coppi hat Stoßstangen für ''Mama Volkswagen'' zusammengebaut, wie er seinen früheren Arbeitgeber selber nennt. In den 60er Jahren war er einer der ersten italienischen Gastarbeiter in Wolfsburg. Später kam die Familie nach. Lange Zeit bestand sein Leben nur aus Arbeiten. Lediglich Sonntags, da ging es zum Fußballspielen, sie gründeten damals einen eigenen italienischen Verein. Den gibt es immer noch, mittlerweile spielt der Enkel dort. Und auch der Sohn und der Enkel von Senior Bruno Coppi arbeiten bei Volkswagen. Wie schauen drei Generationen auf ihr Leben in Deutschland? Vereinsamt und vergessen? Mehr Drogentote in der Corona-Pandemie 2020 starben so viele Menschen an illegalen Drogen wie seit fast zwanzig Jahren nicht mehr. Denn die Corona-Pandemie hat die Lage für Drogenabhängige verschlimmert. In vielen Städten in Norddeutschland explodiert seit dem Beginn der Pandemie die Zahl der Drogentoten. 41 Menschen starben 2020 allein in Bremen an den Folgen des Rauschgiftkonsums - ein Plus von 128 Prozent zum Vorjahr. Viele Drogenkonsumenten seien aus dem sozialen System ausgeschlossen worden, erzählen Streetworker, weil etliche Einrichtungen wegen der Pandemie den Publikumsverkehr reduziert hätten. Viele Anträge müssten jetzt online gestellt werden, doch Drogenabhängige hätten oft keinen Zugang zu Smartphone oder Computer. Auch in Schleswig-Holstein gab es 2020 einen Rekordstand mit 63 Drogentoten. Im ganzen Bundesland gibt es keinen einzigen Drogenkonsumraum, in dem Konsumenten in einer akuten Suchtphase ein hygienischer Konsum und im Notfall sofort Erste Hilfe ermöglicht wird. Und manche, die bereits auf dem Weg aus der Abhängigkeit waren, sind wohl während der Pandemie wieder rückfällig geworden - oft durch Vereinsamung und fehlender Kontakte.



Programm - Abend

 
22:20 Angela Merkel: 'Wir schaffen das'. Ein Satz und die Folgen
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2020
Es ist kurz vor 12 Uhr, als eine Maschine der griechischen Fluglinie Aegean langsam vor dem ''Salon d''honneur'', der VIP-Lounge des luxemburgischen Flughafens, zu stehen kommt. Jean Asselborn, der Außenminister, eilt mit wehendem rotem Schal zur Gangway und nimmt zwölf Kinder in Empfang, alle mit Mundschutz. Sie sind aus den überfüllten Flüchtlingslagern von den griechischen Inseln geholt worden: ''Es ist ein zartes Signal der Hoffnung'', meint Jean Asselborn, ''jetzt müssen die anderen Länder nachziehen.'' Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht? Einige EU-Staaten hatten eine Zusage gemacht. Dann kam die Corona-Krise, nur Luxemburg und Deutschland haben bisher Kinder aufgenommen, insgesamt 59. Auf Lesbos, Chios und Samos stecken weiter zehntausende Menschen unter unmenschlichen Bedingungen fest. EU-Flüchtlingspolitik im Jahr 2020. ''Das ist ein schreckliches Armutszeugnis'', meint Karl Kopp, der die Arbeit der deutschen Flüchtlingsorganisation ''Pro Asyl'' in Griechenland koordiniert. Er glaubt: ''Gerade die deutsche Politik hat große Angst davor, dass man ihr vorwirft, es könnte wieder so etwas wie 2015 stattfinden.'' 2015. Bis zur Corona-Krise hat kein anderes Ereignis in den letzten Jahren Deutschland so verändert wie die Ankunft hunderttausender Flüchtlinge in diesem Jahr. Wie die Merkel-Regierung die Flucht der Menschen nach Westeuropa und speziell Deutschland behandelte, hat bis heute tiefe Spuren hinterlassen. Knapp zwei Millionen Flüchtlinge haben seitdem Zuflucht und Aufnahme in Deutschland gefunden, manche dauerhaft, andere mit unsicherer Perspektive, ob sie bleiben dürfen. Der Umgang mit ihnen hat die Gesellschaft tief gespalten. ''Refugees welcome'' gegen ''Merkel muss weg''. Herfried Münkler, renommierter Politikwissenschaftler aus Berlin, sieht Deutschland und die EU am Scheideweg: ''Wenn es uns nicht gelingt, die antidemokratischen Tendenzen in den Griff zu bekommen, werden autoritäre Politikmuster zunehmen und vielleicht sogar dominieren.'' Die Dokumentation ''Angela Merkel: ''Wir schaffen das!'''' zeigt, was seit 2015 die politische Bühne in Berlin erschüttert: der Aufstieg der AfD, die Entfremdung zwischen der Kanzlerin und Teilen ihres Volkes, die wachsende Hetze in den sozialen Medien, Attacken auf Politiker, die in der Flüchtlingskrise ihre humanitäre Haltung offen zeigten. Der Film zeigt eine Gesellschaft, die sich in der Auseinandersetzung um den Umgang mit Flüchtlingen immer weiter polarisiert.