(Schätze der Welt)
Die Namib, Namibia
Staffel 1: Episode 419
Kultur, Deutschland 2017
Regie: Faranak Djalali - Rüdiger Lorenz
Musik: Klaus Doldinger
Kamera: Philipp LorenzTrue

Ein grünes Paradies, wie die Sahara noch vor 10.000 Jahren, war die Namib am südlichen Ende von Afrika nie. Mit Landschaften, deren Ursprünge mehr als eine halbe Milliarde Jahre zurückreichen, ist die Namib eine der ältesten Wüsten der Erde. Namib bedeutet in der Sprache der Ureinwohner Ort, an dem Nichts ist. Endlose Fahrten über Sandpisten, einem Horizont entgegen, der kaum näherkommt, an dem flimmernde Berge und Seen locken, die sich als Fata Morgana erweisen, bestätigen zuerst den Eindruck des grenzenlosen Nichts. Nirgends auf der Erde hatte die Evolution mehr Zeit, sich den extremen Bedingungen anzupassen. Es gibt Gegenden in der Namib, in denen es fast nie regnet. Dass dort trotzdem Tiere und Pflanzen existieren, liegt an deren genialen Überlebensstrategien, die in Anbetracht des ungebremsten Klimawandels neue Bedeutung gewinnen. Das Filmteam war über fünf Wochen mit der Kamera in dieser faszinierend ursprünglichen Landschaft unterwegs. Die Suche nach dem Leben endete manchmal in den Sandstürmen riesiger wandernder Dünen. Umso größer die Überraschung, wenn dann plötzlich der Sand lebendig wird, sich ein Gecko oder eine Schlange auf Nahrungssuche machen. Es ist eine Reise an die Grenzen der Zivilisation, in eine Welt, die in ihren Bildern vorwegnimmt, wohin unsere Erde driften könnte. Manchmal sind es Bilder wie von einem anderen Planeten, wenn ein einsames Chamäleon seinen Blick über die Mondlandschaft schweifen lässt oder wenn dort, wo sonst nichts wächst, eine tausend Jahre alte Welwitschia zum Blühen kommt. Wenige Menschen, die Topnaar, leben entlang der ausgetrockneten Flusstäler. Nahrung für sich und ihre Tiere suchen sie in der Wüste, beispielsweise die iNara, eine kürbisähnliche Frucht. Doch es wird immer schwieriger, sie zu finden. Wie lange wenigstens ihr 100 Meter tiefer Brunnen noch Wasser hergibt, wissen sie nicht. Irgendwann werden auch sie an den Rand der Stadt ziehen müssen.
Von Menschen errichtete Denkmäler sind wertvolle Zeitzeugen, die einzigartige Rückschlüsse auf vergangene Zeiten zulassen. Neben den Errungenschaften vergangener Kulturen, wie den Pyramiden oder römischen Bauwerken, bietet unsere Erde zahlreiche Naturdenkmäler, die nicht weniger schützenswert sind. Schätze der Welt - Erbe der Menschheit stellt die wichtigsten von ihnen vor.