tag24 Programm 04.08.

   
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Was läuft 04.08. im TV-Programm von tag24?

Das tag24 Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

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Programm - Vormittag

 
09:05 Wo unser Wetter entsteht
Infosendung ~45 Min
(Wo unser Wetter entsteht - Die Alpen) Wie die Alpen unser Wetter machen Staffel 3: Episode 1 Wissenschaftsdoku, Deutschland 2020
''Warum funktionieren Bergdramen im Kino und Fernsehen so gut? - ''Weil das Wetter im Gebirge um so viel wilder ist als drunten im Flachland'', meint Sven Plöger. Woran das liegt, illustriert der ARD-Meteorologe in aufwändigen Computersimulationen: Auf den knapp 5000 Metern Höhe, in denen sich die Alpen erheben, verteilen sich fünf Vegetationszonen. ''Wenn man so will, liegt hier Neapel nur einen kurzen Fußmarsch von der Arktis entfernt'', erklärt Plöger. Das führt zu extremen Wetterphänomenen, die er in den Alpen am eigenen Leib erfahren konnte, als bei einem spektakulären Dreh in der Eiger Nordwand plötzlich das sonnige Wetter umschlug in Schnee- und Graupelschauer - mitten im Juli. In der ersten Folge seiner meteorologischen Roadshow in die Alpen erläutert Sven Plöger typische Alpenwetterphänomene wie Föhn, das Berg-/Talwindsystem oder die sogenannte Stau-Lage, die zum Beispiel für den schneereichen Januar 2019 verantwortlich war. Er erklärt, warum so viele Dörfer in den Südwestalpen ausgestorben sind, in den Nordalpen aber blühen. Er besucht auch die Hauptversammlung der Schweizer ''Wetterschmöcker'', die darauf schwören, das Alpenwetter für das kommenden Halbjahr anhand der Dicke von Tannenzapfen, der Konsistenz von Schneckenhäusern oder der Aggressivität von Waldameisen voraussagen zu können. Islandtief. Genuatief. Azorenhoch: Wie sieht es dort eigentlich aus, wo unser Wetter entsteht? ARD-Wettermann Sven Plöger nimmt die Zuschauer mit zu den Orten, die unser Wettergeschehen bestimmen.
10:05 Unsere Städte nach '45
Infosendung ~45 Min
(Deutsche Städte nach ''45) 1. Bomben und Bausünden Staffel 1: Episode 1 Geschichtsdoku, Deutschland 2016
Der Zweite Weltkrieg hat die deutschen Städte verwüstet, doch Experten meinen, dass der Wiederaufbau mehr Bausubstanz vernichtet hat als der verheerende Bombenkrieg. Wie konnte das passieren? Deutsche Architekten um Rüstungsminister Albert Speer hatten schon vor 1945 Wiederaufbaupläne in der Schublade. Von allem Nazi-Pomp entschlackt, kamen sie nach dem Krieg zum Einsatz. Ihre Vorbilder hatten sie dabei in den Prinzipien des modernen Städtebaus der 1920er Jahre. Die fortschrittliche Stadt sollte von Licht und Luft durchflutet sein; breite Straßen sollten sich durch die autogerechte Stadtlandschaft ziehen. Dieser Vision wurden oft die Reste der historischen Innenstädte geopfert. Der erste Teil der zweiteiligen Radio-Bremen-Dokumentation über Deutschlands Wiederaufbau zeigt, von welchen Visionen Städteplaner und Architekten von Hamburg über Bremen, Köln, Essen, Frankfurt und Erfurt bis nach Ulm oder Regensburg geleitet waren. Immens einflussreich war dabei der Stadtplaner Rudolf Hillebrecht aus Hannover, der seine Heimatstadt besonders radikal umgestaltet hat und damals zum Vorbild in ganz Westdeutschland wurde. In der DDR haben die gleichen städtebaulichen Leitlinien von der autogerechten Stadtlandschaft gewirkt wie im Westen, nur hinkte man dem Westen rund zehn Jahre hinterher. Man ging hier ebenso rüde mit historischen Bauten um. Ein besonders extremes Beispiel ist Bernau in der Nähe von Berlin. Rund 2.000 alte Häuser wurden zugunsten genormter Plattenbauten noch Anfang der 1980er Jahre abgerissen. Der Abriss letzter Reste der historischen Innenstädte nach dem Krieg wurde selten mit der Kamera dokumentiert. Oft ist nicht einmal ein Datum bekannt, wann Klöster, Rathäuser oder ganze Stadtteile abgerissen wurden. Umso wertvoller sind die Funde, die eine umfangreiche Archivrecherche für die Dokumentation zu Tage brachte. Bislang unveröffentlichte Farbfilme von 1948, aufgenommen von einem amerikanischen Besatzungsoffizier, zeigen außerdem Deutschland an der Schwelle zum Wiederaufbau: was zerstört, aber auch, was noch vorhanden war. Das Erste zeigt die zweiteilige Radio-Bremen-Dokumentation ''Deutsche Städte nach ''45'' am Montag, 6. Februar 2017, um 23:30 Uhr (Teil 1: Bomben und Bausünden) und am Montag, 13. Februar 2017, um 23:30 Uhr (Teil 2: Abriss und Protest).




Programm - Abend

 
20:45 Der Abzug
Infosendung ~45 Min
Die Afghanistan-Mission und was davon bleibt Dokumentation, Deutschland 2021 Regie: Sibylle Licht - Markus Spieker
Nach fast 20 Jahren endet der Einsatz in Afghanistan. Der Krieg, der offiziell keiner war, dauerte länger und war verlustreicher als jede andere Bundeswehr-Mission. 59 Soldaten verloren ihr Leben, die Kosten werden auf über 20 Milliarden Euro geschätzt. Die Bilanz fällt zwiespältig aus. Zwar ist das ursprüngliche Ziel erreicht und die Terrorgruppe Al-Qaida in Afghanistan ausgeschaltet. Frauen können an vielen Orten studieren und sogar mitregieren. Die Infrastruktur wurde ausgebaut. Aber ein Großteil der Hilfsgelder ist in den Händen korrupter Politiker gelandet, und wurde statt in Schulen etwa in Dubai-Luxusvillen investiert. Die Taliban rücken scheinbar unaufhaltsam vor. Droht dem Land das gleiche Schicksal wie vor 40 Jahren nach dem Abzug der Russen, als wenige Jahre später eine finstere Religionsdiktatur errichtet wurde? Sibylle Licht und Markus Spieker, die als Südasien-Korrespondenten seit 2015 über Afghanistan berichtet haben, begleiten den Abzug der Bundeswehr, die Räumung des Lagers in Mazar-e Sharif und die Ankunft der letzten Einheiten in der Heimat. Sie blicken aber auch zurück auf die anfänglichen Erfolge bei der Friedenssicherung und dann das blutige Comeback der Taliban und geben ein Resumee der letzten Jahre, in denen sich die Bundeswehr auf Beratung und Ausbildung beschränkte. Soldaten und Soldatinnen erzählen von ihren Erfahrungen, den Narben und den Lehren. Zu Wort kommen Politiker, die den Einsatz verantwortet und begleitet haben, den Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung und der Grünen-Verteidigungsexperte Winfried Nachtwei, aber auch Afghanen, die sehr unterschiedliche Erfahrungen mit dem Krieg gemacht haben: Zwei Schwestern, die in der Nähe des Bundeswehr-Camps die einzige frauengeführte Universität des Landes betreiben; Hilfskräfte, die sich vor der Rache der Taliban fürchten und nach Deutschland kommen wollen. Gleichzeitig gibt es Entwicklungshelfer, die ausharren wie Stefan Recker von der Caritas, der in entlegenen Provinzen praktische Unterstützung leistet. Und schließlich ziehen auch Experten ihr Resümee: Thinktank-Betreiber Thomas Ruttig, der schon den Abzug der Russen mitverfolgte, und der Militärhistoriker Sönke Neitzel. Wie haben sich die Bundeswehr, Deutschland insgesamt und Afghanistan durch den Einsatz verändert - das beschreibt die Dokumentation ''Der Abzug''.
23:35 Kroymann
Show ~30 Min
Sketch-Comedy mit Maren Kroymann Comedyshow, Deutschland 2020 Moderation: Maren Kroymann Gäste: Sebastian Schwarz - Walter Kreye - Annette Frier - Rainer Bock - Marleen Lohse - Denise M''Baye
In der neuen Folge der Sketch-Comedy ''Kroymann'' ist Maren Kroymann u. a. mit Marleen Lohse, Rainer Bock und natürlich Annette Frier wieder damit beschäftigt, komisch und entlarvend die Welt zu sezieren. Wunderbar absurd erscheint zum Beispiel, dass es Agenturen geben könnte, die Alibi-Eheleute an prominente Homosexuelle vermittelt. Mit einer bitteren Wahrheit bringt es der Agenturchef auf den Punkt: ''In Deutschland ist es eigentlich überhaupt kein Problem, wenn Sie homosexuell sind. Es darf halt nur keiner wissen.'' Er weiß, wovon er spricht - als ehemaliger Fußballprofi. In einem anderen Sketch beklagt sich der Chef eines mittelständischen Unternehmens über die Personalstruktur. Sein Ziel: Seine Firma braucht mehr Diversität. Die Mitarbeiter sind alle weiß, männlich und blond. ''Also das kann doch wohl nicht so schwer sein, einen ordentlichen Ausländer zu finden''. Ein Fazit der Besprechung: ''Was ist, wenn wir das mit den Ausländern aufs nächste Jahr schieben und erstmal nach Schwulen gucken? Das zählt doch auch, oder nicht?'' Außerdem glänzt Maren Kroymann in der Rolle als Oma, die ihre Enkelin zum Umzug aufs Land verführen will - schließlich winken dafür eine Prämie und ein zwölfteiliges Messerset. Oder als knallharte Polizistin, die eine Mutter der unbezahlten Pflegearbeit überführt, weil sie sich um ihre Kinder, Obdachlose und ihre bettlägerige Mutter kümmert. Der Ermittlerin erwartet da ein hartes Urteil: ''Kurklinik. Schwarzwald oder Ostsee. Es sei denn, Sie erwischen Richter Geuel. Seine Schwester hat ein Spa-Hotel in Südtirol.'' Die Schauspielerin, Sängerin und Satirikerin freut sich bei der neuen Folge wieder auf einen toll besetzten Cast: Mit dabei sind auch Walter Kreye, Sebastian Schwarz, Denise M''Baye.