tag24 Programm 31.10.

   
   Was läuft beim TV Sender tag24

Was läuft 31.10. im TV-Programm von tag24?

Das tag24 Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
02:10 Von Kopenhagen bis Aarhus
Infosendung ~45 Min
(Von Kopenhagen nach Aarhus) Eine Reise in Dänemarks moderne Gemütlichkeit Länderporträt, Deutschland 2018
Ein Vergnügungspark mitten in der Stadt, eine kleine Meerjungfrau am Hafen und eine königliche Familie zum Anfassen: Das ist Kopenhagen. Irgendwie gemütlich und sehr sympathisch ist die Hauptstadt des ältesten Königreichs Europas. Die Kopenhagener würden sagen, ihre Stadt sei ''hyggelig''. Filmautorin Dagmar Hase folgt den Bärenfellmützen durch das königliche Kopenhagen rund um das Schloss Amalienborg und sucht nach dem besten Smörrebröd der Stadt. Kopenhagen ist aber auch modern und stylish, berühmt für sein Design und seine trendigen Gourmetrestaurants. Kopenhagen gilt als die Gourmetstadt Nordeuropas. Aarhus an der Ostküste Jütlands stand dagegen lange im Schatten der Hauptstadt, aber spätestens seit die Hafen- und Universitätsstadt 2017 Kulturhauptstadt Europas wurde, kann sie mit Kopenhagen mithalten. Aarhus bietet eine Mischung aus dänischer Gemütlichkeit, junger Lebensfreude, extravaganter Architektur und beeindruckenden Museen, wie etwa das ARoS. Auf sechs Stockwerken präsentiert es moderne Kunst, aber der eigentliche Besuchermagnet ist der Panoramarundweg auf dem Dach des Museums - die Stadt leuchtet dabei in allen Farben des Regenbogens. Südlich von Aarhus, in Hou, fährt die Fähre nach Samsø. Filmautorin Katja Devaux hat die Insel mit dem Fahrrad erkundet. Und wer ein Herz für Wikinger hat, sollte seine Jütlandreise am letzten Wochenende im Juli buchen, denn dann findet am Strand von Moesgård eines der größten Wikingertreffen Nordeuropas statt.
04:02 45 Min
Infosendung ~45 Min
Dokureihe, Deutschland 2021
Autos müssen alle zwei Jahre zum TÜV, um technisch überprüft zu werden. Deren Fahrer*innen in Deutschland werden dagegen nur einmal im Leben geprüft, wenn sie den Führerschein machen. Verkehrswissenschaftler fordern schon seit Jahren verpflichtende Tauglichkeitstests für Seniorinnen und Senioren am Steuer. Viele ältere Fahrer*innen halten diese aber für diskriminierend und befürchten den Verlust ihrer persönlichen Unabhängigkeit. Doch wie gefährlich sind ältere Autofahrerinnen und Autofahrer für andere Verkehrsteilnehmende und für sich selbst? Und wie könnte ihre Fahrtauglichkeit verlässlich kontrolliert werden? Die ''45 Min''-Autoren Philipp Kafsack und Christian Papesch suchen Antworten im In- und Ausland. Zum Beispiel in der mittlerweile bundesweit bekannten Hamburger Waitzstraße. Dort sind ältere Fahrer*innen bereits 26 Mal in Schaufenster gekracht, weil sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren haben. Die Reporter dokumentieren außerdem ein Verkehrssicherheitstraining in Hannover, bei dem eine junge Fahrerin und eine Gruppe von Senior*innen ihr Können im Umgang mit brenzligen Situationen vergleichen. Und sie treffen in Dresden einen Unfallforscher, der an der perfekten Teststrecke für ältere Autofahrer tüftelt. Von einer 93-jährigen Dorfbewohnerin erfahren sie, warum sie Angst hat, ihren Führerschein abzugeben. Sie fürchtet, nicht mehr am Leben teilhaben zu können. Was es bedeutet, seine Fahrtauglichkeit als ältere Person regelmäßig testen lassen zu müssen, zeigt Mallorca, das Paradies deutscher Rentner*innen. Dort verlangen die Behörden einen verpflichtenden Test ab dem 45. Lebensjahr. Investigative Dokumentationsreihe über aktuelle gesellschaftliche Themen, wie z.B. Betrüger, die sich auf alte Menschen spezialisiert haben, oder die Frage, ob der Euro wirklich der ''Teuro'' ist. Die Sendungen sind konkret am Nutzwert für die Zuschauer orientiert und sollen ''Orientierung in einer immer komplexeren Welt'' bieten.
07:15 made in Südwest
Infosendung ~30 Min
50 Kisten Neuanfang - Wie Gemüselenz aus der Krise erwuchs Unternehmerporträt, Deutschland 2021
Thomas Pütz aus Bad Neuenahr hat etwas geschafft, was er manchmal selbst kaum glauben kann. Als anfangs die Koordination der Hilfe im Ahrtal überhaupt nicht funktionierte, nahm Pütz die Dinge selbst in die Hand. Mit seinem Kompagnon Marc Ulrich rief der Besitzer eines Sanitätshauses in Bad Neuenahr kurz nach der Flut-Katastrophe den ''Helfer-Shuttle'' für sein arg gebeuteltes Heimattal ins Leben. Anfangs an einem Campingtisch mit einer Handvoll Helfer. Mittlerweile transportiert er an Wochenenden bis zu 3.000 Helfer ins Ahrtal. Das Orga-Team umfasst gut 50 Personen, beim abendlichen Catering im großen Zelt werden bis zu 2.000 Essen ausgegeben. Alles auf Spendenbasis, ohne staatliche Unterstützung. Thomas Pütz ist immer wieder überwältigt von der Hilfsbereitschaft: ''Wir haben hier jeden Tag die Hölle und den Himmel auf einem Fleck'', erzählt er, ''wir haben hier Menschlichkeit erfahren, die ich schon lange verloren geglaubt habe''. Und das empfinden auch die vielen freiwilligen Helfer so. Abends beim gemeinsamen Essen im Camp ist die positive Energie überall spürbar, fast wie auf einem Rockkonzert. Und ähnlich wie auf Musikfestivals übernachten auch viele der freiwilligen Helfer in Zelten und Wohnwagen auf einem von verschiedenen Firmen kostenfrei zur Verfügung gestellten Industriegelände. Die Helfer kommen auch aus dem Ausland ins Ahrtal um zu helfen, aus Frankreich, Österreich, der Schweiz, den Beneluxstaaten, sogar aus den USA und Kanada. Und viele kommen nicht nur einmal, sondern immer wieder. Immer mittendrin: Thomas Pütz, der mit seinem Betrieb selbst von der Flutkatstrophe gebeutelt wurde - und jetzt ein großes Ziel vor Augen hat: ''Wir müssen unsere Heimat reparieren. Und hier wird erst aufgehört, wenn wir damit fertig sind''.
07:45 Exclusiv im Ersten: Die Macht der Drogenmafia
Infosendung ~30 Min
(Exclusiv - Die Reportage) Das Kokain und die Niederlande Reportagereihe, Deutschland 2021
Die Macht der Drogenmafia - Das Kokain und die Niederlande Ein Anwalt, der auf offener Straße erschossen wird, ein Journalist, der im Zentrum Amsterdams ermordet wird - in den Niederlanden hat sich in den letzten Jahren eine Drogen-Mafia entwickelt, die Milliarden verdient und anscheinend vor nichts zurückschreckt. Jahrelang glaubten die niederländischen Behörden, diese sogenannte ''Mocro-Mafia'' unter Kontrolle zu haben. Doch nicht zuletzt mit dem Mord am Journalisten Peter F. de Vries ist klargeworden, dass die organisierte Kriminalität die Niederlande bereits in ihren Grundfesten bedroht. Gewalt, die man sonst nur aus Fernsehserien kennt, findet jetzt auch auf den Straßen statt. ''Es ist ein Krieg um Macht und Milliarden. Es geht darum zu töten, um nicht getötet zu werden,'' so ein bekannter niederländischer Anwalt. Seit Jahren steigt der Kokainschmuggel über die Häfen Antwerpen, Rotterdam und Hamburg dramatisch an. Den Mafiagangs, die in der Hauptsache von den Niederlanden aus agieren, fällt es aufgrund der Milliardengewinne leicht, wichtige Schaltstellen in Behörden und Häfen zu bestechen - ein Kranführer im Hafen kann 100.000 Euro verdienen, wenn er nur einen Container an eine vorgegebene Stelle hievt. Seit Jahren sind die Ermittler dem illegalen Treiben mit allen denkbaren Methoden auf der Spur. Bei mehreren Razzien fanden sie Waffen und riesige Mengen an Drogen und nahmen viele Verdächtige fest. Seit März 2021 läuft in Amsterdam der größte Strafprozess in der Geschichte der Niederlande. Im sogenannten ''Marengo-Prozess'' stehen Drogenhändler unter Mordanklage, die mit Kokain Milliarden umsetzen. Es geht um Taten von unglaublicher Brutalität und um ein kriminelles Netzwerk, das den Staat in jeder Hinsicht herausfordert. Das ''Exclusiv im Ersten'' gibt Einblick in die Welt der organisierten Kriminalität im Nachbarland. Die Reportage begleitet Ermittler im Hafen von Rotterdam und Anwälte, die Mitglieder der Mafia verteidigen, trifft ehemalige Drogenkuriere sowie den später ermordeten Journalisten Peter F. de Vries. Sie zeigt, wie weit die Gesellschaft in den Niederlanden bereits unterwandert ist durch das Gesetz der Mafia. Ihre Schmiermittel sind Geld und Gewalt - bis hin zum Mord. Und solange Milliardensummen im Spiel sind, dürfte sich das kaum ändern.
11:15 Die Elbphilharmonie - Konzerthaus der Superlative
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2016 Regie: Annette Schmaltz
Die Hamburger Elbphilharmonie ist in jeder Hinsicht ein Gebäude der Superlative: Sie steht für extreme Bauzeit und extreme Kosten, aber auch für spektakuläre Architektur und einen der besten Konzertsäle der Welt. Dieser Film dokumentiert das Werden eines Wahrzeichens über den ganzen Entstehungszeitraum: Elfeinhalb Jahre lang, so exklusiv, hautnah und kontinuierlich wie kein anderes Medium, von den ersten Planskizzen bis zur Eröffnung. Das Team hat Zugang in alle Winkel und Ecken und verfolgt die Produktion besonders charakteristischer Elemente der Elbphilharmonie. So müssen die 1100 Fassadenscheiben zwischen vier verschiedenen Produktionsorten in Europa hin- und hergefahren werden, weil nur hochspezialisierte Firmen die besonderen technischen Herausforderungen wie das Biegen bewältigen können. Pressen und Öfen werden extra gebaut, Flugzeugturbinen simulieren Starkwind bei Belastungstests. Einer der besten Konzertsäle der Welt soll in der Hafencity entstehen. Der Film zeigt den immensen Aufwand, der für das optimale Klangerlebnis betrieben wird: Das riesige 1:10-Modell des Konzertsaales, in dem die das Publikum im Saal mit Puppen simuliert wird. Die Produktion der ''weißen Haut'', der Akustikverkleidung des Konzertsaales, die allein so viel wiegt wie fünf Airbus A380. Die Lagerung des gesamten Konzertsaales auf Stahlfedern, um ihn akustisch zu entkoppeln. Die letzten Änderungen am Bezug der Stühle, der nicht zu viel Schall schlucken darf: Exklusive Bilder offenbaren, wie viel Detailverliebtheit, Ingenieurswissen und Wahnsinn in dem Gesamtkunstwerk Elbphilharmonie stecken. Spektakuläre Aufnahmen von drei Zeitrafferkameras, die über zehn Jahre lang fest installiert fast acht Millionen Einzelbilder schießen, liefern einen Schnelldurchlauf des wachsenden Gebäudes bei Hitze und Schnee, bei Nebel und Sturmflut. Im Film dauert es vom ersten Spatenstich bis zur Vollendung nur knapp fünf Minuten. In Wahrheit zogen sich die Arbeiten bekanntlich wesentlich länger hin. Die Elbphilharmonie wurde zum Sinnbild für astronomische Kostensteigerung und Fehlplanung öffentlicher Bauten. Die Dokumentation vollzieht die Chronique scandaleuse verständlich nach. Auch während des Baustopps wird auf der Baustelle gedreht und natürlich beim Parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Zeitweise sieht es so aus, als würde das Projekt gar nicht mehr fertiggestellt. Immer wieder gibt es neue Verzögerungen, neue Probleme und erneute Verschiebungen des Eröffnungstermins. Das musikalische Programm der ersten Saison wird wieder und wieder neu geplant, von einem hartgesottenen Intendanten, der über Jahre in Gummistiefeln statt in Abendgarderobe durch den Konzertsaal streift. Doch all die Ernüchterung während der Krisenzeiten verfliegt angesichts des nun fertiggestellten Gebäudes schnell: Die Elbphilharmonie vermag wieder denselben Enthusiasmus auszulösen, der die Menschen in Hamburg in den frühen Planungszeiten schon ergriffen hatte. Es ist tatsächlich ein Wahrzeichen entstanden, das wie die Sydney Opera oder der Eiffelturm für eine ganze Stadt, vielleicht ein ganzes Land steht.



Programm - Nachmittag

 
13:15 45 Min
Infosendung ~45 Min
Dokureihe, Deutschland 2021
Autos müssen alle zwei Jahre zum TÜV, um technisch überprüft zu werden. Deren Fahrer*innen in Deutschland werden dagegen nur einmal im Leben geprüft, wenn sie den Führerschein machen. Verkehrswissenschaftler fordern schon seit Jahren verpflichtende Tauglichkeitstests für Seniorinnen und Senioren am Steuer. Viele ältere Fahrer*innen halten diese aber für diskriminierend und befürchten den Verlust ihrer persönlichen Unabhängigkeit. Doch wie gefährlich sind ältere Autofahrerinnen und Autofahrer für andere Verkehrsteilnehmende und für sich selbst? Und wie könnte ihre Fahrtauglichkeit verlässlich kontrolliert werden? Die ''45 Min''-Autoren Philipp Kafsack und Christian Papesch suchen Antworten im In- und Ausland. Zum Beispiel in der mittlerweile bundesweit bekannten Hamburger Waitzstraße. Dort sind ältere Fahrer*innen bereits 26 Mal in Schaufenster gekracht, weil sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren haben. Die Reporter dokumentieren außerdem ein Verkehrssicherheitstraining in Hannover, bei dem eine junge Fahrerin und eine Gruppe von Senior*innen ihr Können im Umgang mit brenzligen Situationen vergleichen. Und sie treffen in Dresden einen Unfallforscher, der an der perfekten Teststrecke für ältere Autofahrer tüftelt. Von einer 93-jährigen Dorfbewohnerin erfahren sie, warum sie Angst hat, ihren Führerschein abzugeben. Sie fürchtet, nicht mehr am Leben teilhaben zu können. Was es bedeutet, seine Fahrtauglichkeit als ältere Person regelmäßig testen lassen zu müssen, zeigt Mallorca, das Paradies deutscher Rentner*innen. Dort verlangen die Behörden einen verpflichtenden Test ab dem 45. Lebensjahr. Investigative Dokumentationsreihe über aktuelle gesellschaftliche Themen, wie z.B. Betrüger, die sich auf alte Menschen spezialisiert haben, oder die Frage, ob der Euro wirklich der ''Teuro'' ist. Die Sendungen sind konkret am Nutzwert für die Zuschauer orientiert und sollen ''Orientierung in einer immer komplexeren Welt'' bieten.



Programm - Abend

 
20:15 Die Elbphilharmonie - Konzerthaus der Superlative
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2016 Regie: Annette Schmaltz
Die Hamburger Elbphilharmonie ist in jeder Hinsicht ein Gebäude der Superlative: Sie steht für extreme Bauzeit und extreme Kosten, aber auch für spektakuläre Architektur und einen der besten Konzertsäle der Welt. Dieser Film dokumentiert das Werden eines Wahrzeichens über den ganzen Entstehungszeitraum: Elfeinhalb Jahre lang, so exklusiv, hautnah und kontinuierlich wie kein anderes Medium, von den ersten Planskizzen bis zur Eröffnung. Das Team hat Zugang in alle Winkel und Ecken und verfolgt die Produktion besonders charakteristischer Elemente der Elbphilharmonie. So müssen die 1100 Fassadenscheiben zwischen vier verschiedenen Produktionsorten in Europa hin- und hergefahren werden, weil nur hochspezialisierte Firmen die besonderen technischen Herausforderungen wie das Biegen bewältigen können. Pressen und Öfen werden extra gebaut, Flugzeugturbinen simulieren Starkwind bei Belastungstests. Einer der besten Konzertsäle der Welt soll in der Hafencity entstehen. Der Film zeigt den immensen Aufwand, der für das optimale Klangerlebnis betrieben wird: Das riesige 1:10-Modell des Konzertsaales, in dem die das Publikum im Saal mit Puppen simuliert wird. Die Produktion der ''weißen Haut'', der Akustikverkleidung des Konzertsaales, die allein so viel wiegt wie fünf Airbus A380. Die Lagerung des gesamten Konzertsaales auf Stahlfedern, um ihn akustisch zu entkoppeln. Die letzten Änderungen am Bezug der Stühle, der nicht zu viel Schall schlucken darf: Exklusive Bilder offenbaren, wie viel Detailverliebtheit, Ingenieurswissen und Wahnsinn in dem Gesamtkunstwerk Elbphilharmonie stecken. Spektakuläre Aufnahmen von drei Zeitrafferkameras, die über zehn Jahre lang fest installiert fast acht Millionen Einzelbilder schießen, liefern einen Schnelldurchlauf des wachsenden Gebäudes bei Hitze und Schnee, bei Nebel und Sturmflut. Im Film dauert es vom ersten Spatenstich bis zur Vollendung nur knapp fünf Minuten. In Wahrheit zogen sich die Arbeiten bekanntlich wesentlich länger hin. Die Elbphilharmonie wurde zum Sinnbild für astronomische Kostensteigerung und Fehlplanung öffentlicher Bauten. Die Dokumentation vollzieht die Chronique scandaleuse verständlich nach. Auch während des Baustopps wird auf der Baustelle gedreht und natürlich beim Parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Zeitweise sieht es so aus, als würde das Projekt gar nicht mehr fertiggestellt. Immer wieder gibt es neue Verzögerungen, neue Probleme und erneute Verschiebungen des Eröffnungstermins. Das musikalische Programm der ersten Saison wird wieder und wieder neu geplant, von einem hartgesottenen Intendanten, der über Jahre in Gummistiefeln statt in Abendgarderobe durch den Konzertsaal streift. Doch all die Ernüchterung während der Krisenzeiten verfliegt angesichts des nun fertiggestellten Gebäudes schnell: Die Elbphilharmonie vermag wieder denselben Enthusiasmus auszulösen, der die Menschen in Hamburg in den frühen Planungszeiten schon ergriffen hatte. Es ist tatsächlich ein Wahrzeichen entstanden, das wie die Sydney Opera oder der Eiffelturm für eine ganze Stadt, vielleicht ein ganzes Land steht.
21:30 Touristenziel Hamburg
Infosendung ~60 Min
(die nordstory) Wie die Elbmetropole ihre Gäste lockt Regionalreportage, Deutschland 2017
''die nordstory'' zeigt, wie Hamburg das Mit- und Nebeneinander zwischen Touristen und Einheimischen ins Gleichgewicht austariert. Sie begleitet Hamburger, die ihre Heimatstadt auf ungewohnte und sehr persönliche Weise vorstellen, und Besucher, die das Touristenziel auf eigene Faust entdecken. Die Elbphilharmonie ist der neue Besuchermagnet in der Freien und Hansestadt. Gästeführerin Mara Burmeister sagt, dass dort alle zuerst hin wollen. Danach zum Hafen, zum Rathaus, in den Michel und abends auf den Kiez. Seit über 20 Jahren zeigt sie Kurzurlaubern ihre Heimatstadt. Angesichts der steigenden Touristenzahlen ein sicherer Job. Doch nicht überall in der Stadt herrscht Freude über die wachsenden Besuchermassen. Hotspots wie die Reeperbahn sind längst überlaufen. Die Anwohner sind genervt. Sie klagen über vermüllte Hauseingänge, Dauerlärm und über organisierte Saufgruppen, die davon ausgehen, dass auf dem Kiez alles erlaubt ist. Dagegen setzen die St. Paulianer eine Protestaktion ganz eigener Art: Zuletzt haben sie den sogenannten ''Art-Walk'' entwickelt. Lebensgroße Figuren von Kiezgrößen säumen die Straßen. ''Wir wollen mit der Aktion erreichen, dass die Gäste wahrnehmen, dass St. Pauli keine Kulisse ist, sondern hier auch Menschen wohnen.'' Die Stadt will Besucher auch auf weniger beachtete Schönheiten aufmerksam machen. Sie empfiehlt Touren in die Metropolregion, bewirbt individuelle Segeltörns auf der Alster oder rät dazu, andere Viertel zu erkunden.