(Schätze der Welt)
Türkei
Staffel 1: Episode 382
Dokuserie, Deutschland 2010
Regie: Martin Thoma
Musik: Ayhan Gunca
Kamera: Peter SticklerTrue

Fast 700 Jahre lang war die Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Seine Bewohner - Türken, Griechen und Juden - waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Die Segnungen der Moderne, breite Ausfallstraßen, große Geschäftsgebäude und Industriekomplexe, erreichten die kleine Stadt nie. Dadurch wurde ein einzigartiges Juwel ursprünglicher anatolischer Stadtkultur konserviert. Seit 1994 wird die urbane Kleinstadt als Weltkulturerbe geschützt. Safran, die kostbare Blume und das Gewürz der Liebe, gab ihr einst den Namen: Knapp 200 Kilometer nördlich der heutigen türkischen Metropole Ankara gelegen, galt Safranbolu den Osmanen schon früh als Hintergarten des Topkapi-Serail, des Herrscherpalastes am Bosporus. Seine Bewohner - Türken, Griechen und Juden - waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Viele arbeiteten am Sultanshof in Istanbul, manche stiegen gar in hohe Regierungsämter auf und schafften es wie der legendäre Izzet Mehmet Pascha zum Großwesir des Osmanischen Reiches. Das brachte Wohlstand und die nötigen Mittel für prächtige Stadtvillen. Zwei Großwesire stifteten Moscheen, sorgten für Infrastruktur, Stadtplanung und mit dem Bau des ersten Uhrenturms im Osmanischen Reich auch für die Einkehr einer neuen Zeitrechnung.
Von Menschen errichtete Denkmäler sind wertvolle Zeitzeugen, die einzigartige Rückschlüsse auf vergangene Zeiten zulassen. Neben den Errungenschaften vergangener Kulturen, wie den Pyramiden oder römischen Bauwerken, bietet unsere Erde zahlreiche Naturdenkmäler, die nicht weniger schützenswert sind. Schätze der Welt - Erbe der Menschheit stellt die wichtigsten von ihnen vor.