Reportage, Deutschland 2026True
Mit fast 500.000 Besuchern jährlich gehört Oberstdorf, der südlichste Ort Deutschlands, zu den 10 Top-Destinationen in Deutschland. 130 Pistenkilometer mit der längsten Talabfahrt Deutschlands begeistern Tausende Wintersportler, hier gibt es die tiefste Felsenschlucht Europas, umrahmt von 400 Gipfeln. Auf einem kann man sogar eiskalt übernachten. Sobald sich die weiße Pracht auf Oberstdorf und seine Berge senkt, haben die Einwohner alle Hände voll zu tun, um ihren Besuchern ein einzigartiges Wintererlebnis zu schenken. Auf dem Nebelhorn sorgt die Mannschaft um Manuel Welte auf 2.000 Metern Höhe für eisige Behausungen, in denen die Besucher übernachten können. Ein gutes Dutzend Iglus, mystisch beleuchtet und mit kunstvollen Kreationen aus Eis in Szene gesetzt, entstehen dort Jahr für Jahr. Wir wissen nie, wann wir loslegen können, wie viele Iglus es geben wird und wann die wieder wegschmelzen, erzählt Manuel Welte. Bizarre Eisformationen, funkelnde Schneekristalle, mannsgroße Eiszapfen: Mit 150 Metern ist die Breitachklamm die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas. 300.000 Besucher schlägt sie jedes Jahr in ihren Bann. Besonders magisch ist sie im Winter. Im Alpinen Skisport ist es wahrscheinlich das Größte, was man erleben kann: Tiefschneefahren abseits der überfüllten Pisten - nicht ungefährlich wegen der Lawinengefahr. Konrad Konni Eggensberger ist einer der wenigen Skilehrer, die eigens für Outback-Touren ausgebildet sind. In seiner Heimat kennt er jeden Hang und jede Gefahrenstelle. Die Technik unterscheidet sich erheblich vom normalen Skifahren, und der Lehrer wird schnell zum Retter: Wenn einer fällt, verschwindet er nicht selten im tiefen Schnee. Befreien kann man sich daraus selbst kaum. Da hilft dann nur Buddeln und Ziehen. Auch die Pistenbullifahrer haben jede Menge zu tun. Fast 71 Kilometer Loipe müssen präpariert und gepflegt werden.