(Essen XXL)
Reportagereihe, Deutschland 2026
Regie: Torsten StahlhutTrue

Wenn Deutschland Hunger hat, wird groß gedacht: Berge von Lebensmitteln, Tausende Portionen - die ZDF.reportage zeigt, wie Großküchen täglich Höchstleistungen bringen. Ob Kantine, Knastküche oder Restaurant: Jeden Tag werden hierzulande Millionen Mahlzeiten produziert. Die Reportage blickt hinter die Kulissen von Großküchen und XXL-Gastronomie - von Eintopf über Pekingente bis hin zum Monsterburger. Zu Hause denkste klein, hier denkste groß, sagt Küchenchef Christian Neumeier der Audi-Betriebskantine. Dort werden täglich bis zu 11.000 Mahlzeiten für 40.000 Mitarbeiter zubereitet. Bei so vielen Gerichten muss man organisiert und routiniert sein, sonst geht es schief. Riesige Dampfgarer, Grillstationen und KI-gestützte Planung sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Der Renner bleibt die Currywurst - an manchen Tagen gehen 280 Pizzen in zwei Stunden über den Tresen. Auch in der Justizvollzugsanstalt Aachen ist die Küche das Herzstück. Für 720 Gefangene wird täglich gekocht - sparsam und nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die Messer werden am Ende alle abgezählt, erklärt Roland Suchart, Justizvollzugsbeamter und Küchenaufsicht. Er arbeitet seit 17 Jahren in der JVA-Küche und weiß genau, wie Knastküche geht. Scharfe Gewürze wie Chili und Pfeffer sind streng kontrolliert, denn sie könnten zur Waffe werden. Deshalb dürfen sie nur im Beisein der Küchenaufsicht und der Vollzugsbeamten verwendet werden. Doch Gewürze müssen sein, denn oberster Priorität ist: Hauptsache es schmeckt den Inhaftierten. Denn: Mit dem Essen steht und fällt die Stimmung im Knast. Wenn da was nicht schmeckt, merkt man das auf den Gefängnisfluren, weiß der Leiter der JVA Dr. Jörg-Uwe Schäfer. Ganz anders in Berlin: Gastronom René Dost setzt auf Monsterportionen. Ich habe XXL-Essen erfunden, sagt der 57-Jährige. In seinen sieben Restaurants gibt es zwei Kilo Schnitzel, 4,4-Kilo-Burger und meterlange Currywürste.