tag24 Programm 16.07.

   
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Was läuft 16.07. im TV-Programm von tag24?

Das tag24 Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
02:05 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Infosendung ~15 Min
(Schatze der Welt) Das Wattenmeer - Ein Spiegel des Himmels Deutschland / Niederlande Staffel 1: Episode 384 Dokuserie, Deutschland 2010 Musik: Stefan Eichinger - Steffen Neuert - Biber Gullatz - Klangraum - Moritz Freise - André Pawelski - Philipp Noll - Klaus Burger - Nils Kacirek - Marc Feigenspan
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Es ist eine Landschaft, die sich ständig verändert: das Wattenmeer. Der Film zeigt die ungeheure Vielfalt des Weltnaturerbes, zu dem neben der deutschen auch die niederländische Küste zählt. Zweimal täglich zieht sich das Wasser an den Nordseeküsten zurück und gibt den flachen Meeresgrund frei. Eine weite graue Fläche, durch die sich schmale Flüsse winden, die Priele, die im Sonnenlicht wie flüssiges Silber leuchten. Bei Ebbe kann man ins scheinbar verschwundene Meer hinaus wandern, sogar mit Pferdekutschen durch den Schlick zu einer der nahe gelegenen Inseln oder einer Hallig fahren. Man kann auf einer Sandbank Seehunde beobachten, die sich sonnen, oder Möwen und zahllosen Seevögeln dabei zusehen, wie sie über dem freigelegten Meeresgrund nach Nahrung suchen. Ihr Tisch ist reichlich gedeckt, denn das Watt ist das weltweit artenreichste Biotop. Von Menschen errichtete Denkmäler sind wertvolle Zeitzeugen, die einzigartige Rückschlüsse auf vergangene Zeiten zulassen. Neben den Errungenschaften vergangener Kulturen, wie den Pyramiden oder römischen Bauwerken, bietet unsere Erde zahlreiche Naturdenkmäler, die nicht weniger schützenswert sind. ''Schätze der Welt - Erbe der Menschheit'' stellt die wichtigsten von ihnen vor.
07:15 Hausmeister mit Vergangenheit
Infosendung ~30 Min
Udos zweite Chance Reportage, Deutschland 2022
Hausmeister mit Vergangenheit
''Wir haben hier 228 Mietparteien! Nicht alle sind einverstanden mit mir als Hausmeister - wegen meiner Vergangenheit. Ich werde es aber schaffen.'' Udo, 56, ist der neue Hausmeister eines in die Jahre gekommenen Hochhauses im Kölner Osten. Für ihn Herausforderung und Chance zugleich, denn 30 Jahre lang war Udo Einbrecher - jetzt verwaltet er alle Schlüssel des zwölfstöckigen Hochhauses. Auch das Hochhaus hat eine schwierige Vergangenheit und keinen guten Ruf. Aber auch hier gibt es Anzeichen für eine neue Zukunft. Architekt Igor, 43, der seit seiner Studentenzeit im Hochhaus wohnt, bemüht sich inzwischen im Verwaltungsbeirat um bauliche Verbesserungen, damit das Haus endlich sein Brennpunkt-Image loswird: ''Man muss sich einfach kümmern - sonst verkümmert es.'' Ein Jahr lang haben die Filmemacherinnen Udo mit der Kamera begleitet. Während das Hochhaus Tür für Tür repariert wird, lernt Udo die unterschiedlichen Mieter kennen. Vorbehalte hat er nicht, er geht angstfrei und direkt auf Menschen jeder Herkunft zu. Packt an und kümmert sich. Wenn es ihm zu viel wird, zieht Udo sich in seinen Arbeitskeller zurück, den er seinen ''War Room'' zu Deutsch ''Kriegsraum'' nennt. Hier setzt er sich mit seinen Erinnerungen und den Dämonen seiner Vergangenheit auseinander. Der Film zeigt, welches Potenzial die Möglichkeit einer zweiten Chance haben kann, persönlich, aber auch gesellschaftlich.
07:45 Was tun, wenn die Fichten sterben?
Infosendung ~30 Min
(Exakt - Die Story) Der Streit um den Waldwandel Reportagereihe, Deutschland 2022 Regie: Katharina Beckel
Was tun, wenn die Fichten sterben?
''Wir haben gedacht, der Klimawandel geht allmählich vorwärts, wie ein Dimmer an der Stehlampe, aber es ist tatsächlich eher ein Kippschalter'', sagt Katharina Pietzko, Forstamtsleiterin bei Thüringenforst. Sie sieht gerade, wie ganze Fichtenbestände dem Kahlschlag geopfert werden. Wegen Trockenheit und Borkenkäfer sind die Flachwurzler, die viel Wasser brauchen, überall in Deutschland auf weiten Flächen abgestorben. ''In 25 Jahren'', so Andreas Bolte von Thünen-Institut, ''könnte es - das Fichtensterben hochgerechnet - diesen Baum in Deutschland nicht mehr geben.'' Dabei ist die Fichte der ''Brotbaum'' für die Holzwirtschaft, verarbeitet zu Dachstühlen, Bücherregalen, Holzpaletten, Holzhackschnitzel. Der Wald, erhoffter Retter im Klimawandel, könnte nun sein Opfer werden. So wird der Wald gerade zu einer umkämpften Bastion zwischen Holzwirtschaft und Naturschutz. Wälder sollen zum einen helfen, den Kohlendioxidspiegel zu senken. Sie sollen den immer steigenden Hunger nach Holz decken. Sie sollen in der kommenden heißen Zeit die Landschaft kühlen. Als erneuerbare Energie den Verbrauch fossiler Energien entlasten. Und Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Erholungsort für Menschen sein. Wie kann der Wald das alles? Ökologische und wirtschaftliche Ansprüche scheinen unvereinbar miteinander zu konkurrieren. Diesen Konflikt auszuloten, ist ''Exakt - Die Story'' mit Förstern, Waldbesitzern und Wissenschaftlern in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg unterwegs. Die Waldexperten zeigen, wie Forstwirtschaft funktioniert und wie Bewirtschaftung schaden kann. Sie erzählen davon, was für sie ein naturnaher Wald ist und wie er stark gemacht werden kann für das neue Klima. Ihre Erkenntnisse zu den Baumarten der Zukunft sind Thema wie auch die künftigen Honorierungen für die Waldbauern. Sie alle führen gerade eine teils sehr kontroverse Auseinandersetzung auf der Suche nach einem gemeinsamen Ziel, dem richtigen Plan für einen nachhaltig gesunden Wald.



Programm - Nachmittag

 



tag24 Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
21:02 Hitlers Wolfsschanze
Infosendung ~43 Min
(Geheimnisvolle Orte) Staffel 6: Episode 22 Dokureihe, Deutschland 2017
Hitlers Wolfsschanze
Jahr für Jahr zieht die ehemalige ''Wolfsschanze'' Touristen nach Ketrzyn (Rastenburg) in Polen, in das frühere Ostpreußen. Die Besucher stehen heute fasziniert vor den bemoosten Betonkolossen, in denen einstmals Hitlers militärisches Lageszentrum untergebracht war. Die Wolfschanze war das Größte der sogenannten ''Führerhauptquartiere'' im Zweiten Weltkrieg. Ein Ort, der im NS-Staat lange geheim gehalten wurde, um den sich Legenden und Gerüchte rankten. Ein deutscher Schicksalsort. Die Dokumentation erzählt aus der Sicht des militärischen Personals und einstiger Anwohner über die geheime Baugeschichte bzw. über Machtstrukturen der NS-Führung während des sogenannten ''Russlandfeldzuges''. In der Wolfsschanze waren etwa 2000 Menschen stationiert, sie war organisiert wie eine Kleinstadt. Die Wolfsschanze war jedoch nicht nur militärisches Lagezentrum der Generalität der deutschen Wehrmacht, hier wurden von der NS-Führung maßgebliche Entscheidungen getroffen, die Deutschland in die Katastrophe führten. Die Vernichtung der Juden war hier mit den SS-Führern Himmler und Heydrich besprochen worden, Goebbels trug in der Wolfsschanze die Idee des totalen Krieges vor. Nicht zuletzt ist dies ein Ort, an dem man die wahnwitzigen Entscheidungen Hitlers nachempfinden kann, seine Wahrnehmungstrübungen in der Isolation der Sperrkreise und Bunkeranlagen. Die Wolfsschanze ist aber nicht nur ein Sinnbild für die grausamste deutsche Diktatur, hier zeigte sich auch das andere Deutschland, jene Männer des 20. Juli, die das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte beenden wollten. Dokumentarreihe über Orte und Plätze voller spannender, bisher weitgehend unbekannter Zeitgeschichte, an denen das wechselvolle und schicksalhafte 20. Jahrhundert Zeugnisse hinterließ.
21:45 Hitlers Linz
Infosendung ~45 Min
(Geheimnisvolle Orte) Sehnsuchtsort eines Diktators Staffel 7: Episode 30 Dokureihe, Deutschland 2018
Hitlers Linz
Februar 1945. Die letzten Wochen im Leben des Adolf Hitler. Der ''Führer'' hat sich in die Bunker und Keller der Neuen Reichskanzlei verkrochen. Momentaufnahmen: Hitler versonnen, abwesend, träumerisch. Der Diktator beim Betrachten des neuen Modells für die Umgestaltung seiner auserkorenen Patenstadt, seines Sehnsuchtsortes. Nicht Berlin, nicht die geplante ''Welthauptstadt Germania'', wie es oft unrichtig dargestellt wurde, zog Hitler immer wieder in den Bann. Es war Linz, der eher beschauliche Ort an der Donau in Österreich. Seit 1933 plante er dafür, ließ erste Bauten errichten, skizzierte zum Teil selbst. Das Modell aus Sperrholz und Pappe als Projektionsfläche für die ''zukünftige'' Größe, im Bunker der Reichskanzlei eine der wenigen Fluchtmöglichkeiten aus der Wirklichkeit des Untergangs. Linz, die Stadt seiner Jugendzeit und Träume, wollte Hitler zu einem ''völkischen Gesamtkunstwerk'' machen. Entlang der Donau sollte eine politische Kulisse errichtet werden, mit einem riesigen Gau-Forum als Zentrum. Auch ein Prachtboulevard für den ''idealsten Bummel der Welt'', wie Hitler es formulierte, sollte entstehen. Ein Aushängeschild der ''arischen'' Kultur und des neuen ''tausendjährigen Reichs'', seine nationalsozialistische Musterstadt. Unübersehbare Spuren von Hitlers Plänen für Linz finden sich noch heute. Einige Vorhaben sind sogar fertiggestellt worden: Die Nibelungenbrücke mit den Brückenkopfbauten, die ''Hermann-Göring-Werke'' oder die ''Hitler-Siedlungen'', die als Wohnbauten immer noch die Stadt prägen. Die eigentliche monumentale Umgestaltung blieb den Linzern erspart, die Vexierbilder der Vergangenheit aber bleiben vielschichtig, überraschend und oft geheimnisumwittert. Dokumentarreihe über Orte und Plätze voller spannender, bisher weitgehend unbekannter Zeitgeschichte, an denen das wechselvolle und schicksalhafte 20. Jahrhundert Zeugnisse hinterließ.
22:30 Verrechnet oder verraten?
Infosendung ~32 Min
(Go West Go East) Flucht über die dänische Botschaft Dokureihe, Deutschland 2022
Verrechnet oder verraten?
Ihre Geschichte beginnt vor mehr als 30 Jahren. Ihre Namen bleiben weitgehend unbekannt. Dennoch stehen die 18 Thüringer aus Ilmenau für Tage und Wochen im Fokus der Öffentlichkeit. Politik und Diplomatie laufen auf Hochtouren: In Deutschland Ost, in Deutschland West, im Königreich Dänemark. Im Spätsommer 1988 machen sich mehrere DDR-Familien über den Eingang zur Komischen Oper in Berlin auf den Weg in die dänische Botschaft. Jahrelang haben sie auf diesen Tag hingearbeitet und unternehmen jetzt einen der spektakulärsten Fluchtversuche der DDR, auch wenn er bis heute im Schatten der großen Fluchtwelle Ende der Achtziger Jahre steht. In der Bundesrepublik wie in Dänemark führen die Ereignisse der folgenden Stunden zu einem handfesten politischen Skandal, der bis heute nicht vollständig aufgeklärt ist. Es geht um Recht und Moral, um Dänemarks besonderen Umgang mit den deutschen Staaten. Aber auch um die Frage, wer genau dafür sorgte, dass der Bus, der nach mehreren Stunden Botschaftsbesetzung im Hof vorfuhr, die Familien nicht in die Freiheit, sondern ins Gefängnis der Staatssicherheit brachte. Akten wurden jahrelang unter Verschluss gehalten. Jetzt könnten die erstmals freigegebenen Dokumente den Blick schärfen und die bisherige offizielle Erzählung über Hintergründe und Verantwortung für das Scheitern und die Folgen dieses Fluchtversuchs in Frage stellen.