Folgesendung
08:15
90min
Bis zum Ende der Welt
TV-Drama, Deutschland 2014 Regie: Matthias Tiefenbacher Autor: Thorsten Näter Kamera: Klaus Merkel

Einst war Maria Nikolai (Christiane Hörbiger) eine gefeierte Musikerin. Vor 20 Jahren kam sie mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann nach Hamburg. Doch ihr früher nachbarschaftlich geprägtes Viertel droht sich allmählich in einen sozialen Brennpunkt zu verwandeln: Die Straßen sind schmutzig, Jugendliche schlagen vor dem Supermarkt die Zeit tot und Alkohol ist vielen ein ständiger Begleiter. Auch ziehen seit einiger Zeit zunehmend Ausländer in das Viertel. In ihrem Haus ist Maria inzwischen fast die einzige Deutsche. Vor allem die große Roma-Familie im oberen Stockwerk beobachtet sie mit Misstrauen und voller Vorurteile - dass sie selbst einst als bettelarme osteuropäische Migrantin nach Deutschland kam, ist für sie etwas anderes. Ihr Versuch, den ungeliebten Nachbarn die Polizei auf den Hals zu hetzen, schlägt fehl. Die Kripobeamtin Susanne (Marie-Lou Sellem) kennt die Ressentiments gegen Roma nur zu gut - ihre eigene Roma-Herkunft hält sie aus Angst vor Diskriminierung geheim. Als eine rassistische Jugendclique einen brutalen Überfall auf Marias Nachbarn verübt, gewährt sie dem 16-jährigen Roma Bero (Samy Abdel Fattah) und seinen jüngeren Geschwistern Zuflucht in ihrer Wohnung. Der bescheiden wirkende Junge war ihr schon vorher positiv aufgefallen. Nun merkt sie durch Zufall, dass er ein außerordentliches Musiktalent besitzt. Maria beschließt, Bero privaten Musikunterricht zu geben und ihn zum Vorspielen am Konservatorium anzumelden. Für sie selbst ist diese Mentorinnenrolle auch ein Weg, ihrem einsamen Leben wieder einen Inhalt zu geben. Zugleich lernt Maria durch den Kontakt mit dem sympathischen Teenager, ihre Vorurteile gegen die Roma langsam abzubauen. Beros älterer Bruder Rudko (Zino Gleich) beobachtet die neue Freundschaft seines kleinen Bruders mit Eifersucht. Er selbst hat keine Perspektive und wird von den anderen Jugendlichen als 'Zigeuner' ausgegrenzt. In seiner Verbitterung lässt Rudko sich eines Tages zu einem Plan überreden, mit dem er nicht nur die ahnungslose Maria in Gefahr bringt, sondern auch seinen eigenen Bruder verrät. Mit einem hohen Maß an Realismus und viel Gespür für emotionale Zwischentöne behandelt der Film aktuelle Themen wie Rassismus, soziale Konflikte und Toleranz. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die erkennen muss, dass ihre negativen Vorurteile vor allem aus Unwissen entstehen. Zugleich blendet der Film existierende Probleme und Konfliktsituationen nicht aus. Die 'Rom und Cinti Union Hamburg' stand dem Filmteam beratend zur Seite. In der Hauptrolle liefert Christiane Hörbiger einmal mehr eine vielschichtige Charakterdarstellung. Das Drehbuch stammt von Thorsten Näter, der für Hörbiger bereits die hoch gelobten Filme 'Wie ein Licht in der Nacht' und 'Stiller Abschied' geschrieben hat.

Christiane Hörbiger ("Maria Nikolai") - Marie-Lou Sellem ("Susanne Howacht") - Samy Abdel Fattah ("Bero Muharem") - Merab Ninidze ("Beros Vater") - Albert Kitzl ("Beros Großvater") - Zino Gleich ("Rudko Muharem") - Michael Wittenborn ("Igor Goldmann") - Hans Uwe Bauer ("Mark Brodersen") - Moritz Leu ("Sven") - Franziska Brandmeier ("Nicole") - Ferdinand Lehmann ("Ecki König") - Karin Neuhäuser ("Brigitte König") - Michael Prelle ("Breckner")
09:00
30min
Sehen statt Hören
Wochenmagazin für Hörgeschädigte Gesellschaftsmagazin, Deutschland 2019

Fabian ist Autist: Familie Hopfenzitz Vor sieben Jahren hat Sehen statt Hören Fabian zum ersten Mal getroffen. Damals ist er 19 Jahre alt und lebt in einer Einrichtung für mehrfachbehinderte Gehörlose im thüringischen Schleiz, fast 500 Kilometer von seinen Eltern entfernt. Zu diesem Zeitpunkt hat er bereits Stationen in sechs verschiedenen Einrichtungen hinter sich und Helga und Kuno hoffen, dass sie nun die geeignete Betreuung für Fabian gefunden haben. Doch auch in Schleiz klappt es nicht: Von jetzt auf gleich sollen die Eltern Fabian abholen. Doch wie soll das gehen? Beide sind voll berufstätig und Fabian benötigt eine 1:1-Betreuung. Eine lange, schwierige Suche Die Suche nach einem Wohnheim für Fabian beginnt - und gestaltet sich äußerst schwierig: Vier Monate lang wird mit viel Aufwand gesucht. Anfangs wohnortnah, später dann bundesweit. Am Ende sind beim LVR (Landschaftsverband Rheinland) drei Mitarbeiter damit beschäftigt einen Platz für Fabian zu finden. Auch der Bundesverband für Autismus kann nicht weiterhelfen. Schließlich kommt Helga und Kuno der Zufall zu Hilfe: Am 'Tag der Begegnung' des Landschaftsverbands Rheinland kommen Fabians Eltern mit der Einrichtung 'Josefshaus' in Kontakt. Die nehmen ihren Sohn schließlich auf. Start mit Besuchsverbot Seit September 2013 wohnt Fabian zusammen mit anderen Autisten im Josefshaus in Mönchengladbach, eine knappe Autostunde von seinem Elternhaus entfernt. Kuno und Helga sind über die Nähe zu Fabian sehr glücklich und haben sich gleich zu Beginn auf regelmäßige Besuche gefreut. Doch erst einmal verhängt die Einrichtung ein Besuchsverbot. Für Fabian ist es therapeutisch wichtig, nach all den Wechseln erst einmal zur Ruhe kommen. Ganze sechs Monate müssen die Eltern warten, bis sie Fabian endlich in Mönchengladbach besuchen dürfen. Eine harte Zeit für die Eltern. Und für seine Schwester Katja. Angekommen Heute studiert Katja Medizin an der Universität in Hamburg. Ihren Bruder sieht sie noch vier- oder fünfmal im Jahr. Eigentlich ist ihr das deutlich zu wenig, aber die Entfernung zwischen Hamburg und Mönchengladbach machen häufigere Treffen schwierig. Kuno und Helga besuchen Fabian mittlerweile alle drei bis vier Wochen. Er fühlt sich in der Einrichtung daheim, hat mit Ralf Erdmann einen engagierten und wunderbaren Betreuer gefunden. Nach sechs Jahren besucht Fabian zum ersten Mal seine Eltern und feiert mit ihnen seinen 26. Geburtstag. Helga und Kuno freuen sich sehr auf diesen Tag. Und sie müssen akzeptieren, dass Fabian inzwischen erwachsen und in Mönchengladbach zuhause ist. Helga und Kuno sind glücklich über die Entwicklung ihres Sohnes, auch wenn sie ihn vermissen. Erfahrungen weitergeben Heute ist Fabian ein erwachsener Mann. Und die Eltern haben ihn genauso wie seine Schwester Katja losgelassen - das tut natürlich weh, gehört aber zum normalen Lauf der Dinge. Für Helga ist klar, dass sie ihre Erfahrungen mit autistischen Menschen weitergeben möchte. Die Gebärdensprachdozentin vermittelt in ihren Kursen, wie man sich mit Autisten oder geistig behinderten Menschen verständigen kann, egal ob sie taub sind oder nicht. Damit es andere auf ihrem Weg leichter haben, als sie selbst

09:05
55min
360° Geo Reportage
(360° - Geo Reportage) Ankaras gerettete Bücher Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2018 Regie: Gordian Arneth

'Früher habe ich mich nie für Bücher interessiert, aber seit es die Bibliothek gibt, lese ich gern!', gibt ein Müllmann unumwunden zu und meint damit jene Ausleihstation, die er und seine Kollegen seit einigen Jahren auf dem firmeneigenen Betriebshof betreiben. Angefangen hatte alles vor zwei Jahren, als die Männer begannen, für den Abfall bestimmte, jedoch gut erhaltene Bücher auszusortieren und aufzubewahren. Tausende von Büchern kamen so über die Zeit zusammen, bis speziell vom Unternehmen abgestellte Archivare begannen, die Werke zu sortieren und zu kategorisieren. Die so eingerichtete Bibliothek sollte ursprünglich nur den Müllmännern zu einem kostengünstigen Freizeitvergnügen verhelfen. Allerdings wurde es schnell zu einem großen Erfolg, so dass der Müllhof seine Tore auch anderen Interessierten öffnete. Seitdem kommen regelmäßig sogar Schulklassen, um zwischen 'Harry Potter' und Biografien des türkischen Staatsgründers Atatürk nach neuem Lesestoff zu suchen. Mittlerweile haben sich so viele Werke angesammelt, dass das Unternehmen einen eigenen Bücherbus baut, mit dem die Angestellten über die Dörfer fahren wollen, um den dortigen Bewohnern die Chance auf neue Lektüre zu geben. Mit derartigen Aktionen hat sich das Müllunternehmen einen guten Ruf in Ankara erarbeitet, einer Stadt, die in Hinsicht Modernität und landesweiter Beliebtheit immer noch weit hinter dem hippen Istanbul rangiert. Die Menschen hier fühlen sich ihren Traditionen verpflichtet, zu denen besonders die Taubenzucht gehört. Auch viele Müllmänner frönen dieser Leidenschaft und wetteifern darum, welche der Tauben schöner, gewandter oder schneller ist. Damit sind sie der Beweis, dass sich Tradition und Moderne nicht ausschließen müssen und man das Beste von beiden Seiten übernehmen kann. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.

08:40
25min
Q Pootle 5
Ein Freund für Krah / Nebeltag Staffel 1: Episode 29 Animationsserie, England 2013 Regie: Oli Hyatt Autor: Gillian Corderoy Musik: David Schweitzer

Ein Freund für Krah: Pootle bringt den Vogel Krächz von einer Weltraumreise mit. Ebenso wie Krah ist er ein Wandervogel und deshalb denken alle, dass die beiden gute Freunde werden. Doch Krah ist neidisch auf Krächz, der immer im Mittelpunkt steht und scheinbar alles besser kann als er. Er ist völlig am Boden zerstört, weil Stella Krächz anbietet, in ihrem Haus zu übernachten. Erst am nächsten Morgen erkennt Stella, dass die beiden Vögel sich eigentlich gar nicht verstehen. Zum Glück hat sie eine Idee, wie Krächz und Krah doch noch Freundschaft schließen können. Nebeltag: Über ganz Okidoki liegt ein dichter Nebelschleier und ans Fliegen ist erstmal nicht zu denken. Pootle, Oopsy und Eddi machen sich daher zu Fuß auf den Weg zu Groobie, aber im Nebel können sie sich überhaupt nicht orientieren. Was kann man nur dagegen unternehmen? Etwas Riesengroßes wäre dazu in der Lage, den Nebel einfach wegzupusten. Pootle weiß auch schon ganz genau, wer für diese Aufgabe der Richtige ist. Willkommen in der wunderbaren Welt von Q Pootle 5! Dort draußen unter den Millionen und Milliarden von Sternen findet sich ein kleiner Planet namens Okidoki. Wie man ihn findet? Folgt einfach der Milchstraße, vorbei am Gold Top Ne-bula. Dieser magische Planet ist der perfekte Spielplatz für einen freundlichen kleinen Alien namens Pootle. Es ist nie langweilig auf Okidoki.

09:05
20min
Jim Hensons: Doozers
(Jim Henson's The Doozers) Mission: Abgedüst / Mission: Folge deiner Nase Staffel 1: Episode 3 Animationsserie, Kanada, USA 2012 Regie: Phillip Stamp Autor: Meghan Read Musik: Eggplant

Mission: Abgedüst: Daisy ist betrübt. Ihr Düsenrucksack ist kaputt. Flex hat versprochen ihn zu reparieren, aber weil er ihn viel schneller und stärker gemacht hat, verselbstständigt sich der Rucksack und richtet großes Chaos im Doozer Tal an. Die Tüftler versuchen den Rucksack erst mit ihrem Luftschloss und dann mit einem Papierflieger zu fangen, schaffen es aber nicht. Die Kinder müssen sich aber beeilen. Bald geht dem Rucksack der Treibstoff aus und er droht auf die Erde zu fallen. Dann ist er vollständig hinüber. Zum Glück hat Flex noch eine hilfreiche Idee. An Spinnennetzen bleiben herumfliegende Blätter haften. Wenn die Tüftler ein ähnliches Netz bauen, können sie Daisys Düsenrucksack wieder einfangen. Mission: Folge deiner Nase: Weil ein Fest im Doozer Tal verschoben wurde, hat Mollys Vater in seiner Bäckerei einhundert fri-sche Leckerschmeckertörtchen über. Aber sie müssen noch heute verzehrt werden, denn morgen verlieren sie ihren einzigartigen Duft. Molly möchte sie an fleißige Arbeiter verteilen, aber die Tüftler merken schnell wie mühselig das ist. Wenn sie die Törtchen nicht an die Doozer verteilen können, dann müssen die Doozer eben zu den Törtchen kommen. Professor Gimbal gibt ihnen einen entscheidenden Tipp. Wenn sie einen großen Blasebalg am Ofen der Lecker-schmeckertörtchen anbringen, können sie den Duft im ganzen Doozer Tal verströmen. Dann kom-men die Doozer von ganz allein.

09:15
20min
La légende de Korra
(Avatar: The Legend of Korra) La révélation Staffel 1: Episode 3 Série de dessins animés, USA 2012 Regie: Joaquim Dos Santos - Ki Hyun Ryu Autor: Michael Dante Dimartino - Bryan Konietzko Musik: Jeremy Zuckerman

Korra est une maître de l'eau venant du pôle sud qui a un fort caractère. Elle est l'Avatar, et elle doit donc apprendre à maîtriser les quatre éléments. Elle a appris la maîtrise de l'eau, de la terre et du feu, et doit apprendre la maîtrise de l'air. Elle va vivre dans une grande ville, Republic City (littéralement la 'Cité de la République'), où vivent des gens de toutes les nations. Die US-amerikanische Animationsserie basiert auf der Vorgängerserie „Avatar – Der Herr der Elemente“. Sie spielt in einer Fantasiewelt, in der bestimmte Menschen die Fähigkeit besitzen, jeweils eines der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde mittels Telekinese, also durch pure Gedankenkraft, zu manipulieren. Es gibt jedoch eine Person, genannt „Avatar“, die in der Lage ist, alle vier Elemente zu beherrschen. Der Avatar ist damit verantwortlich für Beibehaltung des Gleichgewichts der Welt. Er kann in Gestalt eines Mannes oder einer Frau wiedergeboren werden und wird in der Serie von der 17-jährigen Korra verkörpert. Sie hat bereits gelernt, Wasser, Feuer und Erde zu bändigen und reist nun schließlich in die große Hauptstadt Republic City, um dort mit Lehrmeister Tenzin das Manipulieren der Luft zu trainieren. Dabei bekommt sie es mit gefährlichen Gegnern zu tun, die einen Feldzug gegen die „Elemente-Manipulierer“ führen.