Was kommt heute im Fernsehprogramm?

Folgesendung
Show
23:30
45min
Das Leben ist kein Pausenhof
Soloprogramm mit Bastian Bielendorfer Show, Deutschland 2019

Bastian Bielendorfer ist Deutschlands Lehrerkind Nummer eins. Wenn der mittlerweile diplomierte Psychologe über sein Leben und Leiden mit seinen Paukereltern und der Diktatur ihres roten Korrekturfineliners plaudert, liegen ihm Leser wie Zuschauer mit Schnappatmung und Zwerchfellmuskelkater zu Füßen. Auch in seinem Soloprogramm ''Das Leben ist kein Pausenhof'', das das WDR-Fernsehen in Marl aufzeichnete, seziert der preisgekrönte Poetry-Slammer seine Vergangenheit als Einzelkind im Lehrerhaushalt, wo schon beim Mittagessen Vokabeln konjugiert wurden. Seine Erlebnisse bei den Familienurlauben an der Ostsee oder beim Zelten im Sauerland sind ebenso komisch wie die Beschreibungen der Familienfeiern, wo die versammelten Lehrerinnen und Lehrer nach Schulformen geordnet Platz nehmen und schon vor dem Essen auf Altdeutsch im Besserwissen wetteifern. Auch bei den Erzählungen über Bastian Bielendorfers Waldorf-Neffe Ludger bleibt kein Auge trocken. Denn wenn der Jugendliche mit der selbst gehäkelten Mütze aus Lamawolle lieber in die Oper als ins Kino geht oder bei der Fastfoodkette nach veganen Nahrungsmitteln fragt, treibt das den Babysitter-Onkel regelmäßig in den Wahnsinn. ''Manchmal kommt alles zusammen, das perfekte Publikum, das perfekte Team, der perfekte Augenblick. So ein Moment war meine TV-Aufzeichnung für den WDR im Theater Marl. Da wo ich herkomm'', dem tiefsten Ruhrpott'', sagt Bastian Bielendorfer. ''Der Geruch von Heimat, 800 Leuten und Currywurst lag in der Luft. Klingt eklig, war aber wunderschön. Ein Meilenstein meines Lebens, der jetzt in meinem Kopf mit all dem Wahnsinn und den Gags Polka tanzt.'' Der selbstironische Einblick in die skurrile Welt des gebürtigen Gelsenkircheners ist nicht nur zum Brüllen komisch, sondern beweist vor allem eins: Das Leben ist nun mal kein Pausenhof. ''Das Leben ist kein Pausenhof'' ist eine Produktion des WDR Fernsehens. Aufgezeichnet im Theater der Stadt Marl.

Film
23:35
98min
Das rote Zimmer
Familiendrama, Deutschland 2010 Regie: Rudolf Thome Musik: Katia Tchemberdji Kamera: Ute Freund

Kussforscher Fred Hintermeier trifft die junge Buchautorin Luzie, die mit ihrer Freundin Sibil das Seelenleben der Männer ergründet. Der Wissenschaftler ist fasziniert von dem attraktiven Paar und besucht die beiden in ihrem Landhaus in der Provinz. Dabei wird der nüchterne Wissenschaftler selbst zum Forschungsobjekt der Frauen. Dr. Fred Hintermeier (Peter Knaack) arbeitet am biochemischen Institut in Berlin. Als Philematologe erforscht er die neurophysiologischen Effekte des menschlichen Nervensystems beim Küssen. Freiwillige Versuchspersonen tauschen in seinem Labor eng umschlungen Zärtlichkeiten aus. Mit kritischem Blick überwacht Hintermeier ihr Verhalten via Monitor. Diese kühle wissenschaftliche Distanz gegenüber der Liebe zerstört leider das Privatleben des Gelehrten: Seine Frau lässt sich scheiden, den Geburtstag verbringt der vereinsamte Wissenschaftler mit einem Callgirl. Sein tristes Leben ändert sich durch die Bekanntschaft mit der jungen Luzie (Katharina Lorenz) und ihrer Freundin Sibil (Seyneb Saleh). Die beiden sind ein Paar und brauchen eigentlich keine Männer, doch als Romanschriftstellerin hat Luzie das gleiche Forschungsgebiet wie Fred. Sie interessiert allerdings mehr die emotionale Seite des Küssens - für Hintermeier ist dies Neuland. Bereitwillig wechselt er die Seiten und stellt sich den beiden attraktiven Frauen als Forschungsobjekt zur Verfügung, zumal der Versuchsaufbau sich als verführerisch erweist: In einem roten Kuschelzimmer, ausgestattet mit Kissen, Matratzen und einem Fernseher, kommt es zu zärtlichen Annäherungen. Fred muss genau erklären, was er fühlt. Der Kussforscher ist begeistert von dieser Versuchsanordnung und unterschreibt einen Beziehungsvertrag - mit seinem eigenen Blut. Das amouröse Arrangement kostet ihn allerdings 3.000 Euro im Monat. In dieser amüsanten Hinterfragung der Geschlechterrollen gibt Rudolf Thome sich selbstironisch. Wie so häufig erzählt der Autorenfilmer in seinem filmischen Paralleluniversum von herrlich skurrilen Versuchsanordnungen. Das war schon in seinem frühen Meisterwerk ''Rote Sonne'' so, in dem die Frauen nahmen, was sie wollten - auf ihre Weise. In ''Das rote Zimmer'', einer altersmilden Fortsetzung dieser Männermeuchelei, beschreibt Thome nun die Abenteuer eines Kussforschers. Burgschauspieler Peter Knaack spielt diesen Erbsenzähler der Lust als verklemmten Volvofahrer. Wie in einem Tagtraum gerät er an ebenso sinnliche wie dominante Frauen. Katharina Lorenz und Seyneb Saleh als menschliche, allzu menschliche Liebesgöttinnen sind sehenswert. Nur unterschwellig ahnt man, dass sie möglicherweise Gottesanbeterinnen sind, die ihr ''Objekt'' irgendwann verspeisen. Der gelassenen Darstellung dieser doppelbödigen Erotikphantasie tut diese Irritation allerdings keinen Abbruch. Wie immer am Ende eines Thome-Films ziehen die Protagonisten los - ans Meer, wohin sonst? Anlässlich des 50. Jahrestags des Christopher Street Day präsentiert das MDR-Fernsehen zum ersten Mal eine Filmreihe jenseits der Hetero-Norm. Bis zum 29. Juni laufen zahlreiche queere Liebesgeschichten, Coming-of-Age-Filme, Beziehungsdramen und -komödien sowie Kurzfilme. Luzie: Katharina Lorenz Sibil: Seyneb Saleh Fred: Peter Knaack Peter: Max Wagner Venus: Isabel Hindersin Prof. Mühsam: Hanns Zischler Alexander: Arnd Klawitter Richter: Karlheinz Oplustil Ehefrau: Annika Kuhl Sekretärin: Anja Karmanski Assistentin: Rahel Savoldelli Frau auf Parkbank: Andreas Köhler Mädchen auf der Parkbank: Elisabeth-Marie Leistikow Antiquitätenhändlerin: Edda Köchl Prostituierte: Nicola Ruf Rechtsanwalt: Helmut Rühl Verkäufer: Chrisjan Zöllner Man mit Rasenmäher: Milan Peschel Pensionswirtin: Simone von Zglinicki 50 Jahre Christopher-Street-Day (28.6.).

Katharina Lorenz ("Luzie") - Seyneb Saleh ("Sibil") - Peter Knaack ("Fred") - Max Wagner ("Peter") - Isabell Hindersin ("Venus") - Maximilian Wagner ("Peter") - Hanns Zischler ("Prof. Mühsam") - Arnd Klawitter ("Alexander") - Annika Kuhl ("Ehefrau") - Milan Peschel ("Mann mit dem Rasenmäher") - Karlheinz Oplustil ("Richter") - Anja Karmanski ("Sekretärin")
TV-Sendung
23:35
110min
Christine
Biografie, England, USA 2016 Regie: Antonio Campos Autor: Craig Shilowich Musik: Danny Bensi - Saunder Jurriaans Kamera: Joe Anderson

Die engagierte TV-Reporterin Christine Chubbuck (Rebecca Hall) träumt vom beruflichen und privaten Erfolg. In der lokalen TV-Station, in der sie arbeitet, muss sie meist banale Lokalthemen behandeln. Ihr dreissigster Geburtstag kommt rasend schnell näher. Sie möchte endlich ernsthaftere Themen aufnehmen und ihre Karriere in eine erfüllende Richtung lenken. Christine steht für ihre Werte ein und weigert sich vehement, ihre journalistische Integrität beiseite zu schieben und - wie es ihr Chef verlangt - ''saftigere'' Geschichten auf den Sender zu bringen. Sie engagiert sich und schlägt immer wieder gewichtige Geschichten vor, die aber abblitzen. Auch in ihrem Privatleben funktioniert nicht alles, wie sie sich das wünscht. Obwohl sie für ihren beruflichen Erfolg hartnäckig kämpft, traut sie sich nicht einmal, ihren Kollegen George Ryan (Michael C. Hall) auf einen Kaffee einzuladen. Eine Enttäuschung folgt der nächsten und Rebeccas Depression übernimmt langsam aber sicher die Kontrolle über ihr Leben. Bis sie eines Tages einen schrecklichen Entschluss fasst, den die Fernsehgeschichte nie wieder vergessen wird. Regisseur Antonio Campos gelingt es, die tragische Geschichte von Christine Chubbuck einfühlsam und intim zu erzählen. Obwohl sich der Film das Thema Sensationalismus vornimmt, lässt er sich in seiner Erzählform nicht davon einnehmen. Rebecca Halls Porträt der psychisch kranken Frau in einem gleichgültigen und von Männern dominierten Welt ist eine Meisterleistung.

Rebecca Hall ("Christine") - Michael C. Hall ("George") - Tracy Letts ("Michael") - Maria Dizzia ("Jean") - J. Smith Cameron ("Peg") - Timothy Simons ("Steve") - Kim Shaw ("Andrea") - John Cullum ("Bob Andersen") - Morgan Spector ("Doctor Parsons") - Jayson Warner Smith ("Mitch")
Film
23:55
90min
Tatort: Der hundertste Affe
(Crime Scene) Krimi, Deutschland 2016 Regie: Florian Baxmeyer Autor: Christian Jeltsch Musik: Stefan Hansen Kamera: Peter Joachim Krause

Die Kommissare Inga Lürsen und Stedefreund stehen unter Hochdruck: Eine Gruppe um die Umweltaktivistin Luisa Christensen droht, die Stadt zu terrorisieren. Sie fordert ein Bekenntnis des Wissenschaftlers Dr. Urs Render zu seinen Forschungen für einen Biotechnologiekonzern, aber Render schweigt. Die Erpresser sind zum Äußersten bereit, der eiligst einberufene Krisenstab befürchtet das Schlimmste. Unter dem Titel Tatort sind streng genommen Dutzende von Krimiserien vereint. Jede ARD-Anstalt produziert innerhalb der Tatort-Reihe 90 Minuten lange Filme mit eigenen Ermittlern, die in der Regel Mordfälle aufzuklären haben. Auch das Schweizer und das Österreichische Fernsehen schicken eigene Polizisten ins Rennen. Die Filme mit den verschiedenen Hauptdarstellern werden abwechselnd und in loser Folge sonntags um 20.15 Uhr gezeigt, wobei die Ermittler der größeren ARD-Anstalten wie WDR und NDR alle paar Wochen im Einsatz sind und die der kleinen Anstalten wie RB und SR manchmal jahrelang gar nicht auftreten. Zunächst liefen nur etwa elf Folgen im Jahr, Ende der 90er-Jahre waren es 30.

Sabine Postel ("Inga Lürsen") - Oliver Mommsen ("Stedefreund") - Friederike Becht ("Luisa Christensen") - Franz Pätzold ("Sven Render") - Barnaby Metschurat ("Helmut Lorentz") - Werner Wölbern ("KvD Joost Brauer") - Luise Wolfram ("Linda Selb") - Camilla Renschke ("Helen Reinders") - Johannes Allmayer ("Claas Beckmann") - Matthias Brenner ("Dr. Katzmann") - Anna Stieblich ("Renate Bütow") - Conrad F. Geier ("Jürgen Cassdorf") - Manfred Zapatka ("Dr. Urs Render") - Knut Berger ("Rolf Brosig") - Jerry Hoffmann ("Dabo Fofana") - Sebastian Zimmler ("Tom Vegener")
Musik
01:25
100min
Jazzline: Jazzfest Bonn 2019
(west.art Jazzline) Aufzeichnung vom 19.-31. Mai 2019 Konzert, Deutschland 2019 Gäste: Monika Roscher Big Band - Mezzoforte - Samy Deluxe - Florian Weber

Jazzfest Bonn 2019 Im Mai gibt es in Bonn etwas zu feiern: Bereits zum zehnten Mal findet in der ehemaligen Bundeshauptstadt das Jazzfest Bonn statt. WDR Jazzline präsentiert folgende Auftritte: Riccardo Del Fra Sideman, der schon in den Bands von Chet Baker, Dizzy Gillespie und Art Farmer spielte. Tobias Hoffmann, gebürtiger Remscheider und bekennender Wahl-Kölner, variiert, verwischt, ent- und beschleunigt die Klangfarben von Liedern anderer Musiker. Wicked Games'' von Chris Isaak, ''The Look Of Love'' von Burt Bacharach und ''Toxic'' von Britney Spears klingen different und sind doch wiedererkennbar, wenn sie das Tobias Hoffmann Trio interpretiert. Lucia Cadotsch, im Trioverbund mit dem Kontrabassisten Petter Eldh und dem Tenorsaxofonisten Otis Sandsjö schnappt sich die ''Echo Jazz''-Preisträgerin von 2017 Evergreens und beamt sie mit ihrer Stimme in die Gegenwart: erdig, originell und mit Swing. Ob Indie, Punk, Rock, Pop und natürlich Jazz - Monika Roscher möchte in ihrer Klangwelt Strömungen zusammenführen. Und so eine Symbiose aus unterschiedlichen Stilen herstellen und erreichen, dass die einzelnen Teile über das Mittel der Improvisation zu einem großen Ganzen verschmelzen. Was dabei auf und vor der Bühne garantiert mit eingepreist ist: Es wird getanzt. 1983 war es, als Mezzoforte mit dem Instrumentalstück ''Garden Party'' europaweit bekannt wurden. Bereits 1977 in Reykjavik gegründet, als die Musiker allesamt noch Teenager waren, hat die isländische Band seitdem immer wieder mit großem Mut zu kleinen Pausen Alben veröffentlicht. 2012 feierte die Funk-Fusion-Formation mit ''Islands'' ihr 35-jähriges Jubiläum und bespielt mit einer großen Portion positiver Energie und wechselnden Gastmusikern nach wie vor internationale Bühnen. Zwei Welten, ein musikalisches Ziel - und zwar das, einen gemeinsamen Flow zu finden. Dem Jazzpianisten Florian Weber und dem Rapper Samy Deluxe gelingt das schon seit ein paar Jahren. In unregelmäßigen Abständen feiern und verfeinern sie ihre musikalische Wahlverwandtschaft, und zum Finale des zehnten ''Jazzfest Bonn'' tun sie das erneut.

Musik
00:20
60min
PULS Festival 2017
Konzert, Deutschland 2017 Moderation: Laury Reichart Gäste: Superorganism - Noga Erez

Beim PULS Festival 2017 im BR-Funkhaus in München traten Superorganism und Noga Erez auf. Superorganism Superorganism sind Orono, ein 17-jähriges japanisches Mädchen aus Maine und sieben geheimnisvolle Gestalten aus London - ein transatlantisches Hipster-Bündnis also. Die beeindruckenden drei ersten Songs des gehypten Kollektivs klingen wie ein gepitchtes, geschreddertes Mash-up aus allen Pophits, die jemals geschrieben wurden. Die erste Single ''Something for your M.I.N.D.'' und die weiteren Veröffentlichungen ''Nobody Cares'' und ''It''s All Good'' funktionieren wie ein Browser - alle Tabs, alle Genres und Einflüsse sind nebeneinander zu hören. Noga Erez Unbequeme Musik für unbequeme Zeiten: Die Israelin Noga Erez macht keinen leicht verdaulichen Sound - weder textlich noch musikalisch. Ihre Bausteine sind ratternde Beats und eine Mischung aus Hip-Hop und Future-R&B. Sie gilt als diejenige, die die Ängste und Frustration zahlreicher junger Menschen in Israel artikuliert. Mit ihrem Album ''Off The Radar'' spricht sie für ihre Generation: Einen großen Teil der israelischen Gesellschaft, der nichts lieber will, als ein friedliches Leben zu führen. Dafür sind sie auch bereit, Kompromisse einzugehen. All das bringt Noga Erez in Songs wie ''Dance While You Shoot'' unter, in denen sie mit ihrem beinahe schon gelangweilt wirkenden Gesang eine einzigartige, teils bedrückende Stimmung schafft.

Film
23:30
90min
Moon
SciFi-Drama, England, USA 2009 Autor: Nathan Parker - Duncan Jones Musik: Clint Mansell Kamera: Gary Shaw

Sam Bell ist der einzige Bewohner einer Mondbasis, die im Auftrag eines globalen Energiekonzerns für den Abbau von Helium 3 errichtet wurde. Doch kurz vor seiner Ablösung hat er einen Unfall. Als Sam auf der Krankenstation erwacht, glaubt er zu halluzinieren, denn in der Zwischenzeit hat ein identischer Doppelgänger seinen Posten eingenommen. Sam erkennt, dass er Opfer eines Komplotts seiner Arbeitgeber geworden ist. Nach anfänglichem Misstrauen kommen sich die beiden Sams jedoch näher und stellen aufgrund persönlicher Nachforschungen fest, dass sie beide zu einer Serie von in Masse produzierten Klonen gehören, die von der Konzernleitung immer dann neu aktiviert werden, wenn das Vorgängermodell nach dreijähriger Lebensdauer seinen Geist aufgibt. Alarmiert von dieser schockierenden Entdeckung und mit der ernüchternden Tatsache konfrontiert, dass ihre Auftraggeber niemals vorhatten, sie wieder nach Hause auf die Erde zu schicken, hecken der gesundheitlich immer stärker in Mitleidenschaft gezogene Sam und sein identisches Gegenüber einen Fluchtplan aus, den aber nur einer der Männer in die Tat umsetzen kann. Denn ihnen ist bewusst: Wenn das angekündigte Rettungsteam von Lunar Industries, das die Ursachen von Sams Unfall unter die Lupe nehmen will, auf der Mondbasis eintrifft, bedeutet das für sie beide nur eines: den sicheren Tod. Mit seinem Kinodebüt gelang es dem britischen Regisseur Duncan Jones, Sohn der Rock-Ikone David Bowie, dem Science-Fiction-Genre neue Impulse zu verleihen. Stilistisch und inhaltlich orientiert er sich eher an Klassikern wie ''Lautlos im Weltraum'' und ''2011 - Odyssee im Weltraum'' als an den Fantasy-Welten von ''Krieg der Sterne'' und ''Star Trek''. Jones kreiert mit wenigen, aber effektiven Mitteln und nur einem zentralen Darsteller - dem überragenden Sam Rockwell, der hier mit sich selbst um die Wette spielt - einen utopischen und dennoch menschlichen Zukunftsthriller. Jones lieferte eine überzeugende Visitenkarte seines Regietalents. 2009 wurde ''Moon - Die dunkle Seite des Mondes'' als bester britischer Independent-Film ausgezeichnet.

Sam Rockwell ("Sam Bell") - Dominique McElligott ("Tess Bell") - Kaya Scodelario ("Eve") - Benedict Wong ("Thompson") - Kevin Spacey ("GERTY (Stimme)") - Rosie Shaw ("Die kleine Eve") - Adrienne Shaw ("Kindermädchen") - Matt Berry ("Overmeyers") - Malcolm Stewart ("Techniker") - Robin Chalk ("Sam Bells Klon")
Serie
01:05
30min
Lindenstraße
Offenbarungen Soap, Deutschland 2019 Regie: Dominikus Probst - Philipp Neubauer Musik: Jürgen Knieper Kamera: Till Vielrose

Paul ist bei Mika auf dem Wagenplatz geblieben. Murat versucht ihn, zur Rückkehr zu bewegen - leider ohne Erfolg. Zudem hat Paul beschlossen, die Schule abzubrechen. Wird es Lisa gelingen, ihren Sohn zur Umkehr zu zwingen? Während Iris versucht, ihren Vater William zur Reha zu überreden, stänkert dieser weiter gegen Alex. Auch Jamal hat er auf dem Kiecker. Als Jamal der völlig überforderten Iris anbietet, auf ihren Vater aufzupassen, damit sie endlich wieder einmal einen schönen Abend mit Alex verbringen kann, eskaliert die Situation zwischen William und ihr. Obwohl Klaus von Rechten bedroht wird, findet die Demo statt. Als Nina rechte Demonstranten in der Demo entdeckt, bittet sie ihren Kollegen Kreitmayr, die Polizei früher einzubestellen. Doch die trifft zu spät ein. Nina ist irritiert ... Seit mehr als 25 Jahren ist Hans W. Geissendörfers Soap-Klassiker mittlerweile auf Sendung. So konnte schon mehr als eine Generation miterleben, was die Familien und Singles in der Lindenstraße alles erleben. Immer wieder werden auch politische Ereignisse aus dem realen Leben aufgegriffen.

Moritz A. Sachs ("Klaus Beimer") - Dunja Dogmani ("Neyla Beimer") - Sarah Masuch ("Dr. Iris Brooks") - Joris Gratwohl ("Alex Behrend") - Ron Williams ("William Brooks") - Sontje Peplow ("Lisa Dagdelen") - Erkan Gündüz ("Murat Dagdelen") - Jacqueline Svilarov ("Nina Zöllig")
Info
01:30
100min
Pawlenski
(Der Mensch und die Macht - der russische Künstler Pawlenski) Der Mensch und die Macht Porträt, Deutschland 2016 Regie: Irene Langemann Musik: Daniel Langemann Kamera: Franz Koch - Maxim Tarasjugin

2012 erregt der russische Politkünstler Pjotr Pawlenski international Aufsehen, als er sich den Mund mit einem groben Faden zunäht, um in St. Petersburg den verurteilten Mitgliedern von ''Pussy Riot'' seine Solidarität zu bezeugen. Künstler - so will er zeigen - seien in Russland zum Schweigen verurteilt. Im November 2013 setzt er sich nackt auf den Roten Platz in Moskau und nagelt seinen Hodensack fest. Die Aktion steht für politische Gleichgültigkeit in der russischen Gesellschaft. Bei den meisten Aktionen liegt Pawlenski nur da, steht oder sitzt. Aktiv sind die Vertreter der Macht, wenn sie ihn wegschleppen, sich in Stacheldraht verheddern, seine Nacktheit zu bedecken versuchen. Groteske Szenen. Erste Versuche, den Künstler anzuklagen, verlaufen im Sand. Eine Ärztin weigert sich, ihn für unzurechnungsfähig zu erklären. Ein Untersuchungsrichter ist so fasziniert, dass er statt eines Verhörs ein lockeres Gespräch über Kunst und Politik mit ihm führt. Pawlenski hat es heimlich aufgezeichnet. 2014 zündet er mit Helfern Reifen auf einer Petersburger Brücke an, sie schwenken die ukrainische Fahne, um die Maidan-Bewegung zu unterstützen. Anklage wegen Vandalismus. Als er im November 2015 die Tür des FSB (früher: KGB) anzündet, wird ein zweiter Prozess in Moskau gegen ihn angestrengt. ''Das Tor zur Hölle brennt nicht'' - der Angriff auf den russischen Geheimdienst hat sein Tor zur Außenwelt erstmal verschlossen. Mit Mut und Ausdauer ist die Autorin Irene Langemann 2015 und 2016 nach Russland gereist, um Pjotr Pawlenski in Freiheit und während seiner Zeit in Haft zu begleiten. Wer ist dieser Mann, der für die Freiheit kämpft mit dem Preis seiner eigenen? Dank Originalprotokollen von Gerichtsverhandlungen sind der Autorin entblößende und amüsant-groteske Szenen gelungen, die den Kampf eines einzelnen Künstlers gegen den Staatsapparat zeigen.

Film
21:55
130min
Und nebenbei das große Glück
(Happiness Never Comes Alone) Romantikkomödie, Frankreich 2012 Regie: James Huth Autor: Sonja Shillito Musik: Bruno Coulais Kamera: Stéphane Le Parc

Jazz-Musiker Sacha, Anfang 40, hat alles, was er mag: Freunde, Frauen, Feten. Doch als die attraktive, temperamentvolle Charlotte ihm buchstäblich vor die Füße fällt, gerät sein Leben aus dem Tritt. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Doch die Traumfrau hat drei Kinder und einen Noch-Ehemann, der den ''Neuen'' mit aller Macht aus dem Leben seiner Ex räumen will. Sacha (Gad Elmaleh), Anfang 40, führt als Jazzpianist ein unbeschwertes Leben. Er hat gute Freunde, liebt sein Klavier und die jungen Frauen, die nach einer Party-Nacht gern das Bett mit ihm teilen. Nicht einmal um seine schmutzige Wäsche braucht er sich zu kümmern, denn das erledigt immer noch Mama (Macha Méril). Sein Geld verdient er sich bisweilen als Komponist für Werbespots. Nach einer missratenen Abnahme eines solchen Spots durch den Großindustriellen Alain Posche (François Berléand) fällt ihm wie zum Trost die schöne Charlotte (Sophie Marceau) vor die Füße: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Was Sacha noch nicht weiß: Charlotte ist ausgerechnet die Noch-Frau von Alain, das Ehepaar hat sich vor zwei Jahren getrennt. Doch zunächst einmal leben Charlotte und Sacha ihre Leidenschaft aus. Sacha als bekennenden Single stören auch Charlottes drei aufgeweckte Kinder nicht, ganz im Gegenteil, er schließt sie ins Herz wie sie ihn. Doch als Alain Sacha bei Charlotte erwischt, wird''s brisant: Das bislang für beide Seiten vorteilhafte Ehe-Arrangement, das Alain mit seiner Frau getroffen hat, sieht neben regelmäßigen Zahlungen keinen Liebhaber im Haus vor. Und auch Sachas vom Broadway träumender Showpartner Laurent (Maurice Barthélémy) ist wenig erbaut davon, dass sein Kumpel verstärkt in Familie macht. So wird er zum willigen Gehilfen von Alain, der im Hintergrund böse Intrigen spinnt, um den neuen Liebhaber seiner Ex möglichst weit weg zu expedieren. Und Charlotte wird von Alain eingeschüchtert, indem er ihr mit der Wegnahme der Kinder droht. So findet das leidenschaftliche Glück der Liebenden ersteinmal ein abruptes Ende ... Eine ebenso witzige wie romantische Liebeskomödie um eine Karrierefrau und Singlemama und einen sich treiben lassenden Jazzmusiker, die vom Spiel und Charisma der bezaubernd ungeschickten und ''immer noch aufreizend sexy'' (prisma.de) Sophie Marceau und des Stand-Up Comedians Gad Elmaleh lebt. Ihre Darstellung des durchgeknallten Paares, gemischt mit viel Esprit, Wortwitz und toller Musik, ergibt ein sehr französisch geprägtes Feel-Good-Movie. Für die ''wohltuend erfrischende Unterhaltung'' (prisma.de) sorgte James Huth, einer der besten Regisseure Frankreichs. ''Und nebenbei das große Glück'' sendet das MDR FERNSEHEN als deutsche Free-TV-Premiere.

Sophie Marceau ("Charlotte Posche") - Gad Elmaleh ("Sacha Keller") - Maurice Barthelemy ("Laurent Helewa") - François Berléand ("Alain Posche") - Michaël Abiteboul ("Lionel Ronssin") - Julie Anne Roth ("Chris Tamalet") - Macha Méril ("Fanfan Keller") - Litzi Vezsi ("Mamie Matzü") - Cyril Guei ("Xavier Sabi") - François Vincentelli ("César Renaudeau") - Robert Charlebois ("Jean-Seb Bigstone") - Valérie Crouzet ("Cécile Monet") - Dina Capistrano Nietes ("Minerva Cea, genannt Nana") - Milena Chiron ("Suzy") - Timothé Gauron ("Louis") - Sacha Prijovic ("Concierge") - Bérénice Marlohe ("Laurents Date") - Marcia M. Francis ("Gast in der Bar Lounge") - Litzi Veszi ("Mamie Matzü") - Timéo Leloup ("Léonard") - Vincent Deniard ("Nicolas") - Armando Gamberini ("Vincenzo") - Anne-Sophie Boubals ("Coralie Léger de Lourdes") - Jérôme Seydoux ("Professeur Deloële") - Clara Bonnet ("Irène") - Audrey Looten ("Charlottes Assistentin") - Xavier Pottier ("Romain") - Pierre-Yves Plat ("Bruno Vaneau") - Jack Lang ("Kultusminister")
Spielfilm
00:05
90min
Live is Life - Der Himmel soll warten
(Die Spätzünder 2 - Der Himmel soll warten) TV-Komödie, Österreich, Deutschland 2013 Regie: Wolfgang Murnberger Autor: Uli Brée Kamera: Peter von Haller

Die alten Menschen werden behandelt wie kleine Kinder. Man bastelt miteinander, man spielt ''lustige'' Gesellschaftsspiele, man hat für alles und jeden Verständnis. Man behandelt sie aber nicht wie verantwortungsvolle Erwachsene. Revoluzzer wie Degenhard und Sissi sehen hier keine Zukunft. ''Der Himmel soll warten'' sagt Sissi immer, nach einem Lied, das sie im Radio aufgeschnappt hat. Sie wollen autark leben und respektvoll behandelt werden. Man spinnt die Idee von einem Ort für alte Menschen, an dem jeder noch etwas beizutragen hat und wo sein Hirn nicht einrostet. Als sie erfahren, dass das Heim verkauft werden soll, hat Degenhard eine Idee. Die Bewohner sollen den Laden kaufen und ihn dann so gestalten, wie sie es für richtig halten. Der spontane Jubel verebbt, als sie feststellen, was das Anwesen kosten soll. Einen Degenhard Schagowetz kann so ein Rückschlag jedoch nicht entmutigen. Die ''Herzschrittmacher'' müssen ja mit ihren CDs und Auftritten massiv Geld verdient haben. Wo ist das eigentlich? Der Weg zu Rocco endet in der Ernüchterung. Die Bankenkrise hat seine Anlagestrategie zunichte gemacht. Es ist nichts mehr da. Zudem hat er Stress mit Marina. Seit sie die Heimleitung übernommen hat, ist die Beziehung in der Krise. Er hat Angst, zwischen die Fronten zu geraten. Aber Degenhard gibt nicht auf: Die ''Herzschrittmacher'' müssen noch mal unter die Leute. Wäre ja gelacht, wenn sie nicht noch einen Hit zustande brächten, der alle ihre Probleme löst. Sissi und ihre neuen Freunde im Altersheim stimmen begeistert zu. Rocco hält die Idee für verrückt. Nun ist es aber gerade Marina, die ihre Fehler erkennt und Rocco noch einmal mitreißt zu einem großen Auftritt von ''Rocco & die Herzschrittmacher'' mit ihrem neuen Hit ''Der Himmel soll warten''. Im zweiten Teil der Komödie von Uli Brée, inszeniert von Wolfgang Murnberger, beeindruckt Jan Josef Liefers wieder als schwungvoller Musiker, Ursula Strauss als Altenpflegerin und Joachim Fuchsberger, Bibiana Zeller, Hans-Michael Rehberg, Dieter Hallervorden u.v.a. als rockende Senioren im Altenheim. Die berührende Komödie zeigt alte und junge Menschen, die ihre echten und ihre seelischen Krücken wegschmeißen und ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen.

Jan Josef Liefers ("Rochus 'Rocco' Siwak") - Ursula Strauss ("Marina Schatz") - Joachim Fuchsberger ("Degenhard Schagowetz") - Bibiane Zeller ("Sissi Hopf") - Michael Schönborn ("Viktor Hopf") - Hans-Michael Rehberg ("Herr Klüger") - Dieter Hallervorden ("Dieter Jürgens") - Petra Morzé ("Frau Glück") - Lisa Kreuzer ("Sandra") - Gerhard Liebmann ("Theo") - Gisela Salcher ("Petra") - Alessandra Dietzel ("Gloria")