Was kommt heute im Fernsehprogramm?

Folgesendung
22:15
105min
Das Tal der toten Mädchen
(El guardián invisible) Thriller, Spanien, Deutschland 2017 Regie: Fernando González Molina Autor: Luiso Berdejo Musik: Fernando Velázquez Kamera: Flavio Martínez Labiano

In einem nebligen Tal Nordspaniens wird die Leiche einer Jugendlichen gefunden. Schnell wird klar, dass hier ein Serienkiller sein Unwesen treibt. Die junge Kommissarin Amaia ermittelt. Es scheint sich um einen Ritualmörder zu handeln, der stets nach dem gleichen Muster verfährt. Die Leichen werden gereinigt und als Heilige inszeniert. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die spanische Kommissarin Amaia Salazar (Marta Etura) übernimmt die Ermittlung in einem bizarren Mordfall: In einem Tal unweit ihres Heimatortes, dem beschaulichen baskischen Städtchen Elizondo, wird die Leiche einer Jugendlichen gefunden. Sie wurde ausgezogen, rituell gereinigt und von ihrem Mörder wie eine Heilige inszeniert auf dem Waldboden platziert. Außerdem lag auf ihrem Körper ein traditionelles baskisches Gebäck - ein Txantxigorri. Dieses Muster passt zu einem Mordfall, der sich bereits einige Wochen zuvor ereignet hat, und Amaia realisiert allmählich, dass sie es mit einem Serienkiller zu tun hat. Gemeinsam mit ihrem Partner Jonan Etxaide (Carlos Librado 'Nene') nimmt sie die Ermittlungen auf und kehrt in jenen Ort zurück, dem sie eigentlich für immer entfliehen wollte. Doch ihr gefährlicher Gegner ist ihr stets einen Schritt voraus. Die Medien geben dem geheimnisvollen Killer den Namen Basajaún, ein Waldgeist aus der Mythologie des Baskenlandes. Und einige der Dorfbewohner beginnen tatsächlich, an diese übernatürliche Erklärung für die Morde zu glauben. Doch Amaia ist davon überzeugt, dass es sich um einen Mörder aus Fleisch und Blut handelt. Zu allem Überfluss hat Amaia auch noch mit privaten Problemen zu kämpfen: Sie vernachlässigt ihren Ehemann James (Benn Northover), mit dem sie sich verzweifelt ein Kind wünscht. Und in Elizondo trifft sie nach vielen Jahren wieder auf ihre älteste Schwester Flora (Elvira Mínguez), die inzwischen das Familienunternehmen leitet und mit der sie im Streit liegt. Flora kann Amaia einfach nicht verzeihen, dass sie sich nicht um die kranke Mutter kümmerte, sondern für ihre Ausbildung einst das Baskenland verließ. Als schließlich weitere Mädchen verschwinden, beginnt für Amaia ein Wettlauf gegen die Zeit. Und es wird immer offensichtlicher, dass die Morde auch etwas mit ihrer eigenen Familiengeschichte zu tun haben könnten. Die 1969 geborene Schriftstellerin Dolores Redondo zählt in ihrem Heimatland Spanien zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen. Mit der sogenannten Baztán-Trilogie setzte sie dem Baskenland mit seinen eigenwilligen Bewohnern, verwunschenen Nebeltälern und legenden-umrankten Mythen ein literarisches Denkmal. In Deutschland erschienen die Romane unter den Titeln 'Ein Echo ferner Tage', 'Die vergessenen Kinder' und 'Der nächtliche Besucher'. Bei diesem Erfolg war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Verfilmung der Trilogie geplant wurde. Die Regie für Teil eins übernahm Fernando González Molina, der mit dem Historiendrama 'Palmen im Schnee' einen großen Kinohit in Spanien landete. Auch 'El Guardián Invisible' (so der Originaltitel von 'Das Tal der toten Mädchen'), der in Koproduktion mit dem ZDF und ARTE entstand, wurde zu einem großen Erfolg. Inzwischen sind Teil zwei und drei in Produktion. Die Hauptrolle der couragierten Inspektorin Amaia Salazar, die sich nicht nur mit einem brutalen Serienkiller, sondern auch mit den Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert sieht, spielt die Baskin Marta Etura, die mit dieser Rolle in ihrem Heimatland schlagartig zum Star wurde. Zwar konnte sie schon an der Seite von Spaniens prominentestem Charakterkopf, Luis Tosar, in den Kinofilmen 'Sleep Tight' und 'Zelle 211' auf sich aufmerksam machen, doch die Rolle der sensiblen Profilerin schien ihr regelrecht auf den Leib geschrieben zu sein. Free-TV-Premiere

Marta Etura ("Amaia Salazar") - Elvira Mínguez ("Flora Salazar") - Francesc Orella ("Fermín Montes") - Itziar Aizpuru ("Tante Engrasi") - Nene ("Jonan Etxaide") - Benn Northover ("James") - Miquel Fernández ("Amaias Vater") - Miren Gaztañaga ("die junge Rosario") - Idurre Puertas ("Amaia als Kind") - Patricia López Arnaiz ("Rosaura Salazar")
Info
22:10
30min
Wie schmeckt die Natur? - Unterwegs im Westen
(Unterwegs im Westen) Traditionelle Nutztiere und Wildkräuter bewahren - für den guten Geschmack Gesellschaftsreportage, Deutschland 2019

Wie schmeckt die Natur? Traditionelle Nutztiere und Wildkräuter bewahren - für den guten Geschmack 'Fleisch hat für mich früher einfach nach Nichts geschmeckt', sagt Susanne Schulte aus Gummersbach. Dann wurde sie mit ihrem Partner Peter Schmidt selbst zum Fleischproduzenten. Zusammen züchten sie alte Nutztierrassen wie das fast ausgestorbene rote Höhenvieh, Bergschafe mit langem Schwanz und Schlappohren oder die massigen Mechelner Hühner. Ihr Hof ist einer von knapp 20 sogenannten Archehöfen in NRW. Susanne und Peter füttern ihre Tiere von Hand und haben jedem Rind einen Namen gegeben. Natürlich fällt da die Schlachtung schwer - aber so ist das Arche-Prinzip nun einmal: 'Erhalten durch Aufessen'. Und am 'Aufessen' hat auch Susanne Gefallen gefunden: ' Unser Fleisch schmeckt intensiv, man muss richtig kauen - und eine Soße brauche ich nicht.' Ursprünglich und vor allem ganz lokal schmeckt es auch Tine Knauft aus Köln am besten: 'Wir brauchen kein Super-Food wie Chia-Samen vom anderen Ende der Welt - unsere Brennnessel kann das auch!' Sie mag die besondere Wildkräuter-Note, die meistens bitterer und intensiver ist als die von Supermarkt-Gewürzen. Ihre Begeisterung über heimische Kräuter teilt Tine in Kursen und Kräuterwanderungen. Was Tine, Peter und Susanne vereint: Ihnen geht es nicht um den nächsten Schritt zur Optimierung. Stattdessen wollen sie ursprüngliche und vielfältige Genüsse erhalten, ganz einfach - oder?

Spielfilm
23:00
90min
Alle lieben Peter
Musikkomödie, Deutschland 1959 Regie: Wolfgang Becker Autor: István Bekeffy - Clemens Ott - Per Schwenzen Musik: Erwin Halletz Kamera: Oskar Schnirch

Peter Erdmann finanziert sich sein Studium durch eine Stelle in dem Unternehmen von Generaldirektor Steiner. Die ganze Leidenschaft des jungen Mannes, der in seiner freien Zeit in einer Rockband spielt, ist jedoch die Musik. Als Peter ein Angebot von Steiner erhält, mit seiner Band bei einer privaten Feier aufzutreten, nimmt er selbstverständlich an. Auf der Party lernt er Steiners Tochter Kitty kennen - in die er sich prompt verliebt. Als auch noch Peters Mutter und deren Schwarm auftauchen, kommt es zu einigen Verwicklungen. Der Student und leidenschaftliche Musiker Peter Erdmann wohnt bei seiner verwitweten Mutter Sylvia und finanziert sich seinen Unterhalt mit einer Stelle als Werksstudent im Unternehmen von Generaldirektor Steiner. Als Sylvia den Vertreter Bernd Werding kennenlernt und sich in ihn verliebt, gibt sie sich ihm gegenüber als zehn Jahre jünger aus. Damit ihre Lüge nicht auffliegt, muss sich Peter Werding gegenüber fortan als 14-jähriger Pennäler ausgeben. Als Generaldirektor Steiner Peter fragt, ob er mit seiner Rockband auf einer privaten Feier auftreten möchte, sagt dieser natürlich zu. Auf der Feier lernt er Steiners Tochter Kitty kennen - in die er sich prompt verliebt. Als an dem Abend auch noch Peters Mutter und deren Schwarm auftauchen, bekommt der Student jedoch ein Problem. In Wolfgang Beckers amüsanter Verwechslungskomödie spielt der in den 1950er-Jahren als 'deutsche Antwort auf Bill Haley' bekannt gewordene Sänger Peter Kraus die Rolle, die ihn auch im Kino zum Publikumsliebling machte: die des freundlichen Jungen von nebenan, der sich trotz seiner Leidenschaft für Rock 'n' Roll mit Jung und Alt bestens versteht. Im Gegensatz zu vielen Verwechslungsklamotten dieser Jahre gelang Regisseur Becker zusammen mit seinem Star eine amüsante und durchaus ironische Komödie, die auch heute noch unterhält und auch als Zeitdokument besonderen Reiz besitzt. Zu den weiteren Publikumslieblingen dieser Jahre, die in 'Alle lieben Peter' auftreten, zählen Christine Kaufmann, Gustav Knuth sowie Schlagersänger Boy Gobert und das bayerische Urgestein Beppo Brem. Das Bayerische Fernsehen zeigt den Klassiker des deutschen Unterhaltungskinos anlässlich des 75. Geburtstages von Peter Kraus, der am 18. März 1939 in München geboren wurde.

Hannelore Schroth ("Sylvia Groth"), Boy Gobert ("Bernd Werding"), Peter Kraus ("Peter Erdmann"), Helen Vita ("Zita"), Peter Vogel ("Tommy"), Gustav Knuth ("Generaldirektor Steiner"), Christine Kaufmann ("Kitty Steiner"), Beppo Brem ("Hubmeier, Autohändler"), Margret Aust
21:55
90min
Cléo - Mittwoch zwischen 5 und 7
(Cléo de 5 à 7) Dramedy, Frankreich, Italien 1962 Regie: Agnès Varda Kamera: Jean Rabier - Alain Levent

Ein Tag wie jeder andere? Nicht ganz: Cléo, eine junge, hübsche, eher leichtherzige Sängerin, befürchtet, dass sie Krebs hat. Es ist Mittwoch. Es ist 17 Uhr. Noch zwei Stunden, dann kann Cléo die endgültigen Resultate der ärztlichen Untersuchungen abholen. Um sich von der beklemmenden Angst abzulenken, streift die schöne Frau durch Paris und begegnet einer Reihe von Menschen: Sie trifft Wahrsagerin Irma, ihre Freundin Angèle, den Pianisten Bob und auch Nacktmodell Dorothée. Ein ganz normaler Nachmittag, der zu einer Reise zu sich selbst wird ... Erzählzeit gleich erzählte Zeit: Quasi in Echtzeit werden hier zwei Stunden aus dem Leben einer Frau geschildert, in denen vor dem Hintergrund einer befürchteten ärztlichen Diagnose alle Wege, Worte und selbst die kleinsten Begegnungen eine veränderte Bedeutung gewinnen. Varda, von Kritikern zuweilen als 'Großmutter der Nouvelle Vague' bezeichnet, gilt als führende weibliche Filmemacherin dieser Strömung, die Ende der 1950er Jahre in Frankreich entsteht und junge Cineasten vereint, welche sich gegen die eingefahrene Bildsprache und den vorhersagbaren Erzählfluss des etablierten kommerziellen Kinos wenden. Von der Regie wird gefordert, sich an allen Schritten der Filmproduktion zu beteiligen, um einen persönlichen Stil entwickeln und sich dabei unter anderem von literarischen Vorlagen lösen zu können.

Corinne Marchand ("Cléo") - Michel Legrand ("Bob") - Dorothée Blank ("Dorothee") - Dominique Davray ("Angèle") - Loye Payen ("Irma, la cartomancienne") - José Luis de Vilallonga ("José") - Robert Postec ("Le docteur Valineau") - Dorothée Blanck ("Dorothée") - Renée Duchateau ("La conductrice du taxi") - Antoine Bourseiller ("Antoine") - Serge Korber ("Plumitif (the lyricist)") - Jean Claude Brialy ("L'infirmier") - Lucienne Marchand ("La conductrice du taxi") - José Luis de Villalonga ("Der Liebhaber") - Arthur Brunet ("La fiancée noire") - Emilienne Caille ("Le patron du café") - Raymond Cauchetier ("L'arroseur") - Jean Champion ("Le conducteur du corbillard et de l'ambulance") - Eddie Constantine ("La vendeuse de fleurs") - Georges de Beauregard ("La fille au café") - Danièle Delorme ("Le croque-mort") - Fernande Engler ("L'homme aux lunettes noires/Actor in silent film") - Sami Frey ("Anna, la jeune fille blonde/Actress in silent film") - Jean-Luc Godard ("Le vendeur de mouchoirs") - Anna Karina ("Le marin") - Yves Robert - Alan Scott
Info
23:25
60min
Agnès Varda - Publikumsgespräche
(Agnès Varda) Dokumentation, Frankreich 2016 Regie: Agnès Varda

Wie lässt sich eine persönliche Handschrift beim Filmemachen beschreiben? Agnès Varda kommentiert auf sehr anschauliche Weise die Struktur ihrer Kurz- und Spielfilme sowie ihre Dreh- und Schnittentscheidungen anhand von unterschiedlichsten Filmausschnitten. In ihren Werken vereint sie Formstrenge und Einfachheit mit einem unglaublichen Reichtum an Regieeinfällen.Sie spricht über die Entstehung ihrer Werke wie 'Hundert und eine Nacht', den sie als Hommage zum hundertsten Geburtstag des Kinos mit Gastauftritten vieler Stars des europäischen und US-amerikanischen Kinos inszenierte, sowie über ihr Werk 'Jacquot de Nantes'. Der Film ist eine liebevolle Erinnerung an ihren Ehemann, den Regisseur Jacques Demy (u.a. 'Die Regenschirme von Cherbourg'), der im Oktober 1990 an Aids starb. Er erzählt von dem Jungen Jacquot aus Nantes, der schon früh seine Liebe zum Kino entdeckt und gegen den Willen seines Vaters Filmemacher werden will.Ob Außenseiter, Aufrührer oder Ungeliebte - Vardas Dokumentarfilme bringen ihre Empathie für den Anderen zum Ausdruck. Auch für abstrakte Themen wie das Glück, so der Titel ihres poetischen Films 'Das Glück aus dem Blickwinkel des Mannes' (1965), hat sie Formen und Farben gefunden. In 'Mauerbilder' lädt sie den Zuschauer auf eine eindringliche Reise durch eine faszinierende Welt in Los Angeles ein, in der Mauern, Hauswände und Betonbrücken von Künstlern in überdimensionale Gemälde verwandelt worden sind.Wie sich durch Zufall oder im Vorbeigehen gefilmte Bilder in Gefühls-'Bilder' jenseits der äußeren urbanen Landschaft übertragen lassen, ergründet sie in 'Menschengesichter', der als Antwort' auf den ein Jahr zuvor entstandenen dokumentarischen Film 'Mauerbilder' entstanden ist. In Vardas experimenteller Filmsprache ist ihre Freude unverkennbar, unterschiedlichste Orte, Gesichter und Lebensläufe zu entdecken.

Musik
22:45
30min
Kulturjournal
Kulturmagazin, Deutschland 2019 Moderation: Julia Westlake

Schriftsteller*innen gegen gendergerechte Sprache: ein Aufruf vom Verein Deutsche Sprache Von Helikopter-Müttern und Karriere-Frauen: die Kinokomödie 'Frau, Mutter, Tier' Was bedeutet Herkunft? Das 'NDR Buch des Monats' von Saša Stanišic Wer bestimmt, wer leben darf? Pränatale Diagnostik und Downsyndrom Verkannte Schönheit: Ein Bildband feiert die Kuh Eine Choreographen-Legende wird 80 - Julia Westlake trifft John Neumeier Mit Witz gegen den Schönheitswahn - Frauen wehren sich auf Instagram Wahr. Schön. Gut. Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche 'Rollt bei mir' - Der Comedian Tan Caglar aus Hildesheim Panik-Rocker Unplugged - Udo Lindenberg mit neuer CD Kunst und Provokation - Jonathan Meese in Lübeck Zu 1.) Nachtigall. Exzessor. Panikpräsident. König von Scheißegalien. Udo Lindenberg. Seine Geschichte ist die einer unwahrscheinlichen, phantastischen Wiederkehr. Lindenberg war schon mal ziemlich weg. Und hat sich mit dem Album 'Stark wie zwei' (2008), seiner ersten Nummer 1, neu erfunden. Seitdem ist er den Deutschen ihr Liebster. Rockstar. Wortspieler. Aufstehmann. Freigeist. Spätfrühstücker (niemals vor fünf Uhr nachmittags). Weil er all das mit großer Leichtigkeit tut, was Deutschen so schwer fällt. Wohnen im Hotel. Rocken nach erreichtem Renteneintrittsalter. Empathisch sein, freundlich gar - und tolerant. Lindenberg bittet in die Suite des Atlantic Hotels. Er hat mit Freunden und freundlichen Menschen ein zweites Unplugged-Konzert aufgenommen - ebenfalls Nummer 1. Der Dokumentarfilm 'Udo Lindenberg - Volle Fahrt voraus! Begegnungen auf dem Lindischen Ozean' und das Akustik-Konzert 'Udo Lindenberg - Live vom Atlantik' werden am 22. Februar in der ARD gezeigt. Eine Reise durch seine gesamte Karriere. Im Interview spricht er über seine Kindheit in der Nachkriegszeit und seine 'Randale gegen das Schweigen' und gegen den 'verlogenen Schlagerscheiß'. Über seine Inspirationen und Eingebungen. Über die Kunst des Songschreibens und Udo-Seins. Wie aus Rhythmus Sprache und aus Sprache wieder Musik entsteht. Wie sich dieser Künstler mit seiner Kunst selbst gerettet hat. Zu 2.) Auf Instagram werben Influencerinnen mit ihrem makellosen Aussehen für Proteinshakes und teure Hotels, verkörpern dabei ein überhöhtes Schönheitsideal. Die Australierin Celeste Barber entlarvt diese Scheinwelt, indem sie die inszenierten Bilder der Social-Media-Prominenz parodiert. Mit viel Witz und Selbstbewusstsein hält sie dem Schönheitswahn den Spiegel vor. Damit ist sie nicht allein: Unter #bodypositivity, #januhairy oder #celestechallengeaccepted zeigen NutzerInnen auf Instagram, wie die Welt ohne Filter und Make-Up aussieht. Die Hamburger Influencerin Melodie Michelsberger spricht mit uns über Selbstliebe und Selbstzweifel - und erzählt uns, wie sie andere zu mehr Selbstakzeptanz ermutigen will. Zu 3.) Er ist einmalig in der deutschen Tanz-Szene: Seit 1973 ist John Neumeier Ballettdirektor, seit 1996 Ballettintendant in Hamburg. Und mit fast 80 Jahren inszeniert und choreografiert er noch immer. Gerade hat er die Oper 'Orphée et Eurydice' von Christoph Willibald Gluck auf die Bühne gebracht, für Ende des Jahres plant er die Uraufführung 'Die Glasmenagerie' nach Tennessee Williams. Dabei hat er als Ballett-Chef schon alles erreicht: Mehr als 300 Choreografien hat Neumeier kreiert, darunter alle wichtigen Handlungsballette des klassischen Repertoires. Seine Inszenierungen zu sinfonischen Werken - etwa zu Mahler - waren bahnbrechend, und auch mit geistlicher Musik - z.B. von Bach - hat er sich immer wieder auseinandergesetzt. Für seine Arbeit wird Neumeier international gefeiert, in Hamburg ist er längst Ehrenbürger. Sein aktueller Vertrag hier läuft bis 2023, dann wird er exakt 50 Jahre Ballettchef in Hamburg gewesen sein. Am 24. Februar 2019 feiert John Neumeier seinen 80. Geburtstag. Julia Westlake darf ihn vorab im Ballett-Zentrum besuchen. Im NDR Fernsehen gibt es vom 23. zum 24. Februar eine Neumeier-Nacht mit einem aktuellen Portrait ('John Neumeier. Unterwegs'), einer Aufzeichnung des Balletts 'Nijinsky' und einer Gesprächssendung mit Janin Ullmann. Zu 4.) 'Ich bin ein Schweizer Taschenmesser der Minderheiten', sagt Tan Caglar in seinem Programm. Der Hildesheimer ist türkisch-stämmig, und er sitzt im Rollstuhl. Auf der Bühne macht er Witze über Migranten und über Behinderte, vor allem aber über Menschen, die nicht wissen, wie sie mit diesen Themen umgehen sollen. Die glotzen, peinlich schweigen oder überflüssige Fragen stellen, wie: 'Darfst du eigentlich betrunken Rollstuhl fahren?' - Tan Caglar wurde mit einer Rückenmarkkrankheit geboren und konnte laufen bis zu seinem 22. Lebensjahr.

21:45
90min
Tatort: Wer Wind erntet, sät Sturm
(Crime Scene) Staffel 1: Episode 951 Krimi, Deutschland 2015 Regie: Florian Baxmeyer Autor: Wilfried Huismann - Dagmar Gabler Musik: Stefan Hansen Kamera: Peter Krause

Nachdem ein Umweltaktivist erschossen wurde, ermitteln Inga Lürsen und Kommissar Stedefreund in einem Interessenkonflikt zwischen Unternehmern und Umweltschützern. Sie wollen herausfinden, ob der Windpark-Betreiber Lars Overbeck in die Sache verwickelt ist, weil er seine Kritiker zum Schweigen bringen will. Im Laufe der Ermittlungen verschwimmen die Grenzen zwischen Opfern und Tätern. Unter dem Titel Tatort sind streng genommen Dutzende von Krimiserien vereint. Jede ARD-Anstalt produziert innerhalb der Tatort-Reihe 90 Minuten lange Filme mit eigenen Ermittlern, die in der Regel Mordfälle aufzuklären haben. Auch das Schweizer und das Österreichische Fernsehen schicken eigene Polizisten ins Rennen. Die Filme mit den verschiedenen Hauptdarstellern werden abwechselnd und in loser Folge sonntags um 20.15 Uhr gezeigt, wobei die Ermittler der größeren ARD-Anstalten wie WDR und NDR alle paar Wochen im Einsatz sind und die der kleinen Anstalten wie RB und SR manchmal jahrelang gar nicht auftreten. Zunächst liefen nur etwa elf Folgen im Jahr, Ende der 90er-Jahre waren es 30.

Sabine Postel ("Hauptkommissarin Inga Lürsen") - Oliver Mommsen ("Kommissar Stedefreund") - Camilla Renschke ("Helen") - Matthias Brenner ("Dr. Katzmann") - Thomas Heinze ("Lars Overbeck") - Lucas Prisor ("Kilian Hardendorf") - Annika Blendl ("Katrin Lorenz") - Rafael Stachowiak ("Milan Berger") - Helmut Zierl ("Henrick Paulsen") - Evgenij Verenin ("Sergej Blochin") - Giovanni di Lorenzo ("Giovanni di Lorenzo") - Yvonne Ransbach ("Interviewerin") - János Kereszti ("Reporter") - Irmgard Jedamzik ("Oma Berger") - Nele Heuerding ("Laura Lorenz") - Jaden Lee Akil ("Kleiner Sheriff")
Serie
22:50
55min
Sharp Objects
Contact Staffel 1: Episode 5 Série Mystery, USA 2018 Regie: Jean-Marc Vallée Autor: Scott Brown - Ariella Blejer - Vince Calandra Jr. - Vince Calandra - Dawn Kamoche - Alex Metcalf Kamera: Ronald Plante - Yves Bélanger

Alors qu'un tueur en série rôde dans les parages, les habitants de Wind Gap se retrouvent pour une fête annuelle organisée par Adora. Amma et ses amis jouent une pièce traditionnelle relatant les sacrifices d'une épouse d'un soldat confédéré. Adora fait quelques confidences à Richard au sujet de Camille. Eigentlich hatte Camille Preaker (Amy Adams) ihre Vergangenheit sowie ihre Heimatstadt hinter sich gelassen. Als Journalistin lebt sie mittlerweile in Chicago und arbeitet dort für eine namhafte Zeitung. So ereignet es sich eines Tages allerdings, dass sie in ihre Heimat zurückkehren muss, um über eine Reihe brutaler Morde zu berichten. Dabei wird Camille allerdings nicht bloß mit grausamen Verbrechen konfrontiert, sondern muss sich ebenfalls der Schattenseite ihres eigenen Lebens stellen. Bis heute wird sie von unaussprechlichen Dingen verfolgt - und die Präsenz ihre Familie macht nichts davon leichter.

Amy Adams ("Camille Preaker") - April Brinson ("Jodes") - Elizabeth Perkins ("Jackie") - Violet Brinson ("Kelsey") - Patricia Clarkson ("Adora Crellin") - Matt Craven ("Vickery") - Will Chase ("Bob Nash") - Henry Czerny ("Alan Crellin") - Chris Messina ("Det. Richard Willis") - Taylor John Smith ("John Keene") - Miguel Sandoval ("Frank Curry") - Eliza Scanlen ("Amma Crellin") - Sydney Sweeney ("Alice")
Info
22:30
55min
kulturMontag
Best-of Rebellion Kulturmagazin, Österreich 2019 Moderation: Clarissa Stadler

'Melting Pot' des Alten Europa - 'Wien 1900', die neue Ausstellung im Leopold Museum Kampf für die Freiheit - Asli Erdogans Roman 'Haus aus Stein' Alles andere als 'Wurscht' - Lukas Resetarits neues Programm Kampf für die Freiheit - Asli Erdogans Roman 'Haus aus Stein' Asli Erdogan ist nicht nur eine der international renommiertesten Schriftstellerinnen der Türkei, sie zählt zu den wichtigsten Stimmen im Kampf gegen das - wie sie es nennt - 'faschistische' Regime ihres Heimatlandes. 2016 wurde sie inhaftiert, der Vorwurf: sie sei Mitglied einer illegalen Terror-Organisation und arbeite gegen den Staat. Vier Monate lang war sie in Haft, internationale Proteste erwirkten ihre Freilassung und die Ausreise aus der Türkei. Seither lebt sie in Deutschland im Exil. Die Anklage gegen die Autorin besteht allerdings nach wie vor. Jetzt kommt ihr bereits 2009 in der Türkei erschienener Roman 'Das Haus aus Stein' auf Deutsch heraus. Von der Literaturkritik wird es als ihr wichtigstes Werk bezeichnet. In diesem symphonisch komponierten Roman über Gefangenschaft und den Verlust aller Sicherheiten nimmt sie auf erschütternde Weise die eigene Gefängniserfahrung vorweg, ergänzt wird er durch einen eigens für diese Ausgabe verfassten Essay über ihre Zeit in Haft. Alles andere als 'Wurscht' - Lukas Resetarits neues Programm Während andere in seinem Alter in Pension gehen, geht er einmal mehr auf die Bühne und ruft zum Widerstand auf. 'Wurscht' heißt das neue Stück von Kabarettaltmeister Lukas Resetarits. Während er in seinem letzten Programm auf die 70-er Jahre zurückgeblickt hat, widmet sich Resetarits jetzt unserer Gegenwart und Zukunft. Auch diesmal hat ihn seine Tochter Kathrin Resetarits beim Schreiben unterstützt. Ohne zu viel zu verraten: dem kritischen Geist ist wenig wurscht, was derzeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft passiert - er stellt seine Fragen und sucht Antworten. 'Melting Pot' des Alten Europa - 'Wien 1900', die neue Ausstellung im Leopold Museum Zwischen 1897 und 1918 wurde die Donaumetropole zu einem 'Kristallisationspunkt der Moderne'. In der Hauptstadt des Hochadels und der liberalen Intellektuellen entstanden bahnbrechende Ideen, die für das 20. Jahrhundert maßgebend wurden. Wiens 'multikulturelle' Vielfalt war ein magnetischer Anziehungspunkt für die alten und kommenden Eliten und Voraussetzung für die außergewöhnlichen kulturellen Leistungen. Im Wien des Fin de Siècle existierten gegensätzliche Kulturen neben-, mit- und gegeneinander: der Ringstraßenstil neben 'Gesamtkunstwerk-Gedanken' rund um die Secession und die Wiener Werkstätte von Gustav Klimt, Josef Hoffmann und Koloman Moser sowie deren Gegner und Überwinder wie Oskar Kokoschka, Arnold Schönberg und Adolf Loos. Das Leopold Museum entwirft mit seiner neu konzipierten Sammlungspräsentation ein opulentes Tableau, das einen in Dichte und Komplexität einzigartigen Einblick in das Faszinosum Wien um 1900 und das Fluidum jener pulsierenden Zeit bietet.



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