Was kommt heute gegen 1 Uhr im Fernsehprogramm?

Folgesendung
Film
00:05
120min
Die Blumen von gestern
Die Blumen von gestern
Sender: ARD
live Tragikomödie, Österreich, Deutschland, Frankreich 2016 Regie: Chris Kraus Musik: Annette Focks Kamera: Sonja Rom

Totila Blumen ist Holocaust-Forscher. Als solcher versteht er keinen Spaß. Weder im Allgemeinen noch im Besonderen, wenn seine Kollegen versuchen, aus einem Auschwitz-Kongress ein werbefinanziertes Medien-Event zu machen und somit das Erbe des gerade erst verstorbenen und von Totila hoch verehrten Professors Norkus mit Füßen treten. Als man ihm die sehr junge und sehr nervige französische Studentin Zazie als Praktikantin vor die Nase setzt, die ihm folgt wie ein Hündchen und mit seinem direkten Vorgesetzten ein Verhältnis hat, ist der stets ernst und überlegt dreinblickende Totila am Ende. Doch Jammern hilft nicht - erst recht nicht bei seiner gestressten Frau Hannah, die ihn auffordert, weniger zu hadern und sich mit dem zu arrangieren, was das Leben gerade anbietet. Und so macht Totila weiter seine Arbeit, unterstützt von der überdrehten, exzentrischen Zazie. Die jedoch scheint ihre ganz eigene Agenda zu haben - eine Agenda, die eng mit Totilas Herkunft und seinem wohlgehüteten Familiengeheimnis verknüpft ist. Mitten in seiner tiefsten Lebenskrise gerät der Holocaust-Forscher Toto an die französische Assistentin Zazie, jüdischer Herkunft und mit ausgeprägter Teutonen-Phobie: Eine aberwitzige Geschichte über die Frage, was passiert, wenn der deutsche Völkermord von Leuten erforscht wird, die emotional labil, durch Herkunft und Lebensart auf unvereinbare Weise getrennt und dennoch ineinander verliebt sind. Chris Kraus schuf mit seinem zwischen Komik und Tragik balancierenden Film eine der Geschichten, ''die um Schuld und Nicht-Schuld kreisen und dem manchmal winzigen Spalt dazwischen'' (Produzent Danny Krausz). Er versammelte dafür ein hervorragendes Ensemble, allen voran die Hauptdarsteller Lars Eidinger, Adèle Haenel, Hannah Herzsprung und Jan-Josef Liefers. Dafür gab es u. a. den Grand Prix beim 29. Tokyo International Film Festival. Diese Sendung ist online first ab 15. Oktober 2021 und nach der Ausstrahlung sieben Tage lang in der ARD Mediathek verfügbar.

Lars Eidinger ("Totila 'Toto' Blumen") - Adele Haenel ("Zazie Lindeau") - Jan Josef Liefers ("Balthasar 'Balti' Thomas") - Hannah Herzsprung ("Hannah Blumen") - Sigrid Marquardt ("Tara Rubinstein") - Gerdy Zint ("Sieghart Blumen") - Bibiane Zeller ("Lisbeth Blumen") - Djenabuh Jalloh ("Sarah Blumen") - Rolf Hoppe ("Professor Norkus") - Eva Löbau ("Anita Koldewey") - Hans Jochen Wagner ("Mauersperger") - Rebecca Hildebrandt ("Stewardess")
Film
00:35
90min
Kommissar Beck: Anatomie des Todes
Kommissar Beck: Anatomie des Todes
Sender: ZDF
(Beck) Staffel 5: Episode 4 Krimi, Schweden 2015 Regie: Stephan Apelgren Autor: Antonia Pyk Musik: Adam Nordén Kamera: Olof Johnson

Der Sohn einer kürzlich verstorbenen Krebspatientin klagt den Onkologen Fors an, seine Mutter auf dem Gewissen zu haben. Beck widmet sich diesem Fall mit sehr gezügeltem Enthusiasmus. Doch das ändert sich sehr schnell, als Fors tot aufgefunden wird: Er ist vom Krankhausdach gestürzt. Was zunächst wie ein Selbstmord aus Angst vor einem beruflichen Skandal aussieht, stellt sich bald als Mord heraus: Fors wurde vom Dach gestoßen. Der Sohn der verstorbenen Patientin wird zunächst verhaftet. Jedoch beweisen Bilder der Überwachungskamera, dass er das Krankenhaus bereits verlassen hatte, als Fors vom Dach gestoßen wurde. Eine neue Spur ergibt sich, als Beck herausfindet, dass Fors eine Affäre mit seiner Kollegin Vibeke hatte. Ist Eifersucht das Mordmotiv? Doch Fors'' Frau Eva hat ein Alibi - sie war mit ihrer Tochter Sofie zusammen. Aber auch die Geliebte könnte die Täterin sein, immerhin hatten die beiden für die besagte Nacht eine Verabredung. Kommissar Martin Beck ermittelt für die Kriminalpolizei in Stockholm, vor allem in Mordfällen. Er ist ein hartnäckiger Eigenbrötler, der sich nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden gibt und auch die letzte Ungereimtheit aufklären will. Zu seinem Team gehören Gunvald Larsson, Benny Skacke und Lennart Kollberg.

Peter Haber ("Martin Beck") - Mikael Persbrandt ("Gunvald Larsson") - Ingvar Hirdwall ("Grannen") - Rebecka Hemse ("Inger") - Måns Nathanaelson ("Oskar Bergman") - Anna Asp ("Jenny Bodén") - Elmira Arikan ("Ayda Cetin") - Jonas Karlsson ("Klas Fredén") - Åsa Karlin ("Andrea Bergström") - Anu Sinisalo ("Gunilla Urst")
Info-Sendung
23:35
90min
Der NSU-Komplex
Der NSU-Komplex
Sender: mdr
Die Rekonstruktion einer beispiellosen Jagd Crimedoku, Deutschland 2016

4. November 2011, Eisenach in Thüringen: Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verbrennen in einem Wohnmobil. Das Ende zweier Terrorkarrieren. 16 Jahre lang waren ihre Namen auch dem Bundesamt für Verfassungsschutz ein Begriff. Die jungen Neonazis wurden zeitweise observiert, abgehört, verfolgt. Informanten berichteten immer wieder über sie. Trotzdem konnten die beiden abtauchen, unterstützt und aufgefangen von einem Netz von Freunden. Böhnhardt und Mundlos wurden mutmaßlich Terroristen, erschossen Menschen, legten Bomben, bekannten sich jedoch nie zu den Taten. Erst nach ihrem Tod taucht ein Film auf, in dem sich eine Gruppe namens ''Nationalsozialistischer Untergrund'' (NSU) mit zehn Morden brüstet, für die Böhnhardt und Mundlos verantwortlich sein sollen. Zunächst scheint es, dass mit ihrem Tod einer der mysteriösen Kriminalfälle der bundesdeutschen Geschichte aufgeklärt ist. Doch je länger die Ermittlungen dauern, desto merkwürdiger wird der Fall. Obwohl die verschiedenen Verfassungsschutzbehörden diverse V-Männer in unmittelbarer Nähe der untergetauchten Neonazis im Einsatz hatten, gelang es nicht, die Morde zu verhindern. Doch nicht nur die Inlandsgeheimdienste waren auf der Spur der Rechtsterroristen - auch die Sonderkommission, die sich über Jahre um eine Serie von Morden an Kleinunternehmern mit Migrationshintergrund kümmerte, kam zum Ende ihrer Ermittlungen Mundlos und Böhnhardt immer näher. Der entscheidende Schlag gelang jedoch nicht. ''Der NSU-Komplex'' rekonstruiert diese beispiellose Jagd und stellt gleichzeitig die Fragen: Was trieb Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und ihre Freunde an? Wer unterstützte die beiden? Wer half ihnen bei den Taten und dem Leben im Untergrund? Die Ermittlungen der Polizei und die Überwachung der Szene - und damit des Umfeldes der Täter - sind der rote Faden, an dem die Geschichte entlang erzählt wird. Es ist eine Geschichte über die Entstehung und Entwicklung der militanten rechten Szene nach der Wiedervereinigung in Deutschland und der am Ende hilflosen und riskanten Versuche staatlicher Behörden, mit ihr fertig zu werden. Das macht den NSU-Komplex hochaktuell. Denn wieder brennen Flüchtlingsheime, und erneut steht der Staat vor der Frage: Wie begegnet man dieser akuten Gefahr? Der Film lässt Ermittler, Szene-Mitglieder und Insider zu Wort kommen, Dokumente und interne Ermittlungsergebnisse werden erstmals präsentiert. Widersprüchliche Ermittlungsergebnisse oder offene Fragen werden als solche benannt und thematisiert. Stefan Aust und Dirk Laabs sind die Autoren von ''Heimatschutz - Der Staat und die Mordserie des NSU''. Sie recherchieren den NSU-Komplex seit mehr als vier Jahren und wurden als Gutachter in verschiedenen parlamentarischen Untersuchungsausschüssen gehört.

Info
01:40
40min
Wilde Inseln
Wilde Inseln
Sender: 3sat
(Wildest Islands) Philippinen - Geheimnisvolle Inseln Staffel 2: Episode 9 Dokureihe, England, Deutschland 2012 Autor: Richard Kirby - Allison Bean

Die Landschaft der Philippinen ist ausgesprochen vielfältig. Karge Berge, dichter Regenwald, Sümpfe und Klippen prägen die 7000 großen und kleinen Eilande der pazifischen Inselgruppe. Geologen zählen sie zu den ältesten Inseln der Erde, geformt von Vulkanausbrüchen, Erdbeben und verheerenden Taifunen. Viele der zahlreichen Tiere und Pflanzen dieser Inselgruppe kommen sonst nirgendwo auf der Erde vor. Einer der artenreichsten Lebensräume der Philippinen findet sich in den dichten Urwäldern von Palawan. Die sechstgrößte Insel der Philippinen ist zugleich auch die am dünnsten besiedelte. Dort leben Raubtiere wie der Palawan-Binturong, den es nur auf dieser Insel gibt. Binturongs werden auch ''Marderbären'' genannt, weil sie mit ihrem gedrungenen, bärenartigen Körper und dem spitzen Kopf wie eine kuriose Mischung aus Marder und Bär wirken. Auf der Insel Bohol, gut 500 Kilometer östlich von Palawan entfernt, sind Mangrovenwälder zum liebsten Jagdgebiet der Langschwanzmakaken geworden. Sie finden dort ihre - für Affen etwas ungewöhnliche - Lieblingsspeise: Krabben. Bis ein junger Makak gelernt hat, wie man Krabben fängt und knackt, braucht er viel Übung. Bis dahin ist es ein frustrierender und oft schmerzhafter Prozess. Im Landesinneren von Bohol liegt eine der bizarrsten Landschaften der Philippinen, die sogenannten Chocolate Hills - über 1200 nahezu identische kegelförmige und zur Trockenzeit schokoladenbraune Hügel, meist 30 bis 50 Meter hoch. Am Fuß der Hügel wächst ein artenreicher Wald, in dem faszinierende Bewohner wie die nachtaktiven Koboldmakis, winzige Primaten, zu Hause sind, die sich als geschickte Jäger von Insekten und anderen Kleintieren ernähren. Die Dokumentationsreihe ''Wilde Inseln'' ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Archipele der Erde, an ihre Menschen, Tiere und Pflanzen, die in diesen Paradiesen ihre Heimat gefunden haben.

Spielfilm
02:15
95min
Berlin '36
Berlin '36
Sender: BR
Drama, Deutschland 2009 Regie: Kaspar Heidelbach Autor: Lothar Kurzawa - Eric Friedler Musik: Arno Steffen Kamera: Achim Poulheim

Laufzeit: 94 Min. Berlin 1936: Die Amerikaner drohen, die Olympischen Spiele zu boykottieren, sollten im deutschen Olympia-Kader keine jüdischen Sportler vertreten sein. Aus diesem Grund wird die Jüdin Gretel Bergmann (Karoline Herfurth), die überragende Hochspringerin dieser Zeit, in das deutsche Trainingslager aufgenommen. In den Augen der Nazis darf Gretel aber auf keinen Fall gewinnen: Der Reichssportführer schickt gegen Gretel die bis dahin unbekannte ''Konkurrentin'' Marie Ketteler (Sebastian Urzendowsky) ins Rennen um die Olympia-Qualifikation - sie soll Gretel übertreffen. Doch die Nationalsozialisten haben nicht damit gerechnet, dass sich die beiden Außenseiterinnen und vermeintlichen Konkurrentinnen nach anfänglichen Problemen anfreunden. Am Ende muss sich zeigen, ob die beiden gemeinsam gegen die Intrige der Nazis ankämpfen oder ob der sportliche Ehrgeiz überwiegt. ''Berlin ''36'' basiert auf der wahren Geschichte der jüdischen Hochspringerin Gretel Bergmann, die bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin als Favoritin für die Goldmedaille galt. Um einen möglichen Sieg Bergmanns jedoch zu verhindern, schicken die Nationalsozialisten Marie Ketteler, in Wahrheit ein Mann, als Konkurrentin gegen sie ins Rennen.

Karoline Herfurth ("Gretel Bergmann") - Sebastian Urzendowsky ("Marie Ketteler") - Axel Prahl ("Hans Waldmann") - Robert Gallinowski ("Sigfrid Kulmbach") - Thomas Thieme ("Hans von Tschammer und Osten") - Johann von Bülow ("Karl Ritter von Halt") - August Zirner ("Edwin Bergmann") - Maria Happel ("Paula Bergmann") - Franz Dinda ("Rudolph Bergmann") - Leon Seidel ("Walter Bergmann") - Marita Breuer ("Eleonore Ketteler") - Rosa de van Loo ("Emma Ketteler") - Otto Tausig ("Leo Löwenstein") - Elena Uhlig ("Frau Vogel") - John Keogh ("Avery Brundage") - Julie Engelbrecht ("Elisabeth 'Lilly' Vogt") - Klara Manzel ("Thea Walden") - Martin Wißner ("Ernst Oberberg") - Matthias Redlhammer ("Stadionsprecher") - Rosa van de Loo ("Emma Ketteler") - Tomas Spencer ("Nigel") - Adrian Zwicker ("SA-Mann") - Angelika Bartsch ("Ärztin im Gesundheitsamt") - Harvey Friedman ("Jackson") - André Lehnert ("Zehnkämpfer") - Philip Schwarz ("Zehnkämpfer") - Peter Clös ("Kioskbesitzer") - Oliver Unkel ("Wehrmachtssoldat") - Katrin Hansmeier - Isabell Brenner
Film
00:45
90min
Spuren der Rache
Spuren der Rache
Sender: SWR
Thriller, Deutschland 2016 Regie: Nikolai Müllerschön Autor: Klaus Burck - Holger Karsten Schmidt Musik: Julius Kalmbacher - Cop Dickie Kamera: Daniel Koppelkamm

Bei einem Bombenanschlag mitten in Berlin verliert Frank Hennings (Heiner Lauterbach) seine Frau und seine Tochter. In seinem Schmerz fokussiert der pensionierte Verwaltungsbeamte nur noch ein einziges Ziel: Vergeltung. Als die Ermittlungen vorzeitig eingestellt werden, reist er auf eigene Faust nach Marokko und heftet sich an die Fersen von Sharif Nader (Michele Cuciuffo), dem mutmaßlichen Drahtzieher des Attentats. Um Nader ungehindert nahezukommen, bewirbt er sich mit gefälschten Papieren als Privatlehrer für dessen 13-jährige Tochter Yasmin (Maya Lauterbach). Während Hennings das Mädchen in einem schwer bewachten Haus unterrichtet, wartet er auf eine günstige Gelegenheit, um deren Vater zu erschießen. Hennings weiß, dass jeder seiner Schritte von Nader und seinen Sicherheitsbeamten genau beobachtet wird und ihm nur wenig Zeit bleibt. Als seine Tarnung fast auffliegt, durchkreuzen Naders Hintermänner seinen Plan. Es kommt zu einem Blutbad, dem Hennings und Yasmin in letzter Sekunde gemeinsam entrinnen können. Auf der Flucht wird dem Mädchen klar, wer Hennings wirklich ist: der Mann, der ihren Vater ermorden wollte, um sich für etwas zu rächen, das er in ihren Augen nicht getan haben kann. Mit vielen überraschenden Wendungen, großen Emotionen und einer exklusiven Besetzung wartet der spannungsreiche zweiteilige Fernsehthriller ''Spuren der Rache'' auf: In den Hauptrollen sind Heiner Lauterbach und seine Tochter Maya zu sehen. Er spielt einen deutschen Beamten, dessen Familie bei einem Anschlag ums Leben kommt und der auf die Tochter des Attentäters trifft, den er zur Rechenschaft ziehen will. Als die Situation eskaliert, sind die beiden gezwungen zu fliehen und eine Schicksalsgemeinschaft wider Willen einzugehen. Die Geschichte über Moral, Schuld und Vergebung führt in das Milieu von Terroristen und Waffenhändlern, in deren Netzwerke auch die Geheimdienste verwickelt sind. Nikolai Müllerschön, der bereits 2014 mit Lauterbach den Gangsterfilm ''Harms'' realisierte, führte Regie bei diesem aufwendig produzierten Zweiteiler.

Heiner Lauterbach ("Frank Hennings") - Maya Lauterbach ("Yasmin") - Uwe Preuss ("Martin Ritzenhoff") - Julia Thurnau ("Bille Ritter") - Michele Cuciuffo ("Sharif Nader") - Dar Salim ("Hassan") - Blerim Destani ("Abdellah") - Uwe Bohm ("Michaelis") - Melanie Winiger ("Nazimah") - Valentina Sauca ("Sarah") - Malena Witter ("Carla") - Saïd Bey ("Sameh") - André M. Hennicke ("Bommer") - Hassan Assifar ("Kamal") - Lasha Bakradze ("Abu Bahir") - Fatima Harandi ("Chifa")
Spielfilm
02:15
90min
Tochter meines Herzens
Tochter meines Herzens
Sender: SWR
Drama, Deutschland 2003 Regie: Dietmar Klein Autor: Norbert Sütsch - Annette Schmidt Musik: Michael Klaukien - Andreas Maria Lonardonio Kamera: Thomas Etzold

Sabrina Maurer (Christine Neubauer) führt ein glückliches Leben mit ihrer elfjährigen Tochter Laura (Sarah u. Laura Bellini). Doch leider muss sie seit ihrer Scheidung ihren Exmann Stefan (Michael Brandner) fortwährend an die Unterhaltszahlungen für die gemeinsame Tochter erinnern. Deshalb ist die selbstbewusste Frau auch sofort misstrauisch, als Stefan eines Tages freudestrahlend mit einer Flasche Wein vor ihrer Tür steht. Als Sabrina den Grund des Besuchs erfährt, fällt sie aus allen Wolken: Stefan hat heimlich einen Vaterschaftstest durchführen lassen, mit dem Ergebnis, dass die elfjährige Laura unmöglich seine leibliche Tochter sein kann. Zunächst glaubt Sabrina an einen miesen Trick und gibt sofort eine Wiederholung des Tests in Auftrag. Das niederschmetternde Ergebnis: Stefan ist tatsächlich nicht der Vater des Kindes - aber Sabrina ist auch nicht die leibliche Mutter ihrer Tochter! Nachdem der erste Schock überwunden ist, bittet Sabrina den Rechtsanwalt Robert Clajus (Peter Sattmann) um Hilfe. Von ihm erfährt die fassungslose Frau, dass das Jugendamt die kleine Laura in ein Heim stecken wird, sobald es von den Testergebnissen erfährt - und sie selbst muss möglicherweise mit einer Anzeige wegen Kindesentführung rechnen. Doch obwohl Clajus und seine Mandantin durch abenteuerliche Detektivarbeit herausfinden, dass Laura nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht wurde, und es ihnen sogar gelingt, Sabrinas leibliche Tochter ausfindig zu machen, zeigen sich die Behörden gnadenlos. Nach einer missglückten Flucht vor der Polizei landet die kleine Laura im Heim und Sabrina in Untersuchungshaft. Jetzt kann nur noch das juristische Geschick von Robert Clajus, der sich längst in seine Mandantin verliebt hat, die verfahrene Situation retten. Zwar gelingt es ihm, Sabrina auf Kaution freizubekommen, doch ob sie ihr Kind jemals zurückbekommt, wird erst eine Gerichtsverhandlung zeigen. Ebenso realistisch wie berührend von Dietmar Klein in Szene gesetzt, wirft ''Tochter meines Herzens'' die brisante Frage auf, ob Familie sich eher durch Blutsverwandtschaft oder durch emotionale Bindungen definiert. Christine Neubauer beeindruckt in der Rolle einer engagierten, impulsiven Mutter, die gegen jede Chance um ihr Kind kämpf; Peter Sattmann verkörpert den souverän-diplomatischen Rechtsanwalt Clajus.

Christine Neubauer ("Sabrina Maurer") - Peter Sattmann ("Robert Clajus") - Michael Brandner ("Stefan Maurer") - Charlotte Schwab ("Kerstin Siebert") - Laura Bellini ("Laura Maurer") - Sarah Bellini ("Laura Maurer") - Michael Trischan ("Hausmeister Platzeck") - Herma Koehn ("Frau Berger") - Thomas Rudnick ("Bernd Klos") - Irmelin Beringer ("Iris Langer") - Charlotte Bellmann ("Nadja Schramm") - Mignon Remé ("Ingeborg Bach") - Martina Mank ("Elke Schramm") - Susanne Walbaum ("Vanessa Rohrer") - Klaus Schindler ("Bernd Korbacher") - Horst Kotterba ("Hajo Schramm")
Info
01:20
45min
Die Rückkehr des Königs - Teure Träume
Die Rückkehr des Königs - Teure Träume
Sender: tag24
(Bayern erleben) Heimatmagazin, Deutschland 2020 Regie: Alexander Saran

In der zweiteiligen Dokumentation werden König Ludwig und seine Adjutantin Angela Ascher begleitet beim Versuch, trotz leerer Kassen ein würdiges Fest zu organisieren. Es wird ein launiger und unterhaltsamer Ausflug zu bekannten Persönlichkeiten Bayerns, die dem Kini bei der Umsetzung der Festivität hilfreich sein sollen. ''Die Rückkehr des Königs'' ist zugleich eine Reise, bei der sich der Kini und die Angie ein wenig näherkommen und die am Chiemsee-Strand endet - mit einem romantischen Dinner der besonderen Art. Der Rahmen der Dokumentationen ist natürlich Fiktion: Ein wiederauferstandener Ludwig der II. möchte ein rauschendes Fest organisieren und lässt sich inkognito von seiner ''chaffeuse du roi'' Angela Ascher durch sein Land fahren. An verschiedenen Stationen in Bayern trifft die Schauspielerin und Kabarettistin für den König Protagonisten, die sich mit allem rund um Partys und Feste auskennen: Mit Charme und Witz stellt Angela Ascher ihnen Fragen rund um eine mögliche Beteiligung an der geplanten Sause - am besten für umsonst, denn Geld hat der König keines. Und Angela Ascher wagt es nicht, ihrem Chef zu beichten, dass sie nur ein paar lausige Euro in der Tasche hat. Wegen des fehlenden Diridari lässt sie sich zu einigen außergewöhnlichen Maßnahmen hinreißen. Angela Ascher spricht unter anderem mit der Partyveranstalterin Gräfin von Oeynhausen, dem Chef des Münchner Modehauses Dietl, dem Generalkonservator des Landesamtes für Denkmalpflege Mathias Pfeil, mit dem Chef des Hotels Vier Jahreszeiten und mit der Kabarettistin Luise Kinseher.

Film
23:55
100min
Fat City
Fat City
Sender: AXN
Boxerdrama, USA 1972 Regie: John Huston Autor: Leonard Gardner Musik: Kris Kristofferson - Marvin Hamlisch Kamera: Conrad L. Hall

Exboxer Billy Tully (Stacy Keach) ist, obwohl noch keine 30, ein Wrack. Narben im Gesicht zeugen von harten Kämpfen, sein Haar lichtet sich. Die Ehefrau hat ihn längst verlassen, Freunde hat er keine. Dieses Wrack war einmal auf der Siegerstrasse unterwegs gewesen und brachte seine Gegner reihenweise zu Fall. Jetzt hält er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und rackert sich als Erntehelfer ab. Am Abend dann ertrinkt er seinen Kummer in einer Bar, immer die fixe Idee vor Augen, am kommenden Tag das Training wieder aufzunehmen. Dann stösst Tully auf Ernie Munger (Jeff Bridges), eine Art Wiedergänger seiner selbst. Der junge Mann ist gerade einmal 18 Jahre alt und boxt in einer Weise, dass ihm die alten Haudegen im Trainingsraum eine profitable Sportlerkarriere prophezeien. Von Ernie lässt Tully sich noch einmal elektrisieren und ist plötzlich fest zur Rückkehr in den Ring entschlossen. Zunächst sticht bei ''Fat City'' natürlich der erschütternde Kontrast zwischen Aufsteiger Ernie und Absteiger Tully ins Auge. Gleichzeitig ist ''Fat City'' eine Innenschau, ein verstohlener Blick in eine dem Publikum fremd gewordene Welt. Gleich zu Beginn des Films schweift die Kamera durch die staubigen Strassen von Stockton, zeigt menschliche Ruinen, bemitleidenswerte Modernisierungsverlierer. Und so gelingt Regisseur John Huston (1906 bis 1987), eigentlich ein Gardist des alten Hollywood, eine grandiose Sozialstudie im Stile des New-Hollywood-Kinos, in der das Porträt des Mittleren Westens gezeichnet wird, der sich, im heraufziehenden Zeitalter der postindustriellen Wirtschaft, selber abhanden kommt.

Stacy Keach ("Billy Tully") - Jeff Bridges ("Ernie Munger") - Susan Tyrrell ("Oma") - Candy Clark ("Faye") - Nicholas Colasanto ("Ruben") - Curtis Cokes ("Earl") - Bill Walker ("Wes")