Was kommt am 23.08.2019 im TV-Programm?

Folgesendung
Film
04:05
110min
Mädchenbande
(Bande de filles) Drama, Frankreich 2014 Regie: Céline Sciamma Musik: Jean-Baptiste de Laubier Kamera: Crystel Fournier

Die 15-jährige Marieme (Karidja Touré) lebt in der Pariser Banlieue. Das schüchterne Mädchen muss sich um seine beiden kleinen Schwestern kümmern, die Mutter bei der Arbeit unterstützen und ihrem großen Bruder, dem eigentlichen Familienoberhaupt, gehorchen. In der Schule und der Nachbarschaft geben die Jungs den Ton an. Für Marieme ist die Schule eine Sackgasse: Sie wird nicht in die Oberstufe versetzt. Eines Tages wird Marieme von den drei Freundinnen Lady (Assa Sylla), Adiatou (Lindsay Karamoh) und Fily (Mariétou Touré) angesprochen. Bald ist Marieme Mitglied der coolen Mädchengang und beobachtet erstaunt, wie die drei jungen Frauen sich die gleichen Freiheiten herausnehmen wie die Jungs. Sie schwänzen die Schule, verüben kleinere Diebstähle, stylen sich, wie sie wollen und liefern sich Schlägereien mit rivalisierenden Banden. Marieme beherrscht die Gesetze der Strasse rasch und kommt aus sich heraus. Zum ersten Mal lernt sie Freundschaft und Freiheit kennen. ''Bande de filles'' ist nach ''Naissance des pieuvres'' und ''Tomboy'' der dritte Spielfilm der französischen Regisseurin und Drehbuchautorin Céline Sciamma. Sie erzählt darin von der Emanzipation einer jungen Frau, deren Leben von Zwängen bestimmt ist, bis sie aus diesen auszubrechen vermag und sich einer Gang anschliesst. Die macht ihre eigenen Gesetze und ermöglicht Marieme, den Schritt weg von der Blutsverwandtschaft hin zur Wahlverwandtschaft zu machen, für sie der einzig mögliche Schritt zur Freiheit. Bereits mit ''Tomboy'', einem Film über ein Mädchen, das ein Junge sein möchte, sorgte Céline Sciamma mit ihrer präzisen, äusserst feinfühligen Erzählweise für Aufsehen. Mittlerweile gilt sie in Frankreich und auch der Schweiz als Expertin, wenn es ums Erwachsenwerden unter widrigen Umständen geht. Sowohl bei ''Quand on a 17 ans'' von André Téchiné als auch beim Schweizer Animationsfilm ''Ma vie de courgette'' von Claude Barras schrieb sie das Drehbuch. Vor kurzem war sie mit ihrem allerneuesten Film ''Portrait de la jeune fille en feu'' an den Filmfestspielen in Cannes vertreten und erhielt den Preis für das beste Drehbuch. Auch ''Bande de filles'' wurde mehrfach ausgezeichnet und vom Filmdienst hochgelobt: ''Alles in allem ein überaus genau komponierter, einfallsreicher, bestechender Film.''

Diabate Idrissa - Karidja Touré ("Marieme, genannt Vic") - Assa Sylla ("Sophie, genannt Lady") - Lindsay Karamoh ("Adiatou") - Mariétou Touré ("Fily") - Idrissa Diabaté ("Ismaël") - Simina Soumare ("Bébé") - Dielika Coulibaly ("Monica") - Cyril Mendy ("Djibril") - Djibril Gueye ("Abou") - Binta Diop ("Asma") - Tatiana Rojo - Chance N'Guessan ("Mini") - Rabah Nait Oufella ("Kader") - Damien Chapelle ("Cédric") - Nina Melo ("Caidy") - Elyes Sabyani ("Abdel") - Halem El Sabagh ("Farida") - Aurélie Vérillon ("La CPE") - Daisy Broom ("Vendeuse boutique") - Fiona Hily ("La fille du collège") - Letica Milic ("Collègue Asma") - Nassereba Keita ("Sweety") - Tia ("Bambi") - Pierre-Marie Um'Guene ("Client Monica") - Julien Arame ("Garçon de la cité") - Diaby Diarra ("Garçon de la cité")
Info-Sendung
05:00
75min
Faszination Anne-Sophie Mutter
Porträt, Deutschland 2016 Regie: Anca-Monica Pandelea Kamera: Michael Habermehl

Anne-Sophie Mutter - eine Interpretin, die Maßstäbe gesetzt hat und auch heute noch setzt. Ein Jahr lang begleitet der Film die Violinistin, die auf der Suche nach Perfektion eine künstlerische Sonderstellung erreicht hat. Seit 40 Jahren steht das einstige Wunderkind auf den größten Bühnen der Welt. Der Film dokumentiert mit seltenen Archivaufnahmen die faszinierende Entwicklung einer Jahrhundertbegabung - vom Schützling Karajans zu einer der weltweit größten Instrumentalistinnen. Wichtige Bühnenauftritte, wie bei den Salzburger Sommerfestspielen mit Riccardo Muti und den Wiener Philharmonikern oder intensive Proben für das ihr gewidmete Violinkonzert von André Previn in London, geben Einblicke in den künstlerischen Alltag eines reisenden Weltstars. Abgesehen von ihren eigenen Streichkünsten stehen auch neue musikalische Projekte mit Nachwuchstalenten und jungen Künstlern ihrer Stiftung im Mittelpunkt. Darüber hinaus thematisiert der Film den außergewöhnlichen sozialen Einsatz der engagierten Künstlerin, die sich immer vehementer der musikalischen Themen unserer Zeit annimmt und zahlreiche internationale Benefizaktivitäten zu ihrer Aufgabe macht. Ergänzt wird das Porträt durch ein Gespräch mit einem Neurowissenschaftler, der sich mit der Wirkung von Musik auf die Menschwerdung befasst.

Info
06:15
50min
ARTE Reportage
(Arte Reportage) Bangladesch: Die Kinder der Schande Reportagereihe, Deutschland, Frankreich 2019

Äthiopien: Gelobtes Land der Rastafari (1): Bangladesch: Die Kinder der SchandeNeun Monate nach der Vertreibung der Rohingyas wurden tausende Babys geboren - auch die Kinder der Vergewaltiger aus Myanmar ...In den improvisierten Lagern mit inzwischen 1 Million Flüchtlingen der muslimischen Minderheit der Rohingyas leben vermutlich tausende junge Mütter ''in Schande'' - denn die Väter ihrer neun Monate nach der Vertreibung geborenen Kinder sind Soldaten und Milizionäre aus Myanmar, die sie in ihren Dörfern vergewaltigten und nach Bangladesch vertrieben. Keiner weiß genau, wie viele Frauen so leben müssen, denn Vergewaltigung ist ein Tabu in ihrer Gemeinschaft. Vermutlich gelang es manchen Frauen, ihr Kind abzutreiben; andere gaben ihr Kind nach der Geburt weg in andere Familien, um der Schande zu entgehen; einige Mütter wurden samt Kind von ihren Männern verstoßen, weil die Familienehre befleckt war von der ''fremden Frucht''. Eine Handvoll junger Frauen aber wehrt sich auf eine bemerkenswerte Weise gegen die Fatalität der Familienehre: Sie bestehen darauf, ihr Kind zu behalten, denn es kann ja nichts dafür, und sie hoffen auf eine neue Zukunft - mitten in der Ungewissheit eines ethnischen Konflikts, dessen friedliche Beilegung noch in den Sternen steht.(2): Äthiopien: Gelobtes Land der Rastafari200 Kilometer südlich von der Hauptstadt Addis Abbeba liegt nahe der Stadt Shashemene das gelobte Land der Rastafari.Heute leben noch ein paar hundert Rastafari in der ''Vorstadt'' Shashemenes, die meisten sind Nachkommen der Gründer dieser Gemeinde aus Jamaica, den USA und einigen europäischen Ländern. Es ist eine Welt für sich, ein heiliger Ort, den Nicht-Rastas, ob schwarz oder weiß, nur nach Zahlung einer Gebühr betreten dürfen - wie eine symbolische Opfergabe zur Begleichung der Schuld von 300 Jahren Kolonialgeschichte.In den Jahrhunderten nach der Entdeckung der Karibik und von Amerika durch Christoph Columbus entführten die Kolonialmächte 15 Millionen Afrikaner als Sklaven vor allem in die Neue Welt. Als 1930 Ras Tafari Makonnen als, der Legende nach, 225. Nachfolger von König Salomon und der Königin von Saba, zum Kaiser von Äthiopien gekrönt wurde, nannte er sich Haile Selassi - König der Könige. Für die Befreiungsbewegung der Schwarzen auf Jamaica war er der künftige Erlöser von den Ketten Babylons, der verhassten Welt der Weißen. Als der Kaiser 1935 von der Armee des faschistischen Italien ins Exil getrieben wurde, half ihm auch die Gemeinde der Rastafari, seinen Thron zurück zu erobern. Dafür schenkte er den Rastas zum Dank 500 Hektar Land bei Shashamene. Bis heute ist Äthiopien das Paradies der Rastafari und Haile Selassi ihr Messias.

Serie
06:05
12min
Mascha und der Bär
(Masha I Medved'') Der neue Fernseher / Der neue Aufpasser Staffel 2: Episode 51 Animationsserie, Russland 2015 Regie: Denis Cherviatsov Cherviatsov Autor: Oleg Kuzovkov

Der neue Fernseher: Der Bär und der Panda haben einen Flachbildschirm-Fernseher gekauft und laden alle zum Fernsehabend ein. Aber beim Installieren der Antenne geht der Fernseher kaputt. Damit der Bär nichts merkt, spielen Mascha und der Panda das gesamte Fernsehprogramm selbst, von den Nachrichten über Sport, Oper, Film, Folklore bis zu Kochshows. Doch das ständige Umschalten erschöpft Mascha und den Panda sehr, so dass ihre Mogelei droht aufzufallen. Der neue Aufpasser: Mascha und der Panda gehen dem Bär mit all ihrem Unsinn gehörig auf die Nerven. Deswegen sucht der Bär jetzt einen Babysitter! Der Schwarzbär meldet sich und erlebt sein blaues Wunder. Denn Mascha und der Panda ärgern ihn so gut sie können. Sie verkleiden sich als Ninjas und spielen ihm kleine Streiche. Bevor der Schwarzbär völlig den Verstand verliert, gibt er lieber auf. Soll sich der Bär weiter um die beiden Strolche kümmern. Das kleine Mädchen Mascha lebt alleine im Wald und ihr nächster Nachbar ist ein großer, brauner Bär. Der Bär möchte eigentlich nur seine Ruhe haben, Maschas Bedürfnis nach Kontakt ist jedoch groß und sie kommt sie ihn jeden Tag besuchen. Der Bär kann sich ihrem Charme nicht entziehen und so erleben die beiden viele Abenteuer.