Was kommt am 06.07.2022 im TV-Programm?

Folgesendung
Film
01:40
90min
Die purpurnen Flüsse: Das Festival
Die purpurnen Flüsse: Das Festival
Sender: ZDF
Die purpurnen Flüsse: Das Festival

(The Crimson Rivers) Staffel 3: Episode 21 Krimireihe, Frankreich 2021 Regie: Ivan Fegyveres Autor: Olivier Prieur Musik: David Reyes Kamera: Stephan Massis

Kommissar Niémans und seine Kollegin Camille ermitteln in Belgien in Weismes östlich von Liège. In der Nähe eines heidnischen Festivals wurde ein Doppelmord verübt. In einem abgebrannten Gemeindesaal finden sie die leblosen Körper eines jungen deutschen Paares, an den Rücken zusammengenäht. Das Paar trägt auffallende Bänder an den Handgelenken und Ketten mit Anhängern aus kleinen Hautstücken des anderen. Durch die Bänder finden Niémans (Olivier Marchal) und Camille (Erika Sainte) heraus, dass in direkter Nähe das Lughnasadh-Fest stattfindet, ein heidnisches Festival. Das ermordete Paar war auf diesem Festival und hatte sich von Festival-Guru und Organisator Carl (Wallerand de Normandie) in einer Handfasting-Zeremonie trauen lassen. Auf dem Festivalgelände werden Niémans und Camille von Audrey (Lizzie Brocheré) unterstützt, einer ehemaligen Studentin Niemans, die in der Region bei der Polizei arbeitet und einen Bezug zur heidnischen Szene hat. Zusammen campen sie auf dem Festival, um ihre Ermittlungen weiterzuführen. Dabei können sie tief in die ihnen fremde Kultur eindringen. Sie finden heraus, dass Carl in der Handfasting-Zeremonie dem Brautpaar kleine Hautstücke herausschneidet und aus diesen die Anhänger herstellt, die er ihnen dann als Erinnerung gibt. Damit verdient er übrigens gutes Geld. Über die Anhänger mit den Hautstücken stoßen die Ermittler auf die Familie Villemont, die eine alte Gerberei betreibt. Noch während ihrer Ermittlungen geschehen weitere Morde, die eine ähnliche Vorgehensweise aufweisen. Alle Spuren führen immer wieder zu den Villemonts, deren Patriarch ein strenges Regiment führte.

Olivier Marchal ("Pierre Niémans") - Erika Sainte ("Camille Delaunay") - Lizzie Brocheré ("Audrey") - Wallerand Denormandie ("Carl") - Salomé Richard ("Agnès Villemont") - Olivier Bony ("Alessandro") - Victor Polster ("Claude") - Maïlys Dumon ("Gisèle") - Laurent D'Elia ("Agent PTS") - Marcel Gonzalez ("Festivalier")
Info-Sendung
02:20
55min
KZ Mauthausen
KZ Mauthausen
Sender: arte
KZ Mauthausen

(Les résistants de Mauthausen) Von Fotografen, Häftlingen, Henkern Dokumentation, Frankreich 2021 Regie: Barbara Necek

Das Konzentrationslager Mauthausen in Österreich war eines der schlimmsten des Dritten Reiches. Österreicher, Deutsche, Polen, Russen, Franzosen und Spanier arbeiteten sich hier in den Steinbrüchen zu Tode, wurden hingerichtet oder in der Gaskammer des Lagers ermordet. In dieser Hölle hatte eine Sonderabteilung namens ''Erkennungsdienst'' die Aufgabe, durch Fotoaufnahmen vom Lageralltag die ''glorreiche Geschichte'' des Dritten Reichs zu illustrieren. Solche Fotos entstanden in allen Konzentrationslagern. Doch ab 1944, als sich die Niederlage des NS-Staates ankündigte, wurden die meisten vernichtet, da sie Beweise für die begangenen Verbrechen darstellten. In Mauthausen konnten einige gerettet werden. Nach dem Krieg präsentierten Deportierte der Weltöffentlichkeit Fotografien, die das Unsagbare abbildeten und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit dokumentierten. Dass diese Beweise den Krieg überlebten, ist allein dem Mut einer kleinen Gruppe von Menschen zu verdanken - allesamt überzeugte spanische Republikaner. In der Hoffnung, dass die Fotos eines Tages weltweit als Beweismittel dienen würden, riskierten die Spanier zwei Jahre lang ihr eigenes Leben: Sie entwendeten die Bilder, versteckten sie und schleusten sie aus dem Lager heraus. Durch diese in der Geschichte einzigartige Widerstandstat konnten der Nachwelt rund tausend Fotoaufnahmen vom KZ Mauthausen überliefert werden. Diese Dokumentation des Unbeschreiblichen wirft ein neues Licht auf die Überlebenden der Lager: Bevor sie Opfer wurden, waren sie vor allem Widerstandskämpfer.

Info
03:15
50min
Tempel der Menschenopfer
Tempel der Menschenopfer
Sender: arte
Tempel der Menschenopfer

(Chavin De Huantar - Theater Des Himmels) Chavín de Huántar Archäologie, Spanien 2015 Regie: José María Morales

El Huascarán, der höchste Berg in den peruanischen Anden, wird seit jeher von der indigenen Bevölkerung verehrt. Die Menschen glauben, dass dort die Geister der Erde leben. Vor etwa 3.000 Jahren wurden in dieser schneebedeckten Gebirgslandschaft die ersten steinernen Heiligtümer der indigenen Urbevölkerung errichtet, lange vor den heute bekannteren Kulturen der Moche und der Inka. Das bedeutendste dieser uralten Zentren ist Chavín de Huántar. Es stand unter der Leitung einer Priesterkaste, die sich selbst als Boten der Götter verstand und diesen Glauben auch an die einfachen Menschen weiterzugeben wusste. Gewalt und eine Armee waren nicht notwendig, um ihre Macht aufrechtzuerhalten. Diese Priester waren es, die Orakel gaben und komplizierte Rituale in Szene setzten, zu denen auch Drogen wie Meskalin, Menschenopfer und kannibalische Bankette gehörten. Es ist ein rätselhafter Ort, an dem sich besondere Dinge ereigneten. Der riesige Zeremonialkomplex diente als eine Art Theater - für Botschaften aus einer anderen Welt. Er war wie eine riesige Bühne für die herrschende Priesterkaste. Über Jahrhunderte hinweg gelang es ihr, ihre Macht zu behaupten. Doch was musste sie dafür tun? Was spielte sich hinter diesen steinernen Kulissen ab? 1945 wurde Chavín de Huántar unter einer großen Schlammlawine begraben. Unter der Leitung des Archäologen und Anthropologen John Rick Miller aus Stanford wird dieses Weltkulturerbe seit vielen Jahren wieder freigelegt und den Geheimnissen von Chavín de Huántar auf den Grund gegangen.