tag24 Programm 03.08.

   
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Was läuft 03.08. im TV-Programm von tag24?

Das tag24 Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
09:05 Unnötig oder schädlich
Infosendung ~45 Min
(Quarks im Ersten) worauf wir bei Nahrungsergänzungsmitteln achten sollten Wissenschaftsmagazin, Deutschland 2021 Moderation: Ralph Caspers
Jeder dritte nimmt mindestens ein Nahrungsergänzungsmittel. Sie sind per Definition keine Arzneimittel, sondern gehören zu den Lebensmitteln. Doch sind sie deswegen auch harmlos oder was sollte jeder wissen, der regelmäßig Pillen, Öle oder Pulver zu sich nimmt? Der Markt mit Nahrungsergänzungsmitteln ist riesig. Pro Jahr vermeldet die Branche hier in Deutschland einen Umsatz von über 1 Milliarde Euro. Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es kein Zulassungsverfahren wie bei Medikamenten. Sie werden lediglich bei der zuständigen Behörde registriert. Die Hersteller müssen nicht nachweisen, dass das Nahrungsergänzungsmittel eine Wirkung hat. Wie einfach es ist, sogar ein potentiell schädliches Produkt auf den Markt zu bringen, zeigt Quarks im Experiment. Außerdem decken wir die größten Mythen rund um Nahrungsergänzungsmittel auf, beleuchten den Hype um CBD-Öle und fragen, welche Risiken bestehen in Sachen Überdosierung und Wechselwirkungen mit Medikamenten. Das wöchentliche Wissenschaftsmagazin ''Quarks'' beleuchtet 45 Minuten lang ein wissenschaftliches Thema aus verschiedensten, oft ungewöhnlichen Blickwinkeln. Ihr besonderes Augenmerk legen die Macher darauf, Wissenschaft unkompliziert zu vermitteln. Deshalb suchen sie immer den spannendsten Zugang zu einem Thema und vermitteln Grundlagen und Hintergründe statt unverdaute Neuigkeiten. Dabei bleibt ''Quarks'' immer aktuell, zeigt Haltung bei Themen wie Tschernobyl, Impfen oder Bio-Nahrung und hilft dem Zuschauer auch schwierige Themen einzuordnen. Das Team recherchiert jeden Inhalt für die Sendung gründlich und neu. Bei ''Quarks'' soll Wissenschaft unterhalten. Deshalb fährt die Sendung alles auf, was das Fernsehen zu bieten hat: spannende Experimente, abenteuerliche Selbstversuche, überzeugende Grafiken und faszinierende Computeranimationen. Dabei ist jede Sendung ein Unikat! ''Quarks'' nimmt den Zuschauer mit auf eine spannende Entdeckungsreise und hilft ihm die Geheimnisse der Welt zu enträtseln. Manchmal wird ein Thema auch zur Mission, wenn zum Beispiel die Moderatoren den Zuschauer auf eine Expedition ''Unter Tage'' mit nehmen und man mit ihnen die Kumpel einer Kohlenzeche kennen lernt.
10:05 Eine Frage der Haltung
Infosendung ~45 Min
Ist Jagen die Lösung? Staffel 2: Episode 3 Gesellschaftsreportage, Deutschland 2020
rbb-Reporterin Helena Daehler ist Vegetarierin. Nicht, weil es ihr nicht schmeckt. Sie will nicht, dass für ihren Konsum Tiere sterben müssen oder brutal behandelt werden. Und spätestens seit den Skandalen um den Schlacht-Giganten Tönnies steht für sie fest: Industriell hergestelltes Fleisch geht gar nicht. Aber Helenas Großvater war Jäger. Sie fragt sich schon lange, ob das nicht ein ehrlicher Weg sein könnte, doch noch Fleisch zu essen. Im Wald das eigene Essen erlegen, in der Natur sein, respektvoll mit ihr umgehen und damit den Wildbestand in Schach und gesund halten - wäre das nicht okay? Helena will sich ein komplexes Bild verschaffen und trifft zwei Menschen mit sehr unterschiedlichen Haltungen zum Thema. Joachim Lange ist seit vielen Jahren Jäger und Förster in Templin. Er liebt seinen Wald und die darin lebenden Tiere. Um das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Interessen, Nachhaltigkeit und Naturschutz zu wahren, ist es seiner Meinung nach unverzichtbar, den Wildbestand in einem für den Wald verträglichen Maß zu halten. Die Jagd ist für ihn daher eine Notwenigkeit bzw. eine Dienstleistung an der Gesellschaft, um die Ziele, die der Mensch mit dem Wald verfolgt, zu erreichen. Mit ihm geht Helena auf die Jagd, um herausfinden, was es bedeutet ein Tier zu töten und dann eigenhändig zu zerlegen und zu essen. Für Jürgen Foß vom Verein ''Land der Tiere'' wäre das unvorstellbar. Er betreibt südöstlich von Hamburg einen Lebensort für gerettete Nutz- und Wildtiere. Hier sollen Menschen ihre Empathie für die Tiere wiederentdecken, die üblicherweise als Nutztier geschlachtet, geschossen und gegessen werden. Er unterscheidet nicht zwischen Hund, Katze und (Wild-) Schwein - jedes Tier habe das Recht auf ein artgerechtes Leben in Freiheit. Helena besichtigt den Hof, trifft auf Frischlinge mit Kosenamen und hilft beim Füttern. Jürgen Foß erklärt ihr, warum die Jagd seiner Ansicht nach verboten gehört und kein Mensch das Recht hat, aus reinem Egoismus ein Tier zu töten. Außerdem ist das Bejagen, seiner Meinung nach, keine Lösung, um die wachsenden Wildbestände in Deutschland zu regulieren. Helena braucht nun dringend unabhängige Beratung durch den Wildtierexperten des Berliner Senats und muss sich dann entscheiden: Ist es okay, sich sein Fleisch selbst zu jagen oder wird sie weiter strikte Vegetarierin bleiben?




Programm - Abend

 
19:15 Exitus für ein Krankenhaus: Wenn die Klinik dicht macht
Infosendung ~45 Min
(Klinik in Not - Exitus für ein Krankenhaus) Reportage, Deutschland 2021
Das Krankenhaus von Ingelheim: ein typisches Krankenhaus der sogenannten Grund und Regelversorgung mit Notaufnahme, einer chirurgischen Abteilung und der Inneren Medizin. Und: wie viele kleine Häuser defizitär und am Rand des finanziellen Kollaps. Als die Dreharbeiten zu diesem Film im Herbst 2020 beginnen, haben in Ingelheim zwei Insolvenzverwalter die Geschäftsführung übernommen: Rainer Eckert und Mark Boddenberg. Sie sind Experten für die Rettung von Krankenhäusern. Oder auch, wenn gar nichts mehr geht, für deren Abwicklung. Ingelheim ist so ein Notfall, ''äußerst schwierig,'' sagt Rainer Eckert, aber nicht hoffnungslos: ''Um es zu retten, müssen wir einen Käufer finden, einen Investor, den wir für das Haus begeistern können. Und der es weiterführen will''. Doch dafür bleibt den Insolvenzverwaltern nur wenig Zeit. Noch werden im Haus Patienten versorgt. Viele aus der Belegschaft sind bereits gegangen. Ein harter Kern hält die Stellung und hofft auf einen Neubeginn. Doch die erfolglosen Sanierungsversuche der letzten Jahre haben Spuren hinterlassen. Die SWR Autoren Cornelia Uebel und Klaus Martens haben den Kampf um das Ingelheimer Krankenhaus beobachtet. Sie sind dabei, als es am Ende nur noch einen einzigen Interessenten gibt und erleben gemeinsam mit der Belegschaft den bitteren Tag, an dem die Entscheidung fällt, ob das Krankenhaus von Ingelheim nach 80 Jahren weitergeführt wird oder endgültig schließen muss.
21:08 Normsprenger:in
Infosendung ~15 Min
Die Chefin bin ich Staffel 1: Episode 4 Reportagereihe, Deutschland 2021
''In einer eigenen Wohnung leben, einen Hund haben, Freunde und Familie treffen: Mit meiner Assistenz kann ich diese Dinge tun, wann und wie ich das möchte.'' - Mit 20 Jahren ins Altenheim - für die Leipzigerin Sarah Lenz war das keine Option. Sarah, heute 34, lebt mit Muskelschwund. Statt im Heim wohnt sie nun in ihren eigenen vier Wänden, ihre Assistenz Ulrike leiht ihr Arme und Beine. Was für andere selbstverständlich ist, wird für Sarah so erst möglich: essen, aufs Klo gehen und Freund:innen treffen, wann sie will. Doch bis zur eigenen Wohnung und der 24-Stunden-Assistenz war es ein jahrelanger Kampf. Denn beides ist teuer, das Sozialamt schickt Menschen mit Assistenzbedarf lieber ins Heim. Für Sarah wäre ein selbstbestimmtes Leben dort nicht möglich gewesen. Sarah ist mit spinaler Muskelatrophie geboren. Ihren Kopf und ihre Hände kann sie noch bewegen, sprechen auch. Und sie weiß, was sie will. Für ihre Assistentin Ulrike ist Sarah die Chefin. Wasser einschenken, Tür aufmachen, Nagellack bringen - Sarah weist an, Ulrike führt aus. Für Sarah schafft das Selbstständigkeit. Wie schafft sich Sarah Autonomie? Und was muss sich an Gesellschaft ändern, damit behinderte Menschen mehr Freiheiten genießen und teilhaben können an dem, was als normal gilt? Um diesen Fragen nachzugehen, hat der MDR-Journalist Fabian Stark drei Tage lang Sarah und ihre Assistenz begleitet. Innerhalb von vier Jahren sind Sarah und ihre Assistenz Ulrike Freundinnen geworden, obwohl Sarah das am Anfang eigentlich ausgeschlossen hatte: ''Ulrike sagt immer zu mir: Du hast immer gesagt, du willst keine Freundin, du willst eine Assistenz. Das hat, glaube ich einfach ein bisschen Druck weggenommen - die Freundschaft hat sich dann entwickelt.'' Sarah und Ulrike reisen, essen und shoppen gemeinsam. Doch wann Sarah dabei Chefin ist und wann Freundin, das ist oft eine Gratwanderung.