(Pfandastisch? Ein Jahr Plastik-Pfand)
Pfandtastisch? Ein Jahr Plastik-Pfand
Dokumagazin, Österreich 2026
Moderation: Hanno Settele
Gäste: Lisa Gadenstätter - Julia Fitz - Christian Strasser - Noah Matznetter - Raphael Thiele - Johannes Seidl - Monika Fiala - Sebastian NeuschlerTrue
Seit 1. Jänner 2025 gibt es in Österreich ein landesweites Einwegpfandsystem auf Plastikflaschen und Dosen. Hanno Settele zieht in der neuen Dok 1-Ausgabe Pfandtastisch? Ein Jahr Plastik-Pfand am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON nach einem Jahr Bilanz: Hat das Pfand gehalten, was es versprochen hat? Wurden die Ziele erreicht? Und wie beliebt oder unbeliebt ist das neue Pfandsystem in der Bevölkerung? 53 Jahre nach der Erfindung der PET-Flasche ist Österreich spät dran mit einem Pfandsystem. Doch der Druck aus Brüssel war groß: Die EU schreibt bis 2029 eine Sammelquote von 90 Prozent vor. In der Theorie soll das Pfand helfen, Plastikmüll zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft fördern. In der Praxis zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: volle Automaten, verärgerte Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch neue Ideen und technische Innovationen. Die Dokumentation begleitet Menschen, die das System täglich erleben - vom Supermarkt bis zur Sortier- und Recyclinganlage. Laut der Umweltjuristin Judith Fitz von der AK Wien sind die häufigsten Konsumentenbeschwerden: defekte Automaten, verweigerte Barauszahlungen, unklare Regeln. Gleichzeitig zeigt das Start-up Pfandabär, dass Rückgabe auch digital, bequem und innovativ funktionieren kann. In burgenländischen Müllendorf blickt Dok 1 hinter die Kulissen, was passiert, wenn das Einwegpfand den Supermarkt verlässt. Hanno Settele schaut sich den Ablauf in einer Sortieranlage und Recyclinganlage an, und Experten wie Recyclingberater Christian Abl und Peter Beigl von der BOKU Wien erklären Chancen, Schwächen und Widersprüche des Systems. Monika Fiala, Geschäftsführerin der EWP Recycling Pfand Österreich gGmbH, die das Pfandsystem zentral steuert, sieht darin einen großen Schritt in Richtung echter Kreislaufwirtschaft. Der Wiener Würstelstand-Betreiber Sebastian Neuschler hat wegen des neuen Plastikpfands komplett auf Glasflaschen umgestellt - aus Platzmangel und Pragmatismus.