TV-Programm ARD 26.01.

   
   Was läuft beim TV Sender ARD

Was läuft 26.01. im TV-Programm von ARD?

Das ARD Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
00:40 Tatort: Tödliche Flut
Spielfilm ~90 Min
Die Kommissare der Bundespolizei Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Julia Grosz (Franziska Weisz) werden von der investigativen Journalistin Imke Leopold (Franziska Hartmann) um Hilfe gebeten. Sie glaubt, einem unerlaubten Immobilienhandel auf der Spur zu sein. Doch die beiden Ermittler sind erst einmal vorsichtig und fragen sich, ob an der Sache wirklich was dran ist. Die Skepsis hält aber nur so lange, bis jemand Falke nach dem Leben trachtet. Dann wird klar, dass sie eine mehr als heisse Spur haben. Mögliche Ansatzpunkte für die weiteren Ermittlungen gibt es einige. Ein grösseres Bauprojekt, das mit der Unterstützung von ansässigen Politikern an den Start ging, scheint der vielversprechendste. Dann wird der ortskundige Anwalt, der Entscheidendes dazu beitrug und Imke suggerierte, dass bei der Sache etwas faul sei, ermordet aufgefunden. Unter dem Titel Tatort sind streng genommen Dutzende von Krimiserien vereint. Jede ARD-Anstalt produziert innerhalb der Tatort-Reihe 90 Minuten lange Filme mit eigenen Ermittlern, die in der Regel Mordfälle aufzuklären haben. Auch das Schweizer und das Österreichische Fernsehen schicken eigene Polizisten ins Rennen. Die Filme mit den verschiedenen Hauptdarstellern werden abwechselnd und in loser Folge sonntags um 20.15 Uhr gezeigt, wobei die Ermittler der größeren ARD-Anstalten wie WDR und NDR alle paar Wochen im Einsatz sind und die der kleinen Anstalten wie RB und SR manchmal jahrelang gar nicht auftreten. Zunächst liefen nur etwa elf Folgen im Jahr, Ende der 90er-Jahre waren es 30.
UntertitelHDTV
03:30 Zeugen - Wie der Holocaust ins Fernsehen kam
Infosendung ~45 Min
1981: Zum ersten Mal sprechen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocausts im deutschen Fernsehen in der zweiteiligen Dokumentation ''Zeugen - Aussagen zum Mord an einem Volk'' - zur besten Sendezeit im Ersten. Erst 36 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hat der Bremer Filmemacher Karl Fruchtmann damit den Gegenentwurf zur US-Dramaserie ''Holocaust'' geschaffen. Der Radio-Bremen-Film ''Zeugen - Wie der Holocaust ins Fernsehen kam'' erzählt die dramatische Entstehungsgeschichte der Dokumentationen. Fruchtmann hat vor 40 Jahren für die ARD die erste Dokumentation gemacht, in der jüdische Opfer zu Wort kamen. Die Geschichte hat ihn, der selbst in Dachau im KZ gesessen hat, nicht losgelassen. Während es heute kaum noch Menschen gibt, die persönlich von ihren Erfahrungen aus der Zeit des Holocaust erzählen können, gab es Anfang der 1980er noch viele Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, für die die Ermordung der europäischen Juden noch sehr präsent war. 60 Überlebende der NS-Konzentrationslager hat Karl Fruchtmann in Israel und Polen interviewt, die Bänder liegen im Archiv von Radio Bremen, fast 80 Stunden Interviews, ein historisches Vermächtnis! Nur ein kleiner Teil davon wurde bis jetzt veröffentlicht. Den Zuschauerinnen und Zuschauern hat Fruchtmann keine Härte erspart. Er setzte auf die nackten Interviews, auf eine filmische Zumutung für das Fernsehpublikum. ''Zeugen - Aussagen zum Mord an einem Volk'' nennt er seine zwei verstörenden Dokumentationen. Die Zeugen nennen darin noch nicht einmal ihren Namen. Sparsam sind einige wenige Bilder eingeschnitten aus Auschwitz. Man erfährt keinerlei biografische Details. So fügen sich die Interviews zu einem einzigen Monolog des Grauens. Wer waren die Zeugen, welche Biografien standen hinter den Aussagen? Und wie hat das Kamerateam, zu dem auch die damals erst 18-jährige Tochter Fruchtmanns gehörte, die wochenlangen Interviews über Folter, Demütigung und Ermordung verarbeitet? Dreharbeiten, bei denen immer die Gefahr bestand, dass die Interviewpartner unter der Last der eigenen Erinnerungen zusammenbrechen? Exemplarisch haben die Autoren Susanne Brahms und Rainer Krause einige Lebensgeschichten der Zeugen über Auschwitz hinaus aufgespürt. Zum Beispiel die von Johanna Engel aus Neuwied, deren Welt schon lange vor Krieg und Holocaust zusammenbrach - als sich ihre Religion plötzlich in ein Schimpfwort verwandelte - ''du Jud'', schleuderten ihr die Spielkameradinnen eines Tages entgegen. Oder die des Künstlers Jehuda Bacon, der als Kind glaubte, die deutschen Panzer seien aus Pappe und der im KZ Theresienstadt mit dem Malen anfing, so beeindruckend präzise, dass seine Zeichnungen später als Beweismaterial im Prozess gegen Adolf Eichmann, den Organisator des Holocaust, in Jerusalem genutzt wurden. Bei der Rekonstruktion der Biografien greift die Radio-Bremen-Dokumentation auf bislang unveröffentlichte Interviews zurück und illustriert Ausschnitte aus dem Leben der Zeugen im Graphic Novel-Stil. Auch zum Regisseur Karl Fruchtmann und seinem Leben haben sich die Autoren auf Spurensuche begeben. Warum kam er, der nach der KZ-Inhaftierung 1937 nach Palästina emigrierte, zurück nach Deutschland? Im Gegensatz zur fiktiven Geschichte der Familie Weiß in der amerikanischen Serie ''Holocaust'' von 1979 wollte das deutsche Fernsehpublikum die echten Opfer, die Zeugen des Holocaust, nicht sehen. Es gab wüste Beschimpfungen per Telefon und Brief. Das sei ''Holo-Kotze'', wütete ein Anrufer nach der Ausstrahlung der zweiteiligen Dokumentation von Karl Fruchtmann im Ersten. Der Filmemacher Fruchtmann, so erzählt der Radio-Bremen-Redakteur Jürgen Breest, hatte genau diese Reaktion erwartet.
Untertitel
04:45 Impf-Roulette - Die Jagd nach dem Wirkstoff
Infosendung ~45 Min
Der Corona-Virus legt die Welt lahm - die Suche nach einem Impfstoff paralysiert sie. Die Forscher sind im Wettlauf gegen die Zeit und miteinander: Wer hat als erster ein geeignetes Mittel gegen Covid-19 entwickelt? Wird es eines aus bestehenden oder neuen Medikamenten oder wird ein prophylaktischer Impfstoff kommen? Die Dokumentation ''Impf-Roulette'' trifft Forscher von Pfizer, die Wegbereiter des ersten zugelassenen Impfstoffs, und begleitet Mitarbeitende der Gesundheitsämter am Rande der Erschöpfung, recherchiert im abgelegenen brasilianischen Dschungel, wie es dort mit einer Verfügbarkeit aussieht. Außerdem kommen Impfprobanden in Moskau und Sao Paulo zu Wort und die World Health Organization (WHO) erklärt, wie die Menschen Zugang zum Impfstoff erhalten sollen. Der Film begleitet die Entstehung eines Medikaments - und auch eine junge Frau, die Monate nach ihrer Corona-Erkrankung mit den Spätfolgen kämpft. ''Impf-Roulette'' ist ein Wirtschaftskrimi entlang einer globalen Krise. Es geht um Geld, Macht, Verteilungsgerechtigkeit - und um Leben und Tod. Am 12. August 2020 scheint das spannendste Wettrennen der Supermächte seit der Mondlandung bereits zu Ende zu sein: Der russische Präsident Putin verkündet, einen Impfstoff gegen Covid-19 zu haben. Eindeutige Beweise für Wirksamkeit und Sicherheit liefert er nicht. Das Roulettespiel geht weiter - mit hohen Einsätzen und der Hoffnung auf noch höheren Gewinn. Milliarden von öffentlichen Geldern sind geflossen. Der Ausverkauf der sehnsüchtig erwarteten Produkte beginnt lange vor der Marktreife. Welches Land, welcher Konzern hat zuerst einen wirksamen Impfstoff gegen die Seuche des Jahres 2020? Über 200 Impfstoffe werden Stand Dezember 2020 auf der ganzen Welt entwickelt. Bis es soweit ist, ächzt die Weltbevölkerung unter der Viruslast: immer wieder Ausbrüche, steigende Todeszahlen, überlastete Gesundheitsämter und Kliniken, Einschränkungen der Freiheit, Absturz der Wirtschaft in ungeahnter Weise. Im November 2020 dann der Silberstreif am Horizont: BioNTech/Pfizer und Moderna haben vielversprechende Impfstoffe in der Zulassung, andere sind kurz davor. Das schürt die Hoffnung, dass das alte Leben bald wieder kommt. Oder? Im Dezember 2020 werden die ersten Menschen in Deutschland und in anderen Ländern geimpft. Das ist das Ergebnis einer beispiellosen Entwicklung eines Impfstoffs in zehn Monaten statt in zehn Jahren. Doch wie schon während der gesamten Pandemie stellen sich viele Fragen. Warum kann es so schnell einen Impfstoff geben? Wie sicher kann er sein und wie wirksam? Wer bekommt den Impfstoff, wenn er da ist? Und vor allem wer zuerst? Wird es eine weltweit gerechte Verteilung geben oder ist der reiche Norden dem ärmeren Süden wieder einmal voraus? Macht die Pharmaindustrie den Mega-Deal oder rettet sie die Welt? Und was, wenn es trotz aller Forschung und globaler Bemühungen einfach keinen wirksamen Impfstoff geben wird?
Untertitel


Nachmittag
 


Abend