TV-Programm arte 11.12.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft im TV-Programm von arte am 11.12.?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
03:00 Stadtoasen
Infosendung ~45 Min
Die Josefstadt ist einer der ältesten und ärmsten Bezirke von Budapest und als Problemviertel verschrien. Die leicht verfallenen Altbauten wurden in den letzten Jahren abgerissen, denn aus dem Bezirk am Ostufer der Donau soll eine Prachtmeile entstehen. Doch die alteingesessenen Bewohner lassen sich nicht vertreiben, sie wollen ihr Viertel aktiv mitgestalten. Seit einigen Jahren gibt es aus diesem Grund mehrere Nachbarschaftsinitiativen, die aus ungenutzten, kargen Arealen blühende grüne Oasen zaubern. In den Gemeinschaftsgärten im achten Bezirk der ungarischen Hauptstadt wird nun Basisdemokratie geprobt: Die Anwohner wollen sich ein Stück urbanen Raum zurückerobern und ein soziales Miteinander möglich machen. Der Weg dorthin ist nicht immer leicht. Während Betreuerin Monika vom Leonardo-Garten alle Hände voll damit zu tun hat, die über 200 Mitglieder immer wieder an die einfachsten Regeln zu erinnern, kämpft der Grund-Gemeinschaftsgarten mit noch weitaus essenzielleren Problemen: Auf dem neuen Grundstück, das die Nachbarn die nächsten Jahre nutzen dürfen, gibt es nicht einmal fließendes Wasser. Durchhaltevermögen und Zusammenhalt sind gefordert, wenn die Gartengemeinschaft erfolgreich bestehen will. Die Grund-Mitglieder stellen sich der Herausforderung. Zwar besitzen sie noch keinen gültigen Vertrag für das Grundstück, schmieden jedoch eifrig große Zukunftspläne. Die Gruppe will sich als Team beweisen und den Budapestern zeigen, dass Solidarität und Verbundenheit Früchte tragen können.
16:9
05:00 Fortitude
Serie ~45 Min
Polizei-Chef Dan Anderssens Ermittlungen im Mordfall Stoddart führen ihn zu Jason Donnelly, einem Kumpel von Ronnie Morgan. Dan befragt Jasons Ehefrau Celia und erfährt, dass Jason einem der Wissenschaftler der arktischen Forschungsstation gelegentlich hilft, Tiere zu fangen. Dan vermutet, dass es sich dabei um Natalie Yelburton handelt. Zusammen mit deren neuem Kollegen, dem jungen Wissenschaftler Vincent Rattrey, sucht Dan im Labor der Forschungsstation nach Spuren des Verbleibs von Natalie. Ein Hinweis in ihrem Computer führt Dan und Vincent zu einer einsamen Hütte in der arktischen Wildnis. Gouverneurin Hildur Odegard versucht, Professor Stoddarts Witwe Trish zu trösten. Diese erzählt ihr, dass sie gerade Stoddarts letzte Sprachnachricht abgehört hat. Er sagte ihr, dass er ihr etwas Wichtiges, etwas sehr Kostbares zeigen wolle. Etwas, das mit dem geplanten Gletscher-Hotel im Zusammenhang stehe. Hildur Odegard ist sofort alarmiert. In Begleitung von Frank Sutter hat Polizei-Chef Dan Anderssen die Hütte ausfindig gemacht, in der sich Jason Donnelly und Natalie Yelburton aufhalten. Sie locken Jason heraus, indem sie den Stromgenerator sabotieren. Bei der Festnahme von Jason agiert Frank auffallend gewalttätig. Der Mammutzahn, den die Kinder beim Spielen im Eis gefunden hatten und dessentwegen Jason in einen heftigen Streit mit Stoddart geraten war, weckt Dans Interesse. Er bittet Natalie, den Zahn zu untersuchen ... Fortitude ist ein Ort wie kein anderer auf der Erde: eine boomende Grenzstadt in der wilden, unzivilisierten Landschaft des hohen Nordens. Sheriff Dan Anderssen führt ein erstklassiges Rettungsteam an, doch nun soll er den schockierenden Mord an einem bekannten Mitglied der Gesellschaft aufklären. Dabei muss er mit Detective Chief Inspector Eugene Morton zusammenarbeiten, einem britischen Mordermittler, der gerade eingeflogen ist. Während der Untersuchung finden die beiden immer wieder gute Gründe, dem anderen zu vertrauen oder zu misstrauen. Und wie sich herausstellt, wird dieser Mord nicht der einzige bleiben?
16:9
08:45 Stadt Land Kunst
Infosendung ~60 Min
Harvard - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit Russland - Die Spannung steigt mit John Le Carré Die singenden Seemänner der Bretagne (1): Russland - Die Spannung steigt mit John Le CarréDie großzügig angelegten Straßen Moskaus erinnern noch heute an längst überkommene Sowjetzeiten. Während des Kalten Krieges nährte die russische Hauptstadt die Ängste und Hirngespinste des Westens und bot viel Stoff für Spionageromane. John Le Carré ist ein Meister dieses Genres. Er reiste in den 80er Jahren nach Moskau. Der Schock während seines ersten Aufenthalts inspirierte ihn zu seinem Roman ''Das Rußlandhaus'' - ein atemberaubender Zeitsprung ins Herz der UDSSR der Gorbatschow-Ära.(2): Die singenden Seemänner der BretagneLange Monate auf hoher See und Fischen in den eisigen Gewässern des Nordatlantiks - das war das Schicksal bretonischer Seemänner, die weit weg von zu Hause auf Kabeljaufang gingen. Um das durchzuhalten, brauchte es Mut und Zusammenhalt ... und ein paar Lieder, die im Chor gesungen wurden, um sich bei Laune zu halten und im Rhythmus zu bleiben. Die Melodien von damals erreichten auch das Festland und erzählen bis heute die Geschichte der Fischer und der kleinen Häfen um die Gemeinde Paimpol.(3): Harvard - Die Wahrheit und nichts als die WahrheitDie roten Backsteinbauten der Elite-Uni an der US-amerikanischen Ostküste tragen das Siegel der Exzellenz. Harvard steht an vorderster Stelle im Bereich der Natur- und Rechtswissenschaften und der Psychologie. Hier wird die Elite des Landes geformt. Während des Zweiten Weltkriegs lernte man in Harvard außerdem, sich vor Gerüchten in Acht zu nehmen ...
16:9
09:45 Flucht im Namen Gottes - Die Hugenotten
Infosendung ~50 Min
1685 tobt in Frankreich zwischen Katholiken und Protestanten ein Krieg im Namen Gottes. König Ludwig XIV. sieht von den Hugenotten - der protestantischen Minderheit - seine Macht bedroht und löst mit einem Federstrich ihre Verfolgung aus. Das Leben von Suzanne Loyal (Anja Antonowicz), ihrem Mann Abraham (Björn von der Wellen) und ihren Kindern ändert sich von Grund auf. Freunde und Nachbarn werden zu Verrätern und Feinden. Die Soldaten des Königs ziehen marodierend durch hugenottische Gebiete. Auch die Kaufmannsfamilien Boué und Godeffroy aus Bordeaux und La Rochelle ahnen, dass sich für sie die Schlinge zuzieht, obwohl sie als erfolgreiche Händler eine bedeutende gesellschaftliche Position einnehmen. Ludwig XIV. bleibt hart: Wer dem protestantischen Glauben nicht abschwört und zum Katholizismus konvertiert, erfährt Gewalt und Willkür. Männern droht die Galeere, Frauen die Umerziehung im Kloster. Wie viele stehen die Familie Loyal und die Kaufleute Boué und Godeffroy vor der schwierigen Frage: Sollen sie ihren Glauben verleugnen oder eine neue Heimat in den protestantischen Nachbarländern suchen? Wer die Flucht wagt, riskiert sein Leben. Die Grenzen sind streng bewacht, da die Krone einen Exodus der hugenottischen Elite des Landes unbedingt verhindern möchte. Doch allein in den deutschen Territorien suchen rund 40.000 Hugenotten Schutz. Ihre Nachfahren wie Theodor Fontane, Alexander von Humboldt oder Carl Benz haben Deutschland geprägt. Das Doku-Drama zeigt: Die Geschichte der Hugenotten handelt von Flucht und Vertreibung und der Hoffnung auf einen Neuanfang in der Fremde.
16:9
11:25 Kitz & Co.
Infosendung ~50 Min
Regisseur und Kameramann Kurt Mündl greift ein eher unbekanntes Thema auf: Die aufsehenerregende Produktion ''Kitz & Co - Die Kunst des Verschwindens'' zeigt das Heranwachsen eines der entzückendsten Wildtiere überhaupt: Das Jung-Reh - alias Rehkitz oder ''Bambi''. Mündl geht der Frage nach, warum es im Laufe der Zeit seine weißen Flecken verliert. ARTE zeigt die spannenden und gefahrvollen Wege des Rehkitzes und informiert über eine evolutionäre Schutzfunktion, die ''Bambi'' und auch anderen Tier-Babys hilft, zu überleben: Das Phänomen der sogenannten ''Somatolyse'' wird ergründet. Eine Dokumentation der Superklasse, die nicht nur ganz selten zu sehende Bilder liefert, sondern auch wissenschaftliche Erkenntnisse über uralte Kreisläufe im fortwährenden Überlebenskampf. Auf der Spurensuche von ''Kitz & Co'' zeigt diese Dokumentation welche besonderen Tarn-Strategien Tiere im Überlebenskampf entwickelt haben. Ihre ''geheimen Waffen'' sind helle Flecken auf dunklem Grund, oder auch braune Streifen. Zahlreiche Arten imitieren Licht und Schatten, hell und dunkel. Manche Beutegreifer tragen sogenannte ''Blatt-Schatten-Flecken'', aber auch Haare mit unregelmäßigem Muster tarnen perfekt. Manche Tierarten tragen ihr ''Tarnkleid'' nur in ihren ersten Lebensmonaten, andere aber auch ein Leben lang. Kurt Mündl zeigt mit seiner Dokumentation, dass oft gerade die hilflos Wirkenden am stärksten sind, wenn es um ''Unauffälligkeit'' geht. Sie sind die wahren Meister, in der ''Kunst des Verschwindens''.
16:9


Nachmittag
 
17:40 Schamanen in der Mongolei
Infosendung ~55 Min
Das mongolische Nomadenvolk lebt seit jeher in weitgehendem Einklang mit der Natur. Seine Mitglieder ziehen mit ihren Herden durchs Land, immer auf der Suche nach Wasser und Weiden für die Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen. Doch das traditionelle Leben der Nomaden ist in Gefahr: Der globale Klimawandel und überdurchschnittlich ansteigende Temperaturen sorgen für verheerende Dürren und machen die Nomadenvölker zu Klimaflüchtlingen. Experteneinschätzungen zufolge sind die Temperaturen in dem Land in den vergangenen 70 Jahren um durchschnittlich 2,2 Grad angestiegen - so viel wie in keinem anderen Land der Erde. Gleichzeitig hat die Anzahl der Schamanen in den letzten Jahrzehnten spektakulär zugenommen. Die traditionellen Vermittler zwischen Mensch und Natur fordern einen verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die Mongolen sind mit einer Umweltkatastrophe konfrontiert, bei der sich eisige Winter und trockene, sehr heiße Sommer abwechseln. Das ''Dzud'' genannte Klimaphänomen betrifft ausschließlich die Mongolei. Hinzu kommen starke Umweltbelastungen aufgrund des Abbaus von Kohle, Kupfer und Gold. Aufgrund dieser Entwicklungen mussten zwischen 60 und 70 Prozent der mongolischen Nomaden ihren traditionellen Lebensstil hinter sich lassen und sich an Stadträndern ansiedeln. So wachsen die Außenbezirke der Hauptstadt Ulan-Bator seit Jahren unkontrolliert in die Landschaft und bilden dabei infrastrukturell unterversorgte Armensiedlungen mit einer entwurzelten Bevölkerung. Die Dokumentation beleuchtet die sich wandelnde Lebensweise der Nomaden und begleitet eine Reihe von Schamanen, die dem tiefgreifenden Wandel des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur kritisch gegenüberstehen.
16:9


Abend
 
22:05 Eine Nacht in Pompeji
Infosendung ~55 Min
Eine faszinierende Reise zu einer der bedeutendsten archäologischen Stätten der Welt: Pompeji. Drei Millionen Besucher kommen jedes Jahr hierher, um in ein untergegangenes historisches und kulturelles Universum einzutauchen. Es präsentiert sich uns, als wäre die Vergangenheit erst gestern gewesen, als ob ein fernes Zeitalter plötzlich erwacht wäre, um seine Geheimnisse zu offenbaren. Pompeji ist das Ergebnis einer ungeheuren Tragödie. Eine Reise, auf der dem Zuschauer die Funde und antiken Meisterwerke nahegebracht werden, aber auch eine Begegnung mit den Männern und Frauen von Pompeji und Herculaneum des Jahres 79 nach Christus. Die Dokumentation zeigt die Menschen, die der Vulkanausbruch in der Nacht überrascht, hautnah und ganz privat, im Moment ihrer größten Verzweiflung. Der Zuschauer erlebt die Katastrophe Minute für Minute, den Ausbruch des Vesuvs, der ab dem 24. August des Jahres 79 nach Christus zuerst den Tod über Pompeji und die umliegenden Städte bringt, um diese dann in Gräber aus Asche, Schutt und glühender Lava verwandelt. Die Dokumentation unternimmt einen Streifzug durch die wichtigsten Straßen, Villen und Paläste der riesigen archäologischen Stätte von Pompeji. Einer der meistbesuchten Orte ist das Bordell von Pompeji, dessen Wände mit erotischen Fresken und Wandzeichnungen verziert ist. Sie geben Hinweise auf die Frauen, die hier arbeiteten. Begleiter auf dieser historischen Erkundungstour ist Alberto Angela, italienischer Schriftsteller und Journalist, der seit mehr als 20 Jahren überaus erfolgreich über historische und wissenschaftliche Themen schreibt.
16:9
23:00 Clair Obscur
Spielfilm ~100 Min
Das Leben der Psychiaterin Sehnaz scheint perfekt zu sein: Sie ist mit dem erfolgreichen Architekten Cem verheiratet, lebt in einer schicken Wohnung in Istanbul und hat Karriere gemacht. Unter der Woche lebt sie in einem kleinen Küstenort, um im dortigen Krankenhaus zu arbeiten. Dort behandelt sie die junge Elmas, die nach dem Tod ihres Ehemanns und ihrer Schwiegermutter völlig verstört eingeliefert wurde. Nach und nach öffnet sich Elmas gegenüber der Psychiaterin und ihre traurige Vergangenheit kommt ans Licht. Als junges Mädchen wurde sie von ihren Eltern zwangsverheiratet und war seitdem von ihrem Ehemann bevormundet und missbraucht worden. Die Therapie schlägt nicht nur bei Elmas an. Sehnaz regen die Gespräche mit der jungen Frau zum Nachdenken über ihre eigene Ehe an. Denn hinter der perfekten Fassade fühlt auch sie sich von ihrem Mann Cem bevormundet und in ihrer Sexualität und ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung nicht wahrgenommen. Yesim Ustaoglu gilt seit ''Reise zur Sonne'', ''Wolken stehen am Himmel'' oder ''Pandoras Box'' als wichtigste Regisseurin der Türkei. Ihre vielfach ausgezeichneten Filme beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Fragen jenseits der Debatten, die im Fokus der breiten Öffentlichkeit stehen wie die Kopftuch- oder die Islamismus-Debatte. Mit ''Clair Obscur'' wagt sich die für ihren poetischen Stil bekannte Filmemacherin an das vielleicht größte Tabu der türkischen Gesellschaft - die Sexualität der Frau. Der Film erzählt die Geschichte des sexuellen Erwachens einer jungen Frau, die das Recht auf ihren eigenen Körper entdeckt und in Anspruch nimmt.
Untertitel16:9HDTV