(The Hi-Lo Country)
Westerndrama, USA, England, Deutschland 1998
Regie: Stephen Frears
Autor: Walon Green - Max Evans
Sound: Drew Kunin
Musik: Carter Burwell
Kamera: Oliver StapletonFalse

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs versuchen sich der ehemalige Soldat Pete Calder und sein draufgängerischer Freund Big Boy Matson als Rinderzüchter. Doch die Zeiten haben sich geändert, und die industrielle Viehwirtschaft macht traditionellen Cowboys das Überleben nahezu unmöglich. Dass sich beide Männer in dieselbe Frau verlieben, verschärft die verfahrene Situation. Bald wird die Männerfreundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Eine Farm und eine Rinderherde - das ist der große Traum von Pete Calder und seinem Freund Big Boy Matson. Als die beiden Männer nach ihrem Armeedienst und dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1946 ins beschauliche Provinzstädtchen Hi-Lo im Mittleren Westen heimkehren, müssen sie jedoch feststellen, dass Cowboys zum Auslaufmodell geworden sind und der lokale Viehbaron Jim Ed Lowe mittlerweile die Rinderzucht mit industrieller Massentierhaltung bestimmt. Auch für Pete und Big Boy gäbe es auf seiner Ranch einen Job, doch die beiden schließen sich lieber mit ihrem Nachbarn Hoover zusammen. Mit ihrer Viehzucht nach traditionellen Methoden gelingt es ihnen tatsächlich, eine profitable Rinderzucht aufzubauen. Doch zwischen den einst unzertrennlichen Freunden beginnt es zu kriseln. Denn seit einem Flirt mit der verheirateten Mona, ist Pete besessen von der eigensinnigen Schönheit. Mona jedoch wird bald die Geliebte von Big Boy und stürzt Pete in einen Konflikt zwischen Loyalität und Eifersucht. Als Mona schwanger wird, kommt es zur Katastrophe. Der britische Regisseur Stephen Frears inszenierte mit Hi-Lo Country - Im Land der letzten Cowboys einen melancholischen Abgesang auf den alten Westen und die große Männerfreundschaft, der einer der exemplarischen Neowestern ist, die Hollywood in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Regisseur Frears zählte ursprünglich zu den vielseitigsten Vertretern des New British Cinema und machte sich einen Namen mit Sozialdramen, Thrillern und dem großartigen Kostümfilm Gefährliche Liebschaften.