Literaturverfilmung, Deutschland 1967
Regie: Kurt Hoffmann
Autor: Herbert Reinecker
Musik: Hans Martin Majewski
Kamera: Richard AngstTrue

Berlin, 1912. Ein kleines Missgeschick bringt dem jungen Zeitungsredakteur Wolf das große Glück: Als er in einem Freibad am Wannsee versehentlich die falsche Kabinentür öffnet, steht unerwartet die hübsche, splitternackte Claire vor ihm - der amüsante Beginn einer wunderbaren Romanze. Denn nach diesem turbulenten Auftakt verabreden sich die selbstbewusste Medizinstudentin und der aufstrebende Journalist miteinander, und die kecke Claire setzt all ihren Humor und ihren kapriziösen Charme ein, um Wolf zu erobern: Sie geht mit ihm ins Café, besucht ihn in der Redaktion und in seinem möblierten Zimmer. So entspinnt sich zwischen den beiden zunächst ein verspielter Flirt. Ihren konservativen Eltern stellt sie Wolf tollkühn als Lateinlehrer vor, der Claires Schwächen auf diesem für die Medizin überaus wichtigen Gebiet verbessern soll. Eines Tages aber wollen Claire und Wolf endlich herausfinden, ob sie nur ineinander verliebt sind - oder ob sie sich wirklich lieben. Da aber weder Claires Eltern, noch Wolfs strenge Vermieterin ihnen genug Ruhe und Raum lassen, beschließen die beiden, heimlich für ein paar Tage in das idyllische Städtchen Rheinsberg zu fahren. Hier verleben Claire und Wolf unbeschwerte Tage in romantischer Zweisamkeit, amüsieren sich bei Unwetterfahrten mit dem Zweispänner, abenteuerlichen Ruderausflügen und verträumten Stunden im Schlosspark. All das verändert Claire und Wolf, lässt sie reifen und aneinander wachsen. Und als sie nach drei wunderbaren Tagen zurück nach Berlin fahren, wissen sie, dass aus ihrer jugendlichen Verliebtheit eine echte Liebe geworden ist. Rheinsberg war nach Schloss Gripsholm die zweite schöne Kurt-Tucholsky-Verfilmung von Regie-Altmeister Kurt Hoffmann. Mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Romantik und Nostalgie erzählt der Film seine Liebesgeschichte. In den Hauptrollen glänzen Cornelia Froboess und Christian Wolff als übermütiges Traumpaar. Cornelia Froboess wurde für ihre Leistung 1967 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis als Beste Darstellerin ausgezeichnet.