Trump gegen Venezuela - Ist das System Maduro am Ende?
• Trump gegen Venezuela - Ist das System Maduro am Ende?
In der Nacht zum 3. Januar 2026 machen die USA ernst und vollziehen, was sie von langer Hand geplant haben: Sie nehmen den venezolanischen Präsidenten Maduro gefangen, er soll vor einem US-Gericht angeklagt werden. Fast 13 Jahre lang hat Nicolas Maduro Venezuela regiert und dabei ein System geschaffen, das Reichtum für wenige und Armut für viele gebracht hat. Mit Unterstützung des Militärs und der Eliten, den so genannten Enchufados, konnte Maduro sich an der Macht halten, obwohl er den Rückhalt in großen Teilen des Volkes längst verloren hatte. Sogar die Armenviertel, einst Hochburgen der sozialistischen Partei, rebellierten gegen den autokratischen Herrscher. Doch der Machtblock um Maduro hielt immer stand, vereint in der Kontrolle über die Ressourcen des Landes. Auch als der Präsident die Wahl 2024 mutmaßlich fälschen ließ, um sich eine dritte Amtszeit zu sichern. Erst der US-amerikanische Angriff auf Befehl Donald Trumps sowie die Gefangennahme Maduros und seiner Frau setzten der Herrschaft ein Ende. Aber ist das auch das Ende des Systems Maduro? Bislang deutet alles darauf hin, dass sich das Maduro-Regime noch nicht einem Ende zuneigt, sondern, dass nur die Person Maduro aus dem System herausgenommen wurde, erklärt Venezuela-Experte Günther Maihold im Weltspiegel extra. Die repressiven Instrumente des Systems Maduro seien noch intakt und Delcy Rodríguez, die die Regierung in Venezuela übernommen hat, eine Getreue Maduros. Weltspiegel extra zeichnet das System Maduro anhand von Schicksalen aus dem Land nach, erklärt den Machtblock rund um Maduro, Militär und Ressourcen und geht der Frage nach: Ist das System Maduro schon am Ende?