Vertrauensbruch
Staffel 10: Episode 22
Arztserie, Deutschland 2007
Regie: Celino Bleiweiß
Autor: Andreas Knaup
Musik: Paul Vincent Gunia - Oliver Gunia
Kamera: Jurek Jaruga - Michael FerdinandFalse

Mit dem Patienten Heinz Kluge wird Dr. Kaminski vor erhebliche Probleme gestellt. Kluge, der den Arzt von früher kennt, hat den Befund eines Nierenkarzinoms lange Zeit wissentlich verschleppt. Jetzt will er von Kaminski operiert werden, stellt diesen aber vor das Problem eines Freundschaftsdienstes: Kluge lehnt eine Operation, die eine Dialyse zur Folge hat, ab. Damit zwingt er Dr. Kaminski zu einer Entscheidung über Leben und Tod. Zugleich fühlt sich Kaminski bedroht, da Kluge über seine Vergangenheit und sein persönliches Schicksal Bescheid weiß. Nachdem Kaminski nach erstem Zögern die Behandlung und Operation übernimmt, steht er tatsächlich vor der Entscheidung, den Patienten unbehandelt sterben zu lassen oder sich über dessen Willen hinwegzusetzen. David Kampe begreift im Klinikalltag allmählich, dass er für diese Art des ärztlichen Berufes nicht geeignet ist. Weder zwischenmenschlich noch praktisch scheint er hier Fuß zu fassen. Trotz einer erfolgreich mit Dr. Brentano gemeisterten Notoperation steht seine Entscheidung fest: Er wird die Klinik verlassen und sich auf medizinische Forschung spezialisieren. Damit löst sich auch das Problem von Philipp Brentano. Brentano, der die Sachsenklinik erst jetzt als seine Heimat begreift, würde seine Kündigung gern zurücknehmen. Er scheitert vorerst an Sarah Marquardt, die an Stellen- und Kostenplänen festhält. Charlotte Gauss versucht, dem beruflich und sozial abgestürzten Udo von Wackerstein eine neue Chance als Kellner im Charlotto zu bieten. Die Hilfe erweist sich als Bärendienst, denn Wackerstein nimmt nicht den hilfreichen Finger, sondern ergreift die ganze Hand. Seine Bemühungen, das Charlotto gastronomisch zu optimieren, stellen Charlotte vor große Probleme.
In der Leipziger Sachsenklinik zieht das Kollegium an einem Strang. Auch wenn der Krankenhausalltag fast immer reibungslos abläuft, gibt es jedoch emotionale Turbulenzen. Die engagierten Ärztinnen und Ärzte brauchen auch mal eine starke Schulter zum anlehnen.