(Funny Face)
USA 1957
Regie: Stanley Donen
Autor: Leonard Gershe
Musik: Ira Gershwin - Adolph Deutsch
Kamera: Ray JuneTrue

Audrey Hepburns grazile Schönheit hat sie zur Ikone und zum Mythos des 20. Jahrhunderts gemacht. Mit ihrem Lächeln und ihren Rehaugen bezauberte sie Millionen von Menschen. Spielte sie zunächst die naive Unschuld, die einen bitter-süßen Traum träumt (Ein Herz und eine Krone), war sie nur wenige Jahre später das Sinnbild der modernen Frau von großer Eleganz und Schönheit (Frühstück bei Tiffany). Geboren wurde sie als Edda Kathleen van Heemstra-Hepburn-Ruston am 4. Mai 1929, als Tochter einer holländischen Baronin und eines irischen Bankiers. Ihre Kindheit verbrachte sie in englischen Internaten und auf dem Landsitz der Familie in Arnheim. Nach einer dramatischen Jugend im nazibesetzten Holland ging sie nach England, um Ballett-Tänzerin zu werden. Dieser Plan scheiterte vor allem an ihrer Größe und am Geldmangel. Audrey landete bei Revuen und Musicals, dann mit kleinen Rollen in ein paar Kinokomödien beim Film. Schließlich wurde sie von der berühmten französischen Roman-Autorin Colette für die Hauptrolle der Gigi am Broadway entdeckt. Nun wurde auch Hollywood aufmerksam: William Wyler engagierte das unbekannte Gesicht für Ein Herz und eine Krone, die romantische Geschichte einer Prinzessin, die inkognito das richtige Leben ausprobiert. Damit war der Audrey-Typ bereits gefunden: Sie verkörperte die naive Unschuld, die einen bitter-süßen Traum träumt. Der märchenhafte Charakter war auch typisch für den folgenden Film Sabrina, in dem sie eine Chauffeurstochter spielt, ein Aschenputtel, das, wie sich zeigt, eine verpuppte Prinzessin ist. Billy Wilder prägte über sie den unvergesslichen Satz: Dieses Mädchen wird den Busen noch aus der Mode bringen. Bereits mit 24 Jahren erhielt Audrey Hepburn den Oscar für ihre erste Hauptrolle in Ein Herz und Krone, viermal noch wurde sie später nominiert - als Titelheldin in Sabrina, als Titelheldin in Geschichte einer Nonne, als Holly in Frühstück bei Tiffany und als verfolgte Blinde in dem Psychothriller Warte, bis es dunkel wird. So ziemlich alle Genres hat sie im Laufe ihrer Karriere ausprobiert, unter anderem eben auch den Western Denen man nicht vergibt. Sie war dort eine, wenn auch hinreißende, Fehlbesetzung, ebenso wie bei dem aufwendigen Kostümfilm My Fair Lady. Trotz ihrer Einzigartigkeit hatte gerade dieser Film deutlich macht, dass sie nicht der Typ für Kostümrollen, sondern ein absolut moderner Frauentypus war.