tag24 Programm 05.02.

   
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Was läuft 05.02. im TV-Programm von tag24?

Das tag24 Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

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Programm - Vormittag

 
07:45 Weltreisen
Infosendung ~30 Min
(Weltbilder) Schmelzende Gletscher - Streit um Grönlands Zukunft Auslandsmagazin, Deutschland 2022
Ein Dutzend Hunde jagt durch die eisige Landschaft Grönlands. Hinter ihnen sitzen Ane Sofie und Flemming Lauritzen und lenken das Gespann, genau wie viele Generationen vor ihnen. Das Paar aus Ilulissat pflegt Grönlands uralte Tradition. Doch diese ist bedroht. ''Viele können sich die Hunde nicht mehr leisten'', erzählen die beiden. ''Und oft ist es zu warm, die Winter sind zu kurz und es fehlt an ausreichend Schnee.'' Der Klimawandel verändert die größte Insel der Welt. Während Ane Sofie und Flemming versuchen, das Vermächtnis der Inuit zu wahren, wächst im Süden bei einigen die Sehnsucht nach Fortschritt. Pavia Rohde etwa hofft, dass seine Heimat Narsaq von steigenden Temperaturen profitieren kann, wenn unter den schmelzenden Gletschern verborgene Schätze zum Vorschein kommen. ''Seltene Erden und kostbare Mineralien werden hier in den Bergen vermutet'', sagt er. ''Kommt die Mine, kommen auch wieder Jobs hierher.'' Tatsächlich ist kaum ein Flecken Erde so reich gesegnet mit Bodenschätzen. Seit Jahren haben internationale Minengesellschaften ein Auge darauf geworfen. So ist über Grönlands Zukunft ein Streit entbrannt. Wie viel darf die Freiheit des Landes kosten, das immer noch von Dänemark abhängig ist? Wie wertvoll sind überlieferte Traditionen und der Schutz der einzigartigen Natur? ARD-Korrespondent Christian Blenker war unterwegs mit Hundeschlitten und Helikoptern, er traf coole Typen mit heißen Herzen für ihre geliebte Heimat, das unvergleichliche Grönland.



Programm - Nachmittag

 
14:15 Spiel mit dem Feuer - Wer braucht noch dieses Olympia?
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2021
Eigentlich hat im Vorfeld alles gegen die chinesische Hauptstadt als Gastgeber der Olympischen Winterspiele gesprochen: Weder ist Peking eine Wintersportregion, noch werden in China die Menschenrechte geachtet. Dem IOC war das offenkundig egal. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, Meinungsfreiheit oder Klimaschutz wurden beiseitegeschoben. Es geht um Macht und Profit, statt um die olympische Idee und deren Werte. Doch immer mehr Athletinnen und Athleten melden sich zu Wort und fordern eine Reform der Olympischen Spiele. Ein Vorreiter dabei ist ARD-Olympia-Experte Felix Neureuther, der den olympischen Geist sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hat. Seine Mutter Rosi Mittermaier gewann bei den Winterspielen 1976 in Innsbruck zwei Goldmedaillen, Vater Christian nahm als Skifahrer drei Mal an Olympia teil. Auch Felix lebte seinen Olympischen Traum, auch wenn es nie zu einer Medaille reichte. Für ihn sind Winterspiele in Peking der Gipfel der Absurdität. Im Film geht er Fragen nach wie: Welche Spiele erwarten uns in Peking? Wie konnte es zu dieser Entscheidung kommen? Wofür steht Olympia überhaupt noch? Wie finanziert sich das Mega-Event? Und was kommt von den Milliarden bei den Sportlern an? Welche Wirkung für den Breitensport und als sozialer Kitt haben Olympische Spiele noch - und gibt es eine Chance auf faire, nachhaltige und klimafreundliche Spiele? Auf der Suche nach Lösungsansätzen trifft Felix Neureuther Wissenschaftler, Kritiker und Visionäre. Er tauscht sich mit Uigurinnen aus, die ihm von Verfolgung, Folter und Mord berichten. Er trifft Insider und bekommt intensive Einblicke in das ''System IOC'' und dessen starre, autokratische Strukturen. Und er trifft Sportlerinnen und Sportler, deren Existenzen von der Teilnahme an den Olympischen Spielen abhängen, weil sie nur dadurch ausreichend Sponsorengelder bekommen. Die meisten Sportlerinnen und Sportler wissen um die Diskrepanz zwischen Schein und Sein und hegen dennoch den großen Traum, einmal dabei zu sein - ein Spagat.
16:30 Weltreisen
Infosendung ~30 Min
(Weltbilder) Schmelzende Gletscher - Streit um Grönlands Zukunft Auslandsmagazin, Deutschland 2022
Ein Dutzend Hunde jagt durch die eisige Landschaft Grönlands. Hinter ihnen sitzen Ane Sofie und Flemming Lauritzen und lenken das Gespann, genau wie viele Generationen vor ihnen. Das Paar aus Ilulissat pflegt Grönlands uralte Tradition. Doch diese ist bedroht. ''Viele können sich die Hunde nicht mehr leisten'', erzählen die beiden. ''Und oft ist es zu warm, die Winter sind zu kurz und es fehlt an ausreichend Schnee.'' Der Klimawandel verändert die größte Insel der Welt. Während Ane Sofie und Flemming versuchen, das Vermächtnis der Inuit zu wahren, wächst im Süden bei einigen die Sehnsucht nach Fortschritt. Pavia Rohde etwa hofft, dass seine Heimat Narsaq von steigenden Temperaturen profitieren kann, wenn unter den schmelzenden Gletschern verborgene Schätze zum Vorschein kommen. ''Seltene Erden und kostbare Mineralien werden hier in den Bergen vermutet'', sagt er. ''Kommt die Mine, kommen auch wieder Jobs hierher.'' Tatsächlich ist kaum ein Flecken Erde so reich gesegnet mit Bodenschätzen. Seit Jahren haben internationale Minengesellschaften ein Auge darauf geworfen. So ist über Grönlands Zukunft ein Streit entbrannt. Wie viel darf die Freiheit des Landes kosten, das immer noch von Dänemark abhängig ist? Wie wertvoll sind überlieferte Traditionen und der Schutz der einzigartigen Natur? ARD-Korrespondent Christian Blenker war unterwegs mit Hundeschlitten und Helikoptern, er traf coole Typen mit heißen Herzen für ihre geliebte Heimat, das unvergleichliche Grönland.



Programm - Abend

 
19:30 China inside: Winterspiele mit Widersprüchen
Infosendung ~30 Min
Dokumentation, Deutschland 2021
Die aufstrebende Weltmacht China lädt zu den Olympischen Wettkämpfen ein. Nach den Sommerspielen 2008 in Peking folgen jetzt die Winterspiele 2022, das hat noch kein Land zuvor geschafft. Die Berge nahe Peking sind zwar nicht sonderlich hoch und schneien tut es dort auch nur selten, aber China sieht darin die Chance, aus dem Nichts ein renommiertes Skiresort aufzubauen. China möchte die Welt begeistern mit gut ausgebauten und zuverlässig beschneiten Skipisten, Skischanzen und einer neu gebauten Bobbahn. Auch das eigene Volk soll motiviert werden: Bis zum nächsten Jahr, so Staats- und Parteiführer Xi Jinping, sollen 300 Mio. Chinesen zu Wintersportlern werden. Die Olympischen Spiele finden in einer streng abgeriegelten Bubble statt. Die Ein- und Ausgänge zum Skigebiet werden ebenso rigoros bewacht wie Staatsgrenzen, so die offizielle Ankündigung. Denn weiterhin fordert China bei jeder Einreise mindestens zwei Wochen überwachte Quarantäne. Die Volksrepublik ist inzwischen das einzige Land weltweit, das an einer strikten Null-Covid-Strategie festhält. Die große Mehrheit der Bevölkerung befürwortet dieses Vorgehen. Das durch die Staatspresse verbreitete Narrativ hat verfangen: Während die Welt unter den Folgen der Pandemie leidet, ist China der einzige sichere Ort. Doch politische Sicherheit gibt es in China nur für Menschen, die mit der kommunistischen Führung konformgehen. Das spüren vor allem die Einwohner von Hongkong und Xinjiang. Für die Sonderverwaltungszone Hongkong gilt nunmehr ein Sicherheitsgesetz, das jede Opposition unterdrückt, die völkerrechtlich garantierten Freiheitsrechte gelten nur noch auf dem Papier. In der Region Xinjiang hat Chinas Regierung einen Polizeistaat und ein Lagersystem errichtet und unterdrückt die muslimische Bevölkerung. Mehrere ausländische Regierungen werfen Peking einen schleichenden Völkermord an den Uiguren vor und fordern einen Boykott der Spiele. Möglicherweise verzichten einige westliche Staaten auf die Entsendung offizieller Delegationen. Die Reportage wird mehrere Menschen in China begleiten: Lang Enge etwa wohnt im Austragungsort der Alpin-Ski-Rennen in Yanqing. Er war ein Schafswirt, doch den Ruf von Xi Jinping nach Begeisterung für die Olympischen Spiele hat er sich zu Herzen genommen. Er hat seine Schafe verkauft und andere Bauern motiviert, das Skifahren zu lernen. Inzwischen hat er ein Team zusammen, das im Sommer mit Trockenübungen, im Winter im Schnee den Mitgliedern vom Nachbarschaftskomitee der kommunistischen Partei aus seinem Ort das Skifahren beibringt. Sun Weibo ist selbst Ski-Profi - allerdings auf der nationalen Ebene. Seit Oktober trainiert sie in Zhangjiakou, dem Austragungsort der meisten Skidisziplinen während Olympia. Sie nimmt den Zuschauer mit auf die Hütten im Ski-Ort, in denen es die typischen chinesischen Gerichte wie z.B. Nudelsuppe gibt. Abends geht es in die Karaoke-Bar - Après-Ski Gaudi auf Chinesisch. Mit Sun Weibo erlebt der Zuschauer auch die strikte Corona-Bekämpfung. Tägliche PCR-Tests, Reisebeschränkungen und Corona-App-Überwachung, zudem eine Grenze mitten durchs Dorf - zwischen Olympia-Bubble und normalem China. Etwa 15 Mio. Ski-Sportler gibt es bereits in China. Die Zahl wächst rasant. Das Unternehmen SnowHow aus Südtirol will von dem Boom profitieren. In Einkaufszentren an den teuersten Orten der Großstädte haben sie Mini-Pisten aufgebaut und bereiten die Kinder der aufstrebenden Mittelschicht auf die ersten Schwünge im Schnee vor. SnowHow beschäftigt bereits 200 Indoor-Skilehrer in Vollzeit - und das Geschäft wächst. Mit von der Partie ist auch der Supervisor-Skilehrer Jan Holte aus Hamburg. Er erklärt den Unterschied zwischen alpiner und chinesischer Skikultur. Genug Schnee zum Skifahren gibt es in Peking fast nie. Unmengen an Energie und etwa 185.000 Kubikmeter Wasser soll dafür verwendet werden, alle Pisten für Olympia künstlich zu
22:35 Die Nordreportage
Infosendung ~30 Min
Die neuen Gründer Regionalreportage, Deutschland 2021
Food, Lifestyle, Interior: Sie arbeiten zwar in unterschiedlichen Branchen, aber der gleiche Geschäftsgedanke eint sie: ''Die Nordreportage'' stellt Unternehmerinnen und Unternehmer vor, die mit ihren Firmen Geld verdienen und damit gleichzeitig nachhaltig zu einer gesünderen Umwelt beitragen wollen. Die Agraringenieurin Elke zu Münster arbeitet als selbstständige Großhändlerin für die Weiße Lupine. Die Hülsenfrucht, die in Norddeutschland besonders gut wächst, hat einen extrem hohen Eiweißgehalt und gilt damit als regionale Alternative zu Soja. Elke zu Münster bietet dem wachsenden Lebensmittelmarkt für Vegetarier, Veganer und Sportler damit eine nachhaltige Perspektive: statt Soja aus anderen Ländern zu importieren, könnte der Bedarf bald direkt vor der eigenen Haustüre gedeckt werden. Wenn es nach Elke zu Münster geht, ist die Weiße Lupine bald so bekannt wie Erbsen oder Mais. Unternehmerin Linda Käckermann setzt mit ihrem nachhaltigen Start-up in einem ganz anderen Lebensbereich an: Die 30-Jährige handelt mit gebrauchten Möbeln. Bei Haushaltsauflösungen und Privatverkäufen findet sie ihre Ware. Eine Trödelhändlerin ist sie deswegen noch lange nicht, denn sie kauft ausschließlich gut erhaltene Vintagemöbel und Designklassiker. Mit ihrem Start-up will sie die Wertschätzung für Möbel wieder erhöhen, denn durch große Möbelcenter ist Inneneinrichtung so günstig und damit so austauschbar wie selten zuvor. Nie wurde mehr weggeschmissen. Als die beiden Schulfreunde Marco und Joost ihr Unternehmen gründeten, war ihnen zunächst gar nicht bewusst, dass sie damit auch zum ökologischen Gleichgewicht in der Nordsee beitragen würden. Die beiden haben sich auf den Verkauf von Wildaustern spezialisiert. Diese Art hat sich in den letzten Jahren besonders in der Nordsee verbreitet. Dort gilt die Delikatesse inzwischen als Plage, weil sie unter anderem der heimischen Miesmuschel den Platz wegnimmt. Weil es keine natürlichen Fressfeinde gibt, bleibt dafür nur noch der Mensch. Mit dem Verkauf jeder einzelnen Muschel leisten Marco und Joost somit einen kleinen Beitrag zu einer gesunden Nordsee. Ihr Ziel: die Auster von ihrem elitären Image befreien und sie zu einem gewöhnlichen Lebensmittel machen.
23:05 Schamanen, Hexen, neue Heiden
Infosendung ~45 Min
Die Rückkehr der alten Götter Dokumentation, Deutschland 2021
Echtes Leben Voenix ist Schamane und in der neuheidnischen Szene ein bekannter Typ. Er ist häufig bei Veranstaltungen in ganz Deutschland unterwegs, ist Künstler und Buchautor und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Dort veröffentlicht er Filme über Themen und Menschen aus der Heidenszene. Heiden glauben an viele Götter, und sie berufen sich auf die Religionen alter Kulturen wie zum Beispiel die nordische Götterwelt. Auf der Suche nach Sinn und Orientierung interessiert sich eine wachsende Zahl von Menschen für diese alten Mythen und Riten. Sie sehen im Neuheidentum eine Alternative zur modernen, auf Konsum ausgerichteten Lebensweise. Eine Religion, die sie als naturverbundener, geheimnisvoller und sinnlicher empfinden als etwa das Angebot der klassischen Kirchen. Die Literaturwissenschaftlerin Stefanie von Schnurbein hat die Heidenszene 30 Jahre lang intensiv erforscht. Sie zeigt, dass das heutige Heidentum zwar letztlich aus der völkischen Szene des frühen 20. Jahrhunderts entstanden ist. Noch heute sind einige der Gruppen tief in der rechten Szene verankert. Aber sie beobachtet auch, dass sich viele Heiden intensiv mit den Altlasten ihrer Religion auseinandersetzen und sich glaubhaft von Rechts abgrenzen. Die Dokumentation von Alexander Bartsch und Peter Podjavorsek gibt einen Einblick in eine schillernde Welt und beschreibt, was Menschen heute an den alten Göttern fasziniert.