NDR Programm 01.11.

   
   Was läuft beim TV Sender NDR

Was läuft 01.11. im TV-Programm von NDR?

Das NDR Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:00 Käpt'ns Dinner
Show ~30 Min
Mit Michel Abdollahi und Barbara Becker Talkshow, Deutschland 2020 Moderation: Michel Abdollahi Gäste: Barbara Becker Kamera: Florian Nickel - Kim Kruse
Der Rassismus in Amerika ist viel spürbarer als in Deutschland, sagt Barbara Becker im Gespräch beim ''Käpt''ns Dinner'' in einem ausrangierten U-Boot über ihre Wahlheimat Miami. Und sie spricht darüber, wie sie von dort auf Deutschland schaut: ''Hier merkst du, dass die Leute protestieren. Und dass sie sehr engagiert sind für ihr Land und einfach keine Lust haben, in einem Land zu leben, wo die Leute so auseinanderdividiert werden.'' Michel Abdollahi empfängt die Unternehmerin und Fitnessikone zu einer halben Stunde Talk zwischen Torpedos und Stahl. Es geht um die Lage der Nation und alles, was sonst noch wichtig ist: Warum wäre die Welt besser, wenn mehr Frauen an der Macht wären? Wie oft trifft sie eigentlich noch ihren Exmann Boris Becker? Und wie geht sie damit um, dass ihre Söhne wieder zurück nach Europa gegangen sind? Barbara Becker lebt in Miami, gibt Fitness- und Ernährungs-Tipps, entwirft Einrichtungsgegenstände und pendelt zwischen den USA und Deutschland. Sie war sieben Jahre lang mit Tennisstar Boris Becker verheiratet, die beiden haben zwei gemeinsame Kinder. Bei Michel Abdollahis ''Käpt''ns Dinner'' wird es eng und intensiv; und persönlich, jenseits aller Politik: keine Kerzen, kein Tischtuch und erst recht keine Zeit für belanglose Plaudereien.
03:15 Käpt'ns Dinner
Show ~30 Min
mit Michel Abdollahi und Gregor Gysi Talkshow, Deutschland 2019 Moderation: Michel Abdollahi Gäste: Gregor Gysi
Im Talk mit Michel Abdollahi blickt Gregor Gysi auf sein Leben zurück. Bei Rollmops und Leberwurstschnittchen sagt der langjährige Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag zu seinem Einstieg in die Politik aus heutiger Sicht: ''Ich würde im Dezember ''89 Nein sagen. Ich würde den Job nicht übernehmen. Dafür war er in den ersten Jahren zu hart.'' Gysi hatte im Wendejahr 1989 den Vorsitz der SED übernommen, die er dann zur PDS umbaute und mit der er in den gesamtdeutschen Bundestag einzog. Wer in der ersten Reihe der Politik stehe, so Gysi, nehme sich zu wichtig. Rückblickend habe er seiner Arbeit zu viel untergeordnet: ''Man vernachlässigt den Alltag, die Familie, die Freundinnen und Freunde. Und irgendwann zerbricht die Freundschaft. Und dann kannst du nicht nach zehn Jahren anrufen und sagen, jetzt ist wieder alles wie es mal war. Das kannst Du vergessen.'' Er habe diese Erfahrung selbst gemacht und möchte andere davor warnen: ''Wenn ich noch mal leben könnte, was ich gar nicht will und gar nicht vorhabe, das würde ich anders machen.'' Im Gespräch mit Michel Abdollahi auf der Kommandobrücke eines alten U-Boots im Hamburger Hafen erzählt Gregor Gysi Anekdoten aus der ehemaligen DDR, wo er als Rechtsanwalt arbeitete. Auf die Frage, ob er schon mal etwas Illegales gemacht habe, antwortet Gysi: ''Selbstverständlich. Ich habe, als es in der DDR noch verboten war, einer Frau geholfen, die verzweifelt war und eine Möglichkeit zur Abtreibung suchte. Und ich kannte einen Arzt.'' Noch heute ärgert sich Gysi über die Art und Weise der deutschen Wiedervereinigung: ''Wenn man fünf, sechs Sachen übernommen hätte, den Rest nicht. Dann wäre das Selbstbewusstsein der Ostdeutschen angestiegen, weil die gesagt hätten: Trotz der Diktatur, sechs Sachen sind so gut, dass sie jetzt in ganz Deutschland gelten. Und die Westdeutschen hätten erlebt, dass wegen des Hinzukommens des Ostens sich ihre Lebensqualität erhöht hätte. Das tut mir noch heute leid, weil es auch das Bewusstsein der Einheit in der Bevölkerung prägt.'' Beim Käpt''ns Dinner zwischen rostigem Stahl und russischem Kriegsmobiliar ist alles anders: keine Kerzen, kein Tischtuch und erst recht keine Zeit für belanglose Plaudereien. Hier wird''s eng und intensiv und persönlich, jenseits aller Politik. Es geht um Privilegien, den Glauben an Gott und Drogen. Eine halbe Stunde Talk an Bord eines russischen U-Boots aus dem Kalten Krieg, zur Lage der Nation und allem, was sonst noch wichtig ist.
11:30 Die Nordreportage: Hofgeschichten
Infosendung ~30 Min
Regionalreportage, Deutschland 2021
Hofgeschichten Auf dem Sophienhof wurden die Kartoffeln geerntet. Jetzt beginnt die Zeit der Auslieferung. Auf langen Förderbändern müssen die Lehmklumpen aussortiert werden und dann kommen die Kartoffeln in große Lastwagen, die zur Pommes-Fabrik fahren. Tonne um Tonne verlässt so den Hof. Immer zur Erntezeit bekommen die Stehrs auf dem Finkenwerder Obsthof Besuch von der Dorfgrundschule, so auch heute. Jan und Gitta finden es wichtig, dass der Nachwuchs über das Thema Obstbau informiert wird. Mehr als zwanzig Kinder fahren mit raus auf die Plantage. Sie stellen reichlich Fragen und lernen eine ganze Menge über Äpfel. Familie Rolfs aus dem kleinen Ort Büsumer Deichhausen in Schleswig-Holstein ist neu in den Hofgeschichten. Zwei Generationen, die Hand in Hand einen landwirtschaftlichen Betrieb, einen Reitstall, ein Hofcafé und viele Ferienwohnungen betreiben. Familienmanagerin Petra holt jeden Morgen die ganze Familie an den Frühstückstisch. Erst danach gehen alle an die Arbeit. Senior Helmuth füttert die Kühe, Tochter Linn kümmert sich um mehr als 60 Pferde. Bei Albert Smidt im ostfriesischen Bingum ist wieder mal der Tierarzt auf dem Hof. Heute steht die Trächtigkeitsuntersuchung bei den Zuchtstuten an. In der vergangenen Saison hatte Albert kein Glück. Keine seiner Stuten hat ein Fohlen bekommen. Jetzt ist er gespannt, ob er in diesem Jahr mehr Glück hat.
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Programm - Nachmittag

 
12:45 Schicksal Schule? So gerecht ist Amerika!
Infosendung ~30 Min
(Lernen fürs Leben? Amerikas Schulen zwischen arm und reich) Reportage, Deutschland 2018
David Hogg ist einer der Schüler, der das Massaker in Parkland, Florida, im Februar 2018 überlebt hat. Er beschreibt die finanzielle Situation in US-amerikanischen öffentlichen Schulen so: ''Keine Schulbücher für Kinder, nicht ausreichend Gehalt für Lehrer, sodass sie auch davon leben können, kein kostenfreies College, aber Geld, um Lehrer zu bewaffnen.'' Und er übertreibt nicht. Die Lage an den öffentlichen Highschools ist häufig erschreckend. Berichte von frierenden Kindern, weil in deren Schule im Winter wochenlang die Heizung ausfällt, von verstopften Toiletten, die nicht repariert werden, gehören zum Schulalltag. Aber es gibt auch das genaue Gegenteil: wahre Luxusschulen, in denen jedes Kind seinen eigenen Laptop hat, in denen es die besten Sportanlagen gibt, in denen viele Schülerinnen und Schüler individuell von hoch motivierten Lehrkräften gefördert werden. Woher kommen diese großen Unterschiede, die darüber entscheiden, welche Chancen Schülerinnen und Schüler in ihrer Zukunft haben? Für diese Reportage sind die Filmemacher in drei Bundesstaaten gereist: Arizona, Ohio und Virginia. Sie haben dort Schülerinnen und Schüler kurz vor ihrem Highschoolabschluss begleitet. Die geografische Lage entscheidet über vieles, denn die Schulen finanzieren sich zu einem großen Teil über die in der Gegend erhobenen Grundsteuern. Je wohlhabender ein Viertel ist, je größer der Wert der dort stehenden Häuser, desto höher die Steuereinnahmen. Tanner lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter und den drei jüngeren Geschwistern in einer Kleinstadt in Arizona. Seine Mutter hatte Drogenprobleme. Tanner musste während seiner Schulzeit immer wieder auch Ersatzvater für seine Schwestern und seinen Bruder sein. Zeit zum Lernen blieb da nicht viel. Inzwischen hat sich seine Mutter gefangen, er wird bald seinen Highschoolabschluss in der Tasche haben. Dann will er zum Militär. Geld für ein Studium hat er nicht. Unterstützung bekommt er nicht, da er im Schuljahr zuvor wegen Krankheit zu oft gefehlt hat. Die Bilanz seiner Schulzeit: durchwachsen. ''Ich fände es besser, wenn wir mehr über die Gesetze in unserem Land lernen würden, als zu tief in die Grundlagen der Mathematik einzusteigen...'' Seine Heimatstadt Chino Valley ist kein besonders wohlhabender Ort. Viele jüngere Lehrerinnen und Lehrer leben wegen der niedrigen Gehälter noch bei den Eltern. Geld für neue Bücher gibt es nicht. Ganz anders ergeht es Marissa Sumathipala in Virginia. Die Tochter indischer Eltern ist einer der Stars ihrer Schule, die in einem wohlhabenden Bezirk liegt. Sie strebt eine Karriere als Wissenschaftlerin an, hat diverse Stipendien gewonnen und den Platz in Harvard sicher. Bildung spielt in ihrem Elternhaus eine große Rolle. Die Eltern haben ihre Tochter in allem unterstützt. Und die Voraussetzungen an Marissas Schule waren bestens. Lehrer erkannten Marissas Begabung und haben das Mädchen intensiv gefördert. Marissa weiß, dass sie Glück hat. ''Die Finanzen der Schule spielen eine Rolle, aber ein noch größerer Faktor ist der sozioökonomische Status der Gegend.'' Die Eltern der Zwillinge Jeana und Jejuan Weatherspoon wollten, dass ihre Kinder eine gute Ausbildung bekommen. Sie haben daher eine Sondergenehmigung erwirkt, dass die beiden einen Platz an einer besseren Schule in einem anderen Bezirk der Stadt Columbus in Ohio bekommen. Die Schule in ihrem Wohnviertel hatte aus Sicht der Eltern einen zu schlechten Ruf, mit hoher Kriminalitätsrate und Fällen von Drogenmissbrauch. Da die Familie wenig Geld hat, hat der Vater großen Wert darauf gelegt, dass seine Kinder sehr gute Sportler werden. Das öffnet ihnen den Weg für ein Stipendium. Jeana und ihr Bruder Jejuan gehören in der Schule zu den Basketballstars. ''Sport spielt eine große Rolle in unserem Leben. Er hilft uns, das zu erreichen, was wir erreichen müssen, und er hilft uns finanziell. Dass unsere Geschwister professionell Basketball spielen, hilft unseren Eltern.
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13:15 Länder - Menschen - Abenteuer
Infosendung ~45 Min
Mit dem Schiff durch Sibirien - Auf dem Irtysch in Russlands hohen Norden Reisemagazin, Deutschland 2020 Kamera: Michael Donnerhak
Es gibt keine Straßen und Wege von Omsk nach Salechard. Im Sommer tuckert ein Schiff nach Norden, im Winter rattern Lkw auf der Eisstraße, dem zugefrorenen Irtysch. Er ist der längste Nebenfluss der Erde, 4248 Kilometer lang. In Sibirien gibt es zwar noch Wölfe und Bären. Aber auch zukunftshungrige junge Leute wie Angela und Ilja leben dort, die in der Modelschule vom Weg zum Laufsteg in Paris und Peking träumen. Unten am Fluss tuckert die ''Rodina'', das Schiff mit dem schönen Namen Heimat, los. An Bord russische Traveller mit Rucksack, die sich in Achterkabinen zusammendrängen, selbst kochen und Yoga an Deck machen. Und Großmütter mit ihren Enkeln, die aus dem Urlaub im Süden zurückkehren in den Norden. Viktor Geier macht jeden Morgen Ertüchtigungsübungen auf dem Vorderdeck und singt patriotische Lieder, eine Angewohnheit aus seiner Zeit als Aktivist auf der Baikal-Amur-Magistrale. Das Schiff tuckert vorbei an Dörfern, in denen bis heute von Stalin verbannte Russlanddeutsche leben. Aber sie träumen keineswegs mehr vom reichen Westen. Jakob Kalcher hat in Hamburg gelebt. Es war reicher und bequemer als das Leben in Sibirien, aber schöner war es nicht, sagt er. Ihm hat seine Wirtschaft gefehlt, das Vieh, die Werkstatt, die Nachbarn. Also sind sie zurückgekehrt und haben es nicht bereut. An Bord ist auch eine russische Familie: Vater, Mutter und zwei Kinder. ''Wir waren schon in Europa, in Italien, Spanien, aber jetzt wollen wir Russland entdecken und Tobolsk.'' Die Stadt war bis zur Revolution geistliches Zentrum Sibiriens. Seit einiger Zeit gibt es wieder eine Schule, wo Darja und Anna mit Hingabe lernen, Ikonen zu malen. Der Bedarf ist riesig, denn überall werden aus Lagern und Hallen wieder Kirchen und die müssen ausgestattet werden. Dichte Wälder säumen das Ufer, dort liegt säuberlich gestapeltes Holz. Ludmilla Schukowa ist engagiert im Umweltschutz. Auch diese Menschen gibt es inzwischen in Russland. Ihr war aufgefallen, dass immer mehr Bäume gefällt und das Holz über die Grenze in das nahe holzarme Steppenland Kasachstan mit gutem Gewinn verschoben wurde. Ludmilla Schukowa wandte sich an Staatsanwaltschaften und Journalisten. Bis zu Putin sind ihre Beschwerden durchgedrungen. Seitdem sind die Kontrollen schärfer geworden, sagt sie zufrieden. Bei der Stadt Chanty-Mansijsk fließt der Irtysch in den Ob und bildet mit ihm zusammen einen der längsten Flussläufe der Erde mit einer Länge von insgesamt 5410 Kilometern. Sein Einzugsgebiet entspricht etwa der fünffachen Fläche Deutschlands. Hier beginnt das Gebiet der Chanten, die ihre Rentiere durch die Tundra treiben und auch im minus 50 Grad kalten Winter in ihren Jurten leben. Ihre Kinder sind nur im Sommer in der Tundra. Sie gehen in Internaten zur Schule, gewöhnen sich an fließendes Wasser, Toiletten, geheizte Zimmer, Straßen und Geschäfte und kehren nicht mehr in die Tundra zurück. In einigen kleinen Orten spielen sich am Landesteg Dramen ab. Wer keine Fahrkarte hat, muss zurückbleiben. Das gibt manchmal Geschrei, Fluche und Tränen. Aber die Mannschaft ist beinhart: Sie darf nur 250 Passagiere mitnehmen, sagt sie, unnachgiebig wird die Brücke eingezogen. Endstation der Reise auf der Rodina ist Salechard, gemessen am Durchschnittseinkommen die reichste Stadt Russlands. Das monatliche Familieneinkommen in Salechard liegt oft höher als 3000 Euro, das ist mehr als im protzigen Moskau. Die Öl- und Gasfelder von Gazprom, Rosneft und Lukoil sind nicht weit. Die Straßen sind glatt, die SUV-Dichte hoch, die Häuser nagelneu. Gazprom sponsert den Bau einer neuen Kirche. Der Aufschwung kam mit Öl und Gas. Arbeitgeber zahlen inzwischen in der Stadt des Permafrosts und der weißen Kragen, wo Ölarbeiter, aber auch Beamte und Verwaltungsangestellte in den Dependancen der Öl- und Gaskonzerne arbeiten, die sogenannte ''Nordzulage''. Das ist ein Aufschlag von 80 Prozent als Ausgleich für eiskalte Winter mit bis zu minus 60 Grad. Länder – Menschen – Abenteuer ist eine Dokumentationsreihe von SWR Fernsehen, WDR Fernsehen und NDR Fernsehen. Seit 1975 werden 45-minütige Dokumentationen über fremde Kulturen produziert, pro Jahr etwa 12 bis 15.
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Programm - Abend

 
18:00 Nordtour
Infosendung ~45 Min
Reisemagazin, Deutschland 2021 Moderation: Nadja Babalola - Thilo Tautz
Buntes im Grünen - der Jahreszeiten-Workshop ''Herbst Art'' von Diana Gumz Diana Gumz hat ihre Leidenschaft für Kunst und Farben zu ihrer Profession gemacht. In ihrem Atelier ''Buntes im Grünen'' mitten in der Kieler City bietet die kreative junge Frau Workshops für Malerei an - geeignet für jedermann, auch ohne Vorkenntnisse. Man wählt zum Beispiel eine Lieblingsfarbe und probiert sich unter ihrer inspirierenden Anleitung mit Stift, Pinsel oder Druckerstempel aus oder man besucht einen ihrer Jahreszeiten-Workshop: ''Herbst Art'' ist das aktuelle Motto und dabei geht es ganz und gar nicht eintönig zu! Holzblasinstrumente sind ihre Leidenschaft: Bremer Blockflötenbauerin Margret Löbner Margret Löbner aus Bremen ist in gewissen Kreisen sehr bekannt: Die 58-Jährige ist Instrumentenbauerin für Holzblasinstrumente und betreibt seit 35 Jahren ihre Werkstatt, in der sie sich auf Blockflöten spezialisiert hat. Nur eine Handvoll solcher Manufakturen gibt es in Deutschland, denn die meisten Blockflöten werden industriell hergestellt. Die ''Nordtour'' hat Margret Löbner bei der Arbeit über die Schulter geschaut und sich darüber hinaus zeigen lassen, wie die gebürtige Süddeutsche gerne ihre Freizeit verbringt: als Hobbyschäferin. Die Pferdeoase von Bernhard Kutz Wohin mit dem Pferd, wenn es alt und krank ist? Zum Schlachter, lautet dann meistens die Antwort. Viele Pferdebesitzer*innen wollen inzwischen aber ihrem Tier einen schönen Lebensabend gönnen und bringen es zu Bernhard Kutz. Der 80-Jährige hat sein Leben den Pferden gewidmet. Erst Jockey und dann Gnadenhofbesitzer. Mit seiner verstorbenen Frau hat er vor vielen Jahren den Hof gegründet, nun muss er allein weitermachen. Für so ein intensives Projekt einen Nachfolger zu finden, ist ihm allerdings bis jetzt nicht gelungen. Jetzt macht sich der 80-Jährige Gedanken um seine Sorgenkinder: 37 Pferde und 20 Esel. Wird es die Pferdeoase auch weiterhin geben? Rundgang: Geheimtipp Papenhuder Straße Sie ist unweit der Alster und eine der schönsten Geschäftsstraßen in Hamburg, doch nur wenige Touristen verirren sich hierher. Dabei gibt es hier charmante Cafés, spannendes Handwerk und vieles mehr. Kreative Multitalente aus Hamburg Seit gut fünf Jahren stecken die Hüers viel Liebe in ihr nebenberufliches, kreatives Business. Er ist im Hauptberuf Lehrer, seine Ehefrau Erzieherin und Fotografin. Ihre Leidenschaft ist ein Handwerk, was ebenso ungewöhnlich wie kreativ ist, denn im Ladengeschäft verkaufen sie bunte Trockenblumensträuße und handgefertigten Schmuck, interessanterweise ergänzt sich beides hervorragend. Um die Ecke am Eppendorfer Weg hat Birgit Dierker ihr Atelier, in dem sie Kunstwerke malt, die durch ihre Arbeit als Unternehmenscoach inspiriert sind. Wir stellen diese kreativen Menschen vor, und fragen auch nach dem großen Mut, in der momentanen Zeit etwas Kreatives wachsen zu lassen. Der Brogilus - Gin aus Brüel Genießer*inner edler Destillate aufgepasst: In dem kleinen Städtchen Brüel, eine halbe Stunde Autofahrt von Schwerin entfernt, stellt die Familie Klammer den ''Brogilus'' her, einen Gin aus Wacholder und vielen anderen, leckeren Zutaten. Diese sogenannten Botanicals kommen auch aus dem eigenen Garten. Etwa der Lavendel, der Salbei und die Minze. Und so entsteht - mit entsprechenden Zusätzen - in der kleinen Brennerei der hochprozentige Inhalt, der jährlich etwa 4000 Flaschen füllt. Trommelstöcke vom Dorf Wenn Schlagzeuger kraftvoll spielen, kann es passieren, dass sie bei einem Konzert mehr als ein Paar Trommelstöcke kaputt spielen. Doch es gibt Nachschub: Für den sorgt Birger Schlenstedt aus Zettemin bei Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern. Dort hat er eine kleine Manufaktur und produziert aus hartem Hickoryholz, eine Wallnussart, die Sticks. Mit denen versorgt er europaweit mehr als 500 Kunden, zum Beispiel The BossHoss, Zweiraumwohnung oder Keimzeit. Cranberrys auf Sylt - Naturschutzaktion in Sylter Dünen Cranberrys wachsen auf der ganzen Insel.
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