Dokumentation, Deutschland 2025True

Der Wiesbadener Frank Brabant lebt mitten in seiner Sammlung - 700 Werke von Meistern wie Beckmann, Dix und Jawlensky, aber auch fast vergessene Künstler der verschollenen Generation. Ein Film über einen Mann, der selbst zu den Außenseitern zählte, in den 60ern den legendären Nachtclub Pussycat gründete und mit unerschütterlicher Leidenschaft eine der größten Privatsammlungen der Klassischen Moderne aufbaute. Überall Bilder: an den Wänden und selbst über der Badewanne. Der Wahl-Wiesbadener Frank Brabant besitzt rund 700 Werke von namhaften Meistern der Moderne: Paul Klee, August Macke, Otto Dix, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Alexej von Jawlensky, Max Beckmann. Die Dokumentation Brabant - Vom Nachtclub zur Millionensammlung zeigt das bewegte Leben des Sammlers, Mäzens und ehemaligen Besitzers eines Nachtclubs für Schwule. Oft sind es die an den Rand Gedrängten, die Außenseiter, auf die Frank Brabants Augenmerk fiel. Etwa auf die Maler der verschollenen Generation, die in der Zeit des Nationalsozialismus emigrierten oder im Zweiten Weltkrieg starben und die in Vergessenheit geraten waren. Mit ihnen fühlt er sich im Schicksal verbunden: Er selbst war auch häufig Außenseiter, etwa als DDR-Flüchtling in Westdeutschland oder als ho mosexueller, der wegen seiner Liebe stigmatisiert wurde. Frank Brabant wird 1938 in Schwerin geboren. Als kleines Kind muss er vor den Bomben flüchten. Als junger Mann gelingt ihm die Ausreise aus der DDR in den Westen. Er beginnt eine Lehre in einem Mainzer Kaufhaus, dabei entdeckt seine Zimmerwirtin einen Liebesbrief von einem Mann. Sie denunziert ihn bei seinem Arbeitgeber. Er wird fristlos entlassen, verliert Job und Bleibe, will sich von der Brücke in den Rhein stürzen. Doch irgendwas hält ihn ab und er macht einen Neustart auf der anderen Rhein-Seite in Wiesbaden, das bis heute seine Wahlheimat ist. Zum Sammeln kommt Frank Brabant per Zufall: In Frankfurt stolpert er in die Galerie von Hanna Bekker vom Rath.