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Kinowelt Programm 14.12.

   
   Was läuft beim TV Sender Kinowelt

Was läuft 14.12. im TV-Programm von Kinowelt?

Das Kinowelt Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
07:30 Robert Altman's Last Radio Show
Spielfilm ~105 Min
(A Prairie Home Companion) Dramedy, USA 2006 Regie: Robert Altman Autor: Ken LaZebnik Kamera: Edward Lachman
''Robert Altman''s Last Radio Show'' basiert auf der legendären Country-Radiosendung ''A Prairie Home Companion'' und erzählt von einer fiktiven 30. Jubiläumsausgabe der Liveshow. Aus der Perspektive des lässigen Privatdetektivs Guy Noir (Kevin Kline), der als Security-Mann angestellt ist, erlebt man wundervolle Liveauftritte der exzentrischen Musiker und wird zugleich Zeuge der kleinen und großen Dramen, die sich hinter den Kulissen abspielen. Denn die Feierlaune der altgedienten Radiomacher ist getrübt: Eine Gruppe texanischer Investoren hat den Radiosender gekauft und will nun das Theatergebäude abreißen lassen, um auf dem Grundstück ein gewinnbringendes Parkhaus zu errichten. Auf der Bühne und vor den Mikrofonen lassen die Akteure sich von den Problemen freilich nichts anmerken. Vom wortgewandten, stets zu Scherzen aufgelegten Moderator Garrison Keillor (der sich hier selbst spielt und auch das Drehbuch des Films verfasste) über die skurrilen Country-Schwestern Yolanda (Meryl Streep) und Rhonda (Lily Tomlin) oder die derben Cowboys Lefty (John C. Reilly) und Dusty (Woody Harrelson) lassen die Künstler es noch einmal ordentlich krachen - ein witziges und wehmütiges Fest texanischen Lebens. Allein Yolandas blutjunge Tochter Lola (Lindsay Lohan), die an diesem Abend ihren ersten Auftritt meistern soll, scheint mit ihrer melancholischen Stimmung den Ernst der Lage zu treffen. Der Jubiläumsabend wird in mehrfacher Hinsicht zum Abschied, denn neben dem undurchsichtigen Vertreter der neuen Besitzer (Tommy Lee Jones) geistert auch eine geheimnisvolle blonde Frau (Virginia Madsen) durch das Theater - gekleidet in leuchtendes Weiß, entpuppt sie sich als Gesandte des Todes. Als Robert Altman am 20. November 2006 im Alter von 81 Jahren starb, hinterließ er seinen Bewunderern einen letzten Film, der in seiner heiter-melancholischen Stimmung wie die gelassene Abschiedsgeste eines alten Meisters wirkt. Ebenso leicht wie inszenatorisch komplex schildert ''Robert Altman''s Last Radio Show'' das Ende einer Ära. Mit altmeisterlicher Souveränität hält er eine Balance aus Humor, Tragik, Nostalgie und Ironie. Und einmal mehr versammelte er für seinen Film ein außerordentlich hochkarätiges, bestens aufgelegtes Darstellerensemble, darunter Woody Harrelson, Lily Tomlin, John C. Reilly, Kevin Kline und Tommy Lee Jones. Selbst Lindsay Lohan, die in einer kleinen Rolle als Tochter von Meryl Streeps Figur zu sehen ist, avanciert zur eindrucksvollen Charakterdarstellerin. Kurz: Einen würdigeren letzten Film hätte man sich von Robert Altman nicht wünschen können.
16:9
11:00 Der Chef
Spielfilm ~100 Min
(Un flic) Krimi, Frankreich, Italien 1972 Autor: Jean-Pierre Melville Sound: André Hervée Musik: Michel Colombier Kamera: André Domage - Walter Wottitz
Nachtklubbesitzer Simon raubt mit seinen Komplizen eine Bank aus. Das erbeutete Geld dient der Vorbereitung auf einen noch größeren Coup, bei dem die Bande einem Drogenkurier zwei Koffer voll Heroin entwenden will. Damit kommt Simon seinem Freund, Kommissar Edouard Coleman, in die Quere, der seit geraumer Zeit gegen die Drogenhändler und deren Komplizen ermittelt. Im französischen Küstenort Saint-Jean-des-Monts fährt eine schwarze Limousine vor. Drei Männer steigen aus und rauben mit höchster Präzision eine Bank aus. Dennoch kommt es zu einem Zwischenfall, und einer der Gangster wird auf der Flucht angeschossen. Seine Komplizen bringen den schwer verletzten Mann in ein Krankenhaus. Da er ein Sicherheitsrisiko darstellt, lässt der Chef der Bande, der Nachtklubbesitzer Simon, den Verwundeten jedoch von seiner Freundin Cathy umbringen. Wenig später trifft Simon sich mit seinem alten Bekannten Kommissar Edouard Coleman, der in Simons Bar gelegentlich Klavier spielt. Die beiden Männer ähneln einander, beide sind gefühlskalt, lieben den gleichen Whiskey und dieselbe Frau: Cathy. Der Polizist ahnt allerdings nichts von Simons Plänen, der mit dem Geld aus dem Überfall einen weiteren spektakulären Coup finanzieren will. Diesmal seilt sich Simon von einem Hubschrauber aus auf einen fahrenden Zug ab, um dem Drogenkurier Mathieu eine Lieferung Heroin zu stehlen. Die Aktion gelingt, doch unglücklicherweise war Edouard ebenfalls hinter dem Rauschgiftschmuggler her. Der Polizist geht der Sache nach und kommt bald dem eigenen Freund auf die Schliche. Mit diesem stilisierten Film Noir beendete der große französische Filmemacher Jean-Pierre Melville 1972 seine Regiekarriere. Das letzte Werk des Meisterregisseurs ist ausgezeichnet besetzt mit Alain Delon, Catherine Deneuve und Richard Crenna und fasziniert als hochartifizielle Stilübung, die ausgehend von der grandiosen Exposition eine faszinierende Welt entwirft, die nach ganz eigenen Regeln funktioniert und durch den Einsatz von Farbfiltern oft wirkt, als sei sie in einem Eisblock eingefroren. Zu den Höhepunkten des Films zählt ähnlich wie in Melvilles ''Vier im roten Kreis'' ein aufwendiger Raubüberfall, für den sich Richard Crennas Gangster von einem Hubschrauber aus auf einen fahrenden Expresszug abseilt. Mit seinen beiden Protagonisten - einem amoralischen Polizisten und einem stolzen Gangster - verwischt Melville dabei die Trennlinie zwischen Gesetzeshüter und Unterwelt und entwirft zugleich eine Studie in existenzieller Einsamkeit, die ihren Höhepunkt in dem berühmten Schlussbild findet, das Delon mit versteinerten Gesichtszügen zeigt. ''Kühle, präzise und intelligente Gangsterballade.'' (Cinema)



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