tag24HD Programm 02.09.

   
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Was läuft 02.09. im TV-Programm von tag24HD?

Das tag24HD Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:40 Mit Allah fürs Grundgesetz
Infosendung ~45 Min
Muslime im Einsatz gegen Kriminalität Dokumentation, Deutschland 2022
Mit Allah fürs Grundgesetz
Sie arbeiten in Deutschland: als Polizisten, als Lehrer, als Gefängnisseelsorger. Und sie sind Muslime. Ihr Einsatzgebiet ist dort, wo mancher an seine Grenze kommt: wenn Einwanderer kriminell werden oder als Inhaftierte bereits kriminell geworden sind. Die Dokumentation ''Mit Allah fürs Grundgesetz'' begleitet eine Reihe von in Deutschland lebenden Muslimen bei ihrer Arbeit und leuchtet dabei ein schwieriges Thema aus: von Migranten begangene Kriminalität. Die Kommissare Cüneyt Altintas und Emin Abay bereiten sich im Polizeikommissariat Melle auf eine Nachtschicht vor. In ihrem Revier liegt eine Großraumdisco. Der überwiegende Teil der Besucher sind Migranten. Die Sorge der beiden türkisch-stämmigen Polizisten: Wird diese Samstagnacht friedlich verlaufen? Allzu oft ist das nicht der Fall. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Imam Ahmet Erdal betreut einen jungen Flüchtling in der Jugendstrafanstalt Hameln. Der aus Syrien stammende Mann sitzt ein wegen versuchten Totschlags. Er hat einen Mann niedergestochen - um seinen Bruder zu verteidigen, wie er sagt. Jetzt will der Imam, er selbst ein Einwanderer aus der Türkei, dem Flüchtling die Regeln des Grundgesetzes nahebringen - und die des Korans. Denn der junge Mann hat gegen beide Regelwerke verstoßen. Die in Deutschland von Migranten verübten Straftaten sind ein Politikum, werden immer wieder populistisch genutzt, sind dabei aber kaum erforscht. Die Polizeistatistik unterscheidet bei den Tatverdächtigen lediglich zwischen Deutschen und Nichtdeutschen, der Migrationshintergrund hingegen wird nicht erfasst. Aber was ist mit all denjenigen, die einen deutschen Pass haben und die selbst oder deren Eltern aus dem Ausland stammen? Sie treten in kaum einer Kriminalitätsstatistik in Erscheinung, werden nur selten gesondert erfasst. Dabei stellen besonders jugendliche Migranten einen weit höheren Anteil unter den Inhaftierten dar, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. In Hamburg beispielsweise bezeichnen sich rund ein Drittel der Gefängnisinsassen als Muslime - ein Hinweis auf ihren Migrationshintergrund. Und knapp 54 Prozent der Hamburger Gefangenen haben einen ausländischen Pass. In anderen Bundesländern sind die Zahlen ähnlich hoch. Was läuft da schief? Zur Beantwortung dieser Frage wirft der Autor Manfred Uhlig auch einen Blick in die Schule. Dort bereitet sich die angehende Lehrerin Berfin Yildiz auf eine Werte-und-Normen-Stunde an einer achten Klasse an einem Gymnasium bei Hannover vor. Über die Hälfte ihrer Schüler haben einen Migrationshintergrund. Ihr Thema an diesem Tag: Rollenklischees. Sie selbst möchte ihren Schülerinnen und Schülern ein Vorbild sein: Als unabhängige Frau und Muslima, die ihre Tage nicht am Herd verbringt, sondern ihr eigenes Geld verdient. Die Lehrerin vermutet, dass die Kriminalität unter jungen Migranten oft auch damit zusammenhängt, dass sie keine Erfolgserlebnisse haben, sich abgelehnt fühlen. Ausgangspunkt des Films sind eigene Beobachtungen: Am Untersuchungsgefängnis Hamburg - hier grenzen die Gefängnismauern direkt an einen Park - kommen allabendlich Angehörige von Gefangenen zusammen und kommunizieren mit den Insassen durch lautes Rufen. Der Autor sucht Kontakt. Er will wissen, was ihre Brüder, Onkel und Cousins hinter Gitter gebracht hat. Und macht sich von dort auf den Weg auf der Suche nach Antworten: Warum werden so viele Menschen mit Migrationshintergrund straffällig? Gibt es Wege in die Kriminalität, die besonders typisch für Migranten sind? Und wenn ja: Wo kann man ansetzen, um der Kriminalität vorzubeugen? Euroblick / Europa-Reportage




tag24HD Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
22:15 Rettet die Ostsee!
Infosendung ~45 Min
Reportagereihe, Deutschland 2022
Rettet die Ostsee!
Es ist eine rabiate Reise an ein fast totes Meer. Die Ostsee ist leergefischt, überdüngt und voller Plastikmüll. Eins der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland ist in Gefahr. Das Ökosystem droht zu kippen. Eine internationale Studie kam schon im Jahr 2020 zu dem Schluss: Die Ostsee ist in durchwachsenem Zustand. Reporter Manuel Möglich trifft in ''Rabiat: Rettet die Ostsee!'' Politiker, Pensionsbesitzer, Touristen und Biologen, die sich alle auf ihre Art Sorgen um die Ostsee machen. Mit der Umweltorganisation Sea Shepherd und dem Fischer Uwe Lund fährt Möglich raus, um nachzusehen, wie es aktuell aussieht und was getan werden muss, um das Ökosystem zu erhalten und ein Leben am und mit dem Meer auch in der Zukunft zu ermöglichen. Sea Shepherd fährt in diesem Sommer eine groß angelegte Ostsee-Kampagne. Es gibt Camps an den Stränden. Die freiwilligen Helfer suchen nach Plastikmüll und wollen die Touristen aufklären. Mehrere Boote sind im Einsatz und kontrollieren Fischerei und Schifffahrt. Uwe Lund sagt von sich, er sei der letzte Berufsfischer von Flensburg. Ein Mann Mitte 50, der sein Herz auf der Zunge trägt. Seit 40 Jahren fährt er hinaus aufs Meer wie einst schon sein Vater. An einem Morgen im Juni begleitet ''Rabiat''-Reporter Manuel Möglich ihn an Bord seines Schiffs ''Popeye'' in die Flensburger Förde. Auch Lund merkt, dass sich die Ostsee verändert hat. Früher fing er mehr Fische, sagt er, heute sind seine Netze häufig leer. Besonders bedroht in der Ostsee und durch Fangquoten reguliert ist der Dorsch. Lund freut sich nun über Plattfische und verkauft, was er fängt, im Hafen später direkt von seinem Boot. ''An den Klimawandel habe ich früher nicht geglaubt, aber mittlerweile weiß ich: Den gibt es'', sagt Lund. Mit den Aktivistinnen und Aktivisten von Sea Shepherd habe sich Lund noch nie unterhalten, würde er auch nicht unbedingt machen, sagt er. Er gibt ''Rabiat''-Reporter Manuel Möglich aber eine Frage mit auf den Weg: ''Bin ich kleiner Fischer mit meinem Kutter wirklich das Problem?'' Im Juli 2022 begleitet ''Rabiat''-Reporter Manuel Möglich dann die Crew von Sea Shepherd hinaus auf die Ostsee. Vor der Küste von Kühlungsborn hat das Team in 20 Metern Tiefe ein altes Fischernetz entdeckt. Häufig verheddern sich Meeressäuger in solchen Geisternetzen, gelangen nicht zurück an die Oberfläche. Auch lösen sie sich langsam in winzige Plastikfasern auf und tragen so zur Mikroplastik-Belastung der Meere bei. Allein in der Ostsee sollen jedes Jahr bis zu 10.000 Netze und Netzteile verloren gehen, schätzen Fachleute. ''Rabiat: Rettet die Ostsee!'' ist eine Bilanz der verpassten Chancen. Hätten sich die deutschen Küstenländer und die europäischen Anrainerstaaten früher auf geringere Fangquoten, gemäßigtere Industrieeinleitungen und weniger Agrardünger geeinigt, dann ginge es der Ostsee heute deutlich besser. ''Rabiat: Rettet die Ostsee'' ist eine Produktion der Sendefähig GmbH im Auftrag von Radio Bremen für Das Erste 2022. Diese Sendung ist online first am Sendetag ab 8 Uhr und nach Ausstahlung ein Jahr lang in der ARD Mediathek verfügbar. ''Rabiat'' ist ein neues multimediales Reportageformat mit rabiaten Geschichten aus dem Blickwinkel junger Autoren. Die sechsteilige Reihe will Emotionen auslösen, Haltung zeigen und zum Nachdenken anregen. Radio Bremen wird rabiat. Der Sender bringt ein Reportageformat ins Erste, das gesprächswertige Themen der Generation Y aufgreift und dabei jungen Reporterinnen und Reportern die Möglichkeit gibt, ihre Geschichte für ein großes Fernsehpublikum zu erzählen. Die Autorinnen und Autoren sind überwiegend preisgekrönt, nominiert, mindestens aber auffällig – und haben bereits bewiesen, dass sie in Webvideos, TV-Beiträgen und Reportagen fesselnd erzählen können.