3sat Programm 21.08.

   
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Was läuft 21.08. im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:55 Albtraum Südafrika - Weiße Farmer fliehen
Infosendung ~30 Min
(Reporter) Reportagereihe, Schweiz 2020
1990 wurde Nelson Mandela aus der Haft entlassen. Er träumte von einer ''Regenbogennation, im Frieden mit sich selbst und der Welt''. Heute sind Überfälle und Morde Alltag in Südafrika. Weiße Farmer fühlen sich besonders bedroht. Wer kann, verlässt das Land. Reporter Simon Christen besuchte Rolf Bill auf seiner Farm nahe Johannesburg, die er vielleicht schon bald verlassen muss. Der inzwischen 73-jährige Rolf Bill hatte schon als Kind von einem eigenen Bauernhof geträumt. 1970 wanderte er von der Ostschweiz nach Südafrika aus und wurde schließlich Farmer. Heute leben er und seine Frau Bessie in ständiger Angst, denn die Gewalt hat das Land fest im Griff. Aus dem Traum wurde ein Albtraum. Wer kann, flieht - oder versucht, sich zu schützen. Rolf Bill zeigt seine geladene Pistole, die er in seinem Nachttisch aufbewahrt. Die gebe ihm eine gewisse Sicherheit.Südafrika ist eine Projektionsfläche für viele Schweizer mit Fernweh: Kapstadt und der Tafelberg, gigantische Wildreservate wie der berühmte Krügerpark, die traditionelle Lebensweise in der Kalahari-Wüste, Wale und Haie aus nächster Nähe. Trotzdem antwortet Rolf Bill auf die Frage, ob er heute noch jemandem empfehlen würde, nach Südafrika auszuwandern und Farmer zu werden, mit einem klaren ''Nein!'' Neben der Sicherheit beschäftigt ihn derzeit vor allem auch eine geplante Landreform. Schon bald sollen Enteignungen ohne Entschädigung möglich sein.Nelson Mandela suchte nach der Apartheid die Versöhnung. Eines der zentralen Anliegen war die gerechtere Verteilung des Landes. Mandela hoffte, dieses Problem werde sich von allein lösen. Dem war allerdings nicht so. Weiße kontrollieren immer noch 70 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen. Das soll sich mit besagter Landreform ändern.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
14:00 Ein Palast in Marrakesch
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2013 Regie: Uli Patzwahl
Die marokkanische Stadt Marrakesch war einst der Zielort von Karawanen, in dem verschiedene Kulturen aufeinandertrafen. Heute ist die Stadt ein beliebtes Reiseziel, vor allem für Europäer. Die Dokumentation stellt eines der alten Riads vor, der traditionellen Innenhofhäuser, und zeigt den Alltag einer dort lebenden Familie zwischen Tradition und Moderne. Die im Südwesten Marokkos gelegene Stadt Marrakesch war die Endstation für die Karawanen aus der Sahara mit ihren Teppichen und ihrem Salz, ein Marktplatz für die Geschichtenerzähler des gesamten Orients, die Zuflucht für die Mauren nach der Vertreibung aus Andalusien und eine stetige Inspiration für die Baumeister, Handwerker und Künstler des Landes. In den letzten Jahren ist die Stadt zum wichtigsten marokkanischen Reiseziel für Europäer geworden. Zahlreiche Riads wurden zu stilvollen Pensionen umgebaut. Viele große Paläste, sofern nicht Staatseigentum, gerieten in den Blick von Investoren und europäischem Jetset. Die Dokumentation gewährt einen exklusiven Einblick in einen der wichtigsten traditionellen Wohnpaläste Marrakeschs, den Palais Soleiman, und präsentiert die verborgene Seite der ''Perle des Südens''. Inmitten einer märchenhaften, pulsierenden Kulisse zeigt sie den Alltag, die Lebenskultur und die Geschichten einer altehrwürdigen und zugleich modernen marokkanischen Familie. Nur durch einen Zufall kam der grandiose Palast in den Besitz der Familie Segueni. Nun ist er die Lebensaufgabe des 35-jährigen Sohnes Driss. Er sucht nach einzigartigen Lampen, nach seltenen Fliesen, plant mit seinem Baumeister die Fortführung des Generationen-Bauwerks und überlegt, wie der bevorstehende islamische Feiertag, das traditionelle Aschura-Fest, in dem Palast angemessen gefeiert werden kann. Neben dem Hausherrn kommen auch die Palastangestellten zu Wort: die junge Köchin Nadschat, der Ökonom und Hausmeister Habib und Baumeister Hadsch.
16:9
16:45 Ostwärts - eine Reise durch Georgien
Infosendung ~45 Min
Georgische Berg- und Talfahrten Reisereportage, Deutschland 2015
Das schönste Land der Erde liegt ganz im Osten von Europa: Georgien. Zumindest sagen das die Georgier über ihre Heimat. Julia Finkernagel macht sich auf, diese Behauptung zu überprüfen. Sie begibt sich mit ihrem Rucksack auf den Weg ostwärts. Bei ihrer abenteuerlichen Reise erhält Julia Unterstützung von zwei waschechten Georgiern. Gemeinsam durchforsten sie das kleine gastfreundliche Land von der Schwarzmeerküste bis in den Großen Kaukasus. Auf der Suche nach den Menschen und ihren Geschichten erleben sie so manche Überraschung - die sie mit Herzlichkeit, Abenteuerlust und einer ordentlichen Prise Humor meistern. In Tiflis trifft Julia Finkernagel auf ihre georgischen Begleiter Gia Tevdorashvili und Bidzina Chomakhashvili. Gia spricht fließend Deutsch, aber die gemeinsame Sprache mit Bidzina ist ''Hände und Füße''. Auf der Fahrt an die Schwarzmeerküste bekommt Julia den ersten Vorgeschmack auf die georgische Gastfreundschaft: Am Straßenstand backt eine Frau Brote im Tonofen und zeigt Julia spontan, wie das geht. Natürlich besteht sie darauf, dass das frische Brot nicht bezahlt wird - es soll nicht das letzte Mal sein, dass die Reisegruppe spontan zum Essen eingeladen wird. Im Kleinen Kaukasus entdecken sie eine alte Seilbahn, die Julia unbedingt ausprobieren will. Einziges Hindernis: Gia hat schreckliche Höhenangst. Mit Charme und Humor lockt Julia ihren Begleiter in die Gondel, doch plötzlich gibt es Starkwind, und die Fahrt muss in schwindelerregender Höhe unterbrochen werden. Für Gia werden es die längsten Minuten dieser Reise. Georgien ist das Land mit dem Goldenen Vlies - zumindest in der griechischen Mythologie. Also müsste es auch heute noch Gold in Georgien geben, findet Julia. Sie macht sich auf die Suche nach den Goldwäschern. Die abgeschiedene und sagenumwobene Region Swanetien in den Bergen des Großen Kaukasus - wegen ihrer Landschaft umschwärmt und wegen ihrer kämpferischen Bewohner an der Grenze zu Abchasien gefürchtet. Dort soll das Gold sein, dort will Julia hin. Die einzige Straße ins Hochgebirge ist aber wegen Dauerregens fast unbefahrbar, ein Zementlaster bleibt im Schlamm stecken und blockiert die Strecke. Mit großer Verspätung und patschnass kommen Julia und ihre Begleiter bei ihrer Gastfamilie in Mestia an. Hausherr Emsari war einst ein hohes Tier bei der Bergpolizei in Swanetien - wenn der nicht weiß, wo das Gold ist, dann weiß es keiner. Gia entlockt ihm eine Wegbeschreibung zu einem geheimen Dorf noch höher in den Bergen, da soll das Gold gewaschen werden. Dort angekommen will die Familie der Goldwäscher ihr Geheimnis nicht preisgeben und versucht, Julia mit essbarem Gold und mehr abzulenken. Doch so leicht lässt sich Julia nicht von ihrem Vorhaben abbringen.
Untertitel16:9
17:30 Ostwärts - eine Reise durch Georgien
Infosendung ~45 Min
Kaukasische Weinseligkeit Reisereportage, Deutschland 2015
Im zweiten Teil der Reise durch Georgien ist Julia Finkernagel mit ihrem georgischen Reisebegleiter Gia auf der Georgischen Heerstraße unterwegs in den Großen Kaukasus. Die sagenumwobene Strecke war die einzige Verbindung zwischen Moskau und der Seidenstraße und deshalb von großer strategischer Bedeutung. Auf dem Weg zur russischen Grenze kommt die kleine Reisegruppe bei der ehemaligen Deutschlehrerin Luisa in Stepantsminda unter. Der Ort hieß zu Sowjet-Zeiten ''Kasbegi'' und liegt am Fuße des berühmten Berges Kasbek. Wie ein Adlerhorst liegt das winzige Dorf Tsdo hoch oben in den Bergen. Hier wohnt Babosona, was so viel heißt wie ''Oma Sona''. Für Julia und Gia kocht sie Kaffee, aber mit dem Kameramann steht sie auf Kriegsfuß: Zum großen Amüsement aller wird er von ihr fast verhauen. Es geht von der nördlichen Grenze bis ganz unten in den Süden - Julia will mal einen Fuß nach Aserbaidschan setzen. Ein Unwetter macht jedoch den Aufstieg beim Einsiedlerkloster Dawit Garedja nahe der Grenze unmöglich. Jetzt hilft nur beten, rät Gia, und zwar in der Kapelle am Fuße des Höhlenklosters. Und tatsächlich passiert ein echtes Wunder. Im Nationalpark Lagodechi nimmt sich die Gruppe etwas ganz Lässiges vor: einen Pferdetreck ins Gebirge mit Zelten und Lagerfeuer. Doch der zu überwindende Fluss ist extrem angestiegen, weder Mensch noch Tier mag sich so richtig in die Fluten wagen. Als ob das noch nicht genug wäre, setzt mitten im Wald ein heftiges Gewitter ein. Spätestens jetzt sinkt die Stimmung auf den Gefrierpunkt. Einzig der findige Bergführer Kakha lässt sich seine Laune nicht verderben und zaubert eine ''Medizin'' hervor, die alle wieder zum Lachen bringt - und der Treck wird außerplanmäßig zu Ende geführt. Georgische Gastfreundschaft zu erleben ist ganz einfach: Man geht langsam an einem Zaun vorbei, nimmt Blickkontakt mit dem Bewohner dahinter auf, und schon wird man eingeladen, hereinzukommen. Julia und ihr georgischer Reisebegleiter Gia landen bei dem 74-jährigen Schura, der sie ins Haus lockt und dann eine geheimnisvolle Klappe im Boden der Küche öffnet. Eine Leiter führt nach unten in ein düsteres Verlies, das sich als Weindepot entpuppt - probieren inklusive.Im Waschlowani-Nationalpark im Südosten von Georgien wird Julia nach einer kräftezehrenden Fahrt unter einen Stresstest gestellt: Es gibt nicht nur eine Mückenplage, sondern auch Schlangen bei den Bungalows. ''Hilf dir selbst und schaue genau nach, bevor du ins Bett gehst'', heißt das Gebot der Stunde. Das schönste Dorf Georgiens? Natürlich: Gias Heimatdorf! Auf dem elterlichen Bauernhof in Jimiti findet die Reise ihren krönenden Abschluss beim Wiedersehen mit Gias Familie und einer letzten Georgischen Tafel für alle.
Untertitel16:9



Programm - Abend