3sat Programm 22.07.

   
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Was läuft 22.07. im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:53 Das Milliardengeschäft mit dem Boden
Infosendung ~44 Min
Warum Wohnen unbezahlbar wird Staffel 1: Episode 3 Dokureihe, Deutschland, Österreich 2017 Regie: Kurt Mündl Kamera: Franz Cee
Das Milliardengeschäft mit dem Boden
Es ist eines der drängendsten Themen unserer Zeit: bezahlbarer Wohnraum. Viele Menschen wollen sich vergrößern, kaufen oder bauen - doch das ist oft unbezahlbar, vor allem in den Städten. Ein Preistreiber: der Boden. Die Quadratmeterpreise sind in den vergangenen Jahren rasant gestiegen - auch weil Konzerne mitunter Millionen damit verdienen, wenn sie Grundstücke in bester Lage brach liegen lassen, anstatt sie zu bebauen. Die beiden Reporter Marcel Siepmann und Jonas Seufert rekonstruieren, welche fatalen Folgen Spekulationen haben, wie sie Bodenpreise und damit auch die Preise für Wohnraum in die Höhe treiben. Ihre Recherche zeigt: Verantwortlich dafür sind nicht nur Konzerne, sondern auch Städte und Kommunen, die es überhaupt erst möglich gemacht haben, dass so viel Fläche in die Hände von Unternehmen und Investoren gelangt. Die Reporter folgen der Spur des Geldes unter anderem in Leipzig. Mitten in der Stadt - keine fünf Minuten vom Hauptbahnhof entfernt - liegt ein Gelände so groß wie 35 Fußballfelder seit Jahren brach. Längst sollten hier 3000 Menschen wohnen - doch Häuser stehen hier immer noch keine. Stattdessen wurde das Gelände mehrfach weiterverkauft. Den Reportern gelingt es, die Kaufverträge einzusehen. Sie finden heraus: Der Wert der Brache hat sich über die Jahre versechzigfacht, auf geschätzt 210 Millionen Euro. Einer der Spekulanten: Immobilien-Tycoon Christoph Gröner. Wie reagiert er auf den Vorwurf, hier nur spekuliert zu haben? Was in Leipzig passiert, geschieht in vielen deutschen Großstädten. Laut einer Studie hat sich die Zahl der 30- bis 44-Jährigen, die sich ein Eigenheim leisten können, in den letzten zehn Jahren halbiert. Nur noch jeder Zwanzigste wird sich irgendwann eine eigene Immobilie leisten können. Eine packende Recherche über das Aufreger-Thema der Generation 30+. Mehr unter diespur.zdf.de
DolbyUntertitel16:9HDTV
04:09 Unter Wölfen, Bären und Geiern - Ein Jahr im Wildpark Mautern
Infosendung ~44 Min
Dokumentation, Deutschland, Österreich 2019
Unter Wölfen, Bären und Geiern - Ein Jahr im Wildpark Mautern
Bis zu 2000 Menschen pro Tag sorgen im Sommer für Trubel im steirischen Alpentierpark in Mautern. Doch im Winter kehrt Ruhe ein. Bären schlafen in Heu-Nestern, weiße Wölfe spielen im Schnee. Für ihren Film besucht Waltraud Paschinger ein Jahr lang den ''Wilden Berg'', wo so manches wilde Tier ungewöhnlich zahm ist, denn viele sind Findelkinder und wurden von Hand aufgezogen. Noch blind und gerade einmal handgroß sind auch die drei jungen Füchse, die während der Dreharbeiten vom Tierpark aufgenommen wurden. Ein 24-Stunden-Job für Sonja Gollenz. Sie ist die biologische Leiterin des Wildparks, packt jeden Morgen beim Füttern mit an und ist bei Bedarf Mutterersatz für so manche Neuankömmlinge. Waschbären, Ziegen, Esel - viele der Tiere des Parks waren Sonjas Flaschenkinder. Besonders spannend ist der Tag, an dem der Nachwuchs erstmals zur Füchsin ''Foxi'', der Hausherrin, ins Gehege kommt. Bereits legendär ist Puzzi, ein Gänsegeier-Weibchen. Es betrachtet Menschen als Mitglieder seiner Geierkolonie, hat keine Scheu vor Menschen und besucht gelegentlich das nahe gelegene Schwimmbad oder ein Grillfest. Und Fritzi, der Grauwolf, hielt 2015 für einige Wochen die Presse und die Umgebung des Tierparks in Atem. Damals war Fritzi ausgebüxt und konnte seinen Jägern für kurze Zeit immer wieder geschickt entkommen. Neben den wilden Alpentieren beherbergt der ''Kinderbauernhof'' alte Haustierrassen wie die gefleckten Turopolje-Schweine, Kaninchen oder Meerschweinchen. Eine ''Ziegen-Gang'' läuft frei durch das Parkgelände, holt sich Futter und Streicheleinheiten bei den Gästen ab. Die Dokumentation zeigt aber auch die Momente, die den Besuchern gänzlich verborgen sind. Ab Herbst ist der Tierpark gesperrt. Die schneereichen Winter lassen einen Ganzjahresbetrieb nicht zu. Selbst einige Tiere, wie Jaks, Hirschkühe und Hirsche, werden Ende Oktober ins Tal getrieben. Jedes Jahr aufs Neue bedeutet dieser Tag Anspannung für das Tierpfleger-Team. Sind die Gatter geöffnet, legen die mächtigen Hirsche in nur wenigen Sekunden die 300 Höhenmeter über die steile Bergflanke zurück. Mit den ersten Schneefällen wird es ruhig am Berg. Die Tiere sind vorsichtiger, bleiben eher in Deckung, und man muss lange suchen, um einen der weißen Polarwölfe im tief verschneiten Terrain zu entdecken. In der kalten Jahreszeit schalten die Tiere auf Reserve, keine Bewegung zu viel, vor allem bei den Braunbären ist Energiesparen angesagt. Sie liegen zusammengerollt in ihren warmen Heu-Nestern und schlafen fünf Monate, ohne zu fressen und zu trinken. Eine Zeit, in der das Filmteam den sonst so flinken Raubtieren ganz nahekommen konnte. Mit dem Frühling kehrt wieder Leben in das Gehege ein: Bären rangeln, um ihre Hierarchien neu zu ordnen, Jungtiere kommen zur Welt, und das Training für die Flug-Show beginnt.
Untertitel16:9HDTV



Programm - Nachmittag

 
14:50 Montenegro
Infosendung ~40 Min
Von den Schwarzen Bergen zum Meer Dokumentation, Deutschland 2019 Kamera: Felix Korfmann
Montenegro
Das Balkanland Montenegro verdankt seinen Namen den Schwarzen Bergen. Doch es gibt viel mehr: Felsen, Schluchten, malerische Seen, Klöster, venezianische Baukunst, Sandstrände und sogar Fjorde. Die Bewohnerinnen und Bewohner müssen noch immer ihren Weg zwischen den Herausforderungen eines postsozialistischen Systems, der viel gerühmten Balkan-Gelassenheit und den Chancen eines noch weithin unentdeckten Reiseziels in Europa finden. Ganze drei Klimazonen durchziehen das Adrialand, das gerade so groß ist wie Schleswig-Holstein. Montenegro ist ein noch sehr junges Land und hat doch eine jahrhundertealte Geschichte. Nach wechselhaften Zeiten war Montenegro eine Teilrepublik Jugoslawiens. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie zunächst Bestandteil des Rumpfstaates Serbien-Montenegro, bevor die Bürgerinnen und Bürger 2006 für die Unabhängigkeit Montenegros stimmten. Filmemacher Torben Schmidt beginnt seine Reise im Nachtzug an der Grenze zu Serbien. In Bijelo Polje, einer Kleinstadt mit sozialistischem Charme, begleitet er zwei Zugpolizisten auf ihrem Weg durch die Berge bis ans Meer. Die Strecke durch das Dinarische Gebirge, über Serpentinen und Brücken bis in die Küstenstadt Bar, gilt als die schönste Bahnstrecke des Balkans. Als sogenannte Tito-Bahn war sie der Stolz jugoslawischer Eisenbahnarchitektur. Jenseits der Bahnstrecke stellt der Film einen passionierten Bergsteiger vor, der als erster Montenegriner auch einen Achttausender bestiegen hat, die Schwarzen Berge dennoch für die schönsten der Welt erklärt. Im Felsenkloster Ostrog, zuzeiten der osmanischen Bedrohung ein Zufluchtsort der Einheimischen, trifft Torben Schmidt eine junge Pilgerin. Und auf dem Skutarisee begegnet er einem Ornithologen, der sich dem Schutz der Pelikane verschrieben hat. An der Küste schließlich, wo bescheidene alte Fischerboote in Sichtweite von Superjachten dümpeln und der Bauboom schillernde Casinos in die Natur stellte, wird der Gegensatz zwischen Armut und neuem Reichtum deutlich. Am Ende geben Feuerwehrleute und ein Wasserballtrainer Einblicke in ihren kuriosen Alltag. Zum einen, weil Lösch- und Rettungsfahrzeuge in denkmalgeschützten Hafengassen gelegentlich nur rückwärts durchkommen. Und zum anderen, weil ausgerechnet den an der Weltspitze mitspielenden Wassersportlern noch immer eine Schwimmhalle fehlt.
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17:00 Im Schatten der Karpaten
Infosendung ~45 Min
Rumäniens Reichtum Staffel 1: Episode 1 Länderporträt, Deutschland 2015 Regie: Detlev Konnerth
Im Schatten der Karpaten
Gheorghe Glodean und seine Ehefrau Maria leben im Norden Rumäniens in Botiza. Hier, im Schatten der Karpaten, haben Globalisierung und Digitalisierung noch nicht Fuß gefasst. Gheorghe und Maria leben, wie rund fünf Millionen Menschen - ein Viertel der Rumänen - von dem, was sie auf ihrem kleinen Stück Land erwirtschaften. ''Das Glück besteht nicht aus Reichtum. Glück heißt, genug haben zum Leben'', sagt Maria. Rumänien ist als ''Armenhaus Europas'' bekannt. Sein Reichtum wird erst jetzt entdeckt: Er liegt in der Ursprünglichkeit des Landes. Wo Heu seit Jahrhunderten mit der Sense gemacht wurde, blieben Kulturlandschaften von außerordentlicher Biodiversität erhalten. Im Apuseni-Gebirge im Westen Rumäniens sind Wissenschaftler auf einen erstaunlichen Schatz gestoßen: Dort kann Arnika noch in großen Mengen gepflückt werden. Die empfindliche Pflanze, die zu Heilzwecken eingesetzt wird, lässt sich nicht künstlich anbauen. Jetzt können die Bewohner Profit aus der vermeintlichen Rückständigkeit der Region machen. In Siebenbürgen wurden bestehende dörfliche Strukturen behutsam restauriert. Mit Geduld, Überzeugungskraft und EU-Mitteln ist aus Deutsch-Weißkirch ein Musterdorf geworden. Für die Instandsetzung der prächtigen Bauernhöfe setzt man auf die Mithilfe aller. So ist eine neue Gemeinschaft gewachsen, in der auch die Roma und ihre althergebrachten Handwerke einen Platz haben. Die Menschen können zunehmend vom Tourismus leben. In Zeiten eines ins Schwanken gekommenen Fortschrittsglaubens eröffnet Rumäniens scheinbare Rückständigkeit neuen Reichtum und Perspektiven.
Untertitel16:9HDTV
17:45 Im Schatten der Karpaten
Infosendung ~45 Min
Rumäniens Weisheit Staffel 1: Episode 2 Länderporträt, Deutschland 2015 Regie: Detlev Konnerth
Im Schatten der Karpaten
Mircea Dinescu war Poet, wurde nach der Revolution 1989 zum Gewissen der Nation und ist jetzt Wirt. Er sieht Rumänien bedroht durch ein Dickicht von EU-Vorschriften. ''Die Rumänen haben es geschafft, 500 Jahre unter osmanischer Herrschaft durch Anpassung zu überleben. So wurde auch der Kommunismus überlebt, und der Kapitalismus ist eine neue Überlebensübung.'' Sein Land sei auf der Suche nach einer rumänischen Identität. Die Kulinarik spielt für den Dichter und Koch dabei eine große Rolle. Das Szeklerland liegt in der geografischen Mitte Rumäniens und doch in einer anderen Welt. Hier wird ungarisch gesprochen und katholisch geglaubt. Graf Kálnoky widmet sich der vorsichtigen Restaurierung seines Schlosses und fühlt sich gleichzeitig verantwortlich für die Förderung der Roma-Kinder in der Nachbarschaft. Sie leben noch weitgehend am Rande der Gesellschaft. Junge Rumänen wie Andrea Vata-Dienes haben bereits eine neue Identität gefunden: eine europäische mit lokalem Kolorit. Das ''Electric Castle Festival'' in Cluj (Klausenburg) ist im besten Sinne international. Die Stadt in Siebenbürgen wird dank ihrer kreativen Szene bereits als das ''New Berlin'' gehandelt. Rumänien ist als ''Armenhaus Europas'' bekannt. Sein Reichtum wird erst jetzt entdeckt. Der hier historisch gewachsene Vielvölkermix mit seinen unterschiedlichen kulturellen Traditionen, die nebeneinanderstehen, könnte sogar ein Modell für Europa werden. In Zeiten eines ins Schwanken gekommenen Fortschrittsglaubens sind aus Rumäniens scheinbarer Rückständigkeit neue Perspektiven entstanden.
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3sat Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
22:25 Hanna Svensson - Blutsbande
Serie ~60 Min
(Before We Die) Teil 6 Staffel 1: Episode 6 Thrillerserie, Deutschland 2017 Regie: Kristian Petri - Simon Kaijser Autor: Niklas Rockström Musik: Niclas Frisk Kamera: Stefan Kullänger - David Hellman
Hanna Svensson - Blutsbande
Als Hanna erfährt, dass ihr eigener Sohn Christian ihr anonymer Informant bei Drogenboss Davor Mimica ist, verschafft sie ihm eine sichere Wohnung als Versteck und Treffpunkt. Doch Stefan, der an Christians Seite im Mimica-Clan arbeitet, ist misstrauisch geworden und verfolgt Christian heimlich. Dabei beobachtet er, wie Hanna und Christian aus der geheimen Wohnung kommen. Unterdessen sucht Davor mit seinem Freund Entspannung in einer Gay-Bar. Dort wird ihm ohne sein Wissen eine Ecstasy-Pille in den Drink gemixt. Der so aufgeputschte Davor bedroht daraufhin den Dealer, der ihm den Stoff verkauft hat, und wird von dessen Leuten zunächst brutal zusammengeschlagen und schließlich in ein Wohnwagen-Bordell verschleppt. Christian setzt alles auf eine Karte: Er will Davor befreien, um weiter in dessen Ansehen zu steigen. Und tatsächlich: Der dankbare Davor erklärt ihm, dass er ihn von nun an immer bei sich haben will. Doch Stefan kann Christian dessen Betrug mit seiner Verlobten Blanka nicht verzeihen. Wenn er Davor verrät, dass er Christians heimliches Treffen mit Hanna beobachtet hat, könnte er seinen Widersacher elegant loswerden. Denn damit wäre Christian so gut wie tot. Die Polizistin Hanna blickt auf eine lange Karriere zurück und steht kurz vor dem Vorruhestand. Dann wird allerdings ein nahestehender Kollege vermisst und sie versucht ihn ausfindig zu machen. Hannas Ermittlungen sind nicht von Erfolg gekrönt und der Polizist stirbt. Sie vermutet hinter dem Vorfall eine Verschwörung und ihr untergetauchter Sohn nimmt bei der Lösung des Falls eine besondere Rolle ein.
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