TV-Programm arte 24.08.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft im TV-Programm von arte am 24.08.?

Das arte Tagesprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
00:10 Trans Is Beautiful!
Infosendung ~60 Min
Es ist der 24. April 2015, und der amerikanische Zehnkämpfer, Goldmedaillengewinner bei Olympia 1976, Nationalheld, Republikaner, internationales Sexsymbol und Patriarch des Kardashian-Clans Bruce Jenner outet sich zur Primetime vor 17 Millionen amerikanischen Fernsehzuschauern als Transfrau. Von nun an gilt: Call her Caitlyn! Der Slogan geht um die Welt. Das Ereignis ist ein historischer Meilenstein. Transmenschen waren lange an den Rand der Gesellschaft verbannt. Mehr und mehr zeigen sie sich selbstbewusst in Medien, Mode und Werbung. Wie erklärt sich der Wandel der öffentlichen Wahrnehmung transsexueller und transidenter Menschen vom Sonderfall zum Mainstream-Star in nicht einmal hundert Jahren? Die Dokumentation beleuchtet erstmals die Geschichte von Transmenschen in der Popkultur. Sie zeigt die Ursprünge und den langen Weg der Trans*-Revolution, gepflastert mit Enttäuschungen und Überraschungserfolgen: von den Pionierinnen der Pariser Cabarets in den 50er Jahren zum ESC-Sieg der Popsängerin Dana International 1998; von den Musen in Andy Warhols Factory hin zu YouTubern in der Transition; von den Ikonen des Kampfs um Transrechte zum Netflix-Star Laverne Cox, die 2014 auf dem Titel des ''Time Magazine'' prangte; vom ''Danish Girl'' Lili Elbe oder zu den Schwestern Lilly und Lana Wachowski, ehemals Brüder und Regisseure von ''Matrix''. Die Dokumentation ''Trans Is Beautiful!'' von Stéphanie Cabre und Claire Duguet vereint umfangreiches Archivmaterial und Interviews mit Trans-Promis aus den USA und Europa: unter anderem Zackary Drucker, Buck Angel, Stéphanie Michelini, Katastrophe, Balian Buschbaum, Bambi und Jen Richards erzählen über ihren Beitrag zur Transkultur und die Entwicklung bis zur heutigen Sichtbarkeit.
16:9
01:30 Vergewaltigt!
Infosendung ~50 Min
In Frankreich allein kommt es jedes Jahr zu 250.000 Vergewaltigungen oder versuchten Vergewaltigungen. Nur 1.600 Opfer schaffen es, ihren Fall vor ein Geschworenengericht zu bringen. ''Vergewaltigt! - Der lange Weg zur Gerechtigkeit'' begleitet vier betroffene Frauen in unterschiedlichen Verfahrensetappen auf ihrem schmerzlichen Weg. Die 20-jährige Marie hat den Freund ihrer Tante wegen Vergewaltigung angezeigt. Manon ist 27 und erinnert sich an die drei ersten Gläser in einer Pariser Bar, danach an nichts mehr. Michèle, 56 Jahre, wurde von zwei Männern, die sie im Auto mitgenommen hatte, geschlagen und vergewaltigt. Für Muriel, 42 Jahre, endete ein feuchtfröhlicher Abend in der Katastrophe, als ein ''fürsorglicher Freund'' sie nach Hause begleitete. Sie steht kurz vor dem Prozess. Um eine Tat als Verbrechen vor ein Geschworenengericht bringen zu können, sind die Konstanz der Aussagen und die Beweislage, vor allem aber die Umstände der Vergewaltigung ausschlaggebend. Die größten Aussichten auf Erfolg vor Gericht haben jene Fälle, bei denen verübte Gewalt etwa durch blaue Flecken oder blutige Wunden augenscheinlich sichtbar wird. Dies trifft jedoch gerade einmal in zehn Prozent der Fälle zu; 90 Prozent der Vergewaltigungen werden ohne Einsatz massiver Gewalt verübt. Von der Strafanzeige bis zum Urteil gewährt die Dokumentation an der Seite der vier Betroffenen Einblicke in zahlreiche Einrichtungen, die eine Rolle bei der juristischen Bearbeitung von Vergewaltigungen spielen. Der Zuschauer wird von innen heraus Zeuge dieses Hindernislaufs und bekommt vor Augen geführt, welche Rolle Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Opfer und kollektive Vorurteile in Vergewaltigungsfällen spielen.
16:9
09:50 Zu Tisch
Infosendung ~30 Min
Die Südpfalz liegt zwischen Rhein und Pfälzer Wald, im südöstlichen Zipfel von Rheinland-Pfalz. Viele Sonnentage und ein mildes Klima lassen Wein und vor allem Obst und Gemüse wachsen. Der Schoßberghof der Familie Groß liegt umgeben von Feldern etwas außerhalb des Ortes Minfeld. Drei Generationen pflanzen hier gemeinsam 40 verschiedene Gemüsesorten an. Biobauer Michael Groß probiert gerne Neues: Sein aktuelles Projekt ist die SoLaWi - Solidarische Landwirtschaft. Familien aus der Stadt nehmen gegen einen festen Monatsbeitrag jede Woche frisches Gemüse ab. Das soll den Schoßberghof langfristig unabhängig vom Großmarkt machen. Das neue Hofkonzept ist noch in der Probephase und muss sich erst bewähren. Michael hat seine Kunden eingeladen, nicht wie gewöhnlich eine fertige Gemüsekiste abzuholen, sondern selbst bei der Ernte zu helfen. Tochter Lisa kümmert sich derweil um die Verarbeitung der Lupinen, die gerade erntereif sind. Die Lupine ist eigentlich als Düngepflanze bekannt und wird angebaut, um den Boden für die nächste Saat mit Stickstoff anzureichern. Lisa hat gehört, dass man aus den Körnern auch Lebensmittel zubereiten kann. Püriert und aufgekocht soll daraus eine vegetarische Variante der berühmten Pfälzer Leberwurst werden. Oma Thea, die für die Erntehelfer Pfälzer Grumbeersupp mit Quetschkuchen vorbereitet, ist ein bisschen skeptisch ... Dokureihe über die Menschen und ihre Küche in bestimmten ländlichen Regionen Europas: Die Sendungen begleiten Menschen in Sardinien, Böhmen, Wallonien oder dem Piemont durch ihren persönlichen Alltag und zeigen die Zubereitung regionaltypischer Rezepte sowie die Erzeugung und den Erwerb der Zutaten.
Untertitel16:9


Nachmittag
 
14:05 Paradiesvögel - Wo ein Wille ist ...
Infosendung ~50 Min
BBC-Reporter Frank Gardner wurde 2004 in Saudi-Arabien von Al-Kaida-Sympathisanten angegriffen und schwer verletzt. Nach unzähligen Operationen sitzt er heute im Rollstuhl, kann aber seinen Beruf weiter ausüben und sogar reisen. Zusammen mit dem berühmten britischen Forscher Benedict Allen, der als Mittzwanziger mehrere Monate lang bei den Papua lebte, unternimmt er eine vierwöchige Expedition nach Papua-Neuguinea. Im Dschungel, in den Bergen und in Sümpfen voller Mücken und Krokodile suchen die Männer nach den berühmten Paradiesvögeln, die hier heimisch sind. Von Anfang an läuft nichts wie geplant, denn das feuchtwarme Klima und die logistischen Probleme erschweren das kühne Unterfangen: Wie fährt man mit einem Rollstuhl auf eine Piroge oder durch den Schlamm des tropischen Regenwalds? Abhilfe kommt in Form eines eigens konstruierten Stuhls aus Holz und Rattan. In der ersten Folge des Dokumentar-Zweiteilers begleitet das ARTE-Filmteam die beiden Männer und ihre Papua-Führer erst in die feuchten, übelriechenden Sümpfe an der Küste und dann immer tiefer ins Landesinnere bis zu dem Dorf Kandangi, wo Benedict Allen einst gelebt hat. Der Brite trifft seinen Adoptivvater und einige Mitglieder seiner ehemaligen Familie wieder und erfährt, wer inzwischen verstorben ist. Frank Gardner wird Zeuge rührender Szenen, in denen Benedict Allen wie ein verlorener Sohn empfangen wird. Anschließend geht es an die Vorbereitungen zum schwierigsten Teil der Reise: der Wanderung in den Nebelwald, wo die Paradiesvögel leben ...
16:9
14:55 Paradiesvögel - Wo ein Wille ist ...
Infosendung ~55 Min
BBC-Reporter Frank Gardner wurde 2004 in Saudi-Arabien von Al-Kaida-Sympathisanten angegriffen und schwer verletzt. Nach unzähligen Operationen sitzt er heute im Rollstuhl, kann aber seinen Beruf weiter ausüben und sogar reisen. Zusammen mit dem berühmten britischen Forscher Benedict Allen, der als Mittzwanziger mehrere Monate lang bei den Papua lebte, unternimmt er eine vierwöchige Expedition nach Papua-Neuguinea. Im Dschungel, in den Bergen und in Sümpfen voller Mücken und Krokodile suchen die Männer nach den berühmten Paradiesvögeln, die hier heimisch sind. Von Anfang an läuft nichts wie geplant, denn das feuchtwarme Klima und die logistischen Probleme erschweren das kühne Unterfangen: Wie fährt man mit einen Rollstuhl auf eine Piroge oder durch den Schlamm des tropischen Regenwalds? Abhilfe kommt in Form eines eigens konstruierten Stuhls aus Holz und Rattan. In der zweiten Folge des ARTE-Dokumentar-Zweiteilers dringen die beiden Männer weiter ins Gebirge vor. Das Gelände wird immer unwegsamer und liegt nun auf anderem Stammesterritorium, sodass neue einheimische Führer und Träger angeheuert werden müssen. Frank Gardner machen seine früheren Verletzungen zu schaffen; der kleinste Sturz könnte tödlich sein. Schließlich muss der Reporter per Hubschrauber erst nach Neuseeland und schließlich in ein australisches Krankenhaus gebracht werden. Vier Monate später treffen sich Allen und Gardner wieder, um die Reise zu beenden. Diesmal nehmen sie Flugzeug und Auto und werden von einem Vogelexperten der Papua begleitet. Mitten in den Bergen, in der Dämmerung, erblicken sie endlich die langersehnten Tiere. Und bei Sonnenaufgang hören sie den magischen Schrei des sagenhaften Wimpelträgers ...
16:9
17:15 ARTE Reportage
Infosendung ~55 Min
Russland: Die Arktis erobern (1): Haiti: Zu früh geborenAcht Jahre nach dem Erdbeben ist die medizinische Versorgung noch immer prekär - und lebensgefährlich für zu früh geborene Kinder ...Der Ort auf der Welt, an dem man geboren wird, er entscheidet über Leben und Tod: Zu früh geborene Kinder haben natürlich viel bessere Überlebenschancen in einem reichen Land mit effizienter medizinischer Versorgung als in einem armen Land ohne diesen Vorteil. Haiti leidet noch immer unter den Folgen des Erdbebens vom 12. Januar 2010, damals starben über 200.000 Menschen. Das öffentliche Krankenhaus in der Hauptstadt Port au Prince etwa residiert noch immer in Behelfsräumen ohne fließendes Wasser, häufig fällt der Strom aus. Auf der Neugeborenen-Station fehlt qualifiziertes Personal ebenso wie eine ausreichende Zahl von Brutkästen. Zu früh geborene Kinder haben dort nur wenige Chancen, ihre ersten Lebenswochen zu überleben.Doch auch auf Haiti gibt es einen besseren Ort für Frühchen: Ein paar Kilometer weiter, im medizinisch viel besser ausgestatteten Saint Damien Krankenhaus, leiten Krankenschwestern die jungen Mütter an, ihre zu früh geborenen Kinder nach den ersten Wochen im Brutkasten eng am Leib zu tragen - das nennt man die ''Känguru-Methode''. Eine italienische NGO finanziert das Saint Damien, und doch müssen die Eltern der kleinen Patienten für die hoch qualifizierte Behandlung Geld bezahlen. Das staatliche Krankenhaus dagegen ist kostenlos. ''Geld oder Leben'' - auf Haiti ist das wirklich eine Entscheidung auf Leben und Tod.(2): Russland: Die Arktis erobernDer Eispanzer schmilzt, die Schiffe kommen, und auch die Russen hoffen auf neue Öl- und Gasfelder in der Arktis. Die wohl letzten bislang unberührten Öl- und Gasfelder der Welt unter dem ewigen Eis der Arktis werden aufgrund des Klimawandels jedes Jahr zugänglicher: Die großen Ölgesellschaften lauern schon, und auch die Anrainerstaaten der Arktis Grönland, die USA und Norwegen. Wer hat die beste politische Strategie, die neue Grenze unterm schmelzenden Eis noch ein gutes Stück hinaus zu schieben? Die Russen jedenfalls schreiten mit Hilfe der Armee unverfroren stramm voran, um die Bodenschätze für sich zu erobern. Sie bauen schon einmal Tiefwasser-Häfen und entwickeln komplexe Strukturen für den künftigen Transport von Öl und Gas per Pipeline. Die indigene Urbevölkerung in der Arktis aber sieht sich mit harter Hand beiseitegeschoben von den Vertretern ''höherwertiger'' geopolitischer und nationaler Interessen. Ihre Lebensbedingungen verändern sich rapide zum Schlechten in den Zeiten des Aufmarschs in der Arktis.
16:9


Abend
 
19:30 Australiens unbekanntes Paradies
Infosendung ~45 Min
274 Inseln mit weißen Korallensandständen erheben sich aus der Torres Straße, der seichten warmen Meerenge zwischen Australien und Papua-Neuguinea. Das Leben im Südseeparadies hat so seine Herausforderungen: Die rund 20 bewohnten Inseln liegen oft viele Kilometer voneinander entfernt, und kaum eine eignet sich für einen Flugplatz. Wer seine Familie und Freunde besuchen will, muss über ein Meer mit unberechenbaren Gezeitenströmungen reisen. Auch Frachtschiffe, die die Inseln vom Festland aus mit Medikamenten und anderem Lebensnotwendigem versorgen, kommen nicht immer pünktlich an, wie Matrose Lachie McDermott berichtet. Isolation und Ressourcenknappheit begegnen die Ureinwohner seit jeher mit großem Einfallsreichtum. Die Dokumentation begleitet einigeTorres-Straßen-Insulaner, unter anderen den Ranger Barry Pau, der jahrhundertealte Fischfallen betreut, Wally Kris, der den Kindern die überlieferten Tänze lehrt, sowie den Künstler Ken Thaiday, der traditionelle bewegliche Tanzmasken und Skulpturen schnitzt. Die Bewohner haben sich mit dem Inselleben arrangiert. Schwangere werden von der fliegenden Hebamme Paula Dawson betreut, die jährlich tausende Flugmeilen zurücklegt, damit sie die Frauen auf ihren abgelegenen Heimatinseln betreuen kann. Die Lokalzeitung wird von Aaron Smith geleitet, er ist Redakteur, Fotograf und Zeitungsjunge zugleich. Er ist froh, wenn die auf dem Festland gedruckte Zeitung rechtzeitig mit dem Schiff ankommt. Sie ist wohl die einzige Zeitung der Welt, die es nicht im Internet gibt. Die Dokumentation ''Australiens unbekanntes Paradies - Die Inseln der Torres Straße'' bietet überraschende Einblicke in eine einzigartige Inselwelt, paradiesisch und rau zugleich.
16:9
20:15 Native America
Infosendung ~50 Min
Eine längst vergangene Welt, in der bedeutende Zivilisationen entstanden: Die amerikanischen Ureinwohner bauen Amerikas erste Demokratie auf, die später die Verfassung der USA inspirieren wird. Sie legen die Sümpfe des Mississippi trocken und errichten dort die größten Pyramiden der Erde. An den Hängen der Anden bewirtschaften sie Felder und ernähren Millionen Menschen. Sie züchten Pflanzen, die heute 60 Prozent der weltweit verbrauchten Lebensmittel ausmachen. Die amerikanischen Ureinwohner entwickeln eine Lebensweise, die eng mit der Erde, dem Himmel, dem Wasser und allen Lebewesen verbunden ist. Diese Folge führt von den faszinierenden Felsmalereien im westbrasilianischen Amazonas-Regenwald zu den eindrucksvollen Ruinen der ersten Hopi-Siedlungen in den Wüsten New Mexicos bis zum Grand Canyon, wo das Pueblo-Volk der Zuni seine Spuren hinterlassen hat. Weiter geht es zu Teotihuacáns Tempel der Gefiederten Schlange, der ein funkelndes kosmisches Sternenheiligtum birgt, bis an die südkalifornische Küste, wo die Chumash bis heute die flachen Kanus ihrer Urahnen nutzen. Die amerikanischen Ureinwohner erbauten in sechs Richtungen auf den Kosmos ausgerichtete Städte - wie etwa Chaco, Uxmal, Teotihuacán und Palenque in Mexiko, Cuzco und Chavín de Huántar in Peru oder auch Cahokia in den USA. Die überlieferten Traditionen und die archäologischen Artefakte sprechen dafür, dass die verschiedenen Völker des amerikanischen Doppelkontinents ein historisches Erbe eint und dass sie letztlich von einem Volk abstammen. Auch jüngste DNA-Analysen bestätigen dies. Ihr Leben war sowohl von einem wissenschaftlichen Verständnis der Zyklen der Erde und der Himmelskörper als auch von der spirituellen Suche nach ihrem Platz in der Welt geprägt. Dieses Glaubenssystem, das unterschiedliche Kulturen teilen, wirkt bis heute in den religiösen Zeremonien der Urvölker fort.
Untertitel16:9
22:00 Zika - Die wahre Geschichte einer Epidemie
Infosendung ~55 Min
In den Jahren 2015 und 2016 wütete die Zika-Epidemie vor allem in Südamerika. Die WHO erklärte den Gesundheitsnotstand. Das Zika-Virus wird vor allem von der Moskitoart Aedes aegypti übertragen. Eine Infektion während einer Schwangerschaft kann beim Fötus zu Mikrozephalie und anderen Fehlbildungen des Gehirns führen. Kinder mit Mikrozephalie werden mit einem besonders kleinen Kopf geboren, oft verbunden mit geistiger Behinderung und anderen schwerwiegenden neurologischen Störungen. Zudem erkranken Infizierte in seltenen Fällen an einer Nervenkrankheit, dem Guillain-Barré-Syndrom. In Brasilien treten zwar weniger Zika-Fälle als bisher auf, das Virus greift aber unaufhörlich auf weitere Länder über. Neben Ländern Mittel- und Südamerikas sind etwa auch Südflorida, im asiatischen Raum die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha, Malaysia und große Teile Indonesiens, die Malediven, Indien sowie in Afrika der Senegal und Uganda betroffen. Nun arbeiten Forscher aus aller Welt unter Hochdruck daran, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Wissenschaftsdokumentation stützt sich auf Forschungsergebnisse aus Epidemiologie, Entomologie und Virologie. Sie erklärt, woher das Zika-Virus stammt und welche Symptome es verursacht. Die Forschung kämpft auch gegen die Überträgermücken, die Stechmücken der Aedes-Gattung. Zur Eiablage reicht der Gelbfiebermücke etwa bereits eine winzige Menge stehenden Wassers aus, so dass sie sich schnell vermehrt. Die Bevölkerung wurde in Brasilien deshalb aufgerufen, Wasserablagerungen zu eliminieren. Gerade in den Armenvierteln ist das ein Problem, da sich dort zum Beispiel oft Abwässer sammeln oder die Müllentsorgung nicht funktioniert. Seit der Zika-Virus-Epidemie 2015/2016 wird fieberhaft an einem Impfstoff gearbeitet. Erste Tests von möglichen Impfstoffen geben neue Hoffnung.
16:9
22:55 Invasion der Pflanzen
Infosendung ~50 Min
Japanischer Staudenknöterich, Riesen-Bärenklau oder Ambrosia: Die Einwanderung exotischer Gewächse bringt Europas Flora aus dem Gleichgewicht. Explosionsartig vermehren sich eingeschleppte Arten und vereinnahmen den Lebensraum der heimischen Pflanzenwelt. Die teils schwerwiegenden Folgen dieses Wettbewerbs untersuchen zahlreiche Wissenschaftler in ganz Europa. Darunter ist auch der Biologe Guillaume Fried, der die Rolle des ältesten botanischen Gartens im südfranzösischen Montpellier erforscht. Denn ein Großteil der zugewanderten Pflanzen, wissenschaftlich ''Neophyten'' genannt, hat sich aus eben solchen Gärten oder Parks heraus verbreitet. Schön anzusehen, aber gefährlich für den Menschen sind Arten wie der Riesen-Bärenklau, das Schmalblättrige Greiskraut oder die Ambrosia. Dabei geht vor allem von der Ambrosia eine große Gesundheitsgefahr aus: Ihre Pollen verursachen schwerwiegende Allergien. Ulf Gereke ist Mediziner im brandenburgischen Cottbus, der Region mit den dichtesten Vorkommen von Ambrosia in Deutschland. Entsprechend voll ist das Sprechzimmer des Allergiespezialisten. Ohne Desensibilisierung wären viele seiner Patienten nicht mehr in der Lage, ein normales Leben zu führen. Europaweit rechnen Wissenschaftler mit volkswirtschaftlichen Schäden von mehreren Hundert Millionen Euro jährlich, verursacht allein durch die Ambrosia. Deshalb suchen Mitarbeiter des Julius-Kühn-Instituts nach der besten Bekämpfungsmethode: Verbrennen, verbrühen, vergiften - was schädigt die Pflanze nachhaltig und verhindert eine weitere Ausbreitung? In deutschen Gewässern sorgt zurzeit eine Pflanze für Probleme, die es hier bis vor kurzem überhaupt nicht gab: Das Großblütige Heusenkraut stammt ursprünglich aus Nordamerika. Biologe Andreas Hussner probiert an der Leda, einem Fluss in Ostfriesland, neue Strategien der Bekämpfung. Zum Teil muss er dabei mit seinem Team Hunderte von Pflanzen einzeln mit der Hand aus dem Fluss entfernen. Eine schwierige Aufgabe, die jedes Jahr erneut bewältigt werden muss. Im Harz fürchten Förster angesichts der explosionsartigen Verbreitung von Drüsigem Springkraut und Japan-Staudenknöterich um den ökologischen Wert ihrer Flussufer, und an der französischen Atlantikküste setzen Naturschützer Schafe im Kampf gegen die invasiven Gewächse ein. Langfristig drohen die heimischen Arten ganz zu verschwinden. Ob das Wettrennen gegen die eingewanderten Pflanzen überhaupt zu gewinnen ist, bleibt offen.
16:9