arte Programm 14.11.

   
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Was läuft 14.11. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
02:15 Arte Reportage
Infosendung ~50 Min
Syrien: Warum schuften Kinder in den Raffinierien? Reportagemagazin, Deutschland 2021
Südafrika: In Hout Bay lebt die Solidarität Russland: Islam, auf gut Russisch (1): Syrien: Warum schuften Kinder in den Raffinierien? Erdöl schwärzt ihre Gesichter und Hände, Rauch vergiftet ihre Lungen - das ist wirklich kein Job für Kinder. Rund um das Dorf Abu Kadir in der kurdischen Region Syriens verdunkeln die Rauchsäulen von 50 kleinen Raffinerien den Himmel. Ihr Gift verseucht den Boden und das Grundwasser. Hier arbeiten syrische Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren, Flüchtlinge aus Aleppo und Idlib, wie Erwachsene, um das Rohöl zu Benzin zu raffinieren. Es ist ein Job in einer Vorhölle auf Erden, hochschädlich durch die giftigen Dämpfe, schon ein kleiner Arbeitsunfall kann sie verstümmeln oder töten. Aber sie müssen dort arbeiten, weil sie keine andere Möglichkeit haben, Geld für ihre Familien zu verdienen.In den zehn Jahren des Krieges wurden die alten Förderanlagen und Raffinerien zerstört, auch durch die Bombenangriffe der westlichen Koalition gegen das Terrorregime des IS. Doch Treibstoff ist lebenswichtig für die kurdische Verwaltung der Region. Deshalb haben sie hier viele kleine improvisierte Raffinerien gegründet, deren Anlagen sie notdürftig zusammenschweißten - Arbeitsplätze, für die sich Menschen nur in allergrößter Not interessieren müssen. (2): Russland - USA: Hinter dem letzten Vorhang aus EisDie Beringstraße zwischen den USA und Russland trennt das Volk der Inuit seit dem Kalten Krieg bis heute.Im Grunde sind es zwei bewohnte Felsen, einer in Alaska, der andere in Russland: Auf beiden Seiten der Beringstraße, von der Zeitgeschichte vergessen, leben die Inuit, die Ureinwohner des hohen Nordens, an der kalten Grenze zweier Zivilisationen. Weniger als 90 Kilometer trennen hier die Vereinigten Staaten von Russland. Seit 1948, dem Beginn des Kalten Krieges in zwei Hälften geteilt, wurden die Ureinwohner auch nach dem Zusammenbruch der alten Sowjetunion nie wieder zusammengeführt. Den Inuit in Alaska geht es wirtschaftlich viel besser als ihren armen Verwandten auf der russischen Seite. Aber alle träumen davon, dass die Grenze zwischen ihnen endlich fallen möge.
16:9
04:25 Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten
Infosendung ~35 Min
(France-Allemagne: 3000 ans d''histoire commune) Zwischen Naturgewalt und Klimawandel Staffel 1: Episode 4 Dokureihe, Frankreich 2016 Regie: Roland Théron
Einst geprägt von Kriegen und Konflikten, sind die deutsch-französischen Beziehungen heute Aushängeschild für das friedliche Miteinander zweier Nachbarstaaten. Dabei ist die deutsch-französische Freundschaft so gefestigt und lebendig, dass beide Länder als Motoren der europäischen Integration fungieren. ARTE geht in einer spannenden zehnteiligen Dokumentationsreihe der bewegten Nachbarschaftsgeschichte beider Staaten unter jeweils einem thematischen Gesichtspunkt nach. Beeindruckende Aufnahmen aus der Vogelperspektive zeigen dabei die Spuren auf, die diese gemeinsame Geschichte sowohl bei den Menschen als auch in den Landschaften hinterließ. Dabei offenbaren sich die lange gewachsenen Beziehungen zwischen Städten und Bevölkerung diesseits und jenseits des Rheins. Die Zeitreise führt von historischen Konflikten und Besatzung im Kalten Krieg zur Gründung der Deutsch-Französischen Brigade, von landestypischer Ess- und Trinkkultur rund um Brot, Bier und Wein zu gemeinsamen Herausforderungen in Umweltfragen. (4): Die Landschaften in Deutschland und Frankreich wurden durch gemeinsame geologische und klimatische Phänomene geprägt, mit denen ihre jeweiligen Bewohner zurechtkommen mussten. Aufgrund einer schlecht kontrollierten Urbanisierung und dem Klimawandel stehen beide Länder heute vor denselben ökologischen Herausforderungen: Stürme, Überschwemmungen, Kältewellen und Trockenperioden machen beiden Ländern zu schaffen. Wie der Blick von oben verdeutlicht, überlagern heute neue Indikatoren die einstige Klima- und Reliefgeografie.
05:55 GEO-Reportage
Infosendung ~55 Min
(GEO Reportage) Die Igel-Retter aus dem Piemont Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2021 Regie: Rosie Koch
Orecchio, Ettore, Pino oder Onorina - sie alle sind Patienten bei Dr. Massimo Vacchetta, in der einzigen Igelklinik Italiens. Die nachtaktiven Tiere sind Opfer von Autos, motorisierten Heckenscheren, Sensen oder Mährobotern, ihre Verletzungen sind oft schwerwiegend. Dottore Massimo betreut seine Schützlinge zusammen mit fünf Angestellten und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern rund um die Uhr. Mit Feingefühl und auch unkonventionellen Methoden werden die stacheligen Patienten oft wochenlang aufgepäppelt. Das große Ziel: Sie wieder fit zu machen für ein Leben in der Natur. Angefangen hat alles mit einem winzigen Igelmädchen: ''Als ich das erste Mal Ninna in der Praxis eines Kollegen sah, war sie noch sehr klein. Sie wog gerade mal fünfundzwanzig Gramm. Ich war tief berührt - und mir wurde so einiges klar. Zum Beispiel, dass es die kleinen Dinge sind, die einen glücklich machen. Ich betrachtete den Igel, der so zufrieden und glücklich war, wenn er einen Tropfen Milch zu sich nahm und dann in meiner Hand einschlief. Im Grunde lehrte er mich, dass ich den Sinn des Lebens woanders suchen musste.''Heute, wenn Massimos stachelige Patienten gesund genug sind, werden sie mit größtmöglicher Fürsorge in die Freiheit entlassen. Für den ''Igel-Doktor'' ist das jedes Mal aufs Neue ein Moment des Glücks, gemischt mit einer Prise Wehmut - wenn sich seine Igel wieder in ihren natürlichen Lebensraum aufmachen. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9
07:50 Das Veltlin und seine Berge
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2021 Regie: Alessandro Soetje
Das Veltlin ist eine der schönsten und gleichzeitig eine der weniger bekannten Alpenregionen Italiens. Enorme Granitmassive, imposante Bergpanoramen und Naturschutzgebiete wie der Gletscher des Stilfser Jochs prägen seinen Charakter. Es ist ein Tal, das sich über hundert Kilometer erstreckt und von steilen Weinbergen umgeben ist, die mühsam kultiviert werden. Mit seinen Trockenmauern, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurden, ist das Veltlin eine Region der Traditionen und der Kontraste inmitten einer atemberaubenden Landschaft. Das Veltlin/Valtellina liegt im Norden der Lombardei und erstreckt sich von der antiken Handelsstadt Chiavenna bis zum Stilfser Joch - jenem Kreuzungspunkt, an dem die Region an Südtirol und an die Schweiz grenzt. Dort, wo die Eurasische und die Afrikanische Kontinentalplatte aufeinandertreffen, erheben sich hohe Berge, zwischen denen sich das schmale Tal hindurchzieht. Der Fluss Adda durchschneidet das gesamte Veltlin und trennt auf einer Länge von über hundert Kilometern und einer Breite von etwa sechzig Kilometern die Rätischen von den Bergamasker Alpen. Am Fuße enormer Granitmassive, die einige der berühmtesten Gipfel der Region beheimaten, liegt ein schwieriges und kaum zugängliches Gelände, bewohnt von einer Gebirgsbevölkerung, die sich als erstaunlich kosmopolitisch erweist. Die Dokumentation führt zu den Naturwundern dieses Tals und zu den besonderen Menschen, die es bewohnen.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
13:05 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Bernard Clavels Rhône / Ägypten / Georgien / Kenia Kunstmagazin, Frankreich 2020 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Ägypten: Ein Land schützt seine Schätze Bernard Clavel und die Liebe zur Rhône Georgien: Mananas Hühnersuppe Kenia: Eine starke Frau (1): Bernard Clavel und die Liebe zur RhôneDie Rhône entspringt im schweizerischen Kanton Wallis und mündet mehr als 800 Kilometer weiter südlich ins Mittelmeer. Zwischen dem majestätischen Fluss und dem französischen Schriftsteller Bernard Clavel entspann sich eine wahre Liebesgeschichte. An den Ufern der Rhône begann Clavel zu schreiben und die Natur in Worte zu fassen. Er widmete dem Fluss ein Dutzend Romane, in denen das Schicksal einfacher Leute sich an der Gewalt der Naturelemente reibt.(2): Ägypten: Ein Land schützt seine SchätzeIn der Region von Luxor durchforscht ein Team ägyptischer Archäologen den Wüstensand mit dem Ziel, die zahllosen Geheimnisse ihrer Ahnen ans Tageslicht zu befördern. Rund 150 Jahre lang war die Ägyptologie das Privileg westlicher Mächte, die das Land der Pharaonen seiner archäologischen Schätze beraubten, ohne mit der Wimper zu zucken. Doch heute nehmen die ägyptischen Wissenschaftler nach und nach die Geschichte ihrer Vorfahren selbst in die Hand. (3): Georgien: Mananas HühnersuppeIn Tiflis sucht Manana ein besonders schönes Hühnchen aus, um ihre Version einer traditionellen georgischen Suppe zuzubereiten. Sie legt das Geflügel in einen großen Topf und gibt Nüsse, essbare Blüten, Bockshornklee, gemahlenen Koriander, Gewürze und einen Löffel Tomatenmark hinzu. Eine echte Gaumenreise nach Georgien!(4): Kenia: Eine starke FrauDer Naivasha-See ist der Stolz der kenianischen Zentralregion und liegt im östlichen Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. 1906 ließ sich in diesem fruchtbaren, von der Sonne verwöhnten Landstrich ein schottischer Pferdezüchter mit seiner Tochter nieder. Aus dem Mädchen wurde später eine der bemerkenswertesten Frauen ihrer Zeit ...
16:9
15:30 In der Welt zuhause
Infosendung ~30 Min
(Habiter le monde) Nepal - Lo Manthang, auf dem Dach der Welt Staffel 2: Episode 4 Dokureihe, Frankreich 2019 Regie: Jacques Offre
Lo Manthang ist eine alte Festungsstadt im nepalesischen Distrikt Mustang. Sie liegt 4.000 Meter über dem Meeresspiegel und wird vom Volk der Lopa bewohnt. Trotz der außerordentlichen Höhe, der extremen Kälte und der eisigen Winde leben 800 Menschen hier das ganze Jahr über. Das Städtchen wurde im 15. Jahrhundert gegründet und ist trotz seiner Abgeschiedenheit bis heute bewohnt. Maßgeblich dazu beigetragen hat seine Architektur: Sie begünstigt einen Lebensstil, der die Gemeinschaft und das Teilen der wenigen vorhandenen Ressourcen in den Fokus stellt. Die alten Lehmmauern und buddhistischen Tempel im Inneren der Stadt werden von den Bewohnern selbst restauriert und instandgehalten. Philippe Simay trifft Karma, der sein ganzes Leben in Lo Manthang verbracht hat. Gemeinsam streifen sie durch den abgelegenen Ort im Himalaja, der für die Lopa ein wichtiges spirituelles und religiöses Zentrum darstellt. Pfahlbauten, schwimmende Häuser, Rund- oder Mikrohäuser – So radikal unterschiedlich unsere Lebensräume auch sein mögen, es liegt ihnen doch die immer gleiche Überlegung zugrunde: Wie kann der Mensch in Sicherheit, Gemeinschaft und Harmonie mit seiner Umwelt leben? Der Humanist und Philosoph Philippe Simay führt ein in die Geschichte menschlicher Lebensräume, die in einer Zeit enormer Veränderungsprozesse ein Zeichen unserer Anpassungsfähigkeit sind.
16:9
16:00 Im Vorgarten der Karpaten
Infosendung ~55 Min
(Unknown Carpathians Hidden Treasures of Romania) Das Banat Staffel 1: Episode 2 Naturreihe, Deutschland 2020 Regie: Mirjana Momirovic - Caroline Haertel - Mirjna Momirovic
Das rumänische Banat an den Grenzen zu Serbien und Ungarn wurde von der Natur reich beschenkt: Zwischen steilen Felsen zwängt sich die Donau durch den spektakulären Flussdurchbruch ''Eisernes Tor'', fließt in weichen Kurven im Schatten dicht bewaldeter Hänge und umspült flussaufwärts die Insel Ostrov, ein Paradies für Vögel und Wildpferde. In den zahlreichen National- und Naturparks der Region haben Wisente eine neue Heimat gefunden, erhebt sich der ''ungewöhnlichste Wasserfall der Welt'' über einen kleinen Fluss und wächst seit Jahrhunderten ein dichter Buchenurwald. Durch das Banat fährt auch Rumäniens älteste Gebirgsbahn, die Semmeringbahn. Sie gilt als großes Kunstwerk der Eisenbahntechnik und braucht für die rund 34 Kilometer lange Strecke zwei Stunden: viel Zeit, um die wunderschöne Aussicht auf einsame Berge und dichte Wälder zu genießen. Die vielfältige Natur des Banats und sein malerisch gelegener Kurort Baile Herculane begeisterten schon Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Joseph, der ihn als den ''schönsten auf dem Kontinent'' rühmte. Eine Gruppe junger Architektinnen kämpfte viele Jahre vergeblich für die Restaurierung des wunderschönen historischen Kurbades des Ortes. Dann brachte sie der Brand von Notre Dame auf eine Idee ... Die zweiteilige Dokumentation porträtiert die Karpaten, die in Rumäniens weitestgehend unbekannten Grenzregionen mit ihren einzigartigen Naturlandschaften beeindrucken. Wilde Tiere durchstreifen die jahrhundertealten Urwälder, erhabenen Gipfel und verwunschenen Täler zwischen Donau und Karpaten und die Menschen leben in ihren ursprünglichen Dörfern bis heute im Einklang mit der Natur.
Untertitel16:9
16:55 Im Vorgarten der Karpaten
Infosendung ~55 Min
(Unknown Carpathians Hidden Treasures of Romania) Crisana und die Maramures Staffel 1: Episode 1 Naturreihe, Deutschland 2020 Regie: Caroline Haertel - Mirjana Momirovic
Die Region Maramures entlang der Grenze zur Ukraine ist noch ursprünglich und wild. ''Land des Holzes'' wird sie auch genannt. Holz ist dort nicht nur die wichtigste Lebensgrundlage der Menschen, es hat die ganze Kultur geprägt: von der Schnitzkunst bis zur ungewöhnlichen Holzarchitektur. Die markanten Kirchen mit spitzen Türmen stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Acht von ihnen zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Diese malerische Gegend zeichnet sich auch durch einen außergewöhnlichen Umgang mit dem Tod aus. Auf dem ''fröhlichen Friedhof'' im Dorf Sapanta werden die Lebensgeschichten der Verstorbenen auf strahlend blauen Kreuzen mit naiver Malerei und ironischen Versen verewigt. In der Maramures liegt auch der zweitgrößte Nationalpark des Landes, das Rodna-Gebirge. Über 7.000 Spezies wurden hier dokumentiert, viele endemisch oder extrem selten. Es ist die Region mit der größten Biodiversität in den Ostkarpaten. Entlang der Grenze zu Ungarn liegt die Region Crisana, das Kreischgebiet. Mit ihren fast 4.000 Höhlen ist sie eine der wichtigsten Karstregionen Rumäniens. In der Meziad-Höhle wurden Überreste von Tieren aus der Eiszeit wie dem Höhlenbären und dem Höhlenlöwen gefunden. Heute ist sie die Heimat einer großen Fledermauskolonie. Crisana ist auch für seine traditionellen Trachten bekannt. Eine Weste der Gegend kopierte das Modehaus Dior, ohne den Ursprung zu nennen. Ein ''Kulturklau'' mit weitreichenden Folgen. Die zweiteilige Dokumentation porträtiert die Karpaten, die in Rumäniens weitestgehend unbekannten Grenzregionen mit ihren einzigartigen Naturlandschaften beeindrucken. Wilde Tiere durchstreifen die jahrhundertealten Urwälder, erhabenen Gipfel und verwunschenen Täler zwischen Donau und Karpaten und die Menschen leben in ihren ursprünglichen Dörfern bis heute im Einklang mit der Natur.
Untertitel16:9
17:50 Amerikas Ostküste
Infosendung ~40 Min
New Hampshire und Maine Staffel 1: Episode 5 Länderporträt, Deutschland 2014 Regie: Christian Stiefenhofer - Peter Bardehle Kamera: Johannes Kaltenhauser - Klaus Stuhl
New Hampshire hat nur 19 Kilometer Küste und kurze Sommer, umso mehr nutzt Shauna Fraser jede Gelegenheit, um am Meer zu sein. Im geschützten Hafen von Rye zielt Shauna mit Yoga auf dem Paddelboard auch auf die innere Haltung. Im südlichen Maine produziert Mike LaVecchia Surfbretter vollständig aus Holz. Um gute Fahreigenschaften zu erzielen, hat er Verfahren aus dem Bootsbau übernommen. Mit dem Holzhändler Allan Higgins geht es in die ausgedehnten Wälder Maines und anschließend in Moody''s Diner, für dessen Spezialitäten Stammgäste hundert Kilometer und mehr fahren. Die abgeschiedene Bucht von Penobscot wird täglich von Tomás Sowles angeflogen. Ob Post oder Baumaterial oder sogar Hunde - alles, was auf die Inseln muss, transportiert er in seiner Cessna. Die Bucht ist ein Paradies für Hummer, die hier so zahlreich leben wie nirgendwo sonst vor den Küsten der USA. Das ist nicht zuletzt den strengen Fangvorschriften zu verdanken, wie Geneviève Kurilec-McDonald erklärt. Als Köder schwört sie auf Salzheringe. Und dann ist da noch David Moses Bridges, der ein altes Handwerk seines Stammes wiederaufleben lässt. Er baut Kanus aus Birkenrinde, so wie einst seine Vorfahren. Mittlerweile hat der Indian Summer Einzug gehalten. Warme Spätsommertage, die trockene klare Luft und der gelegentliche Nachtfrost geben den Blättern eine unvergleichliche Farbe. Zu keiner anderen Zeit ist der Zauber der amerikanischen Ostküste so gegenwärtig.
Untertitel16:9



Programm - Abend

 
18:30 China: Das Königreich der Weißkopflanguren
Infosendung ~50 Min
(China''s secret monkey kingdom) Dokumentation, England 2020 Regie: Benjamin G. Hewett
Tief im Südwesten Chinas, im Chongzuo-Naturreservat, liegt der letzte verbliebene Lebensraum einer stark bedrohten Primatenart: des Weißkopflangurs. Die Affen mit dem charakteristischen weißen Schopf haben die hoch hinaufragenden weißen Kalksteinfelsen zu ihrer steinernen Festung erkoren. Die Dokumentation zeigt das bislang noch nie gefilmte Sozialleben der geschickten Kletterer, die an bis zu 400 Meter hohen Steilhängen leben. Der Film begleitet die Neugeborenen zweier großer Horden. Wem wird es gelingen, sich an die Spitze zu setzen? Die Horde ''Botanical Garden'' lebt in einem geschützten Paradies, führt ein beschauliches Familienleben und verfügt über jede Menge Nahrung. Doch damit könnte bald Schluss sein: Der alte König will zurück auf den Thron, und Jubao, einziger Sohn des neuen Anführers der Horde, muss schnell erwachsen werden, um gegen die Raubzüge vorzugehen.Auf der anderen Seite des Reservats liegt ''Lonely Hill'', ein steinerner Monolith, auf dem die größte Weißkopflanguren-Horde der Welt ihr Zuhause hat. Hier lebt die kleine Meili, die lernen muss, soziale Bindungen zu knüpfen, um sich im Matriarchat ganz nach oben zu arbeiten.Daneben gibt es auch noch die Einzelkämpfer von ''Back Hill'' - eine Bande ausgestoßener Männchen, die durch das Reservat streifen, um sich eines Tages an die Spitze einer Horde zu setzen. Über ein Jahr lang haben mehrere Filmcrews dieses einmalige Schauspiel des Lebens mit der Kamera begleitet und liefern faszinierende und atemberaubende Einblicke in die Geheimnisse dieses unbekannten Primatenreichs.
Untertitel16:9
20:15 Die Frau aus Brest
TV-Sendung ~120 Min
(La Fille De Brest) Drama, Frankreich 2016 Regie: Emmanuelle Bercot Autor: Séverine Bosschem - Romain Compingt - Irène Frachon Musik: Martin Wheeler - Bloum Kamera: Guillaume Schiffman
Dr. Irène Frachon ist eine ihren Patienten zugewandte Ärztin, Pneumologin am Universitätskrankenhaus in Brest. Als wieder einmal eine übergewichtige Patientin mit Herzklappenfehler auf dem OP-Tisch liegt, vermutet Irène einen Zusammenhang mit der Einnahme von Mediator, einem seit 30 Jahren auf dem Markt befindlichen Diabetes-Medikament, das auch als Appetitzügler verschrieben wird. Irène überzeugt ihren Forscherkollegen, Prof. Le Bihan, einer Kapazität, von der Notwendigkeit einer Studie. In einem Kraftakt bewältigt das kleine Team die empirische Untersuchung, die eine sensationelle Zahl von 70% Verdachtsfällen ergibt. Doch die zuständigen Behörden ziehen die Seriosität der Studie in Frage und scheinen eher dem aggressiv auftretenden französischen Pharmakonzern Servier Glauben zu schenken.Aber Irène ist eine Kämpferin - und schreibt ein Buch über die Affäre: ''Mediator - Wie viele Tote?'' Der Untertitel muss nach einer Klage von Servier geschwärzt werden. Eigentlich eine gute Voraussetzung, um Aufmerksamkeit zu erlangen, aber das Buch geht sang- und klanglos unter, vor allem bei der Presse. Doch Irène gibt nicht auf, telefoniert sich die Finger wund und findet schließlich Gehör bei der Figaro-Journalistin Anne Jouan. Und sie hat einen wichtigen Unterstützer: Einen Mitarbeiter in der Zentrale der gesetzlichen Krankenversicherung, der anonym bleiben muss, ein ''Maulwurf''. Er könnte die Zahl der Toten ermitteln, aber erst, wenn er den Auftrag dazu bekommt.Der Film ist eine Adaptation des Buches von Dr. Irène Frachon, damals am Uniklinikum in Brest, über ihren Kampf gegen die Pharmalobby und die Behörden, nachdem sie die Nebenwirkungen des Appetitzüglers Mediator und des Wirkstoffs Benfluorex aufgedeckt hatte, an denen in Frankreich über 500 Menschen, vor allem Frauen, gestorben sind. Mit unglaublichem Mut, bretonischer Sturheit und vollem Einsatz, dank der Unterstützung eines Forscherteams und nicht zuletzt auch des Rückhalts, den sie in ihrer Familie hat, welche sie über Jahre vernachlässigt, gelingt es ihr am Ende, die Rücknahme des Medikaments vom Markt zu erwirken. Dass es später zum Gerichtsprozess und einer Verurteilung des Pharmakonzerns sowie einer Entschädigung der Opfer kam, ist größtenteils dieser Ärztin zu verdanken.
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