arte Programm 07.02.

   
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Was läuft 07.02. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:45 Überfall der teuflischen Bestien
TV-Sendung ~90 Min
(Rabid) Horrorfilm, Kanada 1977 Regie: David Cronenberg - Tatiana Mihailoff Musik: Ivan Reitman Kamera: René Verzier
Montréal, Kanada: Nach einem schweren Motorradunfall schwebt Rose zwischen Leben und Tod. Der angesehene Arzt Dan Keloid muss sie schnellstens operieren und wendet in der Not neue experimentelle Methoden an. Als Rose dann einige Wochen später aus dem Koma erwacht, wirkt sie unverändert. Die Hauttransplantation war so erfolgreich, dass Rose keinerlei Narben auf dem Gesicht davonträgt. Doch was noch keiner ahnt: Rose ist durch die Operation zu einem Monster geworden, das sich vom Blut anderer ernährt und diese mit ihrem Vampirismus infiziert. Bald schon weist ein Großteil ihres Umfelds dieselben grauenhaften Symptome auf. Die Symptome ähneln denen der Tollwut, mit dem Unterschied, dass sich bei dieser Seuche das Verhalten der Infizierten verändert. Sie werden gewalttätig, versuchen andere zu beißen und ihr Blut zu trinken. Mit allen Mitteln wird nach Auswegen aus der Epidemie gesucht. Als sich herausstellt, dass die Betroffenen nicht heilbar sind, wird von offizieller Seite beschlossen, sie zu erschießen und den Rest der Bevölkerung zu impfen. Rose, die sich mittlerweile ihres Zustands bewusst ist, versucht ihr Umfeld auszusparen und nur Unbekannte anzugreifen, doch die Versuchung ist zu groß: Vom Hunger getrieben, greift Rose schließlich auch ihre beste Freundin an, bei der sie untergekommen ist. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt taucht ihr Partner Hart Read auf, der sie seit dem Unfall sucht. Er will sie von der Seuche heilen, doch Rose will erst nicht glauben, dass sie diese Epidemie ausgelöst hat, und wagt schließlich ein Experiment: Sie hat einen jungen Mann gebissen und schließt sich mit ihm ein, um sicherzugehen, dass er nicht krank wird. Doch das Experiment endet im Desaster ...
03:40 Geschichte schreiben
Infosendung ~20 Min
(Faire l''histoire) Die Mumie - Totenpflege im Wandel der Zeit Staffel 2: Episode 17 Geschichtsmagazin, Frankreich 2022 Regie: Adrian Genoudet - Adrien Genoudet - Tamara Erde - Jean-Dominique Ferrucci
In der kollektiven Vorstellungswelt triggert das Stichwort ''Mumie'' in der Regel Bilder von den Ritualen des alten Ägyptens - Pyramiden, Pharaonen und so weiter. Doch der Wunsch, die Toten zu konservieren, um sie so lange wie möglich zu erhalten, zieht sich durch die gesamte Geschichte: von der Antike bis in die Gegenwart. Vor allem das Einbalsamieren schafft im 19. Jahrhundert eine neue Beziehung zwischen den Menschen und dem Thema Tod und Jenseits. So sollten die toten Körper vorzeigbar bleiben, um sie während verschiedener Zeremonien noch präsentieren zu können. Die physische Präsenz der Verstorbenen unter den Lebenden spielte damals eine große Rolle. Der tote Körper war also in der Vorstellung der Angehörigen noch sehr eng mit der verstorbenen Person verbunden. Auch für wissenschaftliche und medizinische Zwecke wurden Leichen einbalsamiert, um den Körper oder gewisse Körperteile erhalten zu können. Die Toten mussten also schön aussehen oder der verstorbenen Person zumindest ähnlich sein, was ein neues und sehr spezielles Berufsfeld ins Leben gerufen hat: den Einbalsamierer. Beim Vorgang des Einbalsamierens werden die Körperflüssigkeiten durch bestimmte Fluide ersetzt, die den Verwesungsvorgang des Körpers künstlich verlangsamen. Diese Technik wird auch heute noch angewendet. Von Tutanchamun bis zur Mumie der Gegenwart: Diese Folge ''Geschichte schreiben'' befasst sich mit dem Einbalsamieren - einem Brauch, der durch die Geschichte geht. Was hat die Lottokugel mit der Politik des mittelalterlichen Venedigs zu tun? Enthielten Reisepässe schon immer Personenbeschreibungen? Und seit wann isst man in China mit Stäbchen? Im neuen Magazin „Geschichte schreiben“ begeben sich Historikerinnen und Historiker auf Spurensuche und finden spannende Stories rund um Gegenstände, die Teil unserer Geschichte geworden sind.
16:9
04:00 28 Minuten
Infosendung ~44 Min
(28 minutes) Yascha Mounk Kulturmagazin, Frankreich 2022 Moderation: Elisabeth Quin
Yascha Mounk: Die Demokratien und der Aufstieg des Populismus Ein Jahr nach dem Sturm auf das US-Kapitol veröffentlicht der Politikwissenschaftler Yascha Mounk nun ''La grande expérience'' im französischen Verlag Éditions de l''Observatoire (die deutsche Übersetzung ''Das große Experiment'' erscheint am 1. April 2022). Obwohl er bereits seit mehreren Jahren den Aufstieg des Populismus vorhersagte, fand das Thema in der öffentlichen Debatte nicht die gleiche Resonanz wie heute. Im Jahr 2013 wurde dem freien Journalisten von der New York Times ein Artikel verweigert, weil er als zu unseriös galt. Fünf Jahre später wurde sein Buch ''Der Zerfall der Demokratie'' zum Bestseller. Darin analysiert er den Aufstieg und die Machtübernahme rechtspopulistischer und rechtsextremer Bewegungen in den westlichen Ländern. Heute wird die Diskussion anlässlich der Veröffentlichung der französischen Übersetzung von ''The Great Experiment'' fortgesetzt, in dem er seine Analyse der Tendenzen in unseren heutigen Gesellschaften, d. h. einer zunehmenden Abschottung verschiedener Gruppen in der eigenen Blase, weiterentwickelt. Wie kann die Stabilität unserer Demokratien vor diesem Hintergrund bewahrt werden? Yascha Mounk ist in unserer Sendung zu Gast. Warum kann das linke Lager keinen gemeinsamen Kandidaten und kein gemeinsames Programm aufstellen? Nach einem ereignisreichen Wochenende bei den französischen Linken mit einem Meeting von Jean-Luc Mélenchon und der Ankündigung der Kandidatur von Christiane Taubira erreicht die Urwahl-Initiative mit über 250.000 registrierten Wählern am 17. Januar 2021 einen neuen Rekord. Das sind mehr als bei den Vorwahlen der Grünen im September und beim Parteitag der Republikaner im Dezember. Obwohl sich die Wählerinnen und Wähler offenbar für die Urwahl interessieren, sieht es bei den Kandidatinnen und Kandidaten anders aus. Die Vorsitzenden der grünen Partei EELV und der France Insoumise weigern sich, an der Wahl teilzunehmen, Anne Hidalgo zog ihre Teilnahme schließlich zurück, und von denjenigen, die sich zur Teilnahme an der Urwahl bereit erklären, sind drei der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt. Diese Situation verdeutlicht zwar die Zersplitterung der Linken seit Beginn des Präsidentschaftswahlkampfs, aber reichen die Spaltungen nicht schon mehrere Jahre zurück? Warum fällt es dem linken Lager so schwer, ein gemeinsames Programm aufzustellen? Darüber diskutieren wir mit unseren Gästen. Und zum Abschluss erleben Sie die wissenschaftlichen Erklärungen von Thibaut Nolte und die humorvollen Beiträge von Xavier Mauduit und Alix Van Pée.
16:9
08:35 Stadt Land Kunst
Infosendung ~55 Min
(Invitation au voyage) Flauberts Pyrenäen / Kenia / Kanada / Schweiz Kunstmagazin, Frankreich 2022 Regie: Fabrice Michelin
Pyrenäen: Wo Gustave Flaubert seine Feder schärfte Kanada: Forelle mit Blauschimmelkäse von Gaston Schweiz: Der verschwundene Charlie Chaplin Kenia: Im Rhythmus des Benga (1): Pyrenäen: Wo Gustave Flaubert seine Feder schärfte Schroffe Gebirgslandschaften und meerumtoste Küsten - die Pyrenäen sind alles andere als leicht zugänglich. Im 19. Jahrhundert brach Gustave Flaubert aus seiner normannischen Heimat auf, um die zur damaligen Zeit noch wenig bekannte Region zu erkunden. Der 18-Jährige hatte noch nichts veröffentlicht, seine Wanderungen schenkten ihm jedoch die Gelegenheit, die Feder in einem anderen als seinem späteren Erfolgsgenre Roman zu schärfen - dem Reisebericht. (2): Kenia: Im Rhythmus des Benga Die von einer weltweit einmaligen Wildnis umgebene kenianische Hauptstadt Nairobi ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts kontinuierlich gewachsen. In den 1960er Jahren entstand in den Straßen der Metropole der Benga - ein Genre, das traditionelle kenianische Rhythmen und angelsächsische E-Gitarren-Sounds miteinander verbindet. Als Ausdruck einer vielschichtigen Identität inspirieren der Benga und seine verschiedenen Spielarten bis heute viele zeitgenössische Musiker mit ihrer schöpferischen Kraft. (3): Kanada: Forelle mit Blauschimmelkäse von Gaston Am Flussufer in Labelle lässt sich Gaston ein typisches kanadisches Mittagessen schmecken. Die Forelle, die er zubereitet, hat er selbst gefangen und ausgenommen. Auf seiner Farm füllt er sie mit Blauschimmelkäse und grillt sie auf offenem Feuer. Dazu ein Stück Brot, ein wenig Nieselregen und fertig ist die Fischermahlzeit! (4): Schweiz: Der verschwundene Charlie Chaplin Am Nordufer des Genfer Sees, an der Waadtländer Riviera, leben die Reichen und Schönen dieser Welt zurückgezogen in ihren Villen und ausgewählten Pensionaten. Auch Charlie Chaplin verbrachte hier die letzten Tage seines Lebens. Doch wenige Wochen nach seinem Tod im Dezember 1977 verschwand sein Sarg auf spektakuläre Weise ...
16:9
09:30 Geschehen, neu gesehen.
Infosendung ~55 Min
''Not bad at all!'' Ronald Reagan, 40. Präsident der USA Staffel 2: Episode 6 Geschichtsdoku, Frankreich 2020 Regie: Jean-Yves Le Naour - Cédric Condon
Als Ronald Reagan am 20. Januar 1981 als 40. Präsident der USA vereidigt wurde, steckte das Land in einer tiefen Rezession. Gleich nach seiner Ankunft im Weißen Haus war klar, dass es diesem Präsidenten an Wissen und Erfahrung mangelte. Doch die Amerikaner waren felsenfest überzeugt: Reagan würde dem Land wieder zu Stolz und Ehre verhelfen! Nachdem er das Herz der Amerikaner erobert hatte, leitete Reagan eine weitreichende Wirtschaftsreform ein, um dem Land wieder zum Aufschwung zu verhelfen. Es war eine radikale Abkehr von der Vergangenheit. Der Staat zog sich aus seiner sozialen Verantwortung zurück, die Ungleichheiten nahmen zu, die Staatsverschuldung war horrend. Reagan sah sich gezwungen, die größte Steuererhöhung in der Geschichte der USA vorzunehmen. Doch das schadete ihm nicht, ganz im Gegenteil: Reagan war ein Pragmatiker und schreckte vor offenen Widersprüchen nicht zurück. Geschickt surfte er auf der Welle des nun einsetzenden Wirtschaftswachstums, obwohl dies nicht sein Verdienst war, und holte sich mit klarer Mehrheit eine zweite Amtszeit. Getreu seinem Cowboy-Image hatte er nun freie Bahn, um sich seinen Erzfeind vorzuknöpfen: den Kommunismus! Verdutzt erfuhren die Amerikaner, dass Reagan einen ''Krieg der Sterne'' plante. Die Militarisierung des Weltalls versetzte die UdSSR in Panik und trieb sie in ein ruinöses technologisches Wettrüsten. Er beendete 40 Jahre Kalten Krieg und polierte damit sein Image auf. Gorbatschow, an der Spitze einer ausgebluteten und zerfallenden Sowjetunion, war zu allen Zugeständnissen bereit. 1989 schied Reagan aus dem Amt - und war beliebter denn je, obwohl die Bilanz seiner Regierung eher durchwachsen war.
16:9



Programm - Nachmittag

 
12:15 Re: Boden gut, alles gut
Infosendung ~35 Min
(Re:) Mit lebendiger Erde das Klima retten Reportagemagazin, Deutschland 2021
So auch der österreichische Landwirt Josef Nagl. Ein Unfall, der ihn fast das Leben kostete, brachte ihn zum Nachdenken: Will er seinen Kindern ausgelaugte tote Äcker hinterlassen, die nur mit Industriedüngern und Pestiziden reiches Wachstum hervorbringen? Radikal stellte er seinen Familienbetrieb um. Pflug und Chemie, die beide das Bodenleben zerstören, sind heute Tabu. Stattdessen arbeitet er mit einer vielfältigen Fruchtfolge, einer ständigen Begrünung des Ackers und vor allem mit einer anderen Haltung zu natürlichen Kreisläufen. Josef Nagl hat sich der Ökoregion Kaindorf angeschlossen: einer wachsenden Bewegung von Landwirten, die Boden als lebendigen Organismus respektieren und so anbauen, dass Humus im Boden nicht verschwindet, sondern ständig neu entsteht. Die Umstellung ist auch ein finanzieller Gewinn: Für den Aufbau von Humus und damit für die Speicherung von CO2 werden sie mit einer Prämie belohnt. Auf dem Boden, auf dem Erika Kothe steht, ist Landwirtschaft für Jahrhunderte undenkbar. Zu DDR-Zeiten wurde hier Uran gefördert. Übrig geblieben ist eine Mondlandschaft, hoch kontaminiert mit Säuren und Schwermetallen. Wie lässt sich so ein Boden heilen? ''Mit Wurzeln, Bakterien und Mykorrhiza-Pilzen'', sagt Mikrobiologin Erika Kothe von der Uni Jena, die hier gemeinsam mit dem Geologen Thorsten Schäfer forscht. Sie bauen schnell wachsende Pflanzen an und impfen den Boden mit Bakterienkulturen und Pilzen. Diese sorgen dafür, dass sich die Schwermetalle binden und machen sie so unschädlich. Die Technik könnte weltweit für die Renaturierung riesiger Bergbaufolgelandschaften eingesetzt werden.
16:9
13:00 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Drummond de Andrades Rio / Maginot-Linie / Cincinnati Kunstmagazin, Frankreich 2021 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Maginot-Linie: Betonkoloss auf tönernen Füßen Drummond de Andrade, der Dichter von Rio Italien: Antonellas marinierte Sardinen Cincinnati: Auf dem Weg in die Freiheit (1): Drummond de Andrade, der Dichter von Rio In Rio de Janeiro zählt nur der Augenblick: das Rauschen der Wellen, die sanft die Haut streicheln, und das Strahlen der Sonne am blauen Himmel über der Copacabana. Diese Vergänglichkeit versuchte der Dichter Carlos Drummond de Andrade einzufangen, als er in den 1930er Jahren in die brasilianische Metropole kam. Der Modernist träumte von einem neuen Brasilien, obwohl das Land erst vor kurzem Republik geworden war. (2): Maginot-Linie: Betonkoloss auf tönernen Füßen In den Wäldern Ostfrankreichs wachen seit fast einem Jahrhundert zwischen Bäumen und Sträuchern Türme und Bunker über Frankreich. Sie gehören zu der gigantischen Verteidigungslinie, die in den 1930er Jahren von der Nordsee bis zum Mittelmeer errichtet wurde: die Maginot-Linie. Sie galt als unbezwingbar und wurde doch zum Symbol für die französische Niederlage von 1940. (3): Italien: Antonellas marinierte Sardinen In Venedig bereitet Antonella eine uralte Fischerspeise zu: marinierte Sardinen. Dafür werden die Fische gebraten und abwechselnd mit in Essig gegarten Zwiebeln, Rosinen und Pinienkernen in einen tiefen Teller geschichtet. Die Köstlichkeit hält sich mehrere Tage - ideal als Mahlzeit auf hoher See. (4): Cincinnati: Auf dem Weg in die Freiheit Cincinnati am Ufer des Ohio besitzt eine markante Skyline wie New York und auch die Roebling Bridge, die sich über den Fluss spannt, steht der Brooklyn Bridge in nichts nach. Vor dem Sezessionskrieg, als die Frage der Sklaverei Nord- und Südstaaten entzweite, brachte hier ein Zug viele Menschen in die Freiheit ...
16:9
16:05 Begegnung mit den Meeresvölkern
Infosendung ~20 Min
(À la rencontre des peuples des mers) Tansania: Die Wapemba - Meer Freiheit Staffel 1: Episode 13 Dokumentation, Frankreich 2017 Regie: Pierre-François Didek - Ludovic Fossard - Matthieu Buirette
Der Sansibar-Archipel liegt im Indischen Ozean vor der Küste von Tansania. Dieser Schmelztiegel afrikanischer, arabischer und indischer Kulturen ist eine bedeutende Wiege der Suaheli-Kultur. Auf der Insel Pemba, der ''grünen Insel'', leben die Wapemba. In dieser Bevölkerungsgruppe muslimischen Glaubens beschränkt sich der traditionelle Platz der Frauen auf Haus und Gewürzgarten. Doch aufgrund der schrumpfenden Fischbestände mussten sich die Wapemba neue Lebensgrundlagen erschließen, und die Frauen wandten sich genau wie ihre Männer dem Meer zu, um Seetang zum Verkauf anzubauen - eine Form der Emanzipation, indem sie zum Unterhalt der Familie beitragen. Die Küstengewässer von Pemba sind heute mit Unterwasserfeldern durchzogen, die an die Ruinen einer versunkenen Zivilisation erinnern. Ali ist trotz seiner 32 Jahre der angesehenste Fischer in seinem Dorf. Unweit der Küste begeht er zwischen den Korallenriffen minutenlange Tauchgänge auf der Suche nach einer ganz besonderen Delikatesse: Tintenfisch. Jeden Tag taucht und fischt er vor der Küste, um seine 15-köpfige Familie zu ernähren. Damit das Überleben der Gemeinschaft gesichert ist, musste sich Ali seinen Prinzipien zum Trotz damit abfinden, dass seine Frau und seine Mutter arbeiten. Doch für die Frauen ist das Meer nicht nur ein Mittel, den Lebensunterhalt zu verdienen: Es gibt ihnen die Möglichkeit, ihren Wunsch nach Freiheit auszuleben. Marc Thiercelin, Segler mit Leib und Seele, ist kein Ozean der Welt fremd. Für die Reihe „Begegnung mit den Meeresvölkern“ macht er sich auf den Weg zu 20 Völkern, die an Land wie auf dem Wasser gleichermaßen zu Hause sind. Marc Thiercelin teilt den Alltag mit Menschen, die wie er das Meer als ihren natürlichen Lebensraum begreifen. (Text: arte)
17:50 Könige des Himmels - Seeadler
Infosendung ~45 Min
(Seeadler - der Vogel Phönix) Dokumentation, Deutschland 2014 Regie: Jan Haft
''Könige des Himmels - Seeadler'' präsentiert die verschiedenen Lebensräume, in denen der Seeadler in Europa heimisch ist. Die Dokumentation zeigt spektakuläre Bilder, etwa von den norwegischen Lofoten, wo die Adler mit den Orcas und Buckelwalen ziehen und von deren Jagderfolg profitieren. Oder aus den Mooren Finnlands, wo die Seeadler die Nähe zu Wolf und Bär suchen, denn auch hier profitieren sie von dem Jagdglück anderer. Bei uns in Deutschland leben die meisten Seeadler im gewässerreichen Nordosten der Republik. Der Film begleitet die Adler, die auf einer von Hunderten Kormoranen besiedelten Insel unterwegs sind, um dort die ''Babynahrung'' der Kormoran-Küken zu fressen. Auch hier zieht der Adler wieder einmal Profit aus dem Erfolg der Mitgeschöpfe in seinem Lebensraum. Dank engagierter Naturschützer, Förster und Jäger haben in unseren Wäldern noch nie so viele Seeadler gebrütet wie heute, und die Zeiten, in denen Adler als Schädlinge betrachtet wurden, sind endgültig vorbei. Andere Bedrohungen, wie die bleihaltige Jagdmunition, sind überschaubar. Nur eines fehlt dem Seeadler: eine Wildnis, in der sich auch die großen Tiere entfalten können, in der Herden von Huftieren und Räuber wie Wolf und Bär wieder heimisch sind. Dann kann der ''Vogel Phönix'' die Großtiere begleiten und darauf warten, dass etwas für ihn abfällt, und er ist nicht mehr so sehr auf den Menschen angewiesen. Die Rückkehr des Seeadlers ist ein Vorzeigeprojekt des Artenschutzes, doch weiterhin muss die Unberührtheit seiner Lebensräume bewahrt werden.
16:9



Programm - Abend

 
18:35 Yukons Grizzlys
Infosendung ~45 Min
(Yukon''s Wild Grizzlies) Dokumentation, Kanada 2021 Regie: Phil Timpany - Chris Aikenhead
Im Schatten eines mächtigen Berges beginnt die Geschichte einer jungen Grizzlybärin - Sophie. In einer unbarmherzigen Wildnis kämpft sie darum, ihren Platz zu finden. Für Sophie ist die Nahrungsbeschaffung in diesem Jahr besonders wichtig. Die junge Bärin hat zum ersten Mal Nachwuchs. Doch gerade jetzt, da sie so sehr auf Nahrung angewiesen ist, bleiben die Lachse aus. Das Leben der Bärenfamilie steht auf dem Spiel. Wenn sie jetzt nicht genug fressen, werden Sophie und die Jungen den Winter nicht überleben. Erst mit mehreren Wochen Verspätung erreicht die Wanderung der Lachse ihr Ziel. Jedes Jahr begeben sich Zehntausende Ketalachse auf die mehr als 2.500 Kilometer lange Reise vom Beringmeer bis zu den Flüssen des Yukon, um dort zu laichen. Nun braucht Sophie all ihre Erfahrung und ihr Geschick, um die verlorene Zeit aufzuholen. Doch sie muss nicht nur die flinken Fische erbeuten, sondern auch den kräftigen Männchen aus dem Weg gehen, die ihren Jungen gefährlich werden könnten. Sie muss ihre Jungen immer im Auge behalten, denn sie sind dauerhaft in Lebensgefahr. Es braucht Mut und Ausdauer, sich bei der Lachsjagd gegen die stärkeren Bärenmännchen durchzusetzen. Von der Nahrung, die sie jetzt zu sich nimmt, muss sie ihren ganzen Winterschlaf über zehren. Aber nicht nur sie selbst, sondern auch ihre zwei Jungbären. Eine große Aufgabe für die junge Grizzlybärin. Wird Sophie es schaffen, sich zu behaupten und ausreichend zu fressen, bevor der lange eisige Winter einbricht?
16:9HDTV