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arte Programm 22.12.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft 22.12. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:00 Alles Liebe! Diana Damrau singt Liebeslieder von Richard Strauss
Infosendung ~55 Min
Musikfest Bremen 2021 Konzert, Deutschland 2021 Regie: Marc Schütrumpf Musik: Richard Strauss
Diana Damrau und Richard Strauss - die Liebe der gefeierten Sopranistin zu dem Komponisten begann schon während ihres Studiums und begleitet sie seit Jahren durch ihre internationale Karriere. Die bei Strauss geradezu magische Verbindung zwischen Musik, Gesang und Sprache ist für die Sängerin immer wieder eine besondere Erfahrung. An der konnten Musikfest-Besucherinnen und -besucher bereits 2019 teilhaben, als Diana Damrau nach einem Liederabend mit dem Harfenisten Xavier de Maistre zwei Strauss-Lieder als umjubelte Zugaben gab. Nun kommt die sympathische Künstlerin zurück in ''Die Glocke'', um eine Auswahl von Strauss-Orchesterliedern zu präsentieren. Begleitet wird sie von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Jérémie Rhorer, die im Anschluss Tschaikowskis Sinfonie Nr. 3 D-Dur spielt. Die Verbindung von Diana Damrau zu Jérémie Rhorer, dem Musikfest-Preisträger von 2017, ist ebenfalls eine langjährige. Für ihr Debüt-Album ''Arie di Bravura'' fiel die Wahl für das begleitende Orchester im Jahr 2007 auf die erst kurz zuvor erfolgte Neugründung Le Cercle de l''Harmonie des französischen Dirigenten. Da die Zusammenarbeit höchst erfolgreich war, wurde sie ein Jahr später für das zweite Album ''Mozart Donna'' fortgesetzt. Das Publikum darf gespannt sein, wie die beiden mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen die von üppiger Romantik und gleichzeitig berührender Innigkeit geprägten Lieder von Strauss wie ''Das Rosenband'', ''Ständchen'' oder ''Wiegenlied'' zum Aufblühen bringen werden.
Untertitel16:9
01:50 Soy Nero
Spielfilm ~109 Min
Drama, Deutschland, Frankreich, , USA 2016 Regie: Rafi Pitts Autor: Razvan Radulescu Musik: Rhys Chatham Kamera: Christos Karamanis
Nero, 17 Jahre alt, wird in einer Steinwüste, durch die die mexikanisch-kalifornische Grenze verläuft, beim illegalen Übertritt geschnappt. Dass er trotz mexikanischer Wurzeln in Los Angeles aufgewachsen ist und mit der Familie abgeschoben wurde, spielt für die Border Patrol keine Rolle. Beim nächsten Versuch (am Silvesterabend) klappt der Sprung über die Grenzmauer. Nero schlägt sich zu seinem Bruder Jesus nach L.A. durch, der scheinbar den amerikanischen Traum in einer Villa in den Hollywood Hills lebt. Doch als die Traumblase platzt und Nero erkennt, dass Jesus lediglich der Hausmeister des Anwesens ist, besinnt er sich auf seinen ursprünglichen Plan: Er heuert als ''Greencard Soldier'' - Soldaten, denen am Ende ihrer Dienstzeit eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in den USA in Aussicht gestellt wird - bei den amerikanischen Streitkräften an. Nun steht er mit anderen US-Soldaten seines Alters an einem Checkposten in einem Niemandsland des Mittleren Ostens. Schwer bewaffnet kontrollieren sie die wenigen Autos, die sich in die Wüstenlandschaft verirren. Bis ein kriegerischer Überfall Nero einmal mehr zwingt, in die Wüste zu flüchten. In ''Soy Nero'' thematisierte Rafi Pitts, kurz bevor Donald Trump nicht zuletzt durch seine Mauerbau-Pläne an die Macht kam, das Schicksal der ''Dreamer'' - der jugendlichen illegalen (zumeist mexikanischen) Immigranten, die auf ein Bleibe- und Arbeitsrecht in den USA hoffen und in die US-Armee eintreten, um ihre Chancen darauf zu verbessern. Erschreckend viele dieser ''Greencard Soldiers'' erhielten ihre Greencard posthum.
Untertitel16:9HDTV
08:35 Stadt Land Kunst
Infosendung ~50 Min
(Invitation au voyage) Saul Leiter und New York / Panama / Schweiz / Paris Kunstmagazin, Frankreich 2020 Regie: Fabrice Michelin
Sylvianes fluffiges Gebäck aus der Schweiz Paris: Goldrausch in der Passage Jouffroy Panama: Der wiederentdeckte Camino Real Saul Leiter: Buntes New York (1): Saul Leiter: Buntes New York Egal wohin man blickt: In New York gibt es immer etwas, was das Auge fasziniert. Im East Village der 1950er Jahre lernte der Fotograf Saul Leiter, Momente flüchtiger Schönheit mit der Kamera einzufangen, sei es in den Unregelmäßigkeiten des Betons oder in den Spiegelungen eines Schaufensters. Bewaffnet mit Fotoapparat und abgelaufenen Filmrollen spielte er mit Farben und Bildausschnitten, um aus Alltagsszenen meisterhafte Stillleben zu zaubern. (2): Panama: Der wiederentdeckte Camino Real Lange vor dem Bau des Panamakanals zog sich eine wichtige Handelsstraße vom Atlantischen zum Pazifischen Ozean quer durch das Land. Der ''Camino Real'' ermöglichte es den spanischen Kolonialherren, die Eroberung Südamerikas zu beschleunigen und den Transport wichtiger Rohstoffe und Edelmetalle sicherzustellen. Im Laufe der Zeit wurde die Route von Pflanzen und Bäumen überwuchert, in den 2000er Jahren jedoch wiederentdeckt. Heute zieht sie Touristen von nah und fern in die Region, die davon deutlich profitiert. (3): Sylvianes fluffiges Gebäck aus der Schweiz In dem Schweizer Dörfchen Goumoëns feiert man alle zwei Jahre ein Fest rund um den Taillé de Goumoëns, ein ausgesprochen gehaltvolles Gebäck. Auf ihrem Bauernhof verrät Sylviane das Geheimnis des fluffigen Teigs mit dem auf der Zunge zergehenden Guss. (4): Paris: Goldrausch in der Passage Jouffroy Etwas abseits der Pariser Grands Boulevards bietet die Passage Jouffroy seit über 200 Jahren einen geschützten Ort, wo es sich trefflich flanieren lässt. Als Frankreich in den 1850er Jahren eine Wirtschaftskrise erlebte, weckte ein Goldbarren dort viele Begehrlichkeiten ...
16:9
11:45 Leben mit Vulkanen
Infosendung ~30 Min
(Des volcans et des hommes) Island: Das Königreich des Feuers Staffel 1: Episode 14 Naturdoku, Frankreich 2018 Regie: David Perrier
Island ist unbestritten das Reich der Feuerberge: Die größte Vulkaninsel der Welt produziert fast ein Drittel der jährlich weltweit ausgespuckten Lavamenge. Diese Region ist wie ein Spielball zweier tektonischer Platten, die sich pro Jahr zwei Zentimeter voneinander entfernen: Island wird buchstäblich hin- und hergerissen. Das führt dazu, dass die Isländer alle vier Jahre mit einer größeren Eruption rechnen müssen, wie 2010: Der Eyjafjallajökull machte in ganz Europa Schlagzeilen, denn seine riesige Aschewolke hielt den Westteil des Kontinents mehrere Wochen lang in Atem - eine undurchdringliche Aschewand, die sich vom Süden der Insel bis nach Marokko erstreckte. Doch vor allem litten die Menschen vor Ort: Arnaud trifft Ólafur Eggertsson in seinem kleinen Landwirtschaftsbetrieb am Fuße des Glutriesen. Der Landwirt hat schwere Zeiten hinter sich: Eine dicke Ascheschicht hüllte bei dem Ausbruch sein Landgut ein, so dass seine Lebensexistenz beinahe vernichtet wurde. Doch nicht nur die Asche stellt eine Bedrohung dar: Viele isländische Vulkane sind von Gletschern gekrönt; bei einer Eruption würde das Eis schlagartig schmelzen und das Wasser auf seinem Weg ins Tal alles mit sich reißen. Mit Steigeisen ausgerüstet erklimmt Arnaud den Katla, der unter genauer Beobachtung steht, denn es gibt Anzeichen dafür, dass er bald aus seinem hundertjährigen Schlaf erwachen könnte. Doch trotz aller Risiken werden die Vulkane von den Isländern leidenschaftlich geliebt. Die Feuerberge verleihen dieser Insel ihren einzigartigen Charakter. Ihre schwarze Asche kann zu grünen Wiesen werden - bis der nächste Ausbruch wieder die ganze Welt erzittern lässt.
16:9



Programm - Nachmittag

 
12:15 Re: Faire Wolle
Infosendung ~35 Min
(Re:) Neue Wege in der Textilindustrie Reportagemagazin, Deutschland 2021
Schafswolle kommt meist vom anderen Ende der Welt: aus Neuseeland oder Australien. Das ist nicht gut fürs Klima. Hinzu kommen oft schlechte Haltungsbedingungen. Dabei gibt es gute Alternativen. Die naheliegendste: Wolle von heimischen Schafen. Sie landet wegen der schlechten Infrastruktur und hoher Produktionskosten in Deutschland allerdings meist auf dem Müll. Während Wolle aus regionaler Produktion wiederentdeckt wird, gehen erfinderische Köpfe an ganz neue Fasern. Warum nicht Strickmode aus Hundehaaren herstellen? Das dachte sich Modedesignerin Ann Cathrin Schönrock und gründete zusammen mit Textilingenieurin Franziska Uhl die Marke Chiengora. ''Das ist ja das Verrückte eigentlich, dass wir dieses super hochwertige Material vor der Haustür haben und wegwerfen,'' findet Uhl. Die beiden jungen Unternehmerinnen aus Berlin lassen Hundehaare zu hochwertigem Garn verarbeiten. Auch in den Labors der Hochschulen arbeiten Forschende an den Fasern von morgen. Gemeinsam mit ihren Studierenden tüftelt Maike Rabe, die Leiterin des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung an der Hochschule Niederrhein, an Pflanzenresten, die sich zur nachhaltigen Produktion von Textilien eignen. Gerade testen sie, wie sich aus Ananasblättern flauschige Garne herstellen lassen. Einen anderen Weg geht das kleine Label ''Raincloud & Sage'' aus Marburg. Gründerin Ruth Werwai und ihr Geschäftspartner Marten Wellbrock wollen die Wolle der sechs Millionen heimischen Schafe wieder marktfähig machen.
16:9
13:00 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Saul Leiter und New York / Panama / Schweiz / Paris Kunstmagazin, Frankreich 2020 Regie: Fabrice Michelin
Sylvianes fluffiges Gebäck aus der Schweiz Paris: Goldrausch in der Passage Jouffroy Panama: Der wiederentdeckte Camino Real Saul Leiter: Buntes New York (1): Saul Leiter: Buntes New York Egal wohin man blickt: In New York gibt es immer etwas, was das Auge fasziniert. Im East Village der 1950er Jahre lernte der Fotograf Saul Leiter, Momente flüchtiger Schönheit mit der Kamera einzufangen, sei es in den Unregelmäßigkeiten des Betons oder in den Spiegelungen eines Schaufensters. Bewaffnet mit Fotoapparat und abgelaufenen Filmrollen spielte er mit Farben und Bildausschnitten, um aus Alltagsszenen meisterhafte Stillleben zu zaubern. (2): Panama: Der wiederentdeckte Camino Real Lange vor dem Bau des Panamakanals zog sich eine wichtige Handelsstraße vom Atlantischen zum Pazifischen Ozean quer durch das Land. Der ''Camino Real'' ermöglichte es den spanischen Kolonialherren, die Eroberung Südamerikas zu beschleunigen und den Transport wichtiger Rohstoffe und Edelmetalle sicherzustellen. Im Laufe der Zeit wurde die Route von Pflanzen und Bäumen überwuchert, in den 2000er Jahren jedoch wiederentdeckt. Heute zieht sie Touristen von nah und fern in die Region, die davon deutlich profitiert. (3): Sylvianes fluffiges Gebäck aus der Schweiz In dem Schweizer Dörfchen Goumoëns feiert man alle zwei Jahre ein Fest rund um den Taillé de Goumoëns, ein ausgesprochen gehaltvolles Gebäck. Auf ihrem Bauernhof verrät Sylviane das Geheimnis des fluffigen Teigs mit dem auf der Zunge zergehenden Guss. (4): Paris: Goldrausch in der Passage Jouffroy Etwas abseits der Pariser Grands Boulevards bietet die Passage Jouffroy seit über 200 Jahren einen geschützten Ort, wo es sich trefflich flanieren lässt. Als Frankreich in den 1850er Jahren eine Wirtschaftskrise erlebte, weckte ein Goldbarren dort viele Begehrlichkeiten ...
16:9
14:15 Der unsichtbare Dritte
Spielfilm ~160 Min
(North by Northwest) Thriller, USA 1959 Regie: Alfred Hitchcock Autor: Ernest Lehman Sound: Franklin Milton Musik: Bernard Herrmann Kamera: Robert Burks
Der New Yorker Werbefachmann Roger Thornhill wird mit dem US-Spion George Kaplan verwechselt und im Auftrag des feindlichen Agenten Philipp Vandamm entführt. Als der ahnungslose Thornhill sich weigert, etwas zu gestehen, wird er mit Alkohol vollgepumpt, danach verunglückt er auf einer abschüssigen Straße im Auto. Thornhill wird aber von der Polizei gestoppt, allerdings glaubt ihm niemand die abenteuerliche Story. Alle Spuren wurden verwischt, und sogar seine Mutter hält ihn für einen Spinner, während die Killer ihn weiter verfolgen. Thornhill hofft, dass der Diplomat Lester Townsend Licht in die mysteriöse Affäre bringen kann, doch in diesem Moment wird Townsend vor seinen Augen ermordet. Thornhill wird jetzt als Mörder gejagt und kann gerade noch in einem Zug untertauchen. Dort begegnet er der ebenso verführerischen wie geheimnisvollen Eva Kendall. Scheinbar selbstlos schüttelt sie seine Verfolger ab, doch das von ihr vermittelte Treffen mit Kaplan führt Thornhill in einen Hinterhalt. Nur knapp kann er dem Anschlag entkommen. Er entdeckt, dass Eva die Geliebte seines Widersachers Vandamm ist. Bevor Thornhill von dessen Killern erneut ins Visier genommen werden kann, erfährt er von einem CIA-Mann, dass Kaplan gar nicht existiert und nur ein Phantom des US-Geheimdienstes ist. Thornhill sollte nur als Lockvogel vom CIA-Agenten in Vandamms Nähe ablenken. Die nächste Enthüllung bringt ihn aber dazu, Kaplans Rolle weiterzuspielen. Der New Yorker Werbefachmann Roger Thornhill wird mit dem Spion George Kaplan verwechselt und soll ermordet werden. Niemand glaubt ihm jedoch seine abenteuerliche Geschichte, und bald wird er selbst als Mörder gejagt. Ahnungslos dient er dem CIA als Lockvogel: Die mysteriöse Eva Kendall hilft ihm, doch auch sie spielt ein doppeltes Spiel. Alfred Hitchcock gelang mit diesem spektakulär inszenierten Klassiker eine raffinierte Mischung aus Thriller, Abenteuerfilm und Kriminalkomödie, hinreißend besetzt mit Cary Grant, der neben James Stewart der wichtigste Hitchcock-Darsteller war.
Untertitel16:9HDTV



Programm - Abend

 
19:40 Re: Giftige Jeans
Infosendung ~35 Min
(Re:) Die dunkle Seite der türkischen Textilindustrie Reportagemagazin, Deutschland 2021
Bego Demir kennt die Schattenseiten der türkischen Textilindustrie wie kaum ein anderer. Als 15-Jähriger kam er auf der Suche nach Arbeit aus einem Dorf im Südosten der Türkei allein in die Metropole Istanbul. In einer Textilfabrik bleichte er Jeans mit der berüchtigten Sandstrahlmethode. Mit fatalen Folgen: Er erkrankte schwer, verlor die Hälfte seiner Lunge. Viele seiner Kollegen starben sogar. Heute ist die Sandstrahlmethode in der Türkei und anderswo verboten. Auch dank des Engagements von Bego Demir. Am Ziel ist er aber noch lange nicht. Die meisten Firmen färben Jeans mittlerweile mit giftigen Chemikalien. Schutzmaßnahmen sind selten. Bego warnt, dass die Chemikalien nicht nur die Gesundheit der Arbeiter, sondern auch die Umwelt bedrohen. Die Türkei gehört zu den größten Textil-Exporteuren weltweit. Die Kleidung entsteht in hochmodernen, scheinbar vorbildlichen Fabriken. Die Realität dahinter sieht aber anders aus. Viele Textilarbeiterinnen und -arbeiter arbeiten in Kellerwerkstätten schwarz, 12 Stunden am Tag und sind dabei den gefährlichen Chemikalien schutzlos ausgeliefert. Viele Modemarken ignorieren diese Zustände. Obwohl sie eigentlich durch neue Lieferkettengesetze zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Bego will beweisen, dass nachhaltige Textilproduktion in der Türkei möglich ist - und hat dafür jetzt seine eigene Jeansmarke gegründet.
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