arte Programm 20.07.

   
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Was läuft 20.07. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:15 Die Stunde der Offiziere
Spielfilm ~90 Min
Dokudrama, Deutschland 2004 Regie: Hans Erich Viet Autor: Hans-Christoph Blumenberg Musik: Detlef Petersen Kamera: Konrad Kotowsky - Konrad Kotowski
Die Stunde der Offiziere
Die Verschwörung des 20. Juli und ihr fast zwangsläufiges Scheitern eignen sich für einen spannenden Politthriller wie kaum ein anderes geschichtliches Ereignis. Dennoch beschränkt sich das Dokudrama nicht auf den dramatischen, unmittelbaren Handlungsverlauf und seine tragischen Helden. Erst die Vorgeschichte des Anschlags, die Psychogramme der Verschwörer und nicht zuletzt das entwürdigende Schauspiel, das ihr Henker Freisler inszenierte, erschließen die Bedeutung des Attentats vom 20. Juli 1944. Heute wissen wir: Es führten viele Wege zum 20. Juli 1944. Allen Mitverschwörern gemein war die Überzeugung, dass der NS-Staat ein verbrecherischer Staat war. Gewerkschafter, Pfarrer, ehemalige Politiker von links wie rechts, Militärs, waren sich darin einig, dass Deutschland auf eine Katastrophe zusteuere, wenn Hitler nicht beseitigt würde. Viele der Verschwörer des 20. Juli waren selbst einst glühende Nationalsozialisten gewesen, angesichts der Verbrechen des Regimes wandten sie sich jedoch von Hitler ab. Der Kopf der Verschwörung, Claus Graf Schenk von Stauffenberg, verkörpert diesen Widerspruch in seiner Person. Bis heute scheiden sich die Geister an der Frage, ob der Anschlag das Regime tatsächlich gestoppt hätte. Einer der entscheidenden Faktoren für ein erfolgreiches Attentat - das steht fest - war der Zeitfaktor. Tage zuvor waren die Köpfe des ''Kreisauer Kreises'' verhaftet worden. Für den Anschlag auf Hitler blieb nur ein kleines Zeitfenster, eine winzige Chance. Stauffenberg ergriff sie, auch wenn die Pläne nicht ausgereift waren. Doch Henning von Tresckow erklärte: ''Wir müssen es tun, auch wenn es nicht glückt, und wenn wir alle drauf gehen, denn es darf später nicht heißen, es ist niemand gegen dieses Unrecht aufgestanden.''
16:9
09:40 Die Stunde der Offiziere
Spielfilm ~90 Min
Dokudrama, Deutschland 2004 Regie: Hans Erich Viet Autor: Hans-Christoph Blumenberg Musik: Detlef Petersen Kamera: Konrad Kotowsky - Konrad Kotowski
Die Stunde der Offiziere
Die Verschwörung des 20. Juli und ihr fast zwangsläufiges Scheitern eignen sich für einen spannenden Politthriller wie kaum ein anderes geschichtliches Ereignis. Dennoch beschränkt sich das Dokudrama nicht auf den dramatischen, unmittelbaren Handlungsverlauf und seine tragischen Helden. Erst die Vorgeschichte des Anschlags, die Psychogramme der Verschwörer und nicht zuletzt das entwürdigende Schauspiel, das ihr Henker Freisler inszenierte, erschließen die Bedeutung des Attentats vom 20. Juli 1944. Heute wissen wir: Es führten viele Wege zum 20. Juli 1944. Allen Mitverschwörern gemein war die Überzeugung, dass der NS-Staat ein verbrecherischer Staat war. Gewerkschafter, Pfarrer, ehemalige Politiker von links wie rechts, Militärs, waren sich darin einig, dass Deutschland auf eine Katastrophe zusteuere, wenn Hitler nicht beseitigt würde. Viele der Verschwörer des 20. Juli waren selbst einst glühende Nationalsozialisten gewesen, angesichts der Verbrechen des Regimes wandten sie sich jedoch von Hitler ab. Der Kopf der Verschwörung, Claus Graf Schenk von Stauffenberg, verkörpert diesen Widerspruch in seiner Person. Bis heute scheiden sich die Geister an der Frage, ob der Anschlag das Regime tatsächlich gestoppt hätte. Einer der entscheidenden Faktoren für ein erfolgreiches Attentat - das steht fest - war der Zeitfaktor. Tage zuvor waren die Köpfe des ''Kreisauer Kreises'' verhaftet worden. Für den Anschlag auf Hitler blieb nur ein kleines Zeitfenster, eine winzige Chance. Stauffenberg ergriff sie, auch wenn die Pläne nicht ausgereift waren. Doch Henning von Tresckow erklärte: ''Wir müssen es tun, auch wenn es nicht glückt, und wenn wir alle drauf gehen, denn es darf später nicht heißen, es ist niemand gegen dieses Unrecht aufgestanden.''
16:9



Programm - Nachmittag

 
17:50 Tierisch alt!
Infosendung ~45 Min
(L''âge d''or des animaux) Am Ende Staffel 1: Episode 5 Tierreihe, Kanada, Frankreich 2017 Regie: Ari A. Cohen - Ari Cohen
Tierisch alt!
Kräftig, voller Energie und paarungsbereit schwimmt der Ketalachs Richtung Heimatfluss. Hier hört er auf zu fressen und beginnt rapide zu altern. Der Körper wird rot, der Kiefer verformt sich, innerhalb von zwei bis drei Wochen wird das Tier zum sterbenskranken Greis. Gipfel der Ironie: Der Tod ereilt ihn durch Ertrinken. Davor aber hat er sich noch fortgepflanzt. Der Elch wird trotz seiner imposanten Größe und Kraft selbst zur Beute: von Jägern oder, wenn er verletzt davonkommt, von Wölfen. Seine schlimmsten Feinde sind jedoch Kälte und Schnee. Wenn sich der Elch keinen ausreichenden Fettvorrat angefressen hat, überlebt er den Winter nicht. Sein Tod ist natürlich nicht umsonst: In der Natur geht nichts verloren, alles wandelt sich. Der Nacktmull ist eine einmalige Spezies. Er lebt unter der Erde wie ein Maulwurf, hat nackte Haut und bildet als einziges Säugetier Kolonien wie Bienen oder Ameisen. Noch bemerkenswerter ist, dass er gegen Krebs immun zu sein scheint. Die Forscher glauben, den Grund herausgefunden zu haben. Seit dem Ende der letzten Eiszeit, das heißt seit 10.000 Jahren, schwimmt der Weißwal im Sankt-Lorenz-Strom. Doch er ist gefährdet: Sein Bestand sank von 10.000 Exemplaren zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf tausend Tiere. Seit einiger Zeit sterben Jungwale aus ungeklärten Gründen, vermutet werden Wasserverschmutzung, zunehmender Schiffsverkehr und der Klimawandel. Die Population des kanadischen Flusses könnte für immer verschwinden. Die Krähe gilt als Vorbote des Todes, möglicherweise wegen ihres schwarzen Federkleids und ihres schaurigen Krächzens. Es gäbe aber auch einen anderen Grund: Die Krähe gehört zum kleinen Kreis der Tiere, die den Tod eines Artgenossen erkennen. Biologin Kaeli Swift führt dieses Verhalten vor. Immer wieder werden Elefanten neben den sterblichen Überresten eines anderen Elefanten beobachtet. Aufmerksam und vorsichtig werden diese Überreste betastet. Gehörte das tote Tier der eigenen Familie an, fällt die Reaktion noch deutlicher aus: Die Elefanten halten an und scheinen sich gegenseitig zu trösten. Die Amerikanische Zitterpappel kann sich durch Klonen fortpflanzen: Aus den Wurzeln bildet der Baum genetisch identische neue Pappeln. In Utah befindet sich die Klon-Kolonie Pando, ein 43 Hektar großer und mehrere Tausend Jahre alter Wald. Doch es gibt keine jungen Triebe mehr. Die Pflanzenart, die so viele Jahrhunderte überdauert hat, könnte also für immer verschwinden.
16:9HDTV



arte Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
19:40 Märkte
Infosendung ~35 Min
(Food markets) Der Zentralmarkt Staffel 2: Episode 4 Auslandsdoku, Deutschland, Italien, , Spanien, Österreich 2015 Regie: Stefano Tealdi - Uldis Cekulis Kamera: Janis Senbergs
Märkte
Lettland ist zwar ein kleines Land, doch der Centraltirgus in Riga ist einer der größten Lebensmittelmärkte Europas. Der Markt, dessen Hallen sich an die für ihre Jugendstil-Architektur berühmte Altstadt anschließen, überrascht seine Besucher mit Spezialitäten aus den ausgedehnten Wäldern des Landes, seinen Birkenhainen, Flachlandgebieten und zahlreichen Flüssen. Die Art des Brotbackens, des Angelns und auch des Melkens der Birken im Frühjahr beruht auf alten Traditionen und konnte sich gegen die auf dem sowjetischen Modell basierende kollektive Landwirtschaft und Tierzucht behaupten. Heute werden das Beste dieser Traditionen und das Wissen über die Lebensmittelherstellung gepflegt und in der lettischen Hauptstadt von jungen und neugierigen Köchen, Bloggern und Pop-up-Restaurants in das digitale Zeitalter überführt. Bunte Farben, anregende Gerüche, lautes Feilschen von Händlern und Kunden – Märkte sind ein Rausch der Sinne. Allein der Anblick der frischen Produkte kann appetitanregend sein. Die Dokumentationsreihe besucht fünf berühmte europäische Märkte, stellt deren kulinarische Verführungen vor und beweist die kulturelle Unverwechselbarkeit jedes einzelnen dieser historisch gewachsenen Handelsplätze.
16:9HDTV
20:15 Die Affäre
Spielfilm ~80 Min
(Partir) Liebesdrama, Frankreich 2009 Regie: Catherine Corsini Autor: Gaëlle Macé - Antoine Jaccoud - Emmanuelle Bernheim Musik: Georges Delerue Kamera: Agnès Godard
Die Affäre
Ehefrau Suzanne lebt gut situiert mit ihrer Familie im Süden Frankreichs. Jeder hält sie für glücklich. Eines Tages lernt sie den Handwerker Ivan kennen: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Suzanne lässt sich ein auf den feurigen Spanier und eine Affäre mit Folgen. Denn diese bleibt nicht lange geheim, und ihr Ehemann versucht nicht nur, die beiden Liebenden auseinanderzubringen, sondern auch ihr Leben zu zerstören. Suzanne (Kristin Scott Thomas) scheint ein sehr erfülltes und glückliches Leben zu führen. Die Hausfrau und Mutter lebt mit ihrem Ehemann Samuel (Yvan Attal) und ihren beiden Kindern (Alexandre Vidal, Daisy Broom) in einem traumhaften Haus im Süden Frankreichs. Auch finanziell muss sie sich keine Sorgen machen, da ihr Mann als Arzt äußerst gut verdient. Um allerdings etwas neuen Glanz in ihr vom Alltag beherrschtes Leben zu bringen, beschließt sie, ihren Beruf als Physiotherapeutin wieder aufzunehmen und lässt dafür ein paar Räume des gemeinsamen Hauses für eine Praxis renovieren. Als es eines Tages bei der Lohnübergabe zu einem Unfall kommt, bei dem der Handwerker Ivan (Sergi López) wegen ihr verletzt wird, bietet sie sich schuldbewusst an, den Mann zum Krankenhaus zu fahren. Vom ersten Augenblick an entbrennt eine Leidenschaft zwischen den beiden, wie Suzanne sie nach Jahren der Ehe mit Samuel lange nicht mehr erlebt hat. Hin- und hergerissen zwischen den Pflichten gegenüber ihrer Familie und dem Verlangen nach Hingabe und Unabhängigkeit, entwickelt sich aus den anfänglichen Krankenhausbesuchen eine folgenschwere Affäre, die Suzanne auch bald nicht mehr vor ihrem Ehemann geheim halten kann. In seiner Männlichkeit gekränkt, versucht der gehörnte Ehemann Samuel von nun an alles, um den Schein einer glücklichen Ehe zu wahren. Dass die Liebe zwischen ihm und Suzanne schon lange erloschen ist, will er nicht wahrhaben, und so schreckt er in seiner Wut auch vor Erpressung und Gewalt nicht zurück. Regisseurin und Drehbuchautorin Catherine Corsini erzählt in dem französischen Erotikdrama ''Die Affäre'' die Geschichte einer verheirateten Frau, die eine Affäre beginnt und die große Liebe findet. Kristin Scott Thomas (''Der englische Patient''), Sergi López (''Pans Labyrinth'') und Yvan Attal (''Fluchtpunkt Nizza'') spielen die Hauptrollen in einem emotionsgeladenen Melodram. Corsini hat Kristin Scott Thomas die Rolle der leidenschaftlichen Suzanne quasi auf den Leib geschrieben. ''Bei dieser Rolle dachte ich sofort an Kristin. Ich schrieb zunächst acht, zehn Seiten und bat sie um ein Treffen. Dabei sagte sie mir, dass die Figur und das Thema sie interessierten. Also machte ich mich mit Kristin im Kopf an die Arbeit. Vor 20 Jahren wollte ich sie schon einmal für einen Fernsehfilm engagieren, aber zu meinem großen Bedauern wurde nichts daraus.'' Die britische Schauspielerin war zuletzt im Wettbewerb der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin (2017) in Sally Potters Gesellschaftssatire ''The Party'' (2017) zu sehen. Für die lichtdurchfluteten, mediterranen Bilder in ''Die Affäre'' zeichnet Kamerafrau Agnès Godard verantwortlich. Die romantische Filmmusik stammt von den Komponisten Georges Delerue und Antoine Duhamel und war ursprünglich für Filme der französischen Regielegende François Truffaut geschrieben worden.
16:9HDTV
21:35 Die kleinen Schüler von Plato
Infosendung ~55 Min
(Young Plato: The Philosophy Boys of Ardoyne) Dokumentation, England, , Belgien, Frankreich 2021 Regie: Declan McGrath - Neasa Ní Chianáin Musik: David Poltrock
Die kleinen Schüler von Plato
Schauplatz des Dokumentarfilms, den ARTE im Rahmen der Reihe ''MenschenLeben'' zeigt, ist der Stadtteil Ardoyne im Norden von Belfast. Die katholische Grundschule ''Holy Cross'' liegt dort mitten in einer Arbeitersiedlung und trägt noch die Spuren vergangener Konflikte. Die politische Sackgasse zwischen Republikanern und Unionisten liegt unter anderem darin begründet, dass es mit der Entstehung einer wahren Gemeinschaft in der Region viel zu schleppend vorangeht. Kriminalität und Drogensucht breiten sich aus, und die allgemeine Verzweiflung schlägt sich in der europaweit höchsten Selbstmordrate bei jungen Männern nieder. Um dies zu ändern, hat der engagierte Schuldirektor Kevin McArevey eine Lehrmethode entwickelt, mit der er den Kindern Hoffnung vermitteln will. McArevey ist um die 50 Jahre alt und wirkt mit seinem kahlen Kopf eher hart. In seinem Büro hängen Elvis-Fotos neben Papst-Porträts. Von den Eltern seiner Schüler über Drogendealer und republikanische Dissidenten bis zur Polizei kennt ihn hier jeder. Kevin McArevey will die Resilienz seiner Schüler stärken und sie lehren, ihre Emotionen zu beherrschen. Er lenkt und leitet sie in Diskussionen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und ermutigt sie, alles infrage zu stellen, sogar die Standpunkte ihrer eigenen Eltern. Dabei nimmt er Bezug auf die Weisheit der altgriechischen Philosophen. McArevey und sein Team stehen vor schier unüberwindlichen Hindernissen: Gewalt zwischen verschiedenen Gruppierungen, Resignation in der Bevölkerung, Kinder mit schweren Verhaltensstörungen - selbst der beste Lehrer müsste hier eigentlich an seine Grenzen stoßen. Doch in McAreveys Schule wird das Unmögliche möglich: Die Kinder sind bereit, ihren Kurs zu ändern, und sehen Perspektiven für ihre Zukunft.
16:9HDTV
22:30 Spuren und Wunden der NSU-Morde
Infosendung ~55 Min
(Spuren) Dokumentation, Deutschland 2019 Regie: Aysun Bademsoy
Spuren und Wunden der NSU-Morde
Zwischen September 2000 und April 2007 wurden acht Männer mit türkischen Wurzeln, ein Mann griechischer Abstammung und eine deutsche Polizistin ermordet. Die Ermittlungen wurden zunächst ausschließlich im Umfeld der nicht-deutschen Opfer mit Verdacht auf Drogenhandel und organisierte Kriminalität geführt. Nach einem gescheiterten Bankraub führte die Spur schließlich zu der rechtsextremen Terrorgruppe ''Nationalsozialistischer Untergrund'' (NSU). Nach dem Suizid der beiden Haupttäter begann 2013 der Prozess gegen die einzige Überlebende des NSU-Trios, Beate Zschäpe, sowie vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer. Der Hass, der das NSU-Trio bei der Auswahl ihrer Opfer leitete, richtete sich gegen die zweite und dritte Generation der Deutschtürken. Eine Generation, die sich darauf verlassen hatte, dass der Staat Rassismus nicht duldet und sie davor schützen würde. Stattdessen versagten die Institutionen: Die Ermittlungen in den Mordfällen selbst waren geleitet von Misstrauen, Ressentiments und rassistischen Motiven. Die NSU-Morde sind mehr als menschliche Schicksale, sie sind für die zweite und dritte Einwanderergeneration ein dramatischer Wendepunkt in ihrem Verhältnis zu Deutschland und ihrer Sehnsucht nach einer Heimat, die Deutschland vielleicht einmal war. Auf die Suche nach den Spuren der NSU-Morde begibt sich der Dokumentarfilm der Regisseurin Aysun Bademsoy - ein Film, der das Scheitern von Ermittlern und Justiz beleuchtet und den Angehörigen der Opfer endlich eine Stimme gibt.
16:9HDTV
23:25 Mafioso
Infosendung ~50 Min
Im Herz der Finsternis Dokumentation, Frankreich 2022 Regie: Mosco Boucault
Mafioso
Der Dokumentarfilm erzählt, wie drei sogenannte ''Ehrenmänner'' der Cosa Nostra in den frühen 90er Jahren mit der italienischen Justiz zusammenarbeiteten, um ihre Haftstrafen abzumildern. Damit sie nicht erkannt werden, wurden die Protagonisten an anonymen Orten und mit verdeckten Gesichtern gefilmt. Nüchtern erzählen sie vor der Kamera, wie sie der Geheimorganisation beitraten, welche Verbrechen sie in ihrem Namen begingen und warum sie schließlich den Eid brachen, den sie bei ihrem Initiationsritual einst geschworen hatten. Giovanni Brusca organisierte das Attentat auf Richter Falcone und löste die Bombe aus, die ihn tötete. Francesco Paolo Anzelmo gehörte zum Mordkommando für den General Dalla Chiesa, der Palermo von der Mafia befreien wollte. Auf Befehl der Organisation brachte er außerdem zwei seiner Onkel kaltblütig um. Giuseppe Marchese war der Lieblingsneffe von Filippo Marchese, dem psychopathischen Oberhaupt der Marchese-Familie. Dieser hatte im Hafen von Palermo ein ''Todeszimmer'' eingerichtet, wo in Ungnade gefallene Mafia-Kollegen gefoltert, erwürgt und in Salzsäure aufgelöst wurden. Die drei Männer erzählen vom Alltag in der Mafia und von den zahlreichen Morden, die sie in deren Namen begangen haben. Sie geben Einblicke hinter die Kulissen des Clans von Toto Riina, dem Paten, dem sie einst treu ergeben waren.
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