arte Programm 30.10.

   
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Was läuft 30.10. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:50 Ein Bulle sieht rot
TV-Sendung ~100 Min
(Un condé) Polizeifilm, Frankreich, Italien 1970 Regie: Yves Boisset Autor: Sandro Continenza - Pierre Lesou - Claude Veillot Musik: Antoine Duhamel Kamera: Jean Marc Ripert
Inspektor Favenin kehrt in die kleine Stadt zurück, aus der er wegen seiner unorthodoxen Methoden strafversetzt wurde. Dort trifft er auf seinen alten Freund und Kollegen Barnero, der gerade in einem gefährlichen Fall ermittelt: Ein gewisser Tavernier, der auch als ''der Mandarin'' bekannt ist, hat die Stadt unter seine Kontrolle gebracht. Offiziell ist er Immobilienmakler, inoffiziell handelt er im großen Stil mit Drogen. Doch das ist ihm noch nicht genug: Tavernier plant darüber hinaus in die Politik einzutreten, um seinen Einfluss in der Stadt noch weiter zu vergrößern. Inspektor Barnero ist fest entschlossen, Taverniers illegalen Aktivitäten endlich ein Ende setzen.Die Gelegenheit bietet sich, als der Nachtclubbesitzer Roger Dassa sich weigert, sein Lokal als Umschlagplatz für Taverniers Drogenhandel zur Verfügung zu stellen, und von dessen Männern skrupellos ermordet wird. Dan Rover, ein ehemaliger Krimineller, will den Tod seines Freundes Roger rächen; zusammen mit einem Komplizen lockt er Tavernier in eine Falle, doch erschossen wird nicht der Drogenbaron, sondern Inspektor Barnero. Favenin soll den Mord an Barnero aufklären. Die Ermittlungen sind kompliziert, denn Favenin wird von seinen korrupten Kollegen und Vorgesetzten nicht unterstützt, die allesamt mit Tavernier kooperieren. Favenin ist dennoch fest entschlossen, die Ehre seines Freundes Barnero zu retten.
16:9HDTV
05:00 Arno
Infosendung ~55 Min
Dancing inside my Head Dokumentation, Belgien, Frankreich 2016 Regie: Pascal Poissonnier Kamera: Christophe Vanhoutte
Der belgische Sänger und Musiker Arno Hintjens ist nicht nur in seiner Heimat ein Star, sondern in allen französischsprachigen Gebieten der Welt. Seine musikalische Karriere begann Arno in den früheren 70er Jahren in Ostende, einer Hafenstadt an der belgischen Nordseeküste. Er war Mitglied in verschiedenen Bands, unter anderem Freckleface und TC Matic. 1986 begann er dann seine Solokarriere. Seine Songs verfasste Arno in französischer und englischer, teilweise auch in flämischer Sprache. Außerdem nahm er zahlreiche französische Chansons auf und komponierte die Musik für eine Vielzahl von Filmen. Seine raue Stimme und die Melancholie in seinen Liedern brachten ihm den Spitznamen des ''belgischen Tom Waits'' ein. Zum ersten Mal in 40 Jahren Karriere hat der Künstler eingewilligt, dass sein kreativer Schaffensprozess gefilmt wird. Der Regisseur Pascal Poissonnier beobachtet das Rätsel Arno aus nächster Nähe, will es ergründen. Die Kamera begleitet ihn auf seiner Tournee 2016, die ihn von Paris über New York und Nagoya bis in seine Heimatstadt Ostende führt. Es wird deutlich, dass Arno erschöpft ist, das Alter macht ihm zu schaffen. Doch er braucht die Adrenalinschübe der Tournee - nur auf der Bühne fühlt er sich lebendig. Nach mehr als 20 Alben sind seine Konzerte noch immer ausverkauft. Auf der Bühne gibt er den jungen Rocker, aber zurück in der Loge ist er ein alter Mann. ''Ich bin ein alter Motherfucker'', singt er in einem seiner neuen Lieder.
16:9
05:55 Ist die Mode noch zu retten?
Infosendung ~55 Min
(La mode à l''heure du politique) Dokumentation, Frankreich 2020 Regie: Olivier Nicklaus
Lange Zeit genoss die Modebranche ein hohes Ansehen und einen enormen wirtschaftlichen Erfolg. Doch dies hat nun ein Ende. Im heutigen Kontext von globaler Erderwärmung, Diversität und Digitalisierung lässt sich kommerzieller Erfolg nicht ohne ein tadelloses Image erzielen. Genau darin liegt das Problem der Modeindustrie. Seit ungefähr zehn Jahren ist sie Zielscheibe einer Vielzahl von Vorwürfen politischer, ethischer und moralischer Natur. Die extravagante, verschwenderische und unbekümmerte Modewelt ist deshalb dem Untergang geweiht. Aufgrund der Coronakrise und der daraus resultierenden Wirtschaftskrise verschärfen sich die Anschuldigungen immer weiter. Die Mode muss sich der Kritik stellen und mit der Zeit gehen. Wird sie sich neu erfinden können? Diese Fragen stellt die fundierte, aber zugleich humorvolle Dokumentation. Zu Wort kommen unter anderem die umweltbewusste junge Modeschöpferin Marine Serre, die 70er-Jahre-Design-Ikone agnès b., die ''New York Times''-Journalistin Vanessa Friedman, die Extinction-Rebellion-Aktivistin Bel Jacobs, der Philosoph Benjamin Simmenauer und der Modekritiker Pierre-Alexandre M''Pelé, der sich für mehr Diversität in der Fashionwelt einsetzt. Mit scharfem Blick analysieren diese Insider die Vorwürfe, mit denen sich die Modebranche auseinandersetzen muss, und zeigen Wege für eine umweltbewusstere, nachhaltigere und vielfältigere Mode mit neuer Haltung und Weltoffenheit.
16:9
06:50 Cat Stevens
Infosendung ~55 Min
(De Cat Stevens à Yusuf Islam: La quête spirituelle d''un poète) Von Steven Georgiou bis Yusuf Islam Dokumentation, Frankreich 2020 Regie: France Swimberge
Cat Stevens schrieb so manchen zeitlosen Hit, darunter ''Sad Lisa'', ''Wild World'', ''Lady D''Arbanville'' oder auch das üppig orchestrierte ''Matthew & Son''. Stevens, mit bürgerlichem Namen Steven Georgiou, war einst eine feste Größe der Popmusik, beschloss aber schon früh, einen anderen, spirituelleren Weg zu verfolgen. Mit der ''Geburt'' seines Alter Ego Yusuf Islam in den späten 1970er Jahren verschwand Cat Stevens aus dem Pantheon der Pop-Ikonen seiner Generation. Seine Entscheidung polarisierte die Fans und verbannte ihn plötzlich an den Rand der Szene. Noch heute ist wenig über das Privatleben des britischen Künstlers bekannt - doch gerade das macht seinen Werdegang so spannend!Die Dokumentation widmet sich den wilden 60er und 70er Jahren, in denen Stevens ein wichtiges Kapitel der Musikgeschichte schrieb und sich ständig neu erfand: Popstar mit Rüschenhemd im Swinging London, romantischer Troubadour, Pionier der Singer-Songwriter-Bewegung, Sprachrohr einer ernüchterten Hippie-Generation ...Doch im kollektiven Gedächtnis blieben vor allem die damals skandalöse Konversion des Sängers zum Islam und die Anschuldigung, der nunmehr unter dem Namen Yusuf Islam lebende Stevens unterstütze die von Ajatollah Chomeini gegen Salman Rushdie und seine ''Satanischen Verse'' verhängte Fatwa. Mittlerweile ist Yusuf/Cat Stevens, wie er sich inzwischen nennt, zur Musik zurückgekehrt und als einflussreicher Künstler wieder salonfähig.Das Doku-Porträt spürt den Geheimnissen eines anspruchsvollen Songwriters nach, der sich dem aufkommenden Starsystem nicht unterwerfen wollte - sondern in einer Zeit tiefgreifenden Wandels nach dem Sinn des Lebens forschte und seinen ganz eigenen Weg ging.
16:9
07:45 GEO Reportage: Kanada
Infosendung ~50 Min
(GEO Reportage) Mit der Hebamme durch die Badlands Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2017 Regie: Maria-Christina Degen
Die kanadischen Badlands im Südosten Albertas: Prärie, so weit das Auge reicht, staubtrockene Canyons und bizarre Felstürme, genannt ''Hoodoos''. Eine faszinierende, unwirklich scheinende Landschaft. Auf fast 90.000 Quadratkilometern leben nur noch wenige, sehr bodenständige Menschen - auch junge Familien. Hebamme zu sein im ''schlechten Land'', ist mehr als ein Abenteuer. Inmitten dieser Landschaft lebt und arbeitet die Hebamme Terrie Shaw. 250 Kilometer zu einer Kundin zu fahren, ist für sie Alltag. In Medicine Hat, einer Kleinstadt inmitten der kanadischen Badlands, wohnt die Hebamme. Terrie hat selbst fünf erwachsene Kinder und ihr Beruf ist ihre Passion. Terrie ist fast immer unterwegs, denn ihre Kundinnen wohnen oft weit im Land verteilt, Stunden entfernt. Die meisten der Frauen hier wollen ihre Kinder zu Hause entbinden und schätzen die Begleitung einer Vertrauensperson. Doch längst nicht alle kommen in diesen Genuss, denn das Budget für die selbstständige Hebamme ist begrenzt. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9
10:10 Stadt Land Kunst Spezial
Infosendung ~40 Min
(Invitation au voyage spécial) Sizilien Kunstmagazin, Frankreich 2021 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Sizilien: Goliarda Sapienza oder der Drang nach Freiheit izilien: Goliarda Sapienza oder der Drang nach Freiheit Sizilien: Der Aufstand von Enna Catania, Tanz auf dem Vulkan Sizilien: Goliarda Sapienza oder der Drang nach Freiheit Die Hafenstadt Catania im Osten Siziliens liegt am Ionischen Meer. Hier, am Fuße des Ätnas, wurde die freigeistige und willensstarke Schriftstellerin Goliarda Sapienza geboren. Die Widersprüche ihrer ebenso lichten wie archaischen Heimat und die Wirrungen ihrer Zeit inspirierten sie zu dem Roman ''In den Himmel stürzen'' - ein feministisches Manifest, das scharfe Kritik an der sizilianischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts übt. Catania, Tanz auf dem Vulkan Auf Sizilien befindet sich einer der aktivsten Vulkane Europas: der Ätna. Regelmäßig versetzen seine Ausbrüche die Menschen in Schrecken, und doch erstreckt sich zu seinen Füßen seit 2.800 Jahren die Stadt Catania. Die fruchtbare Vulkanerde hat ihre Bewohner trotz aller Gefahren an diesem Ort ausharren lassen, und die mehrfach bedrohte und oft in Teilen zerstörte Stadt ist im Laufe der Jahrhunderte mit Beharrlichkeit und Erfindungsreichtum immer wieder aus ihren Trümmern auferstanden.Sizilien: Der Aufstand von Enna Genau in der geografischen Mitte Siziliens befindet sich die Kleinstadt Enna. Sie liegt auf dem Felsvorsprung eines Gebirges, unter ihr Getreidefelder, soweit das Auge reicht. Zur Zeit der Römer schufteten Tausende Sklaven auf diesen Feldern. Bis einer von ihnen beschloss, sich seinen Peinigern zu widersetzen ...
16:9



Programm - Nachmittag

 
12:50 Auf den Dächern der Stadt
Infosendung ~50 Min
(On the Cities'' Rooftops) Rom Staffel 2: Episode 6 Dokureihe, Frankreich 2018 Regie: Xavier Lefebvre - Guillaume Bernard
Das Dächermeer von Rom ist unvergleichlich schön und hat jede Menge Geschichten zu erzählen. Auf der Dachterrasse des Klosters der Schwestern von der heiligen Elisabeth kommt es zur Begegnung mit Franco Bevilacqua, der jahrelang als Illustrator für zahlreiche italienische Zeitungen gearbeitet und den Dächern seiner Heimatstadt einen Band mit Aquarellen gewidmet hat. Manch einer nutzt die luftigen Höhen, um Gärten anzulegen. So auch die Journalistin Rossella Sleiter, die für die Gartenrubrik der Wochenbeilage ''Il Venerdì'' der Tageszeitung ''La Repubblica'' schreibt. Hoch oben auf dem Torre dei Capocci findet Luca Giampaoli die Inspiration zur Perfektionierung seines kunsthandwerklichen Know-hows, das er - wie auch den Turm - von seiner Familie geerbt hat. Im Mittelalter war in dem Turm eine Münzprägestätte untergebracht. Luca arbeitet für den Film - unter anderem war er an ''Game of Thrones'' beteiligt - und fertig Requisiten aus Metall wie Rüstungen, Helme, Schmuck oder Schwerter. Weiter geht es ins Stadtviertel Garbatella, wo 1994 das soziokulturelle Zentrum CSOA La Strada eröffnete. Die Betreiber haben bis heute keinen legalen Status. Gabriele, einer der Verantwortlichen, gewährt Zugang zum Dach, auf dem Street-Art-Künstler einen Treffpunkt und Flächen für ihre Graffitis gefunden haben. In der Via del Babuino gibt Küchenchefin Silvia Portentoso auf einer Dachterrasse mit wundervollem Blick über die Stadt Kochkurse. Sie zeigt, wie man frische Pasta zubereitet, ein Gericht, das wie kein anderes zur italienischen Lebensart gehört.
16:9
13:40 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Die Küste Apuliens Staffel 1: Episode 4 Dokureihe, Deutschland 2013 Regie: Emanuela Casentini
Die auf den Felsenklippen thronenden Trabucchi - zum Fischfang errichtete Pfahlbauten - gehören seit Jahrhunderten zu dieser Landschaft. Familie Ottaviano fischt auch noch heute mit ihrem Trabucco und betreibt gleich daneben ein Spezialitätenrestaurant. Ungefähr 120 Kilometer weiter südlich in der Nähe des Städtchens Barletta liegt die große Saline von Margherita di Savoia. Zwei Fahrstunden weiter südlich auf einer fruchtbaren Hochebene liegt das Valle d''Itria.Auf dem leuchtend roten Boden wachsen seit Jahrhunderten Olivenbäume. Bei Apulien denkt man auch an die Tarantella. Die katholische Kirche, die sich der spirituellen Bedeutung des Volkstanzes bewusst war, begann schon früh, diesen heidnischen Brauch zu integrieren. Denn der Volksglaube sagte, dass die Tarantella Leben retten könne.Terraróss heißt auf Deutsch ''rote Erde'' oder auch ''rotes Land''. So nennt sich eine Gruppe junger Musiker, die in der Nähe von Tarent lebt und arbeitet. Das Kamerateam begleitet die Tarantella-Band zu ihrem Auftritt nach Alberobello. Der Ort ist für seine seltsamen Kegelbauten berühmt. Die sogenannten Trulli entstanden einst nach dem Vorbild von Hirtenhütten.Zur Zeit der Römer war Lecce der zweitwichtigste Hafen des Reichs. Das römische Amphitheater an der Piazza Sant''Oronzo bot 20.000 Zuschauern Platz. Wie an keinem anderen Ort kann man in Lecce die verschiedenen Epochen der Geschichte Apuliens nachvollziehen.Nächste Station ist Gallipoli, die Stadt am Ionischen Meer, auf einer Insel gebaut wie ein Schiff aus weißem Stein. Hier fischt man seit Generationen mit Reusen aus Binsen. Gleich um die Ecke liegt die Altstadt von Gallipoli, wo einer der letzten traditionellen Barbiere seinem Metier nachgeht.
16:9
14:25 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Die Küste von Venedig bis Triest Staffel 1: Episode 5 Dokureihe, Deutschland 2013 Regie: Emanuela Casentini
Die Brüder Finotello sind echte venezianische Gewächse. Wie die meisten Einheimischen wohnen sie nicht in der Stadt, sondern draußen in der Lagune auf einer kleinen Insel. Claudio und Carlo sind Gemüsebauern. Zweimal die Woche beliefern sie die Venezianer mit ihren Produkten. Die Insel Sant''Erasmo ist die größte der Lagune und gilt als der Gemüsegarten von Venedig.Etwa auf halbem Weg zwischen Venedig und Triest liegt das kleine Städtchen Marano Lagunare. Der Fischfang ist bis heute die Existenzgrundlage der Menschen. Weiter in Richtung Osten verändert sich die Landschaft schlagartig. Die besondere Lage zwischen Meer und Karst bietet eine abwechslungsreiche Umgebung, stimmungsvolle Panoramaausblicke sowie eine reiche Flora und Fauna. An diesem idyllischen Ort zieht Andrea Antonic Tag für Tag mit einer Schafsherde umher. Er ist der einzige Wanderschäfer der Region Friaul.Das Karstgebirge umgibt Triest. Mit ihren Denkmälern, den historischen Kaffeehäusern, wo sich früher Gelehrte und Schriftsteller trafen, dem Hafen und den imposanten Jugendstilgebäuden ist die Stadt Treffpunkt vieler Kulturen und das Tor Italiens nach Osteuropa. Der Journalist Pietro Spirito beschäftigt sich jeden Tag mit dieser ''kleinsten Provinz Italiens''. In seinem Buch ''Trieste è un''altra'' (''Triest ist eine Andere'') beschreibt der Autor die vielen Gesichter seiner Stadt.Ein weiterer Teil von Triest ist seine unterirdische Geschichte. Das Karstplateau ist durchlöchert wie ein Schwamm. Unter dem Plateau befindet sich eine eigene Welt aus riesigen steinernen Höhlen und wilden Bergbächen. Die Alpinisten von Triest steigen in die Grotte von Trebiciano hinab. Sie sind immer wieder überwältigt von dem unterirdischen Panorama, sagt Franco Gherlizza, der Vorsitzende des Alpinistenclubs von Triest.Im hintersten Zipfel Italiens scheint sich die Küste in sich selbst zurückzuziehen. Hier öffnet sich die Bucht von Muggia, des einzigen Städtchens Istriens, das italienisch geblieben ist. Die reizvolle Atmosphäre ist eindeutig venezianisch. Nicht nur in den Bauformen: Auch der Dialekt, die Sitten und die gastronomischen Traditionen künden von einer intensiv mit Venedig geteilten Vergangenheit.
16:9
15:10 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Die Küste Liguriens Staffel 1: Episode 1 Dokureihe, Deutschland 2013 Regie: Emanuela Casentini
Der Küstenabschnitt zwischen Ventimiglia an der französischen Grenze und San Remo ist von blumenreichen Gärten und Beeten gesäumt. In einem typischen ligurischen Tal liegt Vallebona. Bis vor ein paar Jahrzehnten waren die landwirtschaftlichen Terrassen dieser Gegend bekannt für ihre Fülle an Orangenbäumen. Weiter östlich liegt ein Paradies für Kletterer. Mario Nebiolo erklimmt regelmäßig die steilen Berge. Der Bildhauer und Maler steigt mit Farbeimer und Pinsel an Felswänden entlang und malt überlebensgroße Köpfe und Figuren auf die verlassenen Steinbrüche.Umgeben von Bergen erstreckt sich Genua majestätisch an der Küste. Hinter dem Porto Antico liegt die größte zusammenhängende europäische Altstadt. Einzigartige historische Bauschätze geben Genua den Spitznamen ''La Superba''. Am Stadtrand liegt der imposante Friedhof Staglieno. Emilia Bruzzo kümmert sich zurzeit um die aufwendigen Restaurierungsarbeiten.Ein diesseitiger Ort der Erholung liegt etwas weiter östlich von Genua am Golfo Paradiso. Das mondäne, auf einer Halbinsel gelegene Hafenstädtchen Portofino sieht aus wie von Hollywood ersonnen. Tatsächlich diente es mehreren amerikanischen Blockbustern als Kulisse. Alberto Girani, studierter Botaniker und Direktor des Naturparks von Portofino, zeigt eine Ecke Liguriens, in der trotz Urbanisierung und Tourismus die ursprüngliche Natur erhalten geblieben ist.Weiter Richtung Osten an der Küste entlang liegen die fünf ligurischen Juwelen - die Cinque Terre. Mit Silvia Olivari, Rangerin des Nationalparks Cinque Terre, ist das Kamerateam unterwegs in dieser einzigartigen Umgebung. Gleich hinter dem Meer ziehen sich endlose Oliven- und Weinterrassen die Berge hinauf, ''Kathedralen Liguriens'' werden sie genannt. Diese einzigartige Symbiose zwischen Natur und Kultur wird auch Parco dell''Uomo genannt - Park des Menschen.
16:9
15:55 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Die Küste der Toskana Staffel 1: Episode 2 Dokureihe, Deutschland 2013 Regie: Emanuela Casentini
''Perle des Tyrrhenischen Meeres'' - so nennen die Einwohner von Viareggio liebevoll ihre Stadt. Vor der Küste liegt das Pelagos-Meeresschutzgebiet, ein großes Walschutzgebiet zwischen Italien und Frankreich. Meeresbiologe Silvio Nuti fährt mit seinen Kollegen fast täglich hinaus aufs Meer, um eine große Delfinschule zu beobachten.Direkt hinter Viareggio erstreckt sich der Parco Regionale delle Alpi Apuane. Diese imposante Bergwelt aus tiefen Schluchten, zahlreichen Höhlen und blendend weißem Marmor hat die Stadt Carrara weltweit berühmt gemacht. Schon Michelangelo verwendete für seine Arbeiten den Marmo Statuario aus Carrara. Franco Barattini besitzt heute den historischen Steinbruch Michelangelos.Weiter südlich entlang der Küste kommt man zu einem Teil der Toskana, der noch weitgehend unbekannt ist: die Küste der Etrusker. Breite Strände mit hellem, feinem Sand liegen an einem kobaltblauen Meer. In der Bucht von Baratti ist einer der schönsten Strände der Toskana. Nur ein paar Meter hinter dem Strand liegt eine archäologische Ausgrabungsstätte. Hier werden die Überreste von Populonia, einer Stadt der Etrusker, freigelegt. Ihre Geschichte reicht bis ins 9. Jahrhundert vor Christus, als Populonia ein bedeutendes Eisenerzzentrum des gesamten Mittelmeerraums war. Mit der Archäologin Marta Coccoluto geht das Kamerateam auf Entdeckungstour.Bolgheri, das kleine Dorf an der etruskischen Küste, liegt eingetaucht in eine Landschaft aus Weinbergen und Olivenhainen. Durch ein Schloss aus rotem Backstein tritt man in das Dorf mit seinen gepflasterten Gassen und alten, mit Geranien geschmückten Steinhäusern. Früher wurden in Bolgheri Tulpen gezüchtet, heute floriert der Weinanbau. Raffaella Rotunno, Mitarbeiterin eines Weinguts, gibt Einblick in ihre Arbeit.Weiter südlich an der tyrrhenischen Küste entlang, liegt der sogenannte wilde Westen der Toskana: die Maremma, der landschaftlich ursprünglichste Teil der Region.
16:9
16:40 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Die Küste Kampaniens Staffel 1: Episode 3 Dokureihe, Deutschland 2013 Regie: Emanuela Casentini
Seit Jahrhunderten hebt und senkt sich die Küste bei Pozzuoli um mehrere Meter. In diesem Gebiet liegt die Solfatara, ein 150 Quadratkilometer großer Supervulkan. Die antike Stadt Baia - auf der anderen Seite der Bucht, direkt gegenüber von Pozzuoli gelegen - war der mondänste Vergnügungsort des Römerreichs. Ein Großteil der antiken Pracht ist durch die unterirdischen Vulkanaktivitäten langsam im Meer versunken. Ein Team aus Biologen, Forschern und Architekten erforscht jetzt die Unterwasser-Überreste.Auf der anderen Seite vom Golf von Neapel steht der schlafende Riese: der Vesuv. Der Vulkan war in der Vergangenheit sehr aktiv, aber seit dem letzten Ausbruch 1944 befindet er sich in einer Ruhephase. Das mediterrane Klima und die äußerst fruchtbaren vulkanischen Böden machen die Landwirtschaft rund um den Vulkan sehr ergiebig. Am Fuße des Vesuv wird auf dem schwarzen Lavasand eine einzigartig aromatische Tomatensorte angebaut. Salvatore Acampora ist der zweitgrößte Produzent der Region.Nach einem Besuch im historischen Stadtzentrum von Neapel geht es 80 Kilometer weiter in den Süden: Am Südrand der sorrentinischen Halbinsel liegt die Küste von Amalfi. Sie verdankt ihren Ruhm einer spektakulären Steilküste mit malerischen Orten. Seit 1997 gehört sie zum UNESCO-Welterbe.Die Punta Campanella ist die natürliche Grenze zwischen dem Golf von Neapel und dem Golf von Sorrent und seit 1997 Natur- und Meeresschutzgebiet. Antonino Miccio leitet ein Team von Umweltschützern, das in dem Schutzgebiet gegen den Plastikmüll kämpft. Denn die Gewässer rund um Punta Campanella sind Lebensraum für eine Vielzahl von gefährdeten Tieren und Pflanzen.
16:9



Programm - Abend

 
18:30 Tatarstan
Infosendung ~50 Min
Die Stimme der Frauen Dokumentation, Deutschland 2020 Regie: Galina Breitkreuz
Wo Ost und West, Europa und Asien, Christentum und Islam aufeinandertreffen, dort liegt Tatarstan: eine autonome Republik der Russischen Föderation, ungefähr 800 Kilometer östlich von Moskau. Obwohl eine große Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohner zum Turkvolk der Tataren gehörte, galten sie früher als Sowjetbürgerinnen und -bürger. Die eigene Sprache und die wichtigen Traditionen der Tataren stellten zu kommunistischen Zeiten kein Erbe dar, das es zu bewahren galt. Heute werden in einigen Dörfern zwar noch Sitten und Gebräuche fortgeführt, doch dies betrifft vor allem die ältere Bevölkerung. Ist die tatarische Kultur dem Untergang geweiht? Firdisa Bakirowa und Elmira Sibgatowa wollen dieses Szenario verhindern. Sie haben es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, die Traditionen ihrer Heimat zu schützen und sie an neue Generationen weiterzugeben. Und sie haben Glück: Bald findet das Savantui statt. Das fröhliche Fest stellt das wichtigste Ereignis des Jahres dar und vereint Jung und Alt, Familienmitglieder von nah und fern - eine gute Möglichkeit, das Interesse der Jugend zu wecken. In festlicher Kleidung und mit prächtiger Laune strömen die Menschen gemeinsam auf den Maidan, die Festwiese. Alte Traditionen wie das Pferderennen werden ebenso mit Spannung verfolgt wie das Kuresch, der Ringkampf der Tataren. Bis zum Sonnenuntergang singen und tanzen die Menschen zu tatarischen Liedern. Die Dokumentation gibt tiefe Einblicke in die tatarischen Traditionen und begleitet Elmira und Firdisa bei ihrem wichtigen Vorhaben: Wird es ihnen gelingen, ihre Kultur zu bewahren?
Untertitel16:9
19:40 GEO Reportage: Dolomiten
Infosendung ~35 Min
(GEO Reportage) Die Bergführer von San Martino Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2021 Regie: Alexandro Cassigoli - Alessandro Cassigoli
Es ist die Geschichte des berühmtesten und ältesten Bergsteigervereins der Dolomiten: Aquile di San Martino (''Adler von San Martino''). Ihren Namen bekam die Truppe einst für ihre außergewöhnliche Tapferkeit, ihren Mut und ihren großen Respekt vor den Bergen.Wir lernen zwei Bergführer der Truppe kennen: Rocco, den ältesten und erfahrensten aktiven ''Adler'', und den jungen Livio, der in seiner letzten Phase der Bergführerausbildung ist und in einer Expedition, zusammen mit Rocco, diese letzte Hürde nimmt, bevor er auch ein ''Adler'' wird.Während einer herausfordernden Expedition an einer Extremwand des Gebirgszuges Pale di San Martino muss Rocco seine Kunden (die bereits gute Kletterer sind) die Wand hinaufführen und beschützen. Gleichzeitig muss Livio diese Expedition als letzten Test absolvieren, bevor er sich den Adlern von San Martino anschließt. Werden sie es alle schaffen? Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
21:50 Mit Lichtgeschwindigkeit zum Impfstoff
Infosendung ~55 Min
Das Projekt BioNTech Dokumentation, Deutschland, Schweiz 2021 Regie: Michael Schindhelm
Seit Anfang des Jahrhunderts widmet sich das Medizinerpaar Ugur Sahin und Özlem Türeci dem Ziel, die Krebsmedizin zu individualisieren. Bei der von ihnen gegründeten Firma BioNTech steht dabei die mRNA Technologie im Mittelpunkt. Eine Forscherin, die sich schon länger intensiv damit auseinandersetzt, ist die Ungarin Katalin Karikó; Ugur Sahin holt sie vor einigen Jahren zu BioNTech. Das ''m'' in mRNA steht für ''messenger'', also Bote, RNA für Ribonukleinsäure. Die mRNA überträgt die Informationen für die Produktion eines Antigens an unsere Zellmaschinerie, die Proteine herstellt. Zellen in unserem Körper präsentieren dann das selbst produzierte Antigen auf ihrer Oberfläche und lösen dadurch die gewünschte spezifische Immunantwort aus. Die Idee, mRNA Forschung auch für Impfstoffe gegen Viren anzuwenden, kam Sahin und Türeci im Januar 2020. Sie lasen von einem Virus im chinesischen Wuhan und entschieden sich innerhalb weniger Stunden: BioNTech widmete sich ab sofort der Suche nach einem Impfstoff gegen Sars-Cov-2. Im ersten Schritt brauchen sie dazu viel Geld und gute Nerven. Die Brüder Andreas und Thomas Strüngmann, Gründer des Pharmaunternehmens Hexal, sind unter den Geldgebern.Viele Investoren, langjährige Erfahrung, ein engagiertes Team und die Kooperation mit Pfizer macht es möglich: Corminaty wird als erster Impfstoff gegen Sars-Cov-2 zugelassen und Millionen Menschen können damit geimpft werden. Doch wie geht es nun bei der Krebsforschung weiter? Kann die mRNA - Technik auch bei der Bekämpfung der Malaria und anderen Krankheiten helfen? Michael Schindhelm gelingt ein intimer Blick hinter die Kulissen des Unternehmens an der Mainzer Goldgrube.
16:9