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Sportvereine und ihr Denkmal - Von Tribünen, Toren und Turnieren Regionalmagazin, Deutschland 2026
Historische Sportstätten in Bayern werden bis heute aktiv genutzt. In Bad Kissingen teilen sich Reiter und Segelflieger ein frisch restauriertes Turniergebäude von 1924. In Hof steht eine alte Holztribüne als Symbol für den Wiederaufbau und verbindet viele Generationen von Fußballfans. Am Starnberger See wird ein altes Bootshaus trotz Bedenken der Ruderer nun als Denkmal erhalten.
Historische Sportstätten in Bayern werden bis heute aktiv genutzt. In Bad Kissingen teilen sich Reiter und Segelflieger ein frisch restauriertes Turniergebäude von 1924. In Hof steht eine alte Holztribüne als Symbol für den Wiederaufbau und verbindet viele Generationen von Fußballfans. Am Starnberger See wird ein altes Bootshaus trotz Bedenken der Ruderer nun als Denkmal erhalten.
Untermühlhausen bei Landsberg am Lech hat gut ein Dutzend Vereine - und mittendrin den Pfarrstadl. Hier findet man sich ein, arbeitet und feiert gemeinsam. Ludwig Nägele und Maurermeister Walter Rietzel renovieren mit anderen Helfern die Kapelle des Heiligen Rasso in Untermühlhausen bei Landsberg am Lech. Am Sonntag werden die Dorfbewohner in einer Prozession mit anschließender Feldmesse dem Heiligen ihre Ehre erweisen. Veranstalter ist der Männergesangsverein Frischauf, dessen Vorstand Gerd Stadlmayer ist. Er stammt aus einem Dorf bei Rosenheim, hat dort schon im Kirchenchor gesungen, weshalb es ihm leichtfiel, sich in Untermühlhausen zu integrieren. Frauen singen zwar nicht mit, sind aber passive Mitglieder, so wie Anneliese Kramer, die seit 66 Jahren Mitglied im Verein ist und wie viele andere Frauen Kuchen fürs Rasso-Fest backt. Untermühlhausen hat 400 Einwohner - und gut ein Dutzend Vereine. Finni Drexl meint, dass jeder, der im Dorf Anschluss sucht, ihn auch findet. Man müsse halt mithelfen. Nach der Feldmesse trifft man sich im Pfarrstadl - im Herzen des Dorfs. Dieser wird, ausgestattet mit Bierbänken und Blumenschmuck, zur Festhalle. Und der Verkauf von Essen, Getränken und Kuchen füllt die Vereinskasse. Im Juli veranstaltet der Obst- und Gartenbauverein unter der Vorsitzenden Hildegard Heinzelmann ein Ramadama, bei dem Jung und Alt gemeinsam den Dorfanger mähen und den Teich säubern. Ganz bewusst will der Verein die Generationen zusammenführen, damit die Jungen nicht das Interesse am Verein verlieren. Zur Belohnung gibt es vor dem Pfarrstadl Stockbrot von der Feuerschale und ein Entenrennen, bei dem nicht nur die Kleinsten um den Siegerpokal kämpfen. Auch Paul Schmidhofer, der die Jugendgruppe der Bachstelzen gegründet und auch sonst viel für die Kinder geleistet hat, hat als Ehrenmitglied eine Ente am Start. Dass in Untermühlhausen auch der Ernstfall geprobt wird, zeigt die Freiwillige Feuerwehr bei einer Übung.
Untermühlhausen bei Landsberg am Lech hat gut ein Dutzend Vereine - und mittendrin den Pfarrstadl. Hier findet man sich ein, arbeitet und feiert gemeinsam. Ludwig Nägele und Maurermeister Walter Rietzel renovieren mit anderen Helfern die Kapelle des Heiligen Rasso in Untermühlhausen bei Landsberg am Lech. Am Sonntag werden die Dorfbewohner in einer Prozession mit anschließender Feldmesse dem Heiligen ihre Ehre erweisen. Veranstalter ist der Männergesangsverein Frischauf, dessen Vorstand Gerd Stadlmayer ist. Er stammt aus einem Dorf bei Rosenheim, hat dort schon im Kirchenchor gesungen, weshalb es ihm leichtfiel, sich in Untermühlhausen zu integrieren. Frauen singen zwar nicht mit, sind aber passive Mitglieder, so wie Anneliese Kramer, die seit 66 Jahren Mitglied im Verein ist und wie viele andere Frauen Kuchen fürs Rasso-Fest backt. Untermühlhausen hat 400 Einwohner - und gut ein Dutzend Vereine. Finni Drexl meint, dass jeder, der im Dorf Anschluss sucht, ihn auch findet. Man müsse halt mithelfen. Nach der Feldmesse trifft man sich im Pfarrstadl - im Herzen des Dorfs. Dieser wird, ausgestattet mit Bierbänken und Blumenschmuck, zur Festhalle. Und der Verkauf von Essen, Getränken und Kuchen füllt die Vereinskasse. Im Juli veranstaltet der Obst- und Gartenbauverein unter der Vorsitzenden Hildegard Heinzelmann ein Ramadama, bei dem Jung und Alt gemeinsam den Dorfanger mähen und den Teich säubern. Ganz bewusst will der Verein die Generationen zusammenführen, damit die Jungen nicht das Interesse am Verein verlieren. Zur Belohnung gibt es vor dem Pfarrstadl Stockbrot von der Feuerschale und ein Entenrennen, bei dem nicht nur die Kleinsten um den Siegerpokal kämpfen. Auch Paul Schmidhofer, der die Jugendgruppe der Bachstelzen gegründet und auch sonst viel für die Kinder geleistet hat, hat als Ehrenmitglied eine Ente am Start. Dass in Untermühlhausen auch der Ernstfall geprobt wird, zeigt die Freiwillige Feuerwehr bei einer Übung.
Sind die Kirschen erstmal reif, muss es schnell gehen. Zur Ernte rückt im fränkischen Junkersdorf die Großfamilie an - die empfindlichen Früchte werden von Hand gepflückt. Verkauft wird am Hof oder seit Neuestem direkt vom Straßenstand: Kirschen to go. Der Kirschenanbau ist nichts für schwache Nerven, Horst März weiß: Ein Frost im Frühjahr und schnell ist die Ernte dahin. 500 Bäume stehen bei ihm in Junkersdorf, im nördlichen Teil der Haßberge. Einen Teil davon hat schon sein Vater gepflanzt. Zur Erntezeit nimmt sich Horst März Urlaub, trotzdem braucht es fast die halbe Verwandtschaft, um alle Kirschen rechtzeitig zu pflücken. Geerntet wird meist in der Früh oder am Abend, die Früchte vertragen die Hitze nicht. Für all seine Pflücker hält Horst handgeflochtene Weidenkörbe bereit. Seiner Ansicht nach noch immer die beste Erntehilfe. Früher hat der Kirschenbauer die Früchte direkt am Hof verkauft, sein Sohn Steffen macht es anders. Direkt an der viel befahrenen B279, die mitten durch den Ort führt, hat Steffen März sein Verkaufshäuschen aufgestellt. Anfangs war er skeptisch, doch der Verkauf mit Selbstbedienung läuft gut. Trotz schlauer Verkaufsideen, viel Geld verdienen die Familien mit ihren Kirschen nicht. Früchte, die sie nicht selbst verkaufen, müssen im Handel in Aussehen und Größe strengen Vorschriften genügen. Auf dem Obstgroßmarkt in Pretzfeld wird die Qualität mithilfe von Schablonen geprüft. Früchte unter 22 mm Durchmesser kommen gar nicht erst in den Supermarkt. Johannes Haas, Obstbauer und Brenner in der Fränkischen Schweiz, geht einen anderen Weg. Seine Kirschen baut er ausschließlich fürs Brennen an. Hierfür wählt er besonders aromatische, alte Sorten, wie etwa die tiefschwarze Dolleseppler-Süßkirsche. Zur Ernte werden die Bäume wie bei der Olivenernte kräftig geschüttelt und die heruntergefallenen Früchte aufgelesen. An einem Vormittag kommen so schnell drei Tonnen Kirschen für die Edelbrennerei zusammen.
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