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(28 minutes) Xavier Giannoli / Kongo: Droht eine humanitäre Katastrophe? Kulturmagazin, Frankreich 2026 Moderation: Elisabeth Quin
Kongo: Droht eine humanitäre Katastrophe? Xavier Giannoli (1): Der Regisseur Xavier Giannoli erzählt von den dunklen Jahren der Kollaboration Jean Luchaire war Journalist und Zeitungsverleger zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Humanist, Pazifist, radikale Sozialist und Verbündete der antisemitischen Bewegungen der Zwischenkriegszeit wurde später zu einem glühenden Verfechter der Kollaboration. Geld, Ruhm und Einfluss entfernten ihn von seinen Idealen und führten 1940 zur Gründung der antisemitischen Zeitung Les Nouveaux Temps, die mit den deutschen Besatzern kollaborierte. In seinem neuesten Film Les rayons et les ombres (Die Strahlen und die Schatten) erzählt Xavier Giannoli seine Geschichte. Der Regisseur ist heute zu Gast bei 28 Minuten. (2): Kongo: Droht trotz Friedensabkommen eine endlose humanitäre Katastrophe? Nach dem Tod der UNICEF-Mitarbeiterin Karine Buisset in der Demokratischen Republik Kongo hat die französische Justiz am 13. März Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen aufgenommen. Die Französin wurde vergangene Woche mitten in der Nacht in Goma durch einen Sprengsatz getötet, ebenso wie zwei weitere Personen. In dem von einer Drohne angegriffenen Viertel leben zahlreiche Mitarbeiter der UNO und von NGOs sowie Verantwortliche der Rebellenbewegung AFC/M23. Offiziell hat sich niemand zu dem Angriff bekannt. Seit Januar 2025 kontrolliert die vom Nachbarland Ruanda unterstützte bewaffnete Gruppe M23 ein Gebiet von etwa 50.000 Quadratkilometern. Am 4. Dezember wurde unter der Schirmherrschaft der USA ein Friedensabkommen zwischen der DR Kongo und Ruanda unterzeichnet, doch es ist fragiler denn je. Der seit drei Jahrzehnten andauernde Konflikt hängt auch mit den reichen Bodenschätzen des Landes zusammen: Die DR Kongo ist der weltweit größte Produzent von Kobalt, das unter anderem für die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge unverzichtbar ist. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte der iranischen Insel Kharg, die seit letzter Woche Ziel amerikanischer Luftangriffe ist.
28 Minuten ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély.
28 Minuten ist das Kulturmagazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt ein aktuelles Thema aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe und führt hin zu kulturellen Hintergründen, die sich in der Tagesaktualität sonst nicht auf den ersten Blick erschließen. Dafür stehen den Moderatoren, sowohl Fachleute für die einzelnen Bereiche, als auch ein täglich wechselnder Gast aus dem kulturellen Leben zur Seite.
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