(Rossini) Komödie, Deutschland 1997 Regie: Helmut Dietl Autor: Patrick Süskind Musik: Dario Farina Kamera: Gernot Roll
Abend für Abend treffen sich die Schönen und Reichen, die Nichtstuer und die Genies, die Erfolgsmenschen und die Loser im Edelrestaurant Rossini. Hier steigt die ewig betrunkene Journalistin Charlotte dem Regisseur Uhu Zigeuner nach; hier diniert der misanthropische Bestsellerautor Jakob Windisch einsam im Séparée und verliebt sich in die Kellnerin Seraphina; hier umschmeichelt der Filmproduzent Oskar Reiter die Finanziers seines neuen Films; hier himmelt der Schönheitschirurg Dr. Gelber die schöne Valerie an, die sich ihrerseits nicht zwischen Reiter und dem Lyriker Bodo entscheiden kann; hier verliebt sich der Promiwirt Paolo hoffnungslos in eine blonde Nachwuchsschauspielerin namens Schneewittchen, die ihn links liegen lässt, sobald sie Zigeuner begegnet und der in ihr endlich seine Film-Loreley entdeckt hat. Das Restaurant ist eine Bühne, auf der die Protagonisten ihre erotischen Lust- und Trauerspiele aufführen, auf der sie ihre Niederlagen und Triumphe feiern. Hier enden die lauen, in Kerzenschein getauchten Sommerabende regelmäßig in einer Vielzahl kleiner Katastrophen. Und schließlich in einer großen ...
Gesellschaftsdrama, Deutschland 1996 Regie: Bernd Eichinger Autor: Uwe Wilhelm Musik: Norbert Jürgen Schneider Kamera: Gernot Roll
Im Frankfurt der 1950er-Jahre ist Rosemarie Nitribitt auf der Suche nach dem großen Glück. Die junge und attraktive Frau erwartet mehr vom Leben, als in einer kleinen Wohnung zu hausen, Kinder zu hüten und jeden Pfennig umzudrehen. Sie will leben und lieben. Doch ihr Leben zwischen Intrigen und Leidenschaft endet tragisch. Mit grenzenloser Naivität ergreift Rosemarie jede Chance.
Drama, Deutschland 2018 Regie: Andreas Herzog Autor: Uli Brée Musik: Egon Riedel - Florian Erlbeck Kamera: Marcus Kanter
Das einstige Traumpaar Ulla (Veronica Ferres) und Jan (Heiner Lauterbach) ist nach 20 Ehejahren so richtig fertig miteinander. Nicht einmal mehr die Erinnerungen an glückliche Tage sorgen für eine Auszeit im Dauerclinch. Zum beiderseitigen Leidwesen haben Ulla und Jan trotz Trennung eine Verbindung, die sich nicht lösen lässt: ihre 16-jährige Tochter Julia (Paulina Rümmelein). Natürlich gibt es auch in Erziehungsfragen erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Während Jan, von Beruf verdeckter Ermittler, auf Vertrauen setzt, schwört die knallharte Strafrichterin Ulla auf absolute Kontrolle. Schließlich war sie selbst in jungen Jahren kein Kind von Traurigkeit! Als Jan der Tochter eine Reise nach Verona zum Konzert ihrer Lieblingsband schenkt, ist Ulla sofort in höchster Alarmbereitschaft. Nicht ganz zu Unrecht - wie sich zeigt: Denn die von Shakespeare begeisterte Julia macht sich auf den Weg, um dort endlich ihren Romeo zu treffen, den sie bisher nur aus dem Internet kennt. Während die Teenagerin mit ihrer besten Freundin nach Italien trampt, nehmen Jan und Ulla kurz entschlossen die Verfolgung mit dem Motorrad auf. Beim Versuch, ihre Tochter vor einer gefährlichen Dummheit zu bewahren, kommen sie nicht umhin, sich mit ihren eigenen Fehlern auseinanderzusetzen.
Heldin des Tages Staffel 1: Episode 1 Familienserie, Deutschland 1989 Regie: Michael Verhoeven Musik: Lydie Auvray Kamera: Michael Epp - Kristian Gripenberg
Gerda Angerpointner ist eine Frau mit vielen Gesichtern. Als selbstständige Taxifahrerin boxt sich die geschiedene Mittvierzigerin in München durchs Leben. Sie steckt voller Widersprüche, ist immer für eine Überraschung gut und macht Tempo - beruflich und privat. Ihr Spitzname: Die schnelle Gerdi. Auf der Fahrt zum Flughafen mit einem eiligen Kunden übersieht Gerdi eine Radarkontrolle, und die ebenfalls zu schnelle Rückfahrt wird durch eine Polizeikelle gestoppt. Die Geldbußen werden - wieder einmal - den Verdienst fressen, vom Punktekonto in Flensburg ganz zu schweigen. Erst der Abend verspricht weniger Stress. Eine entspannte Fahrt nach Garmisch steht an, mit Herrn Obermair, einem Stammgast, den Gerdi alle zwei Wochen ins Spielcasino fährt. Dort lernt sie Herbert kennen, einen jungen Mann mit vielen Talenten, der aber nichts richtig kann und noch bei seiner Oma lebt. Gerdi erliegt seinem jungenhaften Charme. Es beginnt eine komplizierte Beziehung, die bei Verwandten und Bekannten bestenfalls Kopfschütteln auslösen wird. Beruflich droht zusätzlich Ärger. Vom Chef der Taxi-Gesellschaft muss Gerdi sich wieder einmal eine Standpauke anhören: Undiszipliniertes Fahren und Fahrgastbeschwerden, weil sie ihre Hündin Tinka mit im Taxi hatte. Gerdi Angerpointner ist eine resolute, lebenslustige aber etwas naive Mittvierzigerin, die sich in München nach ihrer Scheidung als Taxifahrerin durchs Leben schlägt, und dabei rührende aber auch gefährliche Situationen erlebt. Ihr Privatleben ist geprägt von ihrer nicht ganz unkomplizierten Beziehung zu dem deutlich jüngeren Herbert.