Komödie, Deutschland 1997 Regie: Helmut Dietl Autor: Patrick Süskind Musik: Dario Farina Kamera: Gernot Roll
Abend für Abend treffen sich die Repräsentanten der Filmbranche im Rossini. Das Edelrestaurant ist die Kulisse, vor der sie sich selbstinszenieren. Hier diniert der misanthropische Bestsellerautor Windisch nur im Séparée; hier kann sich die schöne Valerie nicht zwischen dem jungen Lyriker Kriegnitz und dem Filmproduzenten Reiter entscheiden und der Wirt Paolo umwirbt das Starlet Schneewittchen.
Krimi, Deutschland 1957 Regie: Robert Siodmak Autor: Werner Jörg Lüddecke - Will Berthold Musik: Siegfried Franz Kamera: Georg Krause
Berlin, 1944: Kommissar Kersten (Claus Holm) kommt dem geisteskranken Massenmörder Bruno Lüdke (Mario Adorf) auf die Spur. SS-Gruppenführer Rossdorf (Hannes Messemer) interessiert sich aus rassischen Gründen für den Fall. Er plant einen Schauprozess. Nach einem wahren Fall von Robert Siodmak packend umgesetzt. Eine der besten Leistungen von Mario Adorf, der dafür mit dem deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet wurde.
Melodram, Deutschland 1981 Regie: Rainer Werner Fassbinder Autor: Peter Märthesheimer - Pea Fröhlich Sound: Vladimir Vizner Musik: Peer Raben - Freddy Quinn Kamera: Xaver Schwarzenberger
Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der aus dem Osten geflohene von Bohm ist Westen neu anfangen. In einer Kleinstadt, wo ein etablierter Klüngel aus Geschäftsleuten und Würdenträgern die Fäden zieht, wird er Baudezernent. Er verliebt sich in die schöne Lola und ahnt nicht, dass die Frau seines Herzens eine stadtbekannte Prostituierte ist.
Drama, Deutschland 1958 Regie: Rolf Thiele Autor: Rolf Ulrich - Erich Kuby Sound: Erwin Schänzle Musik: Norbert Schultze Kamera: Klaus von Rautenfeld
Während des Wirtschaftswunders kommt die junge Rosemarie Nitribitt nach Frankfurt, wo sie das große Geld machen will. Aufgrund ihres guten Aussehens wird sie schnell die Geliebte eines eleganten Geschäftsmannes. Bald lernt Rosemarie einen französischen Industriespion kennen, der sie mit weiteren Unternehmern bekannt macht und sich ihrer bedient, um an wichtige Interna zu gelangen. Als deutlich wird, dass Rosemarie zuviel weiß, gerät sie in Lebensgefahr. Mit ihrem Bruder Horst und dessen Freund Walter zieht Rosemarie Nitribitt durch die Straßen Frankfurts, wo sie ihren Lebensunterhalt durch Gesang verdienen. Eines Tages singt das Trio vor einem Frankfurter Hotel, in dem gerade eine Gruppe einflussreicher Unternehmer tagt. Die attraktive Frau fällt dem eleganten Geschäftsmann Konrad Hartog auf. Zwischen ihm und Rosemarie entwickelt sich schnell ein Verhältnis. Bald finanziert ihr Hartog eine teure Wohnung. Als die französische Konkurrenz den Wirtschaftsspion Alfons Fribert auf Hartogs Unternehmen ansetzt, beschließt dieser, Rosemaries Wirkung auf Männer auszunutzen. Die Industriellen, die Rosemarie bald regelmäßig besuchen, ahnen zunächst nicht, dass ein Tonband ihre intimen Besuche und alles, was dabei besprochen wird, aufzeichnet. Und Rosemarie erkennt nicht, wie gefährlich das Spiel für sie werden kann. Als den Unternehmern klar wird, dass wichtige Interna an die Konkurrenz gelangt sind, steht Rosemaries Leben auf dem Spiel. Rolf Thieles Klassiker des bundesdeutschen Films ist eine opulente Leinwandbiografie der 1957 in Frankfurt ermordeten Prostituierten Rosemarie Nitribitt, zu deren Kundenkreis angeblich prominente Industrielle gehörten. Der Fall sorgte im Deutschland der Wirtschaftswunderära für viel Aufsehen, blieb aber ungeklärt. Mit der Geschichte der Nitribitt, als Mischung aus Satire und Moritat erzählt, attackierte Thiele furios die Doppelmoral der Ära. Der Regisseur selbst sagte in einem zeitgenössischen Interview: Ich bediente mich eines Lustmordes, um ein Stückchen Gesellschaftskritik loszuwerden.
Western, Österreich, Deutschland 1964 Autor: Herbert Reinecker Musik: Erwin Halletz - Charly Niessen Kamera: Karl Löb
Pedro Ortiz hat seine Haftstrafe und brennt darauf, sich endlich an Sheriff Rex Kelly zu rächen, der ihn wegen eines Überfalls hinter Gitter gebracht hat. Und das ergatterte Raubgut will er auch endlich an sich bringen. Doch Kelly lässt sich nicht so leicht überlisten.
Berlin - ich komme! Staffel 2: Episode 1 Familienserie, Deutschland 2004 Regie: Michael Verhoeven Musik: Arno Steffen Kamera: Hagen Bogdanski
Gerdi ist immer noch Taxifahrerin in München. Wegen ihres Fahrstils wird sie von ihren Kollegen schnelle Gerdi genannt. Nun ist sie zwar 15 Jahre älter, aber kein Stück weiser. Weil es immer schnell gehen soll, missachtet Gerdi ein Warnschild einer Baustelle und baut natürlich einen Unfall. Der Wagen hat einen Totalschaden, sie muss ins Krankenhaus, und zu allem Unglück hat sie noch ein dickes Strafverfahren am Hals. Ein paar Wochen vorher hat Gerdi die Vollkaskoversicherung abgemeldet und somit kein Geld für ein neues Taxi. Zu allem Übel wird ihr auch noch die Wohnung gekündigt. Die Pechsträhne währt nicht lange. Überraschend erbt Gerdi von ihrer Tante ein stattliches Anwesen mit weitläufigem Seegrundstück im Osten Berlins. Die nunmehr fast 60-jährige Gerdi beschließt sofort, in Berlin ein neues Leben zu beginnen. Als sie dort mit Sack und Pack ankommt, muss sie jedoch feststellen, dass sie die Flurkarte nicht genau gelesen hat: Nicht die stattliche Villa gehört ihr, sondern nur die dazu gehörige Datscha. Zum Glück hat sich auch Gerdis Münchener Freundin Monika in Berlin niedergelassen und kann sie trösten. Gerdi und Monika weihen die baufällige Datscha mit Champagner ein. Gerdi kann für ein paar Tage in Monikas Gästezimmer unterkommen. Für sie steht fest: Ihre Familie darf unter keinen Umständen die Wahrheit über die Erbschaft erfahren. Sechs Folgen Die schelle Gerdi und die Hauptstadt werden nachts wiederholt. Gerdi Angerpointner ist eine resolute, lebenslustige aber etwas naive Mittvierzigerin, die sich in München nach ihrer Scheidung als Taxifahrerin durchs Leben schlägt, und dabei rührende aber auch gefährliche Situationen erlebt. Ihr Privatleben ist geprägt von ihrer nicht ganz unkomplizierten Beziehung zu dem deutlich jüngeren Herbert.