TV-Programm tag24 03.06.

   

Was läuft im TV-Programm von tag24 am 03.06.?


Vormittag
 
01:15 Die Elbphilharmonie - Konzerthaus der Superlative
Infosendung ~45 Min
Die Hamburger Elbphilharmonie ist in jeder Hinsicht ein Gebäude der Superlative: Sie steht für extreme Bauzeit und extreme Kosten, aber auch für spektakuläre Architektur und einen der besten Konzertsäle der Welt. Der Film ''Die Elbphilharmonie - Konzerthaus der Superlative'' dokumentiert das Werden eines Wahrzeichens über den ganzen Entstehungszeitraum hinweg: Der NDR war elfeinhalb Jahre lang dabei, so exklusiv, hautnah und kontinuierlich wie kein anderes Medium, von den ersten Planskizzen bis zur Eröffnung. Das Team um Autorin Annette Schmaltz hat Zugang in alle Winkel und Ecken und verfolgt die Produktion besonders charakteristischer Elemente der Elbphilharmonie. So müssen die 1100 Fassadenscheiben zwischen vier verschiedenen Produktionsorten in Europa hin- und hergefahren werden, weil nur hochspezialisierte Firmen die besonderen technischen Herausforderungen wie das Biegen bewältigen können. Pressen und Öfen werden extra gebaut, Flugzeugturbinen simulieren Starkwind bei Belastungstests. Einer der besten Konzertsäle der Welt soll in der Hafencity entstehen. Der Film zeigt den immensen Aufwand, der für das optimale Klangerlebnis betrieben wird: Das riesige 1:10-Modell des Konzertsaales, in dem die das Publikum im Saal mit Puppen simuliert wird. Die Produktion der ''weißen Haut'', der Akustikverkleidung des Konzertsaales, die allein so viel wiegt wie fünf Airbus A380. Die Lagerung des gesamten Konzertsaales auf Stahlfedern, um ihn akustisch zu entkoppeln. Die letzten Änderungen am Bezug der Stühle, der nicht zu viel Schall schlucken darf: Exklusive Bilder offenbaren, wie viel Detailverliebtheit, Ingenieurswissen und Wahnsinn in dem Gesamtkunstwerk Elbphilharmonie stecken. Spektakuläre Aufnahmen von drei Zeitrafferkameras, die über zehn Jahre lang fest installiert fast acht Millionen Einzelbilder schießen, liefern einen Schnelldurchlauf des wachsenden Gebäudes bei Hitze und Schnee, bei Nebel und Sturmflut. Im Film dauert es vom ersten Spatenstich bis zur Vollendung nur knapp fünf Minuten. In Wahrheit zogen sich die Arbeiten bekanntlich wesentlich länger hin. Die Elbphilharmonie wurde zum Sinnbild für astronomische Kostensteigerung und Fehlplanung öffentlicher Bauten. Die Dokumentation vollzieht die Chronique scandaleuse verständlich nach. Auch während des Baustopps wird auf der Baustelle gedreht und natürlich beim Parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Zeitweise sieht es so aus, als würde das Projekt gar nicht mehr fertiggestellt. Immer wieder gibt es neue Verzögerungen, neue Probleme und erneute Verschiebungen des Eröffnungstermins. Das musikalische Programm der ersten Saison wird wieder und wieder neu geplant, von einem hartgesottenen Intendanten, der über Jahre in Gummistiefeln statt in Abendgarderobe durch den Konzertsaal streift. Doch all die Ernüchterung während der Krisenzeiten verfliegt angesichts des nun fertiggestellten Gebäudes schnell: Die Elbphilharmonie vermag wieder denselben Enthusiasmus auszulösen, der die Menschen in Hamburg in den frühen Planungszeiten schon ergriffen hatte. Es ist tatsächlich ein Wahrzeichen entstanden, das wie die Sydney Opera oder der Eiffelturm für eine ganze Stadt, vielleicht ein ganzes Land steht.
02:00 Touristenziel Hamburg
Infosendung ~60 Min
Touristenziel Hamburg - Wie die Elbmetropole ihre Gäste lockt ''die nordstory'' zeigt, wie Hamburg das Mit- und Nebeneinander zwischen Touristen und Einheimischen ins Gleichgewicht austariert. Sie begleitet Hamburger, die ihre Heimatstadt auf ungewohnte und sehr persönliche Weise vorstellen, und Besucher, die das Touristenziel auf eigene Faust entdecken.Die Elbphilharmonie ist der neue Besuchermagnet in der Freien und Hansestadt. Gästeführerin Mara Burmeister sagt, dass dort alle zuerst hin wollen. Danach zum Hafen, zum Rathaus, in den Michel und abends auf den Kiez. Seit über 20 Jahren zeigt sie Kurzurlaubern ihre Heimatstadt. Angesichts der steigenden Touristenzahlen ein sicherer Job. Doch nicht überall in der Stadt herrscht Freude über die wachsenden Besuchermassen. Hotspots wie die Reeperbahn sind längst überlaufen. Die Anwohner sind genervt. Sie klagen über vermüllte Hauseingänge, Dauerlärm und über organisierte Saufgruppen, die davon ausgehen, dass auf dem Kiez alles erlaubt ist.Dagegen setzen die St. Paulianer eine Protestaktion ganz eigener Art: Zuletzt haben sie den sogenannten ''Art-Walk'' entwickelt. Lebensgroße Figuren von Kiezgrößen säumen die Straßen. ''Wir wollen mit der Aktion erreichen, dass die Gäste wahrnehmen, dass St. Pauli keine Kulisse ist, sondern hier auch Menschen wohnen.'' Die Stadt will Besucher auch auf weniger beachtete Schönheiten aufmerksam machen. Sie empfiehlt Touren in die Metropolregion, bewirbt individuelle Segeltörns auf der Alster oder rät dazu, andere Viertel zu erkunden.
09:15 45 Min
Infosendung ~45 Min
Norddeutschland ist ein Erdbeerland. Hier residieren große Erdbeerimperien wie der Erdbeerhof Glantz. Hier probieren Biobauern einen Anbau, der die Umwelt noch mehr schont. Und das inmitten neuer Herausforderungen: Durch die Veränderung des Klimas wird das Wetter immer unkalkulierbarer. Und es fehlen zunehmend Erntehelfer. Was bedeutet das für diese Saison? Die Dokumentation begleitet konventionelle Anbieter und Biobauern aus dem Norden. Der Film blickt hinter die Kulissen des Erdbeergeschäfts, verfolgt den Weg der Erdbeere vom Setzling bis zur Ernte. Die Erdbeersaison war früher nur vier Wochen lang. Inzwischen dehnen die Obstbauern die Saison auf vier Monate aus. Im Norden beginnt die Ernte in der Regel Mitte Mai und endet im September. Die Erdbeeren müssen immer widerstandsfähiger werden, zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt reif sein und eine vorher exakt definierte Größe erreichen. 2018 wurden in Deutschland auf 17.700 Hektar über 141.000 Tonnen Erdbeeren geerntet. Fast 48.000 Tonnen entfielen dabei auf die Bundesländer im Norden: Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Drei bis vier Kilogramm Erdbeeren verspeist jeder Deutsche jährlich. Über diese Zahl kann Markus Staden nur müde lächeln. Er isst jedes Jahr das Zehnfache: Der Firmeninhaber von Beerenzüchter Kraege ist Deutschlands größter Erdbeerzüchter und einer der größten Anbieter von Erdbeerpflanzen in Europa. ''Jedes Jahr gehen hier über 100 Millionen Erdbeerpflanzen vom Hof'', erzählt Staden. Er schätzt, dass etwa 70 Prozent der Erdbeeren in Deutschland aus seinen Züchtungen stammen. Um herauszufinden, welche Sorten in Zukunft interessant für den Markt sein könnten, baut Staden mit seinem Team derzeit über 140 Testsorten im firmeneigenen Versuchsgarten an und probiert alle Erdbeeren daraus regelmäßig. So verzehrt Staden 30 bis 40 Kilogramm Erdbeeren im Jahr und entscheidet maßgeblich mit, welche Sorten auf die Felder in Norddeutschland gelangen. Auf dem Biohof Gut Wulksfelde bei Hamburg sind die Erdbeeren immer ein paar Wochen später reif als die der konventionellen Konkurrenz. Der Biobauer und Geschäftsführer Rolf Winter verzichtet bewusst auf den Einsatz von Pestiziden und Folientunneln. ''Wir denken, dass eine Erdbeere nur dann wirklich bio sein kann, wenn der Anbau regional und möglichst umweltschonend geschieht, also ohne Gifte und mit möglichst wenig Plastik'', sagt er. Die Erdbeersaison auf dem Gut Wulksfelde sei mit rund vier Wochen damit aber auch deutlich kürzer als die konventioneller Anbieter wie beispielsweise beim Erdbeerhof Glantz. Um erntefrische Erdbeeren über Monate hinweg verkaufen zu können, setzt Enno Glantz wie fast alle seiner Kollegen in Deutschland auf Folien und VIiesabdeckung. So werden auf rund einem Drittel seiner Anbauflächen die Erdbeeren in Folientunneln verfrüht. Die Folien, auch Vlies genannt, am Boden schützen die Erdbeeren unter anderem vor Bodenfrost. So sind die Erdbeeren im Idealfall frei von Schädlingen und reifen deutlich schneller. Investigative Dokumentationsreihe über aktuelle gesellschaftliche Themen, wie z.B. Betrüger, die sich auf alte Menschen spezialisiert haben, oder die Frage, ob der Euro wirklich der ''Teuro'' ist. Die Sendungen sind konkret am Nutzwert für die Zuschauer orientiert und sollen ''Orientierung in einer immer komplexeren Welt'' bieten.
10:15 odysso - Wissen im SWR
Infosendung ~45 Min
Wie erholt man sich am besten? Kann etwa das sogenannte Waldbaden eine Alternative zum Wanderurlaub sein? Außerdem: der odysso''-Sonnencremetest - welche Creme ist umweltverträglich? ''odysso'' hebt den Tourismus auf den Prüfstand. Ein Wildtier-Projekt untersucht, welche Auswirkungen das Freizeitverhalten auf die Tierwelt im Südwesten hat. Die Sendung stellt auch die Schwarzwälder Kuckucksnester vor - ein neuartiges Übernachtungskonzept zur Stärkung der Region. Geklärt wird zudem die Frage, welches Verkehrsmittel das ökologisch am besten geeignete ist und wie man ohne schlechtes Gewissen reisen kann. Denn Reisen wird immer beliebter. 2018 stiegen mehr Deutsche in den Urlaubs-Flieger als jemals zuvor. Doch der zunehmende Tourismusboom hat Schattenseiten. Ob Naturzerstörung, Gefährdung kostbarer Bauwerke oder die Verdrängung der einheimischen Bevölkerung - gerade als Urlaubsziel beliebte Entwicklungs- und Schwellenländer leiden unter dem zunehmenden ''Over-Tourismus''. Auch die Reisenden selbst beklagen sich. Was gestern noch ein Geheimtipp war, ist heute oft hoffnungslos überlaufen. Der Hot Spot Venedig fordert nun erstmals Eintrittsgeld für Touristen. Was also tun, damit aus dem Wunsch nach Erholung kein Frust wird? Experten sehen im spirituellen Tourismus einen neuen Trend. Die Reise zur inneren Ruhe durch Meditation ist nicht nur preiswert und ökologisch sinnvoll, sondern bildet nach Ansicht der Wissenschaft auch den gesunden Gegenpool zum beschleunigten Alltag. Mehr und mehr Pilgerpfade werden in Deutschland angelegt. ''odysso'', das Wissensmagazin im SWR Fernsehen, beleuchtet die wichtigsten Facetten der schönsten Zeit des Jahres.



Abend