Was kommt heute im Fernsehprogramm?

Folgesendung
Spielfilm
01:20
93min
Bornholmer Straße
(Bornholmer Straße - Die unglaubliche, aber wahre Geschichte von Oberstleutnant Harald Schäfer) Die unglaubliche, aber wahre Geschichte von Harald Schäfer Drama, Deutschland 2014 Regie: Christian Schwochow Autor: Heide Schwochow - Rainer Schwochow Kamera: Frank Lamm

9. November 1989: Günther Schabowski verkündet, dass alle DDR-Bürger ab sofort die Reisefreiheit erhalten. Harald Schäfer, Leiter des Grenzübergangs Bornholmer Straße, erfährt dies durch eine Fernsehübertragung in der Kantine. Schäfer ist befremdet, denn er ist überzeugt von seinem Staat, der DDR. Und er fragt sich, was aus Schabowskis Mitteilung folgt. Als diensthabender Oberleutnant braucht Schäfer Anweisungen für die weiteren Grenzkontrollen. Doch während sich immer mehr Ausreisewillige vor dem Schlagbaum sammeln, tauchen sämtliche Vorgesetzte Schäfers und sogar die zuständigen Ministerien ab. Schäfer erhält keine Antworten. Die immer kafkaeskeren Situationen bringen seine Überzeugungen ins Wanken. Als die Stimmung am Schlagbaum in einen Gewaltausbruch zu eskalieren droht, fällt Schäfer auf eigene Faust die mutige Entscheidung, den Grenzübergang zu öffnen. Im Anschluss an den Fernsehfilm zeigt Das Erste die themenbegleitende Dokumentation ''Die Nacht des Mauerfalls'' (MDR/rbb) im Rahmen des Themenabends zu ''25 Jahre Mauerfall''.

Charly Hübner ("Oberstleutnant Harald Schäfer") - Milan Peschel ("Oberleutnant und Parteisekretär Ulrich Rotermund") - Ulrich Matthes ("Oberst Hartmut Kummer") - Rainer Bock ("Major Peter Arndt") - Max Hopp ("Hauptmann Burkhard Schönhammer") - Frederick Lau ("Feldwebel Jens Rambold") - Ludwig Trepte ("Oberfeldwebel Axel Hoffmann") - Robert Gallinowski ("Zollrat Michael Krüger") - Jasna Fritzi Bauer ("Melitta") - Ursula Werner ("Monika") - Katharina Lorenz ("Ines") - Thorsten Merten ("Manfred")
Info-Sendung
00:45
45min
Mein Dresden - Die zerrissene Stadt
Dokumentation, Deutschland 2019 Kamera: Lars Opitz

Dresden ist eine schöne, eine stolze, aber auch eine tief zerrissene Stadt. Das erlebt man sofort, wenn man das Wort ''Pegida'' in den Mund nimmt. Dann ist man Freund oder Feind. Pegida spaltet und polarisiert seit fast fünf Jahren - Montag für Montag in barocker Kulisse. Das prächtige Elbflorenz so ''pegida'', so fremdenfeindlich? Autorin Bruni Reitzenstein sucht in ihrer Heimatstadt Antworten, spricht mit Verwandten, Freunden, Ex-Kollegen. Es ist eine ganz persönliche Reise durch eine Stadt der Risse, in der die Nerven blank liegen bis hinein in die Familien. ''Bananen wollten wir haben, Flüchtlinge haben wir bekommen'', sagt ihr Großcousin Frank, Pegida-Anhänger und bekennender AfD-Wähler. Für ihn ist klar: Merkel muss weg. Viele ehemalige Klassenkameraden der Autorin, die 1984 per Ausreiseantrag die DDR verlassen hat, sehen das anders. Sie sind stolz darauf, dass eine Ostdeutsche Bundeskanzlerin ist. Die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin im Jahr 2015 halten viele hier allerdings auch für einen Fehler. Die meisten, die Bruni Reitzenstein getroffen hat, fühlen sich nicht als Wendeverlierer und können mit der Pegida-Bewegung wenig anfangen. Im Gegenteil: Sie wollen, dass ihre Heimatstadt nicht immer mit den Protest-Demonstranten in Verbindung gebracht wird. Dennoch ist Unzufriedenheit deutlich zu spüren: zu viele Westdeutsche in Führungspositionen, die Abwicklung der ehemaligen DDR durch die Treuhand, weniger Rente, Angst vor Arbeitslosigkeit und vor zu hohen Mieten. Dresden hatte immer eine besondere Stellung, eine Randlage in vielerlei Hinsicht - auch zu DDR-Zeiten als ''Tal der Ahnungslosen''. Heute, im Jahr 30 nach dem Mauerfall, ist Dresden eine zerrissene Stadt.

Info
01:30
45min
Achtung, Kundenfalle!
Rabatt-Tricks, Preisfallen & Co. Dokumentation, Deutschland 2019 Kamera: Daniel Laudowicz - André Uhlisch

Täglich lassen wir uns zum Kaufen verführen - und geben oft mehr aus als nötig. Warum, das zeigt ''ZDFzeit'' mit originellen Alltags-Experimenten und verblüffenden Fakten aus der Forschung. Preis- und Rabatt-Fallen, künstliche Verknappung von Waren oder geschickte Verführung durch Musik- und Dufterlebnisse: Mit solchen Maschen kurbelt der Handel seinen Umsatz an. Wie aber können wir Verbraucher uns vor solchen Verkaufstricks schützen? Die ''ZDFzeit''-Dokumentation geht der alltäglichen Verführung auf den Grund. Mit versteckter Kamera werden die Tricks der Branche aufgedeckt und ahnungslose Kunden auf die Probe gestellt. Wo liegen unsere psychologischen Schwachpunkte? Warum haben es Supermärkte, Boutiquen oder Online-Händler oft so leicht, uns zum Kaufen zu animieren? Dazu haben Hirnforscher ebenso interessante Antworten parat wie Soziologen. Immerhin kommt heute kein Produkt und keine Werbekampagne mehr ohne wissenschaftliche Beratung auf den Markt. Eine Kaufentscheidung dauert oft nur wenige Sekunden. Weil wir aber keine falschen Entscheidungen treffen wollen, nehmen wir dankbar alles an, was uns das Einkaufen erleichtert - wie Güte-Siegel und Experten, die für die Qualität der Produkte werben. ''ZDFzeit'' macht den Test: Greifen Kunden im Friseursalon tatsächlich beherzter zu, wenn vermeintliche Experten zum Haar-Wundermittel raten? Je wohler wir uns in einem Laden fühlen, desto lockerer sitzt uns das Portemonnaie. Wissenschaftler sind überzeugt, dass wir nicht nur für ein Produkt bezahlen, sondern auch für das Kauferlebnis als solches. Das weiß der Handel und versucht, uns Kunden das Shoppen so angenehm wie möglich zu machen - etwa durch den Einsatz von Musik oder Düften. Sounddesigner tüfteln am Klang von Produkten und Verpackungen - auch das beeinflusst uns, wenn auch eher unbewusst. ''ZDFzeit'' macht die Probe aufs Exempel: In einem Weinladen soll der Absatz von französischen Weinen forciert werden - mit der passenden Musik und leckeren Häppchen. Funktioniert das wirklich? Außerdem zeigt die Doku, was passiert, wenn ein ganz alltägliches Produkt wie Honig plötzlich nur noch in kleinen Mengen zu haben ist. Wie reagieren Kunden auf einem Wochenmarkt, wenn das Angebot limitiert wird? Ein Experiment mit überraschenden Ergebnissen. Wissenschaftler sind sich einig: Wir Kunden treffen unsere Entscheidungen oft wenig rational. Sind wir also leichte Beute für Handel und Industrie? ''ZDFzeit'' verrät, worauf jeder Verbraucher achten kann, um nicht in Einkaufsfallen zu tappen, und gibt die passenden Tipps gegen die ausgeklügelten Tricks.

Film
00:15
90min
Mein Sohn Helen
Drama, Deutschland 2015 Regie: Gregor Schnitzler Autor: Sarah Schnier Musik: Maurus Ronner Kamera: Jutta Pohlmann

''Ich bin ein Mädchen.'' Ein einfacher Satz, aber mit einer Menge Zündstoff. Denn er stammt vom 17-jährigen Finn, der damit für Aufruhr in seinem Umfeld sorgt - am meisten bei seinem Vater Tobias. Auch wenn einige von ihnen es nach dem ersten Schock für einen Scherz halten, für Finn ist es nichts als die Wahrheit. Schon als Kind fühlte er sich fremd im eigenen Körper. Ein Austauschjahr in den USA hat er genutzt, um sich auch optisch in ein Mädchen zu verwandeln: Helen. Ein leichter Weg wird es nicht, für keinen der Beteiligten. Als Tobias Wilke (Heino Ferch) den 17-jährigen Finn (Jannik Schümann) nach dessen einjährigem Auslandsaufenthalt vom Flughafen abholen will, steht ihm eine junge Frau gegenüber, in der er nur langsam seinen Sohn wiedererkennt. Finn erklärt seinem verwirrten Vater, sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt zu haben. Er nennt sich nun Helen. Das Austauschjahr bei seiner Tante in den USA hat er genutzt, um die sexuelle Identität endlich offen zu zeigen. In der Zeit in San Francisco ist sein Entschluss endgültig gereift, sich ab sofort als Mädchen zu kleiden, um den gesetzlich vorgeschriebenen ''Alltagstest'' bestehen und bei Eintritt der Volljährigkeit eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen zu können. Für sein Umfeld beginnt der Härtetest. Nach dem ersten Schrecken sieht sich der aufgewühlte Vater mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Wie kann es sein, dass er nichts gemerkt hat? Hat seine vor zwei Jahren tödlich verunglückte Frau, deren Verlust Tobias noch nicht überwunden hat, etwas gewusst? Aber auch Helen muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wird es ihr gelingen, bei ihrem Entschluss zu bleiben? Selbst auf die Gefahr hin, die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, zu verlieren? Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung. Das Thema Transgender rückt immer stärker in den Fokus des öffentlichen Interesses, auch als Filmthema. Eindrucksvoll, authentisch und klug wird hier die Problematik in all ihren Schattierungen beleuchtet. Eine Dramedy mit feinem Humor, weder sentimental noch düster. Jannik Schümann glänzt mit seiner berührenden Darstellung von Finn/Helen. Und Heino Ferch als alleinerziehender Witwer stellt die emotionale Achterbahnfahrt vom gänzlich überforderten bis zum verständnisvollen Vater glaubhaft dar.

Heino Ferch ("Tobias Wilke") - Jannik Schümann ("Finn Helen Wilke") - Winnie Böwe ("Diana Calis") - Kyra Sophia Kahre ("Jasmin Thalheimer") - Kyra Kahre ("Jasmin Thalheimer") - Judith Rosmair ("Gabi Schäfer") - Zoe Moore ("Louisa Atalay") - Timur Bartels ("Adrian Peschel") - Özgür Karadeniz ("Boris Atalay") - Sanne Schnapp ("Petra Atalay") - Thilo Prothmann ("Helge Schott")
Info-Sendung
00:25
45min
Menschen hautnah: Bergtour in den Tod
(Bergtour in den Tod) Wenn Einer stirbt und der Andere überlebt Dokumentation, Deutschland 2016

Es soll eine Traum-Expedition werden. Mario Bornschein, Outdoorladen-Besitzer aus Berlin, will ganz normale Menschen aus der Großstadt auf einen der höchsten Berge der Welt bringen, den mehr als 8.000 Meter hohen ''Broad Peak'' in Pakistan. Begleitet von einem Radiosender werden zehn Bewerber ausgewählt, darunter auch die Sozialarbeiterin Dana H., die noch nie in ihrem Leben auf einem so hohen Berg gestanden hat. Nach sorgfältiger Vorbereitung startet das Team mit Dana als einziger Frau im Juni 2013 nach Pakistan. Mario Bornschein ist der Leiter. Bald zeigt sich, dass Dana zu den fittesten Teilnehmern gehört. Als Einzige schafft sie es, mit Mario auf über 7.000 Meter zu kommen. Auch wenn sie und die Anderen das eigentliche Ziel, den Gipfel, nicht geschafft haben, sind alle glücklich. Doch dann passiert das Unfassbare: Ganz in der Nähe eines Zwischencamps rutscht Dana auf einer kleinen, hölzernen Brücke aus und stürzt in einen eiskalten Gebirgsbach. Sie kann sich nicht festhalten und gerät in eine Eisspalte. Die Tour, die als Werbung für den Bergsport gedacht war, wird zum tödlichen Desaster. Auch der Berliner Extremsportler und Fotograf Mike Fuchs plant eine ganz besondere Expedition, die Winterbesteigung des höchsten Berges Alaskas, des 6.190 Meter hohen ''Denali'' (auch bekannt als ''Mount McKinley''). Seine Berggefährtin ist Sylvia M. aus Dessau, die als erste Frau diese Besteigung im Winter wagen will. 2014 starten die beiden, nach langer Vorbereitung. Anfangs läuft alles gut, doch dann wird das Wetter schlecht. Die beiden verlieren sich im Sturm aus den Augen. Für Sylvia wird es eine Reise ohne Wiederkehr. Mike überlebt nur knapp. In beiden Fällen sind die Bergsteiger mit dem Tod ihrer engen Kameradin konfrontiert - und auch mit dem Schock und der Trauer der Familien der Verstorbenen. Während Danas Familie Mario dankbar ist, dass er den Leichnam zurück nach Deutschland gebracht hat, muss sich Mike anfangs mit schweren Vorwürfen aus dem Kreis von Sylvias Familie auseinandersetzen. Beide, Mike und Mario, müssen mit der eigenen Verantwortung für das Geschehene umgehen. Hätten sie den Tod der Tourpartnerin verhindern können? Die ''Menschen hautnah''-Autoren Harriet Kloss und Markus Thöß zeigen anhand dramatischer Originalaufnahmen aus den Bergen und intensiven Interviews, wie zwei Traumtouren mit einem Mal zu einem Alptraum werden. Ein Film über den eigenen Kampf ums Überleben und den Umgang mit Schuldgefühlen und Verantwortung.

Info
01:10
50min
Menschen hautnah: Klassenfahrt in den Terror
(Menschen hautnah) Deutsche Schüler ein Jahr nach dem Nizza-Anschlag Dokureihe, Deutschland 2017

Klassenfahrt in den Terror - Deutsche Schüler ein Jahr nach dem Nizza-Anschlag Am 14.7.2016 rast ein Laster auf der Promenade des Anglais in Nizza in die feiernde Menschenmenge. Der Attentäter Mohamed Lahouaiej Bouhlel tötet binnen Minuten 86 Menschen. Darunter zwei Schülerinnen und eine Lehrerin der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule aus Berlin, die den französischen Nationalfeiertag mitfeierten wollten, direkt am Strand von Nizza. Weitere deutsche Jugendliche werden schwer verletzt. Eine wundervolle Klassenfahrt endet in einem Alptraum. Ein Jahr nach dem Anschlag von Nizza sprechen die überlebenden Jugendlichen und Lehrer bei Menschen hautnah über diese Nacht und ihre Folgen, erstmals im deutschen Fernsehen. Die Filmautoren Harriet Kloss und Markus Thöß sind selbst betroffen, denn ihre Tochter war bei der Klassenfahrt dabei und hat den Anschlag überlebt. Es sind Geschichten von Zufällen, die über Leben und Tod entscheiden, von Panik und Verzweiflung, aber auch von großer Anteilnahme und Unterstützung - auch durch die Anwohner in Nizza, die nach dem Anschlag den Jugendlichen Schutz und Hilfe bieten. Für die Berliner Schülerinnen und ihren Lehrer folgen in dieser Nacht lange Stunden des Bangens und Hoffens. Bis schließlich eine Ahnung zur furchtbaren Gewissheit wird. Zuhause in Berlin muss die Schulleitung verzweifelten Eltern und Angehörigen vom Tod ihrer Kinder und der Lehrerin berichten. Wie haben die Schülerinnen und Schüler, der überlebende Lehrer und die Angehörigen das Jahr danach erlebt, wie den Anschlag in Berlin, bei dem ebenfalls ein Attentäter einen LKW in eine Menschenmenge lenkte? Der Film begleitet sie, zeigt wie sie mit dem Trauma umgehen, jeder auf eine andere Art. ''Die Angst ist da, sie ist überall'', sagt die Mutter einer der verletzten Schülerinnen. ''Ich fühle mich in Berlin-Neukölln nicht mehr sicher''. Die Schülerinnen und Schüler stecken in diesen Wochen mitten in den Abiturprüfungen. Sie werden in Kürze einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Wie auch ihr Lehrer Fuad Z., der ab dem kommenden Schuljahr für drei Jahre an der deutschen Schule in Istanbul unterrichten wird. Zusammen mit seiner Kollegin Sylvia S., die bei dem Anschlag ums Leben kam, hat Fuad Z. die Klassenfahrt begleitet. ''Ich selbst versuche jetzt die Schüler durch das Abitur zu bringen, alle. Das ist meine Aufgabe'', sagt der Lehrer. Wenn er alleine ist und die Bilder der Opfer sieht, die bei ihm Zuhause hängen, dann kommt die tiefe Traurigkeit zurück. ''Das schlimmste war, als ich den Koffer von Sylvia packen musste'' erinnert er sich. Doch er will den Anschlag hinter sich lassen, irgendwie. Und wünscht sich für seine Zukunft: ''Ich will nicht weiter wütend sein.''

Info-Sendung
00:40
100min
Väter und Töchter
Kurzfilmnacht Magazin, Deutschland 2019

''Alles wird gut'' von Patrick Vollrath ''Isch heisst'' von Christoph Lacmanski ''Nüchtern'' von Pascal Schröder ''Make Up'' von Tarek Roehlinger ''Synkope'' von Nora Fingscheidt ''Baka'' von Arvid Klapper In sechs Kurzfilmen wird von Vätern und Töchtern erzählt, von ihren (enttäuschten) Erwartungen aneinander von Rollenbildern und mehr oder weniger subtiler Gewalt. Darunter werden mit ''Alles ist gut'' (Patrick Vollrath) und ''Synkope'' (Nora Fingscheidt) auch zwei sehr besondere Handschriften erkennbar. So hat Nora Fingscheidt gerade mit ihrem Debüt ''Systemsprenger'' auf der Berlinale auf sich aufmerksam gemacht. ''Alles wird gut'' Deutschland/Österreich 2015 Buch und Michael Baumgartner lebt getrennt von seiner Frau, die auch das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Lea hat und mit ihrem neuen Partner zusammenlebt. Michael dagegen sieht seine Tochter vor allem an den Wochenenden. Als er Lea wieder einmal für ein gemeinsames Wochenende abholt, scheint alles wie immer zu sein. Doch dann beginnt sich Michael seltsam zu benehmen. Er nimmt die Achtjährige mit auf das Bezirksamt, um einen neuen Personalausweis für das Kind zu beantragen. Danach geht es zum Flughafen und nun ahnt auch Lea, dass etwas nicht stimmt. Besetzung: Simon Schwarz (Michael Baumgartner), Julia Pointner (Lea), Marion Rottenhofer (Mutter), Daniel Keberle (neuer Lebensgefährte) u. a. Produktion: Patrick Vollrath, Wien Preise: Best Mid-Length Film, Max Ophüls Preis 2015 u. v. a. ''Nüchtern'' (EA) Deutschland 2017 Regie: Pascal Schröder Isabell will als Patin die Taufe ihrer Nichte feiern. Doch ihr Vater kann ihre alten Fehler nicht vergessen. Isabell muss die Kraft finden, ihren Weg alleine zu bestimmen. Besetzung: Mersiha Husagic (Isabell), Laura Lo Zito (Greta), Joachim Raaf (Frank), Martin May (Onkel Karl) u. a. Produktion: Julia Brand mit Hamburg Media School ''Make Up'' Deutschland 2016 Regie: Tarek Roehlinger Die 11-jährige Lina ist fasziniert von ihrem Vater Alexander. Wie jeden Freitag darf sie mit ihm und seinen Kumpels in die Stammkneipe. Ein großartiges Vergnügen, bis Lina mit der attraktiven Klara um Alexanders Aufmerksamkeit kämpfen muss. Um ihren Vater zurückzugewinnen, imitiert das Mädchen, was sie von den Erwachsenen lernt. Besetzung: Matthias Kelle (Alexander), Natascha Kuch (Klara), Till Florian Beyerbach (Michael) u. a. Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg, SWR und ARTE ''Baka'' Deutschland 2016 Regie: Arvid Klapper Der Schengenraum wurde geschlossen. Die siebenjährige Milica lebt bei ihrer 72-jährigen Oma Zora in der serbischen Provinz. An einem Sommertag erscheint Milicas Onkel Goran, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt. Es ist kein Familienbesuch: Oma Zora ist erkrankt und will Milica nicht als Waise zurücklassen. Goran soll sie nach Deutschland bringen, doch Milica fasst kein Vertrauen zu Goran ... Besetzung: Mira Banjac (Baka), Magdalena Kopanja (Milica), Nenad Jezdic (Goran) u. a. Produktion: Ivanna Kozak u. Ivan Zuber mit Filmakademie Baden-Württemberg mit SWR ''Isch heisst'' Deutschland 2016 Regie: Christoph Lacmanski Marta ist eine junge Frau mit Migrationshintergrund. Seit Kindesbeinen an hilft sie ihrem Vater. Da für ihn die Hilfe seiner Tochter selbstverständlich ist, sieht sie es als Belastung an. Bis sie beim Dolmetschen bei der Polizei einen hilflosen Landsmann trifft ... Besetzung: Anna Ewelina (Marta), Christoph Leszczynski (Mieczyslaw), Jochen Alexander Wigand (Jonas) u. a. Produktion: ConkerTreeFilm, Summerhill-Light Films mit BR Fernsehen Vertrieb/Verlei: DerzianPictures ''Synkope'' Deutschland 2010 Regie: Nora Fingscheidt Nach Jahren der Distanz lädt Matthias anlässlich ihrer Verlobung seine Tochter Lina in sein neues Zuhause ein. Bemüht, ein guter Gastgeber und ein liebevoller Vater zu sein, gerät der Abend immer mehr außer Kontrolle. Denn Matthias fehlt, was er selbst nicht geben kann: Nähe und Halt. Besetzung: Peter Benedict, Kim Riedle, Christian Blümel, Kerstin Reimann, Holger Daemgen u. a. Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg Preise: lobende Erwähnung (Filmfest Dresden 2012), Prädikat ''besonders wertvoll'' (Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung, FBW), Kurzfilm des Monats

TV-Sendung
01:50
90min
Arme Millionäre
(Poveri milionari) Komödie, Italien 1959 Regie: Dino Risi Autor: Pasquale Festa Campanile - Massimo Franciosa Musik: Armando Trovajoli Kamera: Tonino Delli Colli

Annamaria, Romolo, Marisa und Salvatore sind auf dem Weg nach Florenz. Doch durch eine Reihe von unglücklichen Vorfällen und Missverständnissen finden sich die vier an ihrem Ausgangspunkt in Rom wieder. Als sich die schöne Marisa schließlich von Salvatore trennt, geschieht ein Unglück. Voller Wut verlässt er das Haus und wird von einem Auto erfasst. Als er wieder zu sich kommt, hat er sein Gedächtnis verloren. Eine Frau nimmt den verwirrten Mann mit zu sich auf ihr Anwesen. Es ist die wohlhabende Alice, die sich sofort in den namenlosen Unbekannten verliebt. Währenddessen bekommen seine alten Freunde ihn durch Zufall im Fernsehen zu Gesicht und setzen alles daran, ihn zu finden. Derweilen genießt Salvatore sein Leben im Reichtum, doch schon bald wird er auf seine Vergangenheit treffen. Als Alice ihn zum Direktor eines ihrer Kaufhäuser ernennt, trifft er auf den dort arbeitenden Romolo. Die beiden, die sich sonst so gut gekannt haben, trennt Salvatores Gedächtnisverlust ... Es scheint hoffnungslos, dass er je seine Erinnerung wiederfindet, und so müssen sich die Freunde damit abfinden, ihren Salvatore für immer verloren zu haben. Doch als Marisa, seine Frau, eines Tages im Kaufhaus erscheint, hat Salvatore das dringende Gefühl, die junge Frau schon einmal gesehen zu haben. Die beiden kommen sich näher und der bereits mit Alice verlobte Salvatore verliebt sich erneut in Marisa. Ein letztes Mal möchte sie versuchen, Salvatores Erinnerungsvermögen zu wecken und lädt ihn an den Ort des Unfalls ein ...

Maurizio Arena ("Romolo") - Renato Salvatori ("Salvatore") - Lorella De Luca ("Marisa") - Alessandra Panaro ("Annamaria") - Memmo Carotenuto ("Alvaro") - Sylva Koscina ("Alice") - Roberto Rey ("Psychiater") - Gildo Bocci ("Nerone") - José Jaspe ("Filialleiter") - Lina Ferri ("Alice") - Miguel Viadé ("Dicker Mann im Zug") - Pasquale De Filippo ("Dekorateur") - Fred Buscaglione ("er selbst")
Film
00:50
85min
Drei teuflisch starke Frauen
Komödie, Deutschland 2005 Regie: Ariane Zeller Autor: Monica Simon Musik: Günther Illi Kamera: Til Maier

Karrierefrau Dana Weber (Gaby Dohm) arbeitet seit 15 Jahren als Chefredakteurin eines Hochglanzmagazins. Ihr unerschütterliches Selbstvertrauen erleidet den ersten Knacks, als ihr schnöseliger Chef sie aus Altersgründen vor die Türe setzt. Weil sie nie Geld zurückgelegt hat und ihr Ex-Lover Martin (Cuco Wallraff) ihr keines leihen will, muss Dana ihre luxuriöse Wohnung räumen. So fällt es ihr auf der Geburtstagsfeier der älteren Schwester Maria (Ruth Maria Kubitschek) nicht leicht, so zu tun, als wäre wie immer alles in Butter. Witwe Maria, die in der ererbten Villa der Eltern lebt, ist dagegen die Ruhe selbst. Die praktizierende Esoterikerin arbeitet ganz entspannt alte Möbel auf und versteht sich blendend mit ihrem Sonnyboy-Sprössling Robert (Ralf Bauer) - bis sich herausstellt, dass der sich von einem berüchtigten Immobilienhai (Timothy Peach) übers Ohr hauen ließ und dabei mit Mutters Villa gebürgt hat. Als auch noch die dritte Schwester Julie (Gila von Weitershausen) ihren Mann Bertram (Rüdiger Vogler) in flagranti mit der blutjungen Möchtegern-Popsängerin Nina (Claudelle Deckert) erwischt, stecken alle drei in einer handfesten Krise. Doch die ''Golden Girls'' lassen sich nicht unterkriegen und gründen kurzerhand eine schlagkräftige Frauen-WG. Mit vereinten Kräften schmieden sie ein teuflisches Komplott, mit dem sie nicht nur den halbseidenen Immobilienmakler aufs Kreuz legen, sondern auch Julies untreuem Göttergatten und Danas Ex-Chef einen gehörigen Denkzettel verpassen. ''Drei teuflisch starke Frauen'' ist eine pfiffige Familienkomödie mit Witz und Charme. Ruth Maria Kubitschek, Gaby Dohm und Gila von Weitershausen brillieren als Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Glänzend besetzt sind aber auch die weiteren Rollen mit Ralf Bauer, Cuco Wallraff, Timothy Peach, Claudelle Deckert und Henny Reents. Außerdem sind Rüdiger Vogler als untreuer Ex-Gatte und Günther Maria Halmer als verschmähter Liebhaber zu sehen. Ariane Zeller (Regie) und Mónica Simon (Buch) kooperierten bereits erfolgreich bei dem modernen Heimatfilm ''Willkommen daheim''. Den zweiten und den dritten Film der kleinen Reihe ''Drei teuflisch starke Frauen'' zeigt das Erste am 30. April: ''Eine für alle'' und ''Die Zerreißprobe''.

Ruth-Maria Kubitschek ("Maria von Steuben") - Gaby Dohm ("Dana Weber") - Gila von Weitershausen ("Julie Sander") - Rüdiger Vogler ("Bertram Sander") - Günther Maria Halmer ("Hans Sommer") - Ralf Bauer ("Robert von Steuben") - Timothy Peach ("Klaus Gruber") - Henny Reents ("Veronika 'Vroni'") - Wilhelm Manske ("Anwalt Rainer Lustig") - Thorsten Nindel ("Sören Veit") - Christian Rogler ("Fotograf Dana") - Cuco Wallraff ("Fotograf Martin Hofer")
Serie
01:15
50min
The same sky
(Der gleiche Himmel) Le champ du doute Staffel 1: Episode 6 Série dramatique, Deutschland 2016

Le tunnel a été fermé et Olaf, le père de Horst, arrêté par la Stasi. Les rêves d''Axel s''écroulent, Tobias sort de prison et est passé à tabac. Duncan revient et montre à Axel les plans d''une aile volante faisant renaître ses espoirs. Um Lauren Faber für die Spionagezwecke der Stasi anzuwerben, wird Agent Lars Weber inmitten des Kalten Kriegs heimlich von Ost- nach West-Berlin befördert. Dort soll er ein Verhältnis mit der Datenanalystin, die für den Britischen Geheimdienst tätig ist, beginnen. Lars'' Auftraggeber erhofft sich damit, an wichtige Informationen zu gelangen. Während sein Sohn sich ganz seiner Aufgabe verschrieben hat, ist Vater Gregor Weber - selbst ein Gefolgsmann der Stasi - weniger von dieser Mission überzeugt und beginnt, die ihm vertrauten Ideale und Ziele zu hinterfragen. Und damit steht Gregor nicht allein da: Viele wünschen sich den Ausbruch aus der DDR und legen sich im Geheimen ihre Fluchtpläne in den Westen zurecht. Obwohl die Bewohner von Ost und West unter demselben Himmel leben, liegen doch ganze Welten zwischen ihnen.

Tom Schilling ("Lars Weber") - Sofia Helin ("Lauren Faber") - Friederike Becht ("Sabine Cutter") - Ben Becker ("Ralf Müller") - Godehard Giese ("Conrad Weber") - Claudia Michelsen ("Dagmar Cutter") - Richard Pepper ("Duncan March") - Uwe Preuss ("Meyer") - Hannes Wegener ("Axel Lang") - Anja Kling ("Gita Weber") - Udo Schenk ("Lutz Janson") - Jascha Rust ("Emil Faber") - Torsten Michaelis ("Acker König") - Steffi Kühnert ("Erika Haas") - Christian Kuchenbuch ("Olaf Bargmann") - Max Hopp ("Wulf Dunst") - Daniel Zillmann ("Tobias Preuss") - Stephanie Amarell ("Klara Weber") - Jörg Schüttauf ("Gregor Weber") - Muriel Wimmer ("Juliane Weber")